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pillermaik

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Samstag, 28. Oktober 2017, 09:00

wäre im sex pistols-thread besser aufgehoben als hier, wo es ausschliesslich um hosen-konzerte geht:

Sex Pistols

F!CKEN

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binda



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binda

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Samstag, 28. Oktober 2017, 09:36

Stimmt eigentlich. :thumbup:

*****************************
+ + + SUCHLISTE + + +
... Helau (Promo CD) ... All For The Sake Of Love (Promo CD) ... Tout pour sauver l’Amour (Promo CD) ... Liebeslied (7‘ Promo Single)

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pillermaik

Roadtrip

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Mittwoch, 8. November 2017, 17:34

Kleiner Bericht zum MMG in Urdorf.
Möglicherweise schon bekannt.
Ich hab jetzt nicht alles durchsucht.

https://www.facebook.com/srfarchiv/videos/877608629068692/

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RackerJ

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Dienstag, 26. Dezember 2017, 07:59

Heute vor 4 Jahren habe ich schon mal den Bericht hier gepostet. Heute nochmal. Allerdings etwas abgewandelt.


26.12.1998 Düsseldorf, Phillipshalle


Es war mein drittes Hosen-Konzert damals und hat sich ganz zufällig ergeben. Zum Konzert selber kann ich gar nicht mehr so viel sagen; wohl aber noch zur Geschichte drum herum...

Es war der zweite Weihnachtsfeiertag und ich hatte mit meinen Eltern den Deal eine damals im Urlaub kennengelernte Freundin in Hilden zu besuchen und durfte so ab mittags dem familiären Treiben entweichen. Also habe ich mich auf meinen altersbedingt noch auf 80 km/h gedrosselten Roller geschwungen, bin von Wuppertal aus nach Hilden getuckert und habe mir den Hintern abgefroren. Damals war ein Roller aber allemal cooler, als Bus fahren. Wobei cool war es tatsächlich...
Bei der Dame angekommen entschieden wir uns dazu, mal nach Ddorf zu gurken und uns dort ein wenig umzuschauen. Dabei kamen wir nachmittags an der Phillippshalle vorbei, vor der viele Leute standen. Wir wurden neugierig und sind dorthin. Als wir hörten, dass die Hosen hier abends spielen sollten, wollte ich unbedingt dorthin. Das Mädel auch, aber die Schwazmarktpreise von ca. 50,- DM schreckten sie ab. Sie hatte das Geld nicht, ich nach einem Besuch eines Geldautomaten schon. Ich bot ihr an, Geld zu leihen, sie lehnte jedoch ab, weil sie es nicht hätte zurück zahlen können. Ich brachte die Dame wieder nach Hause und machte mich dann mit Bus und Bahn auf zur Halle. Etwas arschig, aber ich wollte dorthin und die Liebe meines Lebens wäre das Mädel vermutlich nie geworden. :D

So war ich nun alleine auf diesem Konzert und war schwer begeistert. Konkrete Erinnerungen habe ich nur noch an "Alles ist eins", das ich am Todestag meines Vaters im Januar 1998 etliche male gehört und so eine besondere Beziehung zu diesem Lied habe.
Ansonsten weiß ich noch, dass ich meine "sexy" grüne, lange Unterhose auf dem Klo heimlich habe verschwinden lassen, weil es damit viel zu warm war. Es war schwierig, ein Scheißhaus zu finden, das nicht so doll vollgekotzt war. Auf dem Roller war das grüne Ding schon nötig, aber mir wäre es eh unendlich peinlich gewesen, hätte mich jemand damit gesehen. Die zweite grüne lange Unterhose aus dem Doppelpack, habe ich bis heute. Sie liegt ganz unten in der Schublade und wird wohl nie mehr getragen werden von mir.

Mein letzter Zug nach Hilden fuhr so, dass ich nicht mehr bis zum Ende des Konzertes bleiben konnte. Der Empfang in Hilden durch die holde Maid war etwas frostig; die Nacht verbrachte ich in einem Gästezimmer und nach dem nächsten Morgen hatte ich nie wieder was von ihr gehört.

Die Erinnerungen und die Gefühle dieses für mich superspontanen Konzertes habe ich aber heute noch. Daher hat es sich gelohnt :D

Dies sollte uns aber nicht vergessen lassen, dass Al Bundy 1966 VIER (!) Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat.

