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molodenroloro

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11

Dienstag, 5. Oktober 2010, 15:07

grad eben entdeckt

http://www.youtube.com/watch?v=8_pbOlQjoSk&NR=1

da bekomm ich gleich Gänsehaut




Tickets - Laune der Natour

Sascha89

Welcome to the new dark ages.

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12

Dienstag, 5. Oktober 2010, 17:24

@ ringo:
Viereckige Klammer, ganz einfach, so [ ] ...
"Alt Gr" gedrückt halten und "8 ( [" bzw "9 ) ]" anklicken ;)

Am besten die lädst Bilder einfach bei www.directupload.net hoch.
Wenn es oben ist nimmste entweder den kompletten Link bei "2.) Vergrößerbare Vorschau (Foren)" oder "4.) Bild in Originalgröße (Foren, oder z.B. Jappy)"

;)


Hier die Setlisten nochmal:

We're not Bad Religion... You are
09.07.17 Köln | 12.07.17 Wiesbaden | 17.07.17 München | 18.07.17 Stuttgart | 19.07.17 Saarbrücken | 22.07.17 Stuttgart


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sascha89« (5. Oktober 2010, 17:25)


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13

Dienstag, 5. Oktober 2010, 18:07

"Geklaut" im dth-forum, gepostet von miikka:

Zitat

Die „Schall und Rauch Tour“ der Toten Hosen machte am Sonntag, den dritten Oktober, Halt in Tel Aviv. Die Band wählte einen Veranstaltungsort namens „Barby Club“, der als einer der berühmtesten Rockclubs in Israel gilt und zentral in Tel Aviv gelegen ist. Dass fast jeder Musikfan den Club kenne, bestätigten mir viele Israelis. Der einzige Mensch, der nicht zu dieser großen Gruppe von Menschen gehörte, war unser Taxifahrer. Das Konzert sollte um 22 Uhr beginnen und um 22:11 drehten wir immer noch Kreise in den Straßen von Süd-Tel Aviv. Die Navigationssoftware in seinem kleinen Klapphandy reichte anscheinend nicht aus, um das berühmte Ziel zu finden.

Freundlicherweise stellte er das Taxameter bei 45 Schekel ab, nachdem ich die Fassade des Blockes, den wie zum wiederholten Male umkreisten, schon in Gedanken nachzeichnen konnte. Meinem israelischen Begleiter war dieser Umstand deutlich peinlicher als dem Fahrer und er wurde leicht nervös. Immer wieder wies er dezent darauf hin, dass das Konzert schon begonnen hätte. Da der Taxifahrer Israeli war und die meisten Einwohner auch Englisch sprechen können, beschlossen wir lautstark auf Deutsch über unseren Chauffeur zu lästern. In der Zwischenzeit streifte er weiter, ziellos wie die Israeliten in der Wüste, durch die Straßen und drückte das Auto in die nächste unbekannte Kurve.

Wieder wies mich mein israelischer Freund darauf hin, dass wir schon eine halbe Stunde zu spät dran seien. Ich versuchte ihn damit zu beruhigen, dass es doch Punks seien und diese Sorte von Musikern nie pünktlich anfangen würde. Aber ich wusste, was er eigentlich meinte. Es ist ein starker Stereotyp in Israel, dass alle Deutschen Ordentlich und Pünktlich seien. Die kalte Präzision und emotionslose Berechnung, mit der die Deutschen die maximalen Tötungsraten für die Vernichtungslager berechneten, haben es erschaffen. Und deshalb vermutet ein Israeli, dass selbst eine Punkband aus Deutschland sehr pünktlich sein könnte.

Nachdem wir vierzig lange Minuten in der urbanen Wüste umherstreiften, fand unser Taximoses letztendlich den Konzertort. Da er wusste, dass selbst die echten Israeliten zu Fuß schneller das Ziel erreicht hätten als er mit dem Auto, mussten wir für die Fahrt nichts bezahlen. Jetzt hatte ich auch wegen der Lästerei ein schlechtes Gewissen.

Der Barby-Club sah von außen relativ typisch aus. Graffiti, zerfetzte Poster und alles etwas versifft, entsprach die Lokalität meinem Bild eines seriösen Rockclubs. Wir passierten einen längeren, nicht überdachten Eingangsbereich bis wir auf die Kasse stießen. Überall standen Leute herum und ein angenehmes Gemurmel aus Hebräisch, Deutsch und Englisch zog durch die Luft. Anhand vieler T-Shirts konnte ich die Herkunft oder die politische Einstellung der Träger erkennen. Im Falle eines St.-Pauli Shirts sogar beides gleichzeitig.

Wir traten in den Konzertraum ein. Links von uns befand sich die Bühne mit dem Zuschauerbereich und vor uns erstreckte sich eine in düsterem Licht eingehüllte Bar. Nach einigen Gesprächen erfuhr ich, dass die Band ziemlich spät dran sei. Auf Punks ist eben verlass.

