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vampyrella

EinBierHase

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Freitag, 28. Juli 2017, 09:38

Ihr seit einfach zu unentspannt und nehmt die Facebook-Kommentare als Abbild der Gesellschaft. Das ist ein grundlegender Fehler.

Wo ich wohne gibt es so viele Verbesserungen durch die Flüchtlinge, alleine was die Fremdsprachen angeht. Mittlerweile spricht hier in jedem Geschäft einer mindestens schlechtes Englisch. Vorher hat's gehießen "Amtssprache ist deutsch" und als Tourist/ Ausländer hatteste dann keine Möglichkeiten weiter zu fragen.
Unsere Apotheke am Stadtrand bietet Beratung auf arabisch an, mittlerweile gibt es Formulare auf dem Bürgeramt in Arabisch UND Türkisch (was vorher auch nie angestrebt wurde).

Natürlich gibts es hier viele Nazis. Das war ja auch nicht das Thema. Thema war "Ausländer- und Flüchtlingsthematik " - und ich bleibe dabei, es hat sich sehr gut gemacht. So viele Integrationprojekte die daraus entstanden sind, sind ein echter Zugewinn.
Die Integration ist zur Routine geworden.

Ihr mögt es nicht so sehen, ich schon.

Wobei ich auch hinzufügen muss: Es gab vorher keine "sichtbaren" Ausländer in Erfurt. Also der Anteil lag unter 2%, daher fiel es 2015 schon auf, dass augenscheinlich mehr Ausländer (durch Flüchtlinge stieg der Anteil in meiner Stadt auf 12%) unterwegs waren. Das hat zu diversen Reibungen geführt, viele meiner Landsleute kennen halt keine Ausländer und wollen auch keine.
Das hat sich mittlerweile routiniert, das meine ich. Es fällt einem nicht mehr auf, dass Ausländer am Start sind, sie werden nicht mehr grundlos in der Bahn beschimpft oder angepöbelt.

Ende.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »vampyrella« (28. Juli 2017, 09:45)




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vampyrella

EinBierHase

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Freitag, 28. Juli 2017, 09:39



Letztens hat einer von der Obdachlosen Säuferszene (offensichtlich Pole), die durch ein dämliches allgemeines Alkoholverbot aus der Fußgängerzone vertrieben werden sollen, eine bettelnde Romafrau vertreiben wollen - ohne wirklichen Grund, die saß da nur und wünschte guten Tag - auch der suchte noch jemanden, den er als Fußabtreter benutzen kann.

Ich war so sprachlos, dass mir die richtigen Worte fehlten, um dem Pannekopp mal zu erklären, dass er auch nichts besseres ist, nur weil er besser gebrochenes Deutsch lallen kann...


Arschlöcher bleiben Arschlöcher, egal welcher Nation sie angehören.
Ende.

DTH_HB_86

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Freitag, 28. Juli 2017, 09:50

und ich bleibe dabei, es hat sich sehr gut gemacht. So viele Integrationprojekte die daraus entstanden sind, sind ein echter Zugewinn.
Die Integration ist zur Routine geworden.


Nun, so wie du Facebook (zurecht) die generelle Deutungshoheit absprichst, so kann man deinem Wohnort diese ebenso absprechen.
Ich mache die Erfahrung, dass insgesamt die Stimmung oftmals negativ ist. Sätze wie "Da bauen die jetzt auch noch ein Flüchtlingsheim, da geht die Gegend hier den Bach runter." sind keine Fantasie und auch nicht Facebook entsprungen.
Dazu kommt behördlicher Irrsinn, der Integration erschwert; wir haben im Betrieb jüngst einen Flüchtling aufgenommen, der hier seine Ausbildung machen soll (vorab gab es ein Praktikum, das gegenwärtig noch läuft). Dann gab es erstmal Diskussionen (Nachdem er zu diesem Zweck vermittelt wurde und auch die Förderung eigentlich stand!) seitens des Amtes, ob der aus seiner Heimat nicht schon zu qualifiziert wäre, um eine Förderung zu rechtfertigen.
Dann geht es weiter: zwei verschiedene Ämter meinen, dass das jeweils andere zuerst etwas liefern müsste, damit sie anfangen zu arbeiten. Nun sind die Unterlagen von beiden Ämtern aber essenziell, damit die Ausbildung anerkannt wird. Klingt für mich auch nicht nach Routine...

