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Samstag, 14. September 2019, 11:35

Hi Maik, schön mal wieder mit Dir zu diskutieren ;)

Also erstmal zu dem Weidner-Statement, wie ich bereits geschrieben habe, habe ich mir das Video, das Sascha zusammen mit einem schriftlichen Statement Weidners gepostet hat nicht angesehen, da ich zuerst das Statement las und danach die Nase voll hatte.

Zitat aus diesem schriftlichen Statement von Weidner:

"Ich frage mich aber schon, warum ich mich nur Dünnes labern höre oder fast gar nicht zu Wort komme. Kein einziger relevanter Kommentar, wenig Bilder von den wirklich wichtigen Begegnungen. Meine ausführlichen, manchmal aber auch Format und TV-kritischen Äußerungen wurden allesamt entfernt, darunter auch die Begründung, warum ich in Istanbul keinen Müll sammeln wollte. Fernsehen hat keinen Respekt und kein Fingerspitzengefühl und ich bin kein Elendstourist. War ich zu sachlich? Habe ich zu wenig Emotionen geheuchelt, zu wenig meine Mitreisenden gedisst? Die einzigen beiden Situationen, in denen ich mich vor der Kamera hinreißen lies, Katrin zu kritisieren wurden prominent aufgearbeitet…. Dabei war das eigentlich vollkommen unwichtig!"



So. Es ist zwar ein langes Statement und diese Passage ist recht kurz, aber was soll das denn? Er ist unzufrieden damit, wie er in der Doku rüber kommt und man hat ihn nur in Situationen gezeigt, in denen er sich "hinreißen" lies, jemanden zu kritisieren - oh, eine Runde Mitleid. Und das meinte ich, als ich schrieb, dass mir das zu selbstmitleidig war. Hätte er das komplett rausgelassen, wäre das gesamte Statement noch stärker gewesen und evtl. sogar konstruktiv, um einen Teil dessen, was er mit der Teilnahme an der Show erreichen wollte, zu erreichen. Aber so? Das regt mich einfach auf, dass dieser Typ mit so viel negativer Medienerfahrung und mit so viel Luxus in seinem Leben es wagt, im Kontext von Flucht, Verzweiflung, Elend darüber zu jammern, dass seine Person nach dem Schnitt im Film am Ende nicht gut wegkommt. Mit seiner Medien-Erfahrung hätte er das einfach umkommentiert stehen lassen können.

Zum Thema Finanzierung: Ja, ich war es, der die Finanzierung der Hosen-Doku recht egal war - die Kabelitz-Post ist bereits erfolgreich und wollte das Projekt halt machen, die Hosen haben es erlaubt, warum sollten sie das finanzieren? Das erschließt sich mir einfach nicht. Was ich an dieser Diskussion im Nachhinein spannend finde ist, dass Du mit dem Endergebnis zufrieden bist und ich nicht. Ich finde den Film einfach lahm und unnötig und dachte so, vielleicht hatte Maik ja doch recht. Aber es ist meiner Meinung nach ein Unterschied, ob es eine Doku ist über eine erfolgreiche Band oder eine Doku über verfolgte/fliehende Menschen. Ohne dass ich das Format "Auf der Flucht" gesehen habe, bleibt das, was ich jetzt schreibe recht hypothetisch, aber ich glaube nicht, dass die Menschen, die darin auftauchen und nicht zur Produktion gehören, gefragt werden, ob sie einverstanden sind, dass sie darin gezeigt werden. Niemand fragt Fliehende, ob sie einverstanden sind, dass sie gefilmt werden - das ist der Unterschied zur Doku über die Hosen. Und es ist einfach Schwachsinn zu glauben, dass diese 6 Deutschen aus der Serie jetzt wirklich wissen, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein - sie haben keine Erfahrung von Krieg hinter sich, sie sind nicht abhängig von Schleusern, wenn es ihnen zu gefährlich wird, können sie nach Hause zurück etc. pp, und es stört mich einfach, dass es in diesem Film so rüberkommt, dass das, was die 6 Teilnehmer erleben, repräsentativ ist für das, was wahre Flüchtlinge erleben. Das ist nicht der Fall. So, bis hierhin erstmal.

