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  • »Der König aller blinden« ist männlich

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Dienstag, 18. April 2017, 19:53

Was mir einst, ein Philosoph, schon immer über Gabumon beibrachte...



Außer man fährt gerne mit einem alten Fahrrad bergauf bei Gegenwind ;);)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Der König aller blinden« (18. April 2017, 23:17)




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Dienstag, 18. April 2017, 19:57

wenn vom job des satirikers nur noch das verletzte ego und entsprechende reaktionen auf einen musiker über bleiben, ist es schlechte, gehaltlose und dümmliche satire. aber das wissen wir ja schon längst im falle böhmermann.

Ich weiß es nicht und sehe es trotz der immer wieder hochgehaltenen Aussage - inzwischen - anders. Ich fühle mich durch einige Youtube-Videos von ihm sehr gut unterhalten. Die Sendung an sich habe ich aber auch noch nie gesehen im TV. Liegt daran, dass ich seit Monaten kein TV mehr schaue.

Um eine weit voran gegangene Frage zu beantworten: Ja, darüber lacht (ein Teil) Deutschlands. :)


@Der König aller blinden: :D:D:D
Dies sollte uns aber nicht vergessen lassen, dass Al Bundy 1966 VIER (!) Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat.

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Dienstag, 18. April 2017, 23:32


Es ist ok, wenn Satire etwas Wichtiges zum Ziel nimmt. Die Erdogan-Story war zwar auch wieder nur Effekthascherei, aber wenigstens noch irgendwie sinnvoll. Sich über die Hosen oder den Echo oder Tim Bendzko oder wie der Typ heisst lustig zu machen ist einfach nur gääähn, und wenn das der Inhalt der böhmermannschen Sendung ist, hat sie wenig zu bieten. Das ist alles so nichtssagend und billig. Wer ernsthaft darüber lacht, sollte vielleicht mal in sich gehen.


campino mal bei seite gestellt...
mir ist bisher keine echo satire im gedächtnis geblieben. so etwas zu bringen, und auf eine art die die taktiken der kritisierten masse gegen sich selbst wendet, finde ich das eine tolle nummer. alle vorherige diskussion über echo die mir so im gedächtnis hängen blieb war eher ernst. möglicherweise bringt diese satire mehr leute zum nachdenken als sachliche auseinandersetzung. ich finde das ist weder nichtssagend, die aussage liegt klar auf der hand und wird einem breiteren publikum herangetragen als unser eins hier im forum, noch finde ich das billig. billig wäre wenn er auf der ersten hälfte beim bashing stehen geblieben wäre.

übirgens, war das hier wegen der top-10 platzierung? dieser ed sharan (platz eins vor der opel gang) ist ja gerade auf tour, die freundinnen meiner tochter spinnen da völlig rum, da sieht man auch wo die kohle für singles heutzutage herkommt.
A fallen wall becomes a bridge to connect us rather than divide. (Zeb Love)

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valdezz

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Dienstag, 18. April 2017, 23:57

