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Ballast der Republik

Release: 04.05.


Munich

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Freitag, 27. Januar 2012, 12:51

Jeder fünfte Deutsche unter 30 kennt Auschwitz nicht

Junge Bundesbürger haben eklatante Wissenslücken hinsichtlich der deutschen Geschichte: Einer Umfrage zufolge können 21 Prozent der unter 30-Jährigen nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen - und jeder dritte Deutsche weiß nicht, in welchem Land das ehemalige Konzentrationslager steht.

Quelle: [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811338,00.html]http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811338,00.html[/URL]

Was sagt man dazu? Kann das sein? Wenn ja, darf das sein?

Ich finds unglaublich

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Freitag, 27. Januar 2012, 13:31

ob das sein darf oder nicht ist hier denke ich klar. viel interessanter finde ich, warum das so ist. in jedem geschichtsunterricht, egal an welcher schule, geht es irgendwann um den nationalsozialismus. in dem zusammenhang wird doch wohl auch das wort judenvernichtung und so auch auschwitz fallen. es hat ja nicht mal was mit intelligenz zu tun, dass man sowas nicht weiß. ich denke, es ist eher eine art abgestumpftheit. denn wenn die oben genannten wörter fallen, wird man normalerweise automatisch hellhörig und das ist nicht gerade etwas, das man von jetzt auf gleich wieder vergisst.

Seitdem ich Perfekt bin, brauche ich nicht mehr arrogant zu sein.

Gabumon

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Freitag, 27. Januar 2012, 14:04

Ist wieder so eine tolle bescheuerte Statistik... "unter 30" auch Säuglinge sind unter 30...

Man könnte auch mal erwähnen das die Russen und Allierten die KZs auch selbst noch betrieben haben, aber das würd ja nicht zur deutschen Täterrolle passen

Es kommt die Zeit
in der das Wasser wieder steigt...
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in der der Airport wieder brennt...

Munich

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Freitag, 27. Januar 2012, 15:29

stand in dem Bericht nicht was von "zwischen 14 und 30"? Müsste jetzt nochmal nachlesen

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Freitag, 27. Januar 2012, 16:04

Das it so eine Sache mit dem Geschichtsunterricht.
Ich persönlich finde, dass (hier in Hessen...) das Thema Nazionalsozialismus viel zu kurz kommt. Der Lehrplan sieht so viel vor, dass alles nur sehr kurz kommt. Ich mach n halbes Jahr die franzosische Revolution, die mich ehrlich gesagt einen Scheißdreck interessiert, aber nur höchstens 1,5 Monate lang nur den Nazionalsozialismus. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass es viele Lücken gibt. Joa.. es wurden Juden und andere Feindbilder der Nazis deportiert.. aber wohin ist da eben Nebensache. Schade eigentlich. Ich wäre schwer dafür dieses Thema etwas mehr zu behandeln...
Die weitere Arbeit dazu an unserer Schule finde ich allerdings sehr gut, wie Zeitzeugengespräche oder die Schüler/Lehrer-Gruppe, die sich mit dem Kreisauer Kreis befasst und auch jedes Jahr dort hinfährt.
Man muss sich vieles (wie ich finde auch wichtiges...) halt einfach selbst aneignen leider. :down:

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
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Hoernchen

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Freitag, 27. Januar 2012, 17:16

vor 30 Jahren war es in Niedersachsen auch nicht viel besser.
Wir sind in der Realschule auf der Steinzeit, Eisenzeit und was es da noch so gab ewig rumgeritten. Leider hatten wir zuerst auch einen Lehrer, der viel krank war, so daß noch einiges an Unterricht ausfiel.
Bis zum Ende der 10. Klasse haben wir es bis zum Beginn des 1. Weltkrieges gebracht, die Parallelklassen bis kurz vor den 2. Weltkrieg.
Da wir unseren letzten Geschichtslehrer auch in Sozialkunde hatten und wir da recht flott im Unterrichtsstoff durchkamen, hat er dann dort angefangen uns alles was nach 1945 los war zu vermitteln, weil er eigentlich gehofft hatte, daß wir im Geschichtsunterricht bis 1945 kommen würden.