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pillermaik

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4 372

Samstag, 14. September 2019, 13:05

Zitat Stephan Weidner:

Das Thema lies mich aber nicht mehr los. Es bot sich doch die einmalige Chance, eine Maßnahme gegen Intoleranz und Diskriminierung zu ergreifen, eine Gelegenheit für Humanismus, Migration und Asyl zu werben. Ich hätte die Möglichkeit, die Welt aus der Sicht von Flüchtlingen und Asylsuchenden zu sehen und meinem bequemen Leben, weit weg von den humanitären Dramen dieser Welt, eine tiefgreifende Erfahrung hinzuzufügen. Ich glaubte, das Erlebte in die Wohnzimmer tragen zu können, und so für mehr Verständnis, Respekt und Mitgefühl zu werben. Ich wollte genau hinsehen und soviel Informationen, wie möglich einholen und teilen.

DARUM ging es ihm! Und das hätte ZDF mit richtigem Schnitt zeigen können. Das wäre für alle Beteiligten und vor allem für alle Zuschauer vor der Kiste informativ und wichtig gewesen - scheissegal, ob man den Weidner kennt oder nicht!

Zu "Auf der Flucht": Ich habe gerade versucht, mir die Doku anzusehen, musste nach dem Vorspann aber abbrechen, weil mir übel wurde. Das war mir schon klar damals, als die Sendung beworben wurde, dass das nur Schwachsinn sein kann. Das Elend dieser Menschen zu benutzen zu Unterhaltungszwecken ist schon echt krass - denn wenn es keine Unterhaltung sein soll, warum nimmt man nicht authentische Flüchtlinge, die man dokumentiert? Das hätte 1. den Vorteil, dass man die Gefilmten dann finanziell unterstützt, weil für die Aufnahmen werden sie ja bezahlt. 2. Hätte es den Vorteil, dass es evtl. beim Durchschnittszuschauer für wahre Empathie mit Fliehenden sorgt und nicht über den Umweg, "oh, einer meiner Landsleute hat da gerade Einblick in die Schwierigkeiten einer Flucht".So. Und das Statement vom Weidner was ich hier gerade gelesen habe (das Video habe ich mir danach nicht angesehen) ist mir echt zu weinerlich und zu voll von Selbstmitleid. So reich wie der ist, hätte der die Idee vom ZDF aufgreifen können und sich auf eigene Kosten auf diese Reise begeben können und darüber schreiben oder seinen eigenen Film machen können. So hat er sich halt gut bezahlen lassen und jammert hinterher, dass er nicht als nett dargestellt wurde. Wie armselig.


Und eben genau darum ging es ihm nicht! Es ging ihm nicht darum gut auszuehen oder gut dargestellt zu werden, sondern die Szenen die einscheidend waren, die informativ waren und die etwas aufgezeigt hätten, was sonst eben nicht so gezeigt wird, in die Haushalte zu tragen. Nicht weil er dabei brillierte, sondern weil es dieses Filmmaterial gibt und man ihn ja dazu einlud mitzumischen - warum also nicht das zeigen was wirklich Relevanz hat? Anstelle von Blödsinn, der mit der Thematik 0 zu tun hat... Darum geht es und darum ginge es jedem, der sich diesem Thema in dieser Form stellt. Da passiert soviel, da sieht man soviel was man sich nicht vorstellen kann - da wird man erschüttert, nachdenklich, bewegt.. Und gezeigt wird nur der übliche Kram, der wenig Relevanz hat, während Weidner selbst daran gewachsen ist und Dinge erlebt und gesehen hat, die für ihn einschneidend waren.. Wäre jedem von uns so ergangen... Und das wirklich wichtige wird dann rausgeschnitten. Das ärgert und darum geht es ihm!


