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pillermaik

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11

Sonntag, 11. Februar 2018, 23:29

es ging mir bei meinem polemischen beispiel lediglich um‘s kategorisieren oder schubladisieren, was zeitweilen jeder macht. sicher auch du - egal ob derjenige mit absicht eine reaktion provoziert oder nicht. ist normal und auch nicht schlimm.

ein dieb ist allerdings ein dieb - egal welche hautfarbe, religion oder staatsangehörigkeit er hat. und auch ich unterscheide für mich zwischen guten menschen und arschlöchern. egal welche hautfarbe, religion und staatsangehörigkeit jemand hat. dennoch nutze auch ich schubladen/kategorien. bin ja kein heiliger supermensch.

und ja; EIN mensch allein wird nie vorkommen und wenn, wird es schwierig für ihn seine intelligenz zu nutzen, weil in der natur dann das „faustrecht“ gilt.. und da zieht der intelligente mensch schnell mal den kürzeren.
menschen suchen menschen und brauchen menschen, insofern hat gabumon da nicht untecht.

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12

Montag, 12. Februar 2018, 00:02

Dass er Unrecht hätte mit seiner Aussage, behaupte ich auch nirgends. Allerdings spricht er von Vernunft, ich von Vernunftbegabtheit. Zwei paar Schuhe. Ich weiß z.B. auch, dass bestimmte Lebensmittel in zu großer Menge nicht gesund sind und bin theoretisch dazu in der Lage, aus genau diesem rationalen Grund auf solche zu verzichten. Trotzdem esse ich sie, weil mir das in dem Moment egal/nicht wichtig genug ist. Bin ich deswegen unvernünftig? Mit Sicherheit. Bin ich deswegen nicht in der Lage, es anders/besser zu machen? Doch, auf jeden Fall.
Ein Säbelzahntiger hat(te) diese Wahl nicht.

Kettenreaktion
-
Es ist das alte Leid im neuen Gewand!
Habt ihr das nicht kapiert, habt ihr das nicht erkannt?
Alles was hier passiert ist schon mal so gewesen!
Um das zu sehen muss man kein Geschichtsbuch lesen!

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RackerJ

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Montag, 12. Februar 2018, 14:05

Das erinnert an die Soziologie-Grundstudium-Vorlesungen. :D

Wenn die Diskussion in einen separaten Strang ausgegliedert wird, bin ich gerne bereit, mich ernsthaft daran zu beteiligen.

Dies sollte uns aber nicht vergessen lassen, dass Al Bundy 1966 VIER (!) Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat.

andy

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 08:09

Wenn die Diskussion in einen separaten Strang ausgegliedert wird, bin ich gerne bereit, mich ernsthaft daran zu beteiligen.
Na dann ... habe den Teil aus dem ursprünglichen Thread gelöst.

Hier kommt der Diktator!
wer ihm nicht folgt, der wird verbannt.
Er verlangt absoluten Gehorsam
von seiner kranken Anhängerschaft.

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pillermaik

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 07:54

Der Titel ist natürlich etwas irreführend - "Vorteile - nützlich oder schlecht"! Vorurteile sind in der Regel hinderlich; sie limitieren. In der Diskussion ging es bislang eher um Schubladisieren oder Kategorisiseren - das ist zumindest das was ich aufgegriffen habe. Und ich wette, dass JEDER das ab und an macht.

Ich stelle auch die Behauptung in den Raum, dass 90% aller Menschen hier sich eher mit einem angesehenen Menschen zeigen als mit einem zB Randständigen - sehe zumindest häufiger Selfies mit Campino als mit einem Penner :D;) . Da ist immer viel Scheinheiligkeit bei, jeder behauptet von sich frei von Vorurteilen und jedem Menschen gegenüber offen zu sein - zumindest die "Linken". Unter der sauber polierten Fassade schimmelt es meist aber gehörig, wenn man tiefer schürft. Soweit meine Erfahrung! Und nein, das ist kein Vorurteil, das ist die nackte, unschöne Erfahrung mit Menschen in knapp 42 Jahren. Oder zumindest 38 Jahren. So ab Kindergarten.

Ich selber gebe gerne zu nicht vorurteilsfrei zu sein, zu kategorisieren und zu schubladisieren. Letzteres wird einem anerzogen, macht man automatisch um für sich selber Grenzen zu ziehen und Ordnung zu haben.

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DTH_HB_86

Verflucht, verdammt, gebrandmarkt

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 08:34

Ich denke auch, dass, wer behauptet, sich völlig frei von Schubladendenken oder Vorurteilen machen zu können, scheinheilig ist. Man hat auch als aufgeklärter, toleranter Mensch immer wieder Impulse, die da konträr laufen. Da gibt es in der Linken leider in der Tat oft Ansätze, in denen einfach Utopien mit der vermeintlichen Wirklichkeit vermischt werden und das wirkt dann schnell abgehoben oder sogar lächerlich.

Das Bewusstsein ist in meinen Augen entscheidend, also praktisch gesprochen, diesen Impulsen der Kategorisierung möglichst nicht nachzugeben. Insbesondere natürlich bei rassistischen, sexistischen oder sonstwie diskriminierenden Stereotypen.
Wenn ich allerdings jemanden aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Subkultur oder Berufsgruppe ein Stück weit kategorisiere, finde ich das durchaus im Rahmen des Vertretbaren. Auch da gilt natürlich, dass man nicht jede zugeschriebene Eigenschaft auf die Gesamtheit extrapolieren kann, aber jemand, der sich bewusst dafür entscheidet, sich einer Subkultur anzuschließen, wird wohl auch einige der Eigenschaften, die der jeweiligen Subkultur zugeschrieben werden, auf sich beziehen.