Es ist einfach immer und immer wieder erfolgreiche Dinge lächerlich zu machen oder sich über Menschen zu stellen, die den Mut haben sich in der Öffentlichkeit irgendwie zu zeigen und für etwas den Kopf hinzuhalten. Wer das nun lustig findet - ok, soll er. Ich fand Schmidt 1996 auch mal lustig... Ist halt 20 Jahre her und ich bin 20 Jahre älter.
Mike, ich bin sehr oft deiner Meinung, aber in dieser Böhmermann-Campino Sache liegen wir weit auseinander. Ist Charitiy wirklich mutig? Campino betont zwar immer wieder, wie uncool das sei. Ich weiß jedoch nicht genau, wo das eigentlich uncool sein soll. Ich habe nicht mehr alles genau auf dem Schrim mit BandAid damals, aber es haben ja auch Musiker, die mitgemacht haben (Patrice) im Nachhinein gesagt, dass das alles irgendwie fragwürdig war. Und hat eine Adele beim britischen BandAid nicht mitgemacht aus Angst uncool zu wirken? Ich glaube nicht, dass das der Grund war. Manche Menschen tun gute Dinge, ohne diese laut hinauszuschreien. Das heißt allerdings nicht, dass ich BandAid schlecht finde. Prinzipiell finde ich das gut. Aber da lief schon einiges schief. Zum Beispiel wenn die Hosen sagen: "Auch wenn der Song scheiße ist, kauft ihn trotzdem"....Weiß nicht, was das soll. Entweder stehe ich dahinter oder ich animiere die Leute so zum spenden. Und in der Tat wäre es toll gewesen, im Nachhinein mal zu erfahren wie und o man konkret helfen konnte. Mir geht bei dieser Sache eher auf den Sack, dass sich Campino immer so hinstellt, dass Charity per se uncool ist. Ich sehe das nicht so und nur sein Gelaber darüber nervt mich.
Es ist ok, wenn Satire etwas Wichtiges zum Ziel nimmt. Die Erdogan-Story war zwar auch wieder nur Effekthascherei, aber wenigstens noch irgendwie sinnvoll. Sich über die Hosen oder den Echo oder Tim Bendzko oder wie der Typ heisst lustig zu machen ist einfach nur gääähn, und wenn das der Inhalt der böhmermannschen Sendung ist, hat sie wenig zu bieten. Das ist alles so nichtssagend und billig. Wer ernsthaft darüber lacht, sollte vielleicht mal in sich gehen.
Inwiefern war die Erdogan-Geschichte Effekthascherei? Das würde mich in der Tat mal interessieren.
Sich über den Echo lustig zu machen ist gäähn? Okay, das ist dann wohl einfach Geschmackssache. Ich finde es schonmal interessant, den Echo kritisch und auch satirisch zu hinterfragen. Nichtssagend und billig war das meiner Meinung nach auch nicht, sondern eher entlarvend, wie einfach, simpel, billig und lieblos Popmusik teils produziert und vermarktet wird. Ich fand das ganz großes Kino und beispielsweise wesentlich durchdachter und spannender als die Erdogan-Sache.
Und jetzt zu sagen "Wer ernsthaft darüber lacht..." Naja. Diese Aussage ist schon ein wenig pauschalisierend.
Sprich, du hast die Sendung noch nie gesehen

Damit ist jede weitere Diskussion über Böhmermann mit dir auch hinfällig. Und weiterhin dieses Bandaid Ding war genauso peinlich wie der Echo

Ich muss nicht Heroin gespritzt haben um mir darüber ein Urteil zu erlauben. Wer so billig argumentiert wie du, hat einfach nur verloren, Gabumon. Denn das macht wiederum eine Diskussion mit dir hinfällig.
Das ist absolut richtig, Mike. Aber in diesem konkreten Falle wäre es schon sinnvoll nicht nur auseinandergerissene Schnipsel zu betrachten, sondern vlt das mal als Ganze zu sehen...
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Mittwoch, 19. April 2017, 00:18

Und hat eine Adele beim britischen BandAid nicht mitgemacht aus Angst uncool zu wirken? Ich glaube nicht, dass das der Grund war. Manche Menschen tun gute Dinge, ohne diese laut hinauszuschreien.


Wenn es cool wäre, wären Leute wie Bono und Geldof supercoo, sind sie doch aber alle nicht, oder? Die "hohle Hand" machen und mehr oder weniger betteln und missionieren ist penetrant und uncool - siehst ja wie Böhmermann darauf reagiert hat. Er hat aufgezeigt, dass es eben total uncool ist. Er hingegen wirkt dagegen superlässig... Man kriegt eine Watschel weil man irgendwie Kohle einfahren will. Es ist auch deswegen uncool, weil einem Promo vorgeworfen werden kann... Oder findest du diese Dinge cool?
Und ob ein Campino neben Band Aid stillschweigend und ohne Apparat im Hintergrund Geld spendet weisst du dann genauso wenig wie von denen die es eben "nicht laut hinaus schreien".

nwiefern war die Erdogan-Geschichte Effekthascherei? Das würde mich in der Tat mal interessieren.
Sich über den Echo lustig zu machen ist gäähn?