Zum Thema Finanzierung: Ja, ich war es, der die Finanzierung der Hosen-Doku recht egal war - die Kabelitz-Post ist bereits erfolgreich und wollte das Projekt halt machen, die Hosen haben es erlaubt, warum sollten sie das finanzieren? Das erschließt sich mir einfach nicht. Was ich an dieser Diskussion im Nachhinein spannend finde ist, dass Du mit dem Endergebnis zufrieden bist und ich nicht. Ich finde den Film einfach lahm und unnötig und dachte so, vielleicht hatte Maik ja doch recht. Aber es ist meiner Meinung nach ein Unterschied, ob es eine Doku ist über eine erfolgreiche Band oder eine Doku über verfolgte/fliehende Menschen. Ohne dass ich das Format "Auf der Flucht" gesehen habe, bleibt das, was ich jetzt schreibe recht hypothetisch, aber ich glaube nicht, dass die Menschen, die darin auftauchen und nicht zur Produktion gehören, gefragt werden, ob sie einverstanden sind, dass sie darin gezeigt werden. Niemand fragt Fliehende, ob sie einverstanden sind, dass sie gefilmt werden - das ist der Unterschied zur Doku über die Hosen. Und es ist einfach Schwachsinn zu glauben, dass diese 6 Deutschen aus der Serie jetzt wirklich wissen, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein - sie haben keine Erfahrung von Krieg hinter sich, sie sind nicht abhängig von Schleusern, wenn es ihnen zu gefährlich wird, können sie nach Hause zurück etc. pp, und es stört mich einfach, dass es in diesem Film so rüberkommt, dass das, was die 6 Teilnehmer erleben, repräsentativ ist für das, was wahre Flüchtlinge erleben. Das ist nicht der Fall. So, bis hierhin erstmal.


Moment, DU hast gesagt, er hätte das selber finanzieren sollen und als Film bringen können, nicht ich!! Das kam von dir - und wenn du das sagst, widersprichst du dir ja dann nun, wenn du im nächsten Posting schreibst, dass die Flüchtlinge nicht gefragt würden, ob man sie filmen darf... Das kam ja jetzt alles von dir :D ! Weiss jetzt nicht, was du damit sagen möchtest.
Ich habe lediglich verglichen, dass du bei dem einen Film eine Fremdfinanzierung gutheisst und bei einem anderen "Film" oder Format willst, dass es selber finanziert wird... Das ist ein Widerspruch, egal was der Inhalt ist. Und weil Corula und die Hosen etabliert sind, hätten sie den Film auch selber stemmen können. Aber darum soll es jetzt nicht gehen, das ist nur eine Randnotiz.

Und noch was zu Weidner: Vielleicht hättest du dir das Video angucken sollen oder zumindest den Text mit offenem Geist durchlesen sollen, denn er betont immer wieder, dass er nur "durchs Fenster sehen konnte und wieder nach Hause gehen konnte und kein Flüchtling war!!" - ihm, und jedem der klar denken kann, ist also sonnenklar, dass er - wie wir alle, wenn wir irgendwo Urlaub machen und dann denken mitreden zu können, wie es den Leuten dort geht - in der komfortablen Sicherheit lebt, wieder an den sicheren Platz der Freiheit zurückkehren zu können, in Luxus und Schönheit! Aber die Gespräche, das Gesehene, die Eindrücke der Tragödien und Schicksale vor Ort, die Gerüche, wahrscheinlich auch Gestank und das Elend - das nimmt man dennoch mit und das kann auch was bewegen und verändern. Bei ihm passiert - und mit dem richtigen Schnitt seitens des ZDF wäre es den Zuschauern in abgeschwächter Form ähnlich ergangen... Allein darum ging es ihm, nicht dass er "gut" dabei wegkommt. Sondern dass die Thematik richtig beleuchtet wird. Wie kann man denn sein Statement, das relativ klar und deutlich ist, so missinterpretieren?? Wenn ich Teil von was bin, möchte ich auch, dass das Ergebnis nahe der Realität ist und nicht wieder diese Gossipscheisse.
F!CKEN

