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winter89

unregistriert

1

Donnerstag, 26. Mai 2016, 10:06

Die deutsche Sprache

Ich mache mal einen Thread zur deutschen Sprache auf, weil:

  1. Ich öfters Fragen habe ( :rolleyes: ) und
  2. Fragen werden öfters hier im Forum innerhalb eines Threads gestellt. Die deutsche Sprache hat einen eigenen Thread verdient :D .
Meine Frage:

Als ich meinen Beitrag zum DTH-Merch schrieb, wollte ich eigentlich "Jedem das Seine" schreiben im Sinne von "jeder kann für sich entscheiden". Da ich mir wegen der Endungen unsicher war, habe ich nachgeschaut. Dieser Spruch wurde von den Nazis missbraucht ("jedem, was er verdient"), ein solches Schild hing über dem Haupttor von Buchenwald.
  • Wie sieht ihr das? Kann man diesen Spruch heutzutage in seiner ursprünglichen Bedeutung benutzen oder ist er noch tabu?
  • Welche Synonyme gibt es (ich habe leider keine gefunden! (außer Geschmäcker sind verschieden)
Weitere Infos: SPON und Bundeszentrale für politische Bildung



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2

Donnerstag, 26. Mai 2016, 10:26

su um cui que :D

ich glaube der spruch ist wesentlich älter als du nun vermutest und nein, ich denke an kein kz wenn ich den höre. und die platonische philosophie aus der er enspringt hat auch schon so seine haken und ösen gehabt. außerdem ist der spruch ja selbst nur eine hülle. kann ja jeder immer sagen und dann so hinbiegen wie er es für richtig hält...


winter89

unregistriert

3

Donnerstag, 26. Mai 2016, 10:28


DTH_HB_86

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4

Donnerstag, 26. Mai 2016, 11:02

Klar ist der Spruch älter & in der Regel ist auch nicht die NS-Umdeutung gemeint, wenn er benutzt wird.

Allerdings habe ich grundsätzlich die Buchenwald-Assoziation im Kopf, wenn der Satz "Jedem das Seine" fällt, insofern greife ich im passenden Kontext lieber auf "Jeder nach seiner Façon" zurück. Für "frankophobe" Menschenkinder eher ungeeignet, mir persönlich aber lieber.
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Conse

Der Mann aus Laramie (und Marienfelde)

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5

Donnerstag, 26. Mai 2016, 11:22

Auch wenn der Spruch über Buchenwald hing, ist es grundsätzlich okay ihn zu benutzen, der ist "offiziell" nicht verpönt.
Man kann sich natürlich persönlich dagegen entscheiden, aber grundsätzlich spricht nicht unbedingt was gegen den Satz. Ich vermeide bestimmtes 3. Reich Vokabular, aber der Satz gehört nicht dazu.

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RackerJ

düdeldü

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6

Donnerstag, 26. Mai 2016, 11:23

Schönes Thema! :)

"Jeder nach seiner Façon" ist eine schöne Umgehung; aber auch nicht mehr Deutsch.
Ich bin mit dem Spruch "Jedem das Seine" sprachlich aufgewachsen, völlig losgelöst von einem KZ-Gedanken. Erst viel später habe ich erfahren, das es dieses Tor gab. Es mag Leute geben, die darin etwas schlechtes vermuten und es mag auch Leute geben, die diese Redewendung daher absichtlich benutzen. Da kommt es aber doch dann auf den Kontext und das WER und WIE an.

Ich lehne sprachliche Einschränkungen erstmal grundsätzlich ab, solange keiner direkt beleidigt wird. Böhmerman ist zu weit gegangen, aber ich rede weiterhin von Zigeunersauce und Negerküssen. Dazu habe ich schon mal was geschrieben ( Erfahrungen mit "Rechten" bei Konzerten ), was rege diskutiert wurde und bei vielen nicht auf Gegenliebe gestoßen ist. Vielleicht weil es einfach eine zu große political correctness gibt, och zu unkorrekt bin oder mich falsch ausgedrückt habe.

Ich finde allerdings, dass ich jeden mit den feinsten, akzeptiertesten Worten absolut diskriminieren und beleidigen kann. Wer da Grauzonen-Wörter benutzt hat eher weniger Talent für eine geschicktere Sprache.

Aktuell erlebe ich, dass man die Wörter Asylbewerber oder Flüchtling nicht mehr benutzen sole, sondern besser von Personen mit Fluchthintergrund reden solle.

Ja und der Gender-Sex-Debatte kann ja kaum ein/ eine Mensch_in entgehen. :D


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The_Clash

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7

Donnerstag, 26. Mai 2016, 12:35

Stimmt schon, "Façon" ist natürlich "undeutsch", daher der Zusatz mit den "frankophoben" Menschen. Aber das ist ohnehin eine fließende Grenze, da ansonsten alle romanischen Wörter aus der deutschen Sprache ausgeklammert werden müssten.