Erdogan: Es ging in erster Linie darum zu provozieren und sich dadurch selber in's Spiel zu bringen - ab da kannte ihn jeder Deutsche. Er selber hätte wohl nicht mit einer solchen Reaktion seitens Erdogan gerechnet, wurde dann auch schnell kleinlaut und versteckte sich hinter dem Schutzwall von Anwälten und Regierung etc! Aber gegen aussen ist er nun der mutige, coole Typ, der Dinge anspricht... Was hat es nun genau verändert? Was hat es gebracht ausser Publicity für Herrn Böhmermann..? Guck dir die Ergebnisse der Abstimmung an und du hast die Antwort.
Echo-Kritik gäähn, weil es der Echo seit jeher als Quarkveranstaltung gilt. Vielleicht nicht beim Ed Sheeran-Hörer - aber come on; hier bei uns... ;)! Da braucht es wenig sich darüber lustig zu machen. Mutig und cool wäre es dann, wenn der Echo als eine allgemein gesehen super Sache gilt, die fehlerfrei ist. Mit hohem Ansehen! Dann würde man riskieren was auszulösen - aber sich über Dinge lustig zu machen die eh schon unpopulär sind?? Das ist für mich gääääääähn. Selbst Campino hat sich 1993 noch über den Echo lustig gemacht und die Trophäen in eine Mülltüte gepackt.


Und jetzt zu sagen "Wer ernsthaft darüber lacht..." Naja. Diese Aussage ist schon ein wenig pauschalisierend.


Ok, war absichtlich provokant und dämlich. Den Satz kannste knicken - sorry!

Aber in diesem konkreten Falle wäre es schon sinnvoll nicht nur auseinandergerissene Schnipsel zu betrachten, sondern vlt das mal als Ganze zu sehen...


Warum sollte ich? Wenn ich von einem Autoren 2 Bücher gelesen/angetestet habe und sie scheisse fand oder sie mir nicht gefallen, kauf ich doch kein drittes mehr... Wenn ich eine Band auschecke und auf Youtube 6 Songs anteste und sie gefallen mir nicht, warum sollte ich mir dann ein Album anhören? Wenn diese Argumentation ziehen soll, muss man sich mit allem genau auseinadersetzen und dafür hat der Tag zu wenige Stunden.
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Mittwoch, 19. April 2017, 00:29

Erdogan: Es ging in erster Linie darum zu provozieren und sich dadurch selber in's Spiel zu bringen - ab da kannte ihn jeder Deutsche. Er selber hätte wohl nicht mit einer solchen Reaktion seitens Erdogan gerechnet, wurde dann auch schnell kleinlaut und versteckte sich hinter dem Schutzwall von Anwälten und Regierung etc! Aber gegen aussen ist er nun der mutige, coole Typ, der Dinge anspricht... Was hat es nun genau verändert? Was hat es gebracht ausser Publicity für Herrn Böhmermann..? Guck dir die Ergebnisse der Abstimmung an und du hast die Antwort.
Puhhhh...Halte ich für eine gewagt Aussage. Es ging zu Beginn sicherlich nur darum zu provozieren, ja. Aber sich selbst ins Spiel zu bringen?? Da hätte er ja damit rechnen MÜSSEN, dass Erdogan einen dermaßen großen Aufstand baut und sich auf den §103 bezieht. Das halte ich für sehr gewagt.
Und als ROLLE des Satirikers den "mutigen und coolen Typ" zu spielen, halte ich für durchaus legitim. Wenn es dann aber um ihn als PRIVATPERSON geht, die für ihreMeinungsfreiheit (ganz egal wie man sein Gedicht/seine Schmähkritik nun finden soll - das Gedicht an sich fand ich auch plump und schwach, den Kontext allerdings stark) nun zur Rechenschaft gezogen werden soll, kann man ihn doch nicht als "kleinlaut und versteckend" bezeichnen. Das halte ich wirklich für schwachsinnig.
Echo-Kritik gäähn, weil es der Echo seit jeher als Quarkveranstaltung gilt. Vielleicht nicht beim Ed Sheeran-Hörer - aber come on; hier bei uns... ;)! Da braucht es wenig sich darüber lustig zu machen. Mutig und cool wäre es dann, wenn der Echo als eine allgemein gesehen super Sache gilt, die fehlerfrei ist. Mit hohem Ansehen! Dann würde man riskieren was auszulösen - aber sich über Dinge lustig zu machen die eh schon unpopulär sind?? Das ist für mich gääääääähn. Selbst Campino hat sich 1993 noch über den Echo lustig gemacht und die Trophäen in eine Mülltüte gepackt.
Jaa..und wer ist die breite Masse? Das Hosen-Forum oder der Ed Sheeran Hörer?? Meiner Meinung nach eher letzteres. Mal von diesem Jahr abgesehen mit dem Spartensendeplatz auf VOX wird der ECHO hierzulande tatsächlich als Riesenauszeichnung bewertet und als "Grammy Deutschlands" bezeichnet. Campino hat sich 1993 usitg gemacht, ja. 1992 gab es den Echo erstmalig und hatte noch keinen wesentluchen Stellenwert. Spätestens seit den 2000ern gilt der echo als DER Musikpreis Deutschlands.
ABER viel wichtiger bei der ganzen Sache: Ich weiß nicht, ob du den ganzen Videobeitrag (22 min) gesehen hast. Eigentlich ging es um den ECHO nur am Rande. Es ging um belanglose, leblose, lieblose und abwaschbare Popmusik am Beispiel Max Giesingers. Der Echo war im Beitrag nur Randthema. Von daher läuft diese deine Kritik eigentlich ins Leere. Böhmermann machte sich über Popmusik und die Musikindustire (wozu freilich der Echo auch gehört) lustig.
Jetzt kann man natürlich hier auch "gäähn" sagen. Aber das ist dann wohl einfach Geschmackssache?!
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Mittwoch, 19. April 2017, 08:31