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Sascha89

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4 373

Samstag, 14. September 2019, 13:41

Moment, DU hast gesagt, er hätte das selber finanzieren sollen und als Film bringen können, nicht ich!! Das kam von dir - und wenn du das sagst, widersprichst du dir ja dann nun, wenn du im nächsten Posting schreibst, dass die Flüchtlinge nicht gefragt würden, ob man sie filmen darf... Das kam ja jetzt alles von dir ! Weiss jetzt nicht, was du damit sagen möchtest.
Ich habe lediglich verglichen, dass du bei dem einen Film eine Fremdfinanzierung gutheisst und bei einem anderen "Film" oder Format willst, dass es selber finanziert wird... Das ist ein Widerspruch, egal was der Inhalt ist. Und weil Corula und die Hosen etabliert sind, hätten sie den Film auch selber stemmen können. Aber darum soll es jetzt nicht gehen, das ist nur eine Randnotiz.
Hm. Ich habe versucht zu erklären, warum ich das in dem Film der Toten Hosen nicht relevant finde und im Falle einer Doku oder Film oder Serie über Flüchtlinge schon - im Falle Weidners hätte ihm einfach von vornherein klar sein können, dass bei dieser Art von Format, die das ZDF gewählt hat, nichts konstruktives bei rauskommen kann, da die Grundidee schon nicht funktioniert in meinen Augen. Lies dir bitte meine vorherigen Beiträge durch, wenn Du die Erklärung nochmal lesen möchtest. Wenn er die "Reise" auf eigene Faust gemacht hätte, hätte er komplett selbst entscheiden können, was er in den Fokus nimmt beim Endergebnis. Und er hätte vielleicht nicht alles filmen müssen, wenn es ihm nur darum ging, sich ein Bild von der Lage zu machen. Als Einzelperson ist es aber leichter, auf Menschen zu zu gehen und sie um Einverständnis für Aufnahmen zu bitten. Außerdem ist das ZDF ein staatlicher Fernsehsender, der vom selben Staat finanziert wird, der für diese furchtbaren Zustände mit verantwortlich ist. Und daher wäre es für mich zu bevorzugen, wenn man sich für eine Dokumentation über Flüchtlinge nicht vor diese Karren spannen lässt. Der Unterschied ist einfach das Thema der Doku: Eine erfolgreiche Band zu porträtieren tut niemandem weh, ist einfach unverfänglich und gesellschaftlich wenig bis gar nicht relevant. Das Thema Flüchtlinge hingegen schon. Jetzt habe ich die Erklärung nochmal geschrieben aber ok, Wiederholung schadet manchmal nicht. Ob die Kabelitz-Post Fördergelder berechtigt bekommen hat ist eine andere Frage, aber ungeachtet dessen finde ich es einfach quatsch die Finanzierung eines Porträts von demjenigen zu fordern, der porträtiert wird - kann man machen, muss man in meinen Augen aber nicht. Wer den Film macht, finanziert ihn, nicht das Objekt das gezeigt wird, es sei denn, es ist ein Werbefilm.
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Der Mann aus Laramie (und Marienfelde)

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Samstag, 14. September 2019, 13:57

Nur mal eine Randbemerkung:
Den Medienaufschrei will ich mal erleben, wenn ein Kamerateam eine "Flucht" live zu unterhaltungszwecken aufnimmt und begleitet, zumal das Ergebnis dann ohnehin schon verfälschend wäre....
...mal unabhängig davon, wie dämlich dieses "Auf der Flucht" am Ende war

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