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Dommö

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Mittwoch, 27. Dezember 2017, 21:37

28.12.2002 Böblingen - Sporthalle

Da im Thread zum Konzert in Dortmund dieses Konzert zur Sprache kam, dachte ich mir, ich schildere mal dieses vollkommen skurrile Konzert aus meiner Sicht.

Damals, ich war gerade 17 Jahre alte geworden, hatte ich meine erste richtige Freundin. Sie wohnte in Stuttgart, ich in NRW. Da "Niemals einer Meinung" unser Song war, war klar, dass wir uns Karten für das Konzert in Böblingen holen. Für mich sollte es das zweite DTH-Konzert werden. Ich bin also voller Vorfreude am 25. oder 26.12. runter zur ihr nach Stuttgart gefahren. Zunächst war alles gut, doch schnell merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Ich sollte recht behalten. Am Tag vor dem Konzert machte sie mit mir Schluss. Für mich war das ein Schlag ins Gesicht. Neben dem Herzschmerz brachte es zwei Probleme mit sich: Ich wollte am nächsten Tag unbedingt zu den Hosen und meine Rückfahrtekarte war für den 2.1. gebucht. Ich musste also bei ihr bleiben. Wir sind dann am 28.12. tatsächlich gemeinsam gen Böblingen aufgebrochen. Im Zug haben wir dann noch Freunde getroffen. Auf dem Weg zur Halle standen wir an einer roten Ampel und ein Autofahrer hatte wohl gemerkt, dass DTH in der Stadt sind, und spielte deswegen in wahnsinniger Lautstärke Die Ärzte. Ich habe mich köstlich amüsiert. Vor der Halle angekommen, warteten wir noch, bis wir reingingen. Plötzlich tauchte ein LKW auf, Planen wurden weggemacht und es waren Schlagzeug, PA, Gitarren, etc. zu sehen. Ein paar junge Leute stürmten die "Bühne" und legten los. Es handelte sich um die Band "Räubertöchter", die ich zufällig durch einen Deutschpunksampler sogar kannte. Es war schon vor dem Konzert eine grandiose Aktion!
The Bones als Vorband waren natürlich richtig gut. Dann legten die Hosen los. Ich stand ungefähr irgendwo in den letzten zehn Reihen und wollte zu Beginn direkt nach vorne. Das war problemlos möglich. Wellenbrecher gab es damals noch nicht und die Menge drehte sofort durch. Es hat keinen Song gedauert, da stand ich in der dritten Reihen. Neben mir schrie dann jemand beim zweiten Song "STOP!!". Alle um mich herum blieben sofort stehen und dann merkten wir, was los war. Ein Mädchen, komplett schwarz gekleidet und mit schwarzen Haaren lag mit dem Gesicht nach unten auf dem schwarzen Boden. Sie war bewusstlos. Hätte dieser Typ nicht gerufen, wäre sie mir gar nicht aufgefallen. Wir haben sie dann mit 5-6 Leuten hochgehoben und über die Menge Richtung Graben und Securities geschubst. Dort ist sie in Empfang genommen und von den Secs weggetragen worden.