Munich

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Freitag, 27. Januar 2012, 17:40

@ Sensemann2: So ungefähr war es bei mir auch! Jedes Thema ewig lang, aber die "jüngere Geschichte" - speziell das dritte Reich - kam dagegen viel zu kurz.
Viele Zeitzeugengespräche, Ausstellungen, etc. gabs bei uns aber auch! Wir hatten zum Glück nen Lehrer bei uns an der Schule rumrennen, der sich bis heute sehr intensiv damit auseinandersetzt und hier in der Stadt im kleinen Rahmen auch immer mal wieder Ausstellungen macht.

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Pennsocke

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Freitag, 27. Januar 2012, 22:29

Meiner Meinung nach kommt das Thema im Verhältnis zu Themen wie französischer Revolution und Aufklärung tatsächlich ein wenig zu kurz. Allerdings müssen doch zumindest einige Begriffe bei den Schülern hängen bleiben. Oder nicht?
Ich bin sehr froh, dass es an meiner Schule Pflicht ist, wahlweise nach Dachau, Buchenwald oder nach Nürnberg zu fahren und das alles einmal vor Ort zu sehen und nachzuvollziehen. Und ich bin dankbar, dass ich in Dachau noch die Möglichkeit hatte, ein Zeitzeugen-Gespräch mitzuerleben. Das war einer der ergreifensten Momente in meinem Leben,... das ging richtig nah. Ich glaube, dass das ein großes Problem ist - also, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt und die Jugend deshalb auch ein Stück weit den Bezug verliert... :/

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Samstag, 28. Januar 2012, 12:08

Meine Schulzeit ist ja auch schon ein paar Jahre her, aber mir geht es da wie von Sensemann und Hoernchen beschrieben: man hält sich ewig bei der Entstehung der Erde auf, aber die wirklich wichtigen bzw. interessanten Themen kommen zu kurz.

Wir haben die 10. Klasse RS glaube ich mit dem Beginn von WK 2 beendet, erschwerend kam (bei mir) hinzu, dass ich Geschichte nicht wirklich mochte und es relativ langweilig fand. Die, wie ich finde, interessanten Zeiten, weil man sie auch heute noch merkt bzw. sie immer noch Thema sind, fanden in der Schule nicht mehr statt: das Ausmaß des 2. WK, die Wirtschaftswunderjahre, die RAF-Zeiten, usw.
Mittlerweile hat sich mein Geschichtsverständnis allerdings geändert, d.h. Steinzeit & Co. interessiert mich zwar immer noch nicht, ab MA lass ich mit mir reden, aber Dachau und Buchenwald habe ich vor ein paar Jahren mal besucht. Und es verschlägt mir immer wieder die Sprache, was in dieser damaligen Zeit alles passiert ist.
Ich werde auch ziemlich sauer, wenn jemand davon redet, diese Zeiten endlich mal ruhen zu lassen, weil wir mittlerweile Generationen weiter sind oder das Geld für solche Denkmäler, wie sie ja auch noch in der heutigen Zeit errichtet werden (Holocaust-Mahnmal Berlin) "sinnvoller" einzusetzen.
Aber egal, wie lange die Welt sich noch dreht, solche Ereignisse dürfen nie vergessen werden, dafür waren sie viel zu grausam!

Jetzt hat Geschichte ja die dumme Eigenschaft, nicht still zu stehen, d.h. ich befürchte die folgenden Generationen müssen immer mehr Ereignisse in der (kurzen) Schulzeit unterbringen. Und da bleibt zwangsläufig das ein oder andere auf der Strecke.

So, das war mein Wort zum Samstag... :D
Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!

Meine HP: www.god-save-the-queen.de.tl

Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

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Freitag, 3. Februar 2012, 13:38

Geschichtsunterricht

Ich kann mich gut an unseren Geschichtsunterricht erinnern. Das III. Reich wurde intensiv behandelt. So wurden Dokumentarfilme gezeigt, etwa über die Befreiung der KZs... das waren erschütternde Bilder... entsetzlich... nicht in Worte zu fassen.



Walter

http://www.ein-buch-lesen.com

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