Oh Mann. Böhmermann zeigt doch nur wie korrupt und falsch einige Medien ablaufen, er betreibt einfach Medienkritik.

Schwiegertochter gesucht
Böhmermann schleußt zwei Schauspieler als Vater und Sohn ein und zeigt wie RTL die Kandidaten ausnutzt. Die RTL Redaktion ignoriert völlig den Alkoholismus vom Vater und die leichte geistige Behinderung vom Kandidaten. Die beiden Männer werden vorgeführt und sogar für noch dümmer verkauft. Das wird sogar ausgestrahlt.

Youtuber Werbung
Böhmi zeigt wie dumm und dämlich sich "hippe" Youtuber verdienen an ihren jungen Zuschauern.

Der Mittelfinger aus Griechenland
Böhmermann behauptet Varoufakis Mittelfinger wäre digital eingefügt gewesen von seinem Team. Statt das die Sender reagieren mit "Das Material wurde nicht bearbeitet", wissen die es selbst nicht. Da kommen leichte Zweifel auf wie die ihr Material überprüfen oder woher die es beziehen.


Die Liste geht noch ein wenig weiter. Böhmermann weiß wie der Hase läuft in dem Geschäft. Ähnlich betrieben es Joko und Klaas mit der Goldenen Kamera.
Man sollte auch nicht vergessen, Böhmermann geht ständig gegen die AfD und Co. vor. Ein Grund warum ihn AfD Wähler hassen wie die Pest. Ich hoffe von den Hosen kommt auf dem neuen Album auch ein wenig AfD und Pegida Kritik. Gegenwind der Zeit war sehr gut, aber als B-Seite versteckt. Hoffe im Hause JKP sind nicht die Antilopen inzwischen für politische Musik da.

Und ja, es stört mich wenn die Hosen mit nen Reichsbürger auf der Bühne stehen. Naidoo sprach vor den Leuten gegen die die Hosen sind. Würden die Hosen auch einen Preis von Lutz Bachmann oder KenFM annehmen?


ps. Ja, Böhmi hat ein Autoren Team. Aber schreibt Campi seine Texte auch alle selbst und ohne Hilfe? :tongue:


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Mittwoch, 19. April 2017, 08:34