Später, als ich wieder bei meiner Gruppe war, haben mir Alle aus Liebe und Niemals einer Meinung ziemlich die Stimmung verdorben, Diese beiden Songs in dem Moment zusammen mit meiner plötzlichen Ex zu hören, war schon hart. Aber dann entwickelte sich das Konzert, so dass man einfach nur gute Laune bekommen konnte.Der Hauptteil des Konzertes verlief noch normal, doch schon die erste Zugabe hatte einige Highlights parat. So wurde "Azzurro" mit Toni am Mikrofon gespielt, da Campi meinte, er singe schöner und könne den Text, Toni wirkte etwas überrascht und musste aus dem Graben nach oben kommen. Dann gab es zu diesem Zeitpunkt auch erstmalig eine Roadie-Band. Das Westerland-Cover hätte ich jedoch nicht gebraucht. Als der zweite Zugabenblock beginnen sollte, wurde die Halle plötzlich wieder ganz duster und aus den Boxen dröhnte das damalige "Sirtaki"-Intro. Die Hosen stürmten die Bühnen und es wurde Ausswärtsspiel gespielt. Zum zweiten mal an diesem Abend, denn es war bereits der Opener gewesen. Anschließend baute man noch fix Opel-Gang ein, was mich tierisch freute, und dann meinte Campi, dass sie einen Kurzrückblick auf die Highlights des Abends geben würden, falls jemand zu spät gekommen sei. Daher wurden einige Songs teilweise nochmal gespielt. Man bemühte sich sogar, ungefähr dieselbe Bühnenshow zu machen. So sprang Campi an der exakt glechen Stelle bei Bayern wieder ins Publikum. In dem Moment war ich etwas sprachlos, habe ich aber köstlich darüber amüsieren können. Auch wenn man dadurch Madelaine zweimal an einem Abend ertragen musste ;) Nach dem Medley kamen einige andere Songs. Als Campino dann You'll never walk alone ankündigen wollte, brüllte des Publikum "Jetzt geht's los". Campino reagierte mit der Nachfrage, ob das ernst gemeint sei. Als das Publikum bejahte, sgate er nur: "Fahr nochmal das Intro ab!". Die Halle wurde wieder dunkel, der Sirtaki kam und zum dritten folgte an diesem Abend Auswärtsspiel, diesmal allerdings nicht mehr komplett. Ich stand daraufhin nur noch kopfschüttelnd in der Halle, fand die Aktion aber mehr als großartig. Dann kam allerdings wirklich You'll never walk alone und das Konzert war leider "schon" vorbei.
Ich bin dann übrigens tatsächlich erst am 2.1. zurück nach NRW gefahren und meine Ex und ich haben noch gemeinsam Silvester gefeiert. Wir waren danach auch immer mal wieder bei Konzerten und stehen noch sporadisch bis heute in Kontakt. Ich muss sagen, es war nicht das beste DTH-Konzert, das ich jemals
erlebt habe, aber mit Sicherheit das skurrilste: Die Wiederholungen der Songs, die anderen Highlights,eine Spiellänge von ca. 3 Stunden und letztendlich auch meine persönlichen Umstände haben dazu beigetragen und sorgen dafür, dass ich diesen Abend wohl nie vergessen werde.