Wir mussten allerdings nicht mehr lange warten bis es im Saal dunkel wurde, schlagartig die Lichter der Bühne ansprangen und fünf Personen auf der kleinen Bühne Stellung bezogen. Ich sah eine der erfolgreichsten deutschen Bands nicht als kleine Figuren am anderen Ende eines Fußballstadions, sondern wenige Meter vor meiner Nase. Campino brabbelte kurz etwas auf Hebräisch, tuschelte etwas auf Englisch hinterher und begann darauf mit dem ersten Song.

Der kleine Raum rastete aus. Der traditionelle Pogo-Platz war direkt vor der Bühne und wurde von bewegungsintensiven Fans genutzt. Um den Kernbereich herum gab es genug Platz zum abtanzen, rumwackeln oder um einfach nur das „Devil Horn“ mit der einen Hand zu zeigen und mit dem Bier in der anderen Hand auf und ab zu wippen.

Die Stimmung im Club war ausgelassen und jedermann genoss das Konzert. Campino, anfangs noch mit einem Toten Hosen Hemd bekleidet, hüpfte mittlerweile Oberkörper frei und nass wie eine Regenwolke auf der Bühne herum. Bewundernswert ist, dass die Toten Hosen, trotz der deutschen Texte, so viele Fans weltweit haben. Jetzt verstehe ich auch warum. Der Sänger Campino kommunizierte auf der Bühne mit vollem Körpereinsatz. Er rannte zwischen den Instrumenten herum, kletterte ab und an auf größere Lautsprecherboxen und ging auch sonst mit viel Leidenschaft vor. Diese Sprache verstehen die Fans weltweit und lieben den vollen Einsatz der Band.

Spannend wurde es, als Campino zum „stage diving“ ansetzte. Würde er von seinen Fans getragen werden oder wie ein nasser Sack auf dem Boden aufklatschen? Er bezog Stellung am Rand der Bühne, ging leicht in die Hocke und sprang. Die eben noch chaotisch umher springende Menschenmasse stand plötzlich still und streckte die Hände zum Himmel. Wie eine Gewitterwolke flog Campino auf sie zu. Erst warf er einen dunklen Schatten, dann regnete er (Schweiß) ab und danach klatschte er wie Hagel auf die wartenden Hände. Der Konzertraum war so klein, dass selbst ich, in den hinteren Reihen stehend, Campino mit meinen Händen weitertragen durfte. In der Retrospektive fragte ich mich natürlich, warum ich Freude dabei empfand einen schwitzenden und fast 50 Jahre alten Mann mit Begeisterung über mir herum zu tragen. Es ist wohl die aufgeladene Atmosphäre aus Musik und Publikum, die Menschen für so etwas begeistern kann.

Nachdem Campino abgeregnet hatte und den Rand des Publikums erreichte, drehte er noch ein paar Runden quer durch den Saal und begeistert folgten ihm viele Besucher. Auch einige erschöpfte und nicht begeisterte Bodyguards versuchten irgendwie zwischen verrückten Punks und johlenden Fans ihren Job zu machen. Ein bemitleidenswerter Anblick. Da sie für ihren Job eher auf Kraft als auf Geschwindigkeit getrimmt waren, schlüpfte ihnen Campino immer wieder durch die Finger. Wie sehr sie es auch versuchten, Campino wollte nicht beschützt werden. Während die Muskelprotze noch im Saal umher keuchten und suchten, brüllte dieser schon wieder in das Micro auf der Bühne. Offensichtlich genervt bezogen sie wieder Stellung am Rand des Spektakels.

Ein Auslandskonzert einer berühmten Band hat viele Vorteile. Das Publikum ist kleiner, die Performance ist besser und es werden meist nur bekannte Lieder gespielt. Das Ambiente wirkt unkommerzieller als eine Riesenbühne in einem Fußballstadion und besitzt einen sympathischen Untergrund-Charme. Zum Beispiel füllen die Merchandise-Verkäufe auf Konzerten in Deutschland meist ganze Vorhallen, während in Tel Aviv ein klappriger Campingtisch für ein paar CDs herhalten musste. Ich fühlte mich zurückversetzt in die Anfangszeit der Band, als sie noch in kleinen Bars und unbekannten Clubs in Deutschland spielte.

Gegen Ende des Konzertes setzte sich doch ein deutsches Wort durch: „ZU-GA-BE!! ZU-GA-BE!!!“. Einige irritierte Israelis begriffen Recht schnell was damit gemeint war und so brüllten alle zusammen nach der Band. Für mich war es schön mit anzusehen, wie die Musik, trotz der schwierigen Geschichte zwischen Israel und Deutschland, die Leute zusammen rücken ließ um gemeinsam zu feiern. Wer hätte in den achtziger Jahren gedacht, dass Punk-Musik einmal zu Völkerverständigung beitragen würde. In Tel Aviv hat es auf beeindruckende Weise funktioniert. Dem Punk sei Dank.
Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!

Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

-SCHNITZEL-

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14

Montag, 11. Oktober 2010, 21:58

und hier noch meine bilder aus tel aviv: Album
und ein video obendrauf: I fought the law!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »-SCHNITZEL-« (11. Oktober 2010, 23:32)


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