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Ewiggestriger

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11

Freitag, 26. Juli 2013, 16:28

Ich arbeite jeden Tag mit Jugendlichen zusammen, da kriegt man zwangsläufig mit, was angesagt ist. Und wenn jemand ein Band-Shirt an hat, dann ist es zu 99% von H&M. Das ist natürlich nicht verwerflich und die meisten von denen sind angenehme Jungs und Mädels, aber das bleibt alles so an der Oberfläche. Richtige Subkulturen bilden sich da eigentlich kaum noch. Wer Green Day (ich mag sie auch) hört, der bleibt dabei, und den interessiert nicht, wer die Vorbilder von Green Day waren. Die große Ausnahme war mal,als ein Mädchen aus der Oberstufe mit selbstgemachtem Chaos Z-Shirt rumlief, die fiel schon aus dem Rahmen. Wie gesagt: Ich möchte das gar nicht bewerten, für viele ist Musik auch nicht so wichtig wie für einige von uns, aber ich finde eben, dass die Klamotten und auch die Musik heute eben kaum noch was aussagen, das war früher definitiv anders. Und mein erstes Hosenshirt (ehemals schwarz, jetzt grau mit Knochenadler) von `90 zerfällt auch so langsam zu Staub, aber nie im Leben werde ich das wegwerfen.



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Mr. BammBamm

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12

Freitag, 26. Juli 2013, 17:10

Ich lass mir das besagte T-Shirt ins Grab mit reinlegen, ebenso wie meine Vinylsammlung

Menschen, die blind in Kollektive sich einordnen, machen sich selber schon zu etwas wie Material, löschen sich als selbstbestimmte Wesen aus. Dazu paßt die Bereitschaft, andere als amorphe Masse zu behandeln. (Adorno)


"As long as the general population is passive, apathetic, diverted to consumerism or hatred of the vulnerable, then the powerful can do as they please, and those who survive will be left to contemplate the outcome." (Chomsky)

wsv

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13

Freitag, 26. Juli 2013, 17:13

Wer Green Day (ich mag sie auch) hört, der bleibt dabei, und den interessiert nicht, wer die Vorbilder von Green Day waren.
das sind jetzt erfahrungswerte deinerseits. ich kenne viele leute, die es interessiert hat, was so die einflüsse der band sind. ebenso bei den hosen. und dass die musik beider bands so klingt wie sie klingt, hat ja eben auch mit diesen einflüssen zu tun. von daher auch nicht abwegig, dass die leute dann auch auf die alten vorbilder der lieblingsband abfahren. sicher ist das nicht die mehrzahl der hosen oder green day höhrer. aber wie kommen denn heutzutage junge leute auf bands wie the clash, the undertones, the adicts, hüsker dü, the replacements, usw...?? man wird ja nicht als deren höhrer geboren. es sind eben heutige mainstream bands mit punkrock backround die dieses alte zeug auch für die junge generation am leben erhalten (und die auch selbst immer betonen, dass sie stolz sind ein "starting point" in dieser musikgeschmacksentwicklung zu sein).

und mit dem zweiten absatz über die aussagekraft von klamotten und musik heutzutage sind wir ja auf einer linie... viele interessieren sich ja nicht mal mehr für die texte.

Mr. BammBamm

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14

Freitag, 26. Juli 2013, 17:15

stimmt wsv, und da muss man die Hosen auch mal loben, dass sie einerseits wirklich ihre alten Helden und andererseits aufstrebende junge Bands als Vorgruppen engagieren. So bekommen viele Menschen diese Vorbilder auch mal zu hören.

Menschen, die blind in Kollektive sich einordnen, machen sich selber schon zu etwas wie Material, löschen sich als selbstbestimmte Wesen aus. Dazu paßt die Bereitschaft, andere als amorphe Masse zu behandeln. (Adorno)


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Ewiggestriger

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15

Freitag, 26. Juli 2013, 17:26

Genauso ging es mir ja auch mit der Learning English zum Beispiel, und natürlich wird es auch heute noch junge Fans geben, die die Wurzeln ihrer Lieblingsbands aufspüren. Aber ich glaube, deutlich mehr Hörer bleiben eben an der Oberfläche. Habe es eben vielleicht etwas zu verallgemeinernd ausgedrückt. Ähnliche Eindrücke habe ich bei zig Konzerten gesammelt, bei denen tolle Vorbands am Start waren: einige sind sehr offen für Unbekanntes, andere völlig ignorant.