Hier mal der Link zur Setlist von diesem denkwürdigen Konzert:
http://dth-dta.de/index.php?option=com_d…mid=169&lang=de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dommö« (27. Dezember 2017, 21:42)


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Donnerstag, 28. Dezember 2017, 02:17

Krasser Bericht, insbesondere wegen der Begleitumstände... Vielen Dank dafür! :s_thanks:

Kettenreaktion
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Es ist das alte Leid im neuen Gewand!
Habt ihr das nicht kapiert, habt ihr das nicht erkannt?
Alles was hier passiert ist schon mal so gewesen!
Um das zu sehen muss man kein Geschichtsbuch lesen!

Dommö

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Sonntag, 21. Januar 2018, 10:54

Dortmund 25.04.2002

Als ich heute Morgen wach im Bett lag, dachte ich irgendwie über mein erstes Hosen-Konzert nach. Auch wenn es keinen Jahrestag hat, möchte ich euch diese Geschichte nicht vorenthalten.:

Rückblickend betrachtet ist dieser Tag wohl einer der beiden wegweisendsten meiner Jugend geworden. Der erste wichtige Tag war wohl der, als ich mit gerade 15 geworden das erste Punkrockkonzert meines Lebens bei uns im Jugendzentrum besuchte. Denn plötzlich wusste ich, dass es sowohl musikalisch als auch menschlich einen Anlauf Ort für mich bei uns in der Stadt gab. Der zweite wichtige Tag sollte dann der 25.04.2002 werden. Mittlerweile war ich 16 und Die Ärzte thronten als Band für mich über allen. Die Hosen waren für mich dennoch eine von mehreren Bands, die ich sehr gerne mochte. Als ich mitbekam, dass sie nach Dortmund kommen, wollte ich unbedingt hin. Meine Mutter wollte jedoch nicht, dass ich unter der Woche abends/nachts alleine die 30-minütige Zugfahrt nach Dortmund auf mich nahm. Mein älterer Bruder, der mich musikalisch zwar geprägt, aber nie etwas mit den Hosen anfangen konnte, wollte nicht mit. Ich war schon frustriert, doch eines Tages kam mein Bruder, dass ein gewisser Daniel aus seiner Berufsschulklasse zum Konzert fahre und mich mitnehmen könnte. Ich kannte Daniel zwar nicht, aber das war mir egal, denn meine Mutter war einverstanden. Ich ging also, wie ich es von meinen beiden bisherigen Ärzte-Konzerten kannte, zur Vorverkaufsstelle und kaufte mir ein Ticket. Es war eine Sitzplatzkarte, Stehplätze gab es nicht. Das frustrierte mich, aber besser als nichts. Je näher das Konzert kam, desto mehr wurmte es mich. Schließlich konnte ich auf ebay noch ein Stehplatzticket zum Normalpreis erwerben. Preisabzocke gab es zu diesem Zeitpunkt auf der Plattform Gott sei Dank noch nicht. Das Sitzplatzticket bin ich übrigens nicht mehr los geworden. Ich habe für den Abend also zweimal Eintritt gezahlt. In der Vorbereitung stand noch ein weiterer Punkt aus: Ich besaß bisher nur Ärzte-Shirts, aber keines von den Hosen. Also kaufte ich wieder bei ebay ein: Für ein paar Euro gab es dieses komische Doppelpack: DTH-Roadcrew-Shirt mit „Alles aus Liebe“-Live-maxi.

Irgendwann kam der Tag des Konzertes. Morgens ging es natürlich wie immer in die Schule. Lustigerweise sprachen wir ausgerechnet an diesem Tag im Englischunterricht über Musik. Unsere Lehrerin erzählte uns, dass sie früher gerne Die Toten Hosen gehört habe. Ein Kumpel stupste mich an und daraufhin
erwähnte ich, dass ich abends zum Konzert ging. Der Lehrerin war es egal, aber Kathrin, eine Mitschülerin, sagte, dass sie mit ihrer Familie auch gehen würde.
Ich war entsetzt. Kathrin war eine, die hyperbrav war und sich aufgrund ihrer Erziehung nicht traute, dass Wort „Arsch“ zu sagen. Ich fragte mich, was die denn bei den Hosen wolle. Meine Vorfreude war etwas getrübt. Am Nachmittag ging ich dann zum Bahnhof und traf Daniel mit Daniel und seiner Gruppe fünf Personen, die ich noch nie im Leben gesehen hatte. Das war jedoch egal. Wir sind, trotz des Altersunterschieds von vier Jahren, sofort gut miteinander ausgekommen. Als wir in Dortmund aus der U-Bahn rauskamen, standen schon ca. 200 bis 300 Personen vor der Halle und sangen „Eisgekühlter Bommerlunder“. Plötzlich mündete das Lied in massiven „Scheiß Stoiber“ rufen. In dem Moment wusste ich, ich bin absolut richtig hier.