Eine überzogene political correctness, die die Sprache albern werden lässt, finde ich auch furchtbar. Klassiker in der Hinsicht wären dann die teils umständlichen Umgehungen von Anglizismen,wobei letztere in der Tat in den letzten Jahren überzogen großen Einzug in die Alltagssprache gefunden haben.
"Negerkuss" und "Zigeunersauce" sage ich im Übrigen auch noch, da fällt mir gerade mal auf, wie zwiespältig da mein eigener sprachlicher Umgang ist... Aber wie RackerJ schon schreibt: das WER und das WIE sind schon sehr wichtig in dem Zusammenhang.
Ähnliches gilt für die Gender-Geschichte... das Binnen-I und ähnliches sorgen teilweise ja schon für eine Zerstörung der Lesbarkeit... irgendeine Uni hat in ihrer Satzung mal einen ganz guten Ansatz in der Hinsicht verfolgt, die haben dann einfach nur noch die weibliche Form benutzt und darauf verwiesen, dass die männliche stets mitgemeint ist. Finde ich interessant, den Spieß da einfach mal umzudrehen; wenig überraschend auch, dass sich die Herren der Schöpfung da zu großen Zahlen auf den Schlips getreten fühlten und es Proteste gab. Die Quelle habe ich leider gerade nicht mehr auf dem Schirm...

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Dommö

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8

Donnerstag, 26. Mai 2016, 12:47

Ähnliches gilt für die Gender-Geschichte... das Binnen-I und ähnliches sorgen teilweise ja schon für eine Zerstörung der Lesbarkeit... irgendeine Uni hat in ihrer Satzung mal einen ganz guten Ansatz in der Hinsicht verfolgt, die haben dann einfach nur noch die weibliche Form benutzt und darauf verwiesen, dass die männliche stets mitgemeint ist. Finde ich interessant, den Spieß da einfach mal umzudrehen; wenig überraschend auch, dass sich die Herren der Schöpfung da zu großen Zahlen auf den Schlips getreten fühlten und es Proteste gab. Die Quelle habe ich leider gerade nicht mehr auf dem Schirm...
Du meinst die Uni Leipzig, oder? Dort ist es aber nicht so, dass "Professor" mitgemeint ist, sondern man nun auch in direkten und persönlichen Anreden einen männlichen Mitarbeiter mit "Herr Professorin", " Herr Dozentin", etc. ansprechen muss. Und das ist in meinen Augen absoluter Schwachsinn und tut weder der deutshen Sprache noch der Gleichberechtigung bzw. dem Feminismus gut, da er in diesem Falle so überzogen ist, dass viele mit dem Kopf schütteln und das Gegenteil bewirkt wird. Zu solch einem überzogenen Feminismus hat Emma Watson mal eine sehr gute Rede vor der UN gehalten, aber das führt jetzt zu weit ;)

Ansonsten schließe ich mich der Mehrheit hier an: Nur weil Redewendungen oder Wörter ideologisch missbraucht wurden, muss man sie nicht gleich aus einer Sprache verbannen. Allerdings gibt es natürlich einige wenige schwerwiegende Ausnahmen (z. B. "Arbeit macht frei", wobei selbst DTH das als Stilmittel in "Spargelstechen" verwendet haben), die man vielleicht nicht mehr oder nur unter äußerstes Vorsicht verwenden sollte.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dommö« (26. Mai 2016, 12:51)


RackerJ

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9

Donnerstag, 26. Mai 2016, 13:35

Da möchte ich auch noch Professx Lann Hornscheid ins Rennen werfen:

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderb…e-a-965843.html


DTH_HB_86

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10

Donnerstag, 26. Mai 2016, 13:39



Du meinst die Uni Leipzig, oder? Dort ist es aber nicht so, dass "Professor" mitgemeint ist, sondern man nun auch in direkten und persönlichen Anreden einen männlichen Mitarbeiter mit "Herr Professorin", " Herr Dozentin", etc. ansprechen muss. [...]

[...] wobei selbst DTH das als Stilmittel in "Spargelstechen" verwendet haben [...]
Kann gut sein, dass es Leipzig war. Bei den Anreden wird es dann allerdings wirklich endgültig bescheuert. Wenn in Hausordnung u.ä. einfach grundsätzlich die weibliche Form verwendet wird, wenn allgemein formuliert wird, finde ich das nachwievor als Gegenentwurf nicht doof. "Herr Professorin" ist allerdings, wie gesagt, schwachsinnig.

"Spargelstechen"? Hilfst du mir mal auf die Sprünge?
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