ABER viel wichtiger bei der ganzen Sache: Ich weiß nicht, ob du den ganzen Videobeitrag (22 min) gesehen hast. Eigentlich ging es um den ECHO nur am Rande. Es ging um belanglose, leblose, lieblose und abwaschbare Popmusik am Beispiel Max Giesingers. Der Echo war im Beitrag nur Randthema. Von daher läuft diese deine Kritik eigentlich ins Leere. Böhmermann machte sich über Popmusik und die Musikindustire (wozu freilich der Echo auch gehört) lustig.
Jetzt kann man natürlich hier auch "gäähn" sagen. Aber das ist dann wohl einfach Geschmackssache?!
Ich hab mir den Beitrag gestern mal in voller Länge angesehen; da war schon einiges witziges dabei und es wurde auch an richtigen Stellen Kritik geübt; beispielsweise entlarvend fand ich, dass Max Giesinger im Radio-Interview meinte, er könne sich niemals Songs von anderen schreiben lassen und auf die Frage, ob er alles alleine schreiben würde kam ein halb genuscheltes "ich hab noch nen Kumpel, der das manchmal mit mir zusammen macht".
Dann aufzuweisen, dass "80 Millionen" gleich 3 Co-Schreiber hat, die mitnichten "irgendwelche Kumpels" sind, sondern Auftrags-Schreiber, die für Halb-Pop-Deutschland Songs schreiben, fand ich schon sehr gelungen.
Andere Parts waren dann aber eher schwach; generell das Festhalten an Max Giesinger fand ich ein wenig öde, die Songschnipsel, die die Gleichförmigkeit der Bands zeigen sollten, waren auch total nichtssagend und ich kann bspw. nichts grundsätzliches Plumpes daran sehen, wenn man "Leben" als Songthema aufgreift. Klar, wenn man einfach Kalendersprüche aneinanderreiht ("Unheilig" fällt mir da gerade ein...), ist das nichtssagender, plumper Mist, aber die Kritik kam an der Stelle nicht allzu fundiert rüber.
Es ist wie immer bei Böhmermann (für mein Empfinden): einige gute Ansätze, ein paar gute Gags und dann einiges an mittelguten bis schwachen Sachen dazwischen. Auf 45-Minuten-Länge mag ich mir das auch nicht unbedingt geben, das ist ähnlich wie bei Harald Schmidt früher, da waren vor allem die Eröffnungsmonologe klasse und danach flachte es dann meist ab.
Den Oliver Pocher-Vergleich, der hir irgendwann mal gezogen wurde, finde ich im Übrigen völlig unpassend. Pocher ist einfach nur plump und nervig und sein "Humor" hat nicht im Ansatz satirischen Charakter.

Zu Campino: seine Worte fand ich inhaltlich durchaus okay, über die Bühne kann man streiten. Einerseits hat er einen Haufen derer, die er damit direkt anspricht, vor sich sitzen, was ein klarer Pluspunkt und vermutlich auch die primäre Motivation war, das ausgerechnet in dem Rahmen zu sagen.
Zum anderen handelt es sich aber eben über den Echo, das Wiederkäuen, was am Echo (und Naidoo) alles daneben ist, spare ich mir jetzt mal. Ich denke schon, dass sich Campino (bzw. die Band im Ganzen) durchaus bewusst ist, auf was für einer Bühne sie da stehen. Es ist eben ein schmaler Grat, der da teilweise beschritten wird, aber ich finde es grundsätzlich gut, wenn einem Massenpublikum auf die Art gute Denkanstöße gegeben werden. Auf die Art wird der Promi-Status wenigstens produktiv genutzt.
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Gabumon

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Mittwoch, 19. April 2017, 09:36

Das man sich mit Naidoo auf eine Bühne stellt obwohl man vorher noch auf einer Anti PEGIDA Demo gespielt hat stört mich ja an der Sache am meisten.

Das wirkt einfach so als wäre es den Hosen egal mit wem sie auf der Bühne stehen, hauptsache Publicity...

Zudem hat das Erdogan Gedicht gezeigt wie sehr die CDU/SPD von Erdogan abhängig ist und immer kleinlaut wird wenn der Diktator was ruft. Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich glaube nicht das die Hosen sowas vorweisen können, mehr als plumpe Bayern München "kritik" kam da noch nie so wirklich

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Mittwoch, 19. April 2017, 09:40

ABER viel wichtiger bei der ganzen Sache: Ich weiß nicht, ob du den ganzen Videobeitrag (22 min) gesehen hast.


Ja, hab ich - den gesamten Beitrag. Und ich habe nicht ein einziges mal gelacht... Ich sag dir auch warum:
All diese Dinge die da vorkommen hab ich mir - und ich bin sicher nicht der Einzige - selber schon vor Jahren gedacht. Da ist einfach nichts Neues dabei. Wir haben schon vor 20 Jahren über Oliver Kalkofe gelacht, der im Prinzip dasselbe schon damals gemacht hat und pointiert Dinge entlarvt hat.