pillermaik

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16

Freitag, 26. Juli 2013, 19:50


Da sehe ich 13 jährige Girlies in Ramones-Shirts rumrennen, die VERMUTLICH nicht mal einen Song kennen und nicht wissen,wer/was diese Band ist und wofür sie steht. Noch schlimmer finde ich das bei Motörhead.

also ich glaub du unterschätzt da viele. das soll es durchaus geben. sei es durch bands der eltern, oder weil die teens zeug wie die hosen, ärzte oder green day hören und mit ihnen auch ihre vorbilder (wie die ramones, the clash, sex pistols, usw.) kennen lernen. und das find ich überhaupt nicht schlimm. ALLERDINGS, finde ich bandshirts als label für jeden auch total daneben... nur die sache ist ja: die künstler die die rechte an dem zeug besitzen leben ja noch. sie sind dann selber schuld wenn sie ihr merch über h und m verkaufen. und bands die sowas zulassen, deren shirts will ich eh nicht tragen...

die einzigen bandshirts die ich im alltag trage sind von the clash. die sind da gott sei dank nicht "in". wenn ich jemandem in nem clash shirt sehe, weiß ich, dass der die musik geil findet und absoluter fan ist. egal ob derjenige 13 oder 63 ist.

zu meiner einstellung: heutzutage bringt es nichts mehr sich über klamotten zu definieren. ist alles zu einer mode sauce geworden, die nichts über den träger aussagt. ich muss mich nicht "rebellisch" kleiden um zu zeigen wie ach so unangepasst ich bin. ich finds sowieso viel spannender, wenn man leute kennenlernt und ihnen ihre einstellung nicht auf der stirn ablesen kann. wie campino mal sinngemäß gesagt hat: hinter dem äußerlich wilden punk kann sich der größte spießer verstecken und hinter dem typen mit den langweiler klamotten ein super kerl, der im kopf der viel größere punk ist. greg graffin z.B. läuft so langweilig rum wie es nur geht ;)

soll jeder tragen was er will, du kannst es doch eh nicht verhindern. und wenn du anderen leuten das recht auf einen style absprichst bist du genauso elitär, wie die entwicklung die du selber kritisierst.

egal ob 12 oder 90, egal welche klamotten (ok nicht ganz egal... bwl student und spielerfrau style sagt dann doch schon vieles über denjenigen menschen aus), hauptsache du bist kein arschloch.



Du hast mein "Problem" nicht verstanden.
Klar soll sich jeder kleiden wie er will und logisch, dass man sich anno 2013 nicht mehr rebellisch geben kann, indem man eine Lederjacke trägt. Noch 1991 hat das spielend funktioniert... Darum geht es mir aber nicht.
Du sagst, du trägst The Clash Shirts (was ich im übrigen auch gerne mache), und wenn einer mit einem Clash Shirt kommt weisst du, dass er die Musik geil findet - egal ob 13 oder 130... So, und nun kommt The Clash in Mode und auf einmal haben ALLE Clash Shirts an und und 9/10 davon kennen schlicht und einfach die Musik nicht, sondern tragen das was du liebst einfach aus Mode... Ich denke mal, das würde dich auch etwas irritieren. Und so geht es mir mit Motörhead oder eben den Ramones, deren Shirts ich seit 1988 trage - 100x ersetzt weil vollkommen durch.
JEDES Girlie trägt in Zürich ein Ramones Shirt (und ich vergleiche das NICHT mit Hosen-SHirts, denn die kriegt man im C&A nicht). Mädchen denen man offensichtlich ansehen kann, dass sie diese Musik bestimmt nicht hören, zumal im Tram durch ihre Handys irgendwelche RnB-Kacke dröhnt. DIe tragen es, weil es IN ist, weil sie damit im Trend liegen. Aber The Ramones oder The Clash oder Motörhead ist kein Trend/sollte kein Trend sein. Ich habe in meinem Ausgngsposting erläutert, wie Motörhead lange wahrgenommen wurden. Das war eine richtig eklige Band. Denkst du ein modebewusstes Girl hätte anno 1988 sich ein Motörhead-Shirt freiwillig angezogen? Das war Lärm, Dreck, Blablabla...
Und ganz ehrlich, sag es mir: WELCHE Subkultur wird heute vermöbelt nur weil man sich so outet? Ich mit langen Haaren wurde als "Weib" und "Schwuchtel" angemacht von Poppern, von Nazis musste ich flüchten und ich wurde mit Zigarettenstummeln und Flaschen beworfen, 2x brutal vermöbelt (immer 10 gegen 3). Dasselbe von Teds. Ich bin in einem Dorf gross geworden, da hatte ich schon mit 13 den Ruf weg ein Heroin-Junkie zu sein, nur weil ich lange Haare, Converse, enge Hosen und Lederjacke trug. Drogen damals? Nix. Und nun sag mir, welche Jugendliche verprügelt und verfolgt werden wegen ihres Styles (Schulhofkämpfe hatte man natürlich auch, damals wie heute - aber nicht wegen Kleidung).