Als Vorband traten „A“ auf, die ich damals auch ganz gerne mochte. Bis heute für mich eine der besten DTH-Vorbands mit einfach gutem Alternativ-Rock. Nur der Sänge sagte vielleicht etwas zu häufig „Motherfucker“. Das nervte irgendwann. Was für mich überraschend war, war wie das Publikum reagierte. Es war sofort eine super Stimmung. Klar, „A“ waren damals auch angesagt. Trotzdem war das Publikum schon wilder, als ich es von meinen beiden Ärzte-Konzerten kannte. Erwähnt sei vielleicht auch, dass es damals noch keine Wellenbrecher gab. Nachdem „A“ ihren Auftritt beendet hatten, fragte ich mich, wie es wohl bei den Hosen abgeht Die Antwort sollte ich schnell bekommen. Nach dem großartigen „Sirtaki“-Intro ging mit „Auswärtsspiel“, „Liebesspieler“ und „Du lebst nur einmal“ gleich richtig die Post ab. Ich war im Pit sogar etwas überfordert, soetwas hatte ich bis dato noch nicht erlebt. Wie wild es tatsächlich war, kann ich rückblickend objektiv nicht mehr einschätzen, für mich war es damals aber einfach nur krass. Irgendwann war ich dann platt und stellte mich ziemlich weit nach hinten. Plötzlich spielten die Hosen „1000 gute Gründe“. Damit hatte ich echt nicht gerechnet und mein erstes Gedanke war: „Ja, Kathrin, nimm das!!“. Später im Set gab es dann auch noch „Mehr davon“ und Campino klettere unters Hallendach. Ich war wir elektrisiert. Wahnsinn!! Irgendwann zog Campino während des Konzertes ein Dortmundtrikot an, weil er sich damit dafür bedanken wollte, dass der BVB ihn zu einem Spiel gegen Liverpool eingeladen hatte. Dennoch wurde er gnadenlos für die Aktion ausgebuht. An das Konzert selbst habe ich weiter kaum noch Erinnerungen. Für mich war es einfach nur eine bombastische Stimmung und es wurde richtig Gas gegeben. An die Setlist kann ich mich nur noch sporadisch erinnern und diese ist laut
Tourdatenarchiv auch bis heute nicht bekannt. Neben den bereits erwähnten Songs gab es auf jeden Fall auch noch „Was zählt“, „Liebeslied“, „call oft he wild“, „All die ganzen Jahre“, „Wort zum Sonntag“ und „Auld lang syne“. Außerdem kündigte Campino ein neues Lied an, welches bisher noch nicht veröffentlicht worden sei. Es beruhe auf seinen Erfahrungen aus dem Zivildienst in einer Anstalt. Als Ende des Jahres 2002 dann die „Reich und Sexy II“ rauskam, kam mir diese Ansage wieder in den Sinn. Es kann sich also nur im „Irre“ gehandelt haben. Nach dem Konzert versuchten wir noch in der Dortmunder Innenstadt was trinken zu gehen, aber alles hatte zu. Das führte dazu, dass sich einige aus der Gruppe in einer Telefonzelle umzogen. Frische Klamotten hätte ich auch brauchen können, aber ich hatte natürlich keine dabei. Als ich zu Hause angekommen mit Bad lag, wurde mich dann auch eines klar: „Die Ärzte“ machen Spaß, aber meine eigentliche Band sind „Die Toten Hosen“.

Am nächsten Tag erzählte ich in der Schule allen von diesem für mich unfassbaren Abend. Kathrin erwähnte das Konzert übrigens mit keiner einzigen Silbe. Auch in den folgenden gemeinsamen Schuljahren habe ich nie wieder mitbekommen, dass sie irgendetwas über die Toten Hosen sagte. Ich selbst war, wie gesagt hell auf begeistert, und wusste, dass die Hosen am selben Tag nochmal in Dortmund spielten. Ich wollte sofort wieder hin, aber für mich war das so kurzfristig organisatorisch nicht umsetzbar. Das war vielleicht aber auch ganz gut. Denn am nächsten Tag war ich krank und konnte meine blauen Flecken zählen. Mein ganzer Körper schmerzte, aber das war es wert! Wenige Tage später kam mein Bruder zu mir und meinte, dass der Daniel in gut vier Wochen zu
„Fury in the slaughterhouse“ fahren würde und fragen ließe, ob ich mitkäme. Ich antwortete, dass mir das zu langweilig sei. Wieder einen Tag später meinte mein Bruder dann, dass er die Bands verwechselt habe. Daniel würde zu „Bad Religion“ nach Oberhausen fahren. Ich sagte sofort zu und so kam es zu meinem ersten „Bad Religion“-Konzert. Auch dies wurde für mich ein legendärer Abend, der mit Frisbeespielen in der U-Bahn begann und damit aufhörte, dass ich nachts nach dem Konzert das Portemonnaie meines Bruders auf einem Burghügel sorgte und am nächsten Tag eine Englischklausur verkackt habe. Aber das sind alles andere Geschichten. Für mich begann mit diesem Hosenkonzert und dem Tag im April und dem anschließenden „Bad Religion“-Konzert eine lange Reise, die bis heute andauert. Und auch wenn ich manchmal lange Zeit weder DTH noch BR hören, sind diese beiden Bands nach wie vor meine absoluten Herzensbands, die in meiner ewigen Konzertanzahlliste auf den Plätzen 1 und 3 stehen. Wobei die Hosen mit weitem Abstand auf 1 stehen. Mein zweites Hosenkonzert sollte dann übrigens ebenso legendär werden, aber darüber habe ich euch ja letztens erst berichtet….

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dommö« (21. Januar 2018, 10:58)


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