Und sind wir mal ehrlich; war es nicht schon immer so, dass Songtexte so gemacht wurden einfach nur halt in Englisch? Allein im Punkrockbereich ging es doch auch immer um dasselbe; Polizei, Nazis, Gesellschaft, Anarchie, Jobs etc pp - ich könnte dir in 3 Minuten einen klischeetypischen Punkrocktext zusammenschustern. Und jeder Punk fände es voll auf den Punkt gebracht und fände es lässig... Ebenfalls mit Affen oder gerne auch Kanarienvögel, die einfach nur fertige Sätze auswählen, die ich dann in eine Reihenfolge bringe. Wurde ja nur so gezeigt, dass man wenig erkennt und nur 2, 3 Schildchen wurden da ausgewählt, dann wurde zusammengeschnitten... Ist das gut gemacht? Ok, find ich halt nicht.
Texte müssen nicht immer tiefsinnig sein... Ich denke an "The winner takes it all" von ABBA oder "God only knows" von den Beach Boys... Klischees werden verarbeitet, das aber gut und mich haben beide Songs berührt. Vor 35 Jahren als ich anfing Musik zu hören bis heute in 2017. Bin ich deswegen nun ein Vollidiot? Na dann - aber ich bin im Moment wo ich diese Songs höre ein ZUFRIEDENER Vollidiot.

Was Böhmermann da in 22 Minuten bringt ist einfach nichts was man nicht schon immer wusste.
Mit den Schlagwörtern "Mensch", "Tanzen", "Leben" oder "Welt" wurden schon vor 40 Jahren Musik gemacht. Von den Beatles bis hin zu den Flippers. Auch die Hosen ("Mein Name ist Mensch", "Rambo dance", "Leben ist tödlich - und wir leben", "Rest der Welt, Frauen dieser Welt") - da kannst du wohl JEDEN Künstler nehmen und diese Themen kommen vor. Könnte auch daran liegen, dass der Mensch halt gerne lebt auf dieser Welt und zur Freude gerne mal tanzt. Diese Schlagwörter sind vollkommen ok und ich erwarte ganz ehrlich nicht, dass mir Songtexte immer und zu jeder Zeit eine neue Dimension in meinem Leben aufzeigen oder mich an ungesehene Orte tragen. Für mich ist ein Song/Musik einfach nur wichtig um im Moment zu sein.

Ob diese "Deutschen Poeten" nun gut oder schlecht sind, deren Musik nun kalkuliert oder persönlich ist - wen interessiert das?? Wenn die Songs gewissen Menschen einen guten Moment geben, sie ihre Sorgen des Alltags vergessen lässt und sie vielleicht glücklich machen - was ist daran verkehrt? Ein guter Moment ist unbezahlbar und wenn mir Musik solche Momente schenken kann, ist das genug für mich. Scheissegal ob der Künstler sich dadurch einen Mercedes leisten kann.

Als 1985 "You're my heart, you're my soul" von Modern Talking raus kam, fand ich das ok, obwohl es nichtssagende Texte mit eigentlich nichtssagender Musik war. Aber ich war damals 8 oder 9 und fand die Musik einfach irgendwie schön und passend, als wir da in Süd-Frankreich Urlaub machten. Ist das zu verurteilen? Und wenn Bohlen da Schlümpfe und Hammer nachgeschmissen wurden - wen interessiert das?

Böhmermann macht sich da mal wieder gekonnt einseitig und wenig durchdacht über Dinge und Personen lustig, die anderen Menschen was bedeuten. Ist mir doch egal, ob da ein AEG Staubsauger vorkommt... Schon als Kind, als ich einen Bond-Film mit Roger Moore sah fiel mir auf, dass da andauernd "7up" Schilder zu sehen sind - und das ist 30 Jahre her... Ist das jetzt irgendwie schlimm? Wird nicht das ganze System von Werbung, Einfluss bestimmt und wird nicht gnadenlos diktiert? Werden wir nicht alle irgendwo gelenkt wie wir zu denken und zu funktionieren haben? Gerade Böhmermann ist doch manipulativ und versucht einseitig Menschen zu beeinflussen. Was ihm - hier gut zu erkennen - gelingt. Weitaus schlimmer als ein Pick up in einem Videoclip.

Sorry, hat mir 0,00 gegeben, fand ich mega unlustig und habe nun weitere Argumente die Arbeit von Böhmermann angreifen zu können, wenn ich das möchte.
F!CKEN

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