Darauf will ich hinaus: KEINER hätte in meiner Jugendzeit freiwillig so ein Shirt getragen, keiner scherte sich darum was das für Bands sind und somit zogen sie lieber ihr Beneton-Shirt oder Nike an... HEUTE ziehen es aber alle an, die keine Ahung haben wofür das steht. Ich weiss nicht wo du wohnst, spielt auch keine Rolle- doch Zürich ist ein sehr modebewusstes Pflaster und deswegen fällt es extrem auf.
Bamm und Ewiggestriger haben sogar ein Beispiel gebracht, und das von Erwachsenen. Ich spreche natürlich keine 13 Jährigen an..!

Und aus dem Grund, dass Lemmy zulässt,dass seine Shirts in H&M hängen -oder Primark - sind mir die Jungs mittlerweile auch nicht mehr sonderlich sympathisch, zumal der Sound seit 20 Jahren extrem zu wünschen übrig lässt. Mikkey Dee passt nicht in diese Band, da ist alles auch nur noch Hülle und kein Soul mehr. Motörhead anno 2013 hat NICHTS mit der Band zu tun, die ich 1990 live sah... Ok, insofern passt dann alles zusammen und das beinhaltet auch, dass Shirts über H&M vertrieben werden... Ich finds FUCK.

Was das Elitäre angeht: Verstehst du auch falsch. Wenn jemand aus dem richtigen Motiv heraus sich so ein Shirt anzieht, weil ihm die Musik gefällt und er sich für Musik interessiert, ist mir das wurst. So fing ich ja auch mal an. Aber in dem Moment wo man sich mit Labels brüsten will um dabei zu sein, dem Modediktat folgend, find ich es lächerlich und armselig. Es wird zu einer Uniform. Die funktioniert. Die ist deswegen 0,000 rebellisch, weil sie eben trendy funktioniert.
Only death is real...

wsv

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Freitag, 26. Juli 2013, 21:29

ich glaub ich hab dich schon verstanden und auch in diesem beitrag scheint wieder durch: ICH wurde dafuer verpruegelt, ICH habe mich aufgelehnt, aber DIE die heute DIE koennen ja einfach anziehen was sie wollen, ohne aufs maul zu kriegen... sollte man darueber nicht eher froh sein?

ich kann dich verstehen, dass dich oberflaechlichen trends wie mit ramones shirts nerven, aber du siehst den leuten halt nicht an der nasenspitze an, ob sie das teil aus ueberzeugung tragen, oder einfach nur weils "cool" aussieht, egal ob sie 13 oder 100 sind. und wie gesagt: wer sein zeug bei solchen laeden anbietet, der hat fuer mich eh jede form von credibility verspielt.


pillermaik

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18

Freitag, 26. Juli 2013, 21:36

No, du verstehst es leider nicht.. Aber egal, lass gut sein ;-)

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Conse

Der Mann aus Laramie (und Marienfelde)

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Samstag, 27. Juli 2013, 02:08

Spannende Debatte hier.
Fakt ist, dass nicht selten die, die damals die entsprechenden Leute verprügelt haben (bzw. ihre modernen Gegenstücke/Nachfahren), heute diese T-Shirts tragen.
Das ist natürlich schon eine ganz bittere Ironie des Lebens. Und ein ganz großes Versagen der Bands die zulassen dass ihr Name so verkauft wird.

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pillermaik

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Samstag, 27. Juli 2013, 13:14

ja natuerlich habt ihr da recht, dass es diese leute gibt. ich bin mir auch sicher, dass das was ich angesprochen hab nicht die kernbotschaft pillermaiks war. aber ich spreche ja nur das an, womit ich nicht so ganz einverstanden bin( der zustimmungsfaktor ist ja eh meistens ziemlich gross). bei manchen seiner beitraege schwingt halt ein wenig "wir haben damals fuer euch den arsch hingehalten in den 80er jahren! und was ist der dank? (...) wenn wir noch jung, waeren, wir wuerden euch so die fresse poliern, da braucht ihr gar nicht so dumm zu lachen!" mit. ;)


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