Es kommt halt drauf an, wo man kuckt. Es gibt viele Menschen, die sich kümmern, die versuchen, die Lage der Geflüchteten zu verbessern, die Integration zu erleichtern. Es gibt aber eben auch sehr viele Menschen, bei denen das Wort "skeptisch" nicht ausreicht, um ihre Haltung gegenüber Geflüchteten zu beschreiben. Und damit meine ich keine lupenreinen Nazis, sondern "normale" Menschen, die einem im Alltag begegnen.
Die Hoffnungslosigkeit stirbt zuletzt.

RackerJ

düdeldü

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Freitag, 28. Juli 2017, 09:56

Deutschland wurde der Untergang prophezeit. Nun gibts uns immer noch. Nicht mal die Arbeit ham'se uns weggenommen.

Natürlich nicht. Das faule Pack ist ja nicht hier, um zu arbeiten, sondern um unsere Sozialleistungen abzukassieren. :s_iro:


Ich weiß aber sehr genau, was Vampyrella meint. Man muss ihr jetzt nicht das Wort im Mund rumdrehen und den Moralapostel raushängen lassen. Ich bin auch froh über die von mir empfundene Normalisierung. Es ist nicht mehr dauernd und überall Thema, dass unser schönes Reich...ääh Land von Nafris etc. überflutet wird.
Dass deswegen alles Eitel Sonnenschein sei, hat niemand gesagt.

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vampyrella

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Freitag, 28. Juli 2017, 10:04

Mir war auch klar, was vampyrella meinte und das Wort im Munde umgedreht habe ich nicht, ich habe lediglich darauf verwiesen, dass die Formulierung sich so lesen ließe.

Was du, Racker, beschreibst, ist ja vor allem das mediale Echo. Das hat sich in der Tat beruhigt. Aber so etwas kann auch eine trügerische Ruhe sein; nur weil momentan Diesel-Software und Kartellabsprachen in der Automobilindustrie medial stark präsent sind, heißt das ja nicht, dass alle anderen Probleme plötzlich aufgehört haben.
Natürlich ist es begrüßenswert, wenn in den Medien keine Panikmache vor "Nafris" (mehr) verbreitet wird, aber die Medien sind ja nun kein genauerer Gradmesser als Facebook. Die Stimmung in der Bevölkerung ist eben nochmal eine andere Größe und die sehe ich nicht stark positiv verändert.

Die Hoffnungslosigkeit stirbt zuletzt.

RackerJ

düdeldü

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Freitag, 28. Juli 2017, 11:19

Dich meinte ich damit auch nicht, sondern eher djrj, der in den Post imho was vollkommen anderes reingelesen hat.

Nach meinem Empfinden (über mehr kann ich ja nicht berichten) hat nicht nur der mediale Aufschrei, sondern auch die Motzerei in der Bevölkerung abgenommen. Ich bewege mich aber auch seltenst unter rechten/ stark konservativen Personenkreisen. Die Medien beeinflussen vielleicht dadurch schon die Massen. Ob sich in den Köpfen etwas verändert hat und die Panik vor den vielen Fremden nachgelassen hat? Ich hoffe es.


BAD'nerin

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Freitag, 28. Juli 2017, 13:59

ohne auf den rest einzugehen- facebook ist gerade (!) ein spiegelbild der gesellschaft. jeder idiot lässt sich hinreißen, dort ehrlich zu sein, weil es ja "nicht die echte welt" ist. alle spacken, die sich draußen nicht trauen ihre meinung kund zu tun, weil sie zu recht als nazi oder rassist abgestempelt würden, tun es dort, geschützt aus ihrem wohnzimmer.

vor jemandem zu stehen und ihm seine braune scheiße zu erzählen, trauen sich die wenigsten und machen das höchstens bei ihrem wöchentlichen stammtisch in der örtlichen kneipe, vor ihren gleichgesinnten. weiß gar nich mehr wer, aber jdm meinte mal: die gefährlichen, sind nicht die offentlichen nazis, da weiss man woran man ist. die gefährlichen sind die, die das in ihrem wohnzimmer aussprechen und geheim wählen, aber in der mitte der gesellschaft stehen und damit rassismus schleichend gesellschaftstauglich machen.


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