Jemanden für etwas, dass er/sie durch Geburt bzw. ohne eigenes Zutun ist, in eine Schublade zu stecken, ist mindestens zweifelhaft, auch wenn man selbst vielleicht immer mal wieder Ansätze dafür verspüren mag; jemanden aber nach seinen Entscheidungen zu beurteilen (und dazu gehören auch Dinge wie die Berufswahl), ist grundsätzlich nicht falsch. Aber auch da gilt: das Gesamtbild ist entscheidend. Vielleicht mach der Investmentbanker von nebenan ja in seiner Freizeit irgendwas hochgradig Soziales... ;)

Die Hoffnungslosigkeit stirbt zuletzt.

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pillermaik, Wehende Bayernfahnen

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 13:50

Danke, DTH HB 86, das fasst meine Ansicht eigentlich perfekt zusammen.
Die in "Lesbische, schwarze Behinderte" besungenen "Randgruppen" sind aber allesamt so geboren (ja okay, eine Behinderung kann auch später im Leben auftreten, aber in 99,99% der Fälle kann der Betroffene wenig bis gar nichts dafür) und exakt um diese Kategorisierungen ging es mir. Solche Schubladen versuche ich bewusst zu vermeiden.

Punks und Polizisten, von denen ich jeweils schon beides erlebt habe, unglaublich faschistoide wie auch wunderbar soziale Vertreter, sind da aber schon die nächste Stufe, weil man sich bewusst für den Beruf/die Szene entscheidet.

"Es sind nicht unsere Fähigkeiten, die uns zu dem machen, der wir sind, sondern unsere Entscheidungen." - Albus Dumbledore :D

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DTH_HB_86

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 14:02


"Es sind nicht unsere Fähigkeiten, die uns zu dem machen, der wir sind, sondern unsere Entscheidungen." - Albus Dumbledore :D
"Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen." -Albert Camus ;)

Ersetze "Leben" durch "Persönlichkeit" und wir haben die Vorlage für Frau Rowling, ohne den Sinn des Originals entfremden zu müssen :D
Die Hoffnungslosigkeit stirbt zuletzt.

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Der Mann aus Laramie (und Marienfelde)

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 16:40

Die spannende Frage, die ich hier sehe, ist wie genau man ein Vorurteil eigentlich definieren kann.
Begegne ich in Wyoming einer Gruppe arabischer Männer auf der Straße, löst das eine andere Reaktion (bzw. eigentlich überhaupt keine) aus, als wenn das nachts im Wedding, Moabit oder Neukölln passiert.

Ein pauschales Vorurteil gegenüber Arabern ist es also nicht - ich hab auch arabische Freunde und die meisten Araber mit denen ich international zu tun hatte, hatten mit den Abou-Chakers wenig gemein. Ausgehend von studentischen und besonders linken Gruppierungen mache ich mich ja schon damit schuldig, mir im Kopf empirisch auszurechnen wer in Berlin im großen Stil die Handys klaut, die Überfälle macht, die Obdachlosen anzündet oder Leute von hinten die Bahnhofstreppe herunter tritt. Das heißt nicht, dass jeder Araber das tut, oder dass ich deswegen jeden unter Generalverdacht stelle. Aber natürlich ist das eine Form von Profiling.

Wer davon frei ist, soll doch mit gutem Gewissen mit nem Iro an so ner schönen Koserower Nazikarre vorbeilaufen. Nur weil die den Schädel rasiert haben und Landser hören, darf man doch keine Rückschlüsse ziehen...

Und ja, Araber beschreibt in diesem Zusammenhang natürlich die Abstammung und nicht unbedingt die Staatsangehörigkeit, bevor mir jetzt wieder einer die Kriminalstatisik zitiert ;)

Im Gegenzug gibt es einen bestimmten Typus von Mensch, der bei mir in den USA die Alarmsignale losschrillen lässt, weil die Gefahr besteht, dass er gleich ein AK-47 zieht. Dieser Typus ist ziemlich weiß und männlich. Scheiß Vorurteile.

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RackerJ

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 18:12

Hach, herrlich Ich fühle mich wie im Soziologie Grundstudium hier. :D

Ich lebe wunderbar mit meinen Vorurteilen, pflege und erweitere sie. Sie machen mir mein Leben einfacher. Ich trage sie aber auch nicht dogmatisch vor mir her, sondern lasse mich gerne überraschen.


Am letzten Sonntag habe ich beim örtlichen Karnevalsumzug festgestellt, dass das Publikum längst nicht so asi war, wie ich es in Erinnerung hatte. Es gab um mich herum keine wild um sich schlagenden Erwachsenen, die kleinen Kindern die Kamelle klauen wollten.
Bei zwei Wagen am Ende relativierte sich das Bild. Um die beiden Wagen, die besonders viele und große Sachen geworfen haben, liefen mehrere Personen herum und folgten den Wagen. Sie sprachen die am Rand stehenden Zuschauer an, dass sie ihnen die gefangenen Sachen abgeben sollten und schubsten brutal, wenn es etwas zu ergattern gab.

Die Gruppe der rabiat vorgehenden Personen hatten übereinstimmende/gemeinsame (äußerliche) Merkmale.

Welche warten es?

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