Hört denn hier keiner Metal? ; )

  • Vielleicht weil sie's drauf haben?

    Du wartest auf die Liebe

    Und ich auf das letzte Bier

    Der Platz am Tresen neben mir bleibt heute leider leer

    Eine gute letzte Reise, zum Abschied leise winken

    Elektronische Musik kann man sich so selten schöntrinken


    Thees Uhlmann - Avicci

  • Five Finger Death Punch?
    Schwierig, meiner Meinung nach.
    Warum? Zoltán ist Pro-Trump. Reicht für mich um ihn und seine Band nicht zu pushen und sie zu finanzieren.

    Musikalisch sind die gut, keine Frage.

    BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021

    01.+02.06. Wiesbaden | 14.06. Köln | 01.08. Coesfeld | 09.-13.08. Punk Rock Holiday | 16.08. Ljubljana


    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Kann man so sehen, ich sehe es anders.

    Ich war 2015 herum, als er seine eher moderaten Pro-Trump Tweets rausgehauen hat, im Land und kann schon verstehen, was den einen oder anderen motiviert hat, Trump zu unterstützen - auch wenn ich persönlich es im Leben nicht getan hätte.


    Viel spannender finde ich dann aber die Frage, ab wann man so einen Cut bei Musikern macht. Bei den Ramones für die Liebe zu Reagan? Bei Wizo für die Glorifizierung der RaF? Bei Ozzy Osbourne für seine Liebe zu W. Bush? Bei jeder US Punk Band, die Obama in den Allerwertesten gekrochen ist, obwohl der man in beispielloser Art und Weise den Dronenkrieg ausgeweitet und das harte Vorgehen gegen Undocumented Immigrants entgegen seinem Ruf aber mal sowas von verschärft und ausgebaut hat? Bei Campino, dessen Liebe zu den auch nicht unproblematischen Grünen ich auch nicht ganz ohne finde?

    Ich fände es da sehr schwer eine Grenze zu ziehen. So lange sich eine Musikermeinung nicht in bestimmte extremistische Abgründe verläuft, sehe ich das inzwischen eher entspannt...

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  • Ich kann verstehen was du meinst, tu mich selbst aber einfach schwer damit Bands/Musiker neu kennen zu lernen bei denen ich solche Dinge im Vorfeld bereits erfahre.

    Sowas stösst mir dann sauer auf.

    Und es spielt natürlich auch immer eine Rolle ob der Künstler (alleine oder mit Band) seine Werte dann verbreitet.
    Ob das bei FFDP der Fall ist, weiss ich nicht. Dazu habe ich zu schnell aufgehört sie zu hören.

    Ihr Engagement für die US Veteranen... Ich glaube, da bin ich (noch?) zu sehr aus einer Ecke geprägt: Army = Shit.

    Meines Wissens engagieren sie sich für US Army Veteranen mit posttraumatischen Belastungsstörungen, spiel(t)en aber auch schon für's Militär.
    Ersteres finde ich gut, zweites nicht so wirklich. Daher ist da auch m.M.n. dann die Grenze schon überschritten.

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  • Ja, das amerikanische Veteranending ist in der Tat ein zweischneidiges Schwert, ich tue mich da auch bis heute noch schwer, weil die Grenzen zwischen einem Menschen helfen und einen Krieg zu unterstützen da sehr schwammig sein können. Dann, andererseits, gibt es auch genug US Soldaten, die das nicht so ganz hundertprozentig freiwillig machen. Ziemliche schwammige Angelegenheit...

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  • Das Thema "Metal" und "Politik" ist eh ganz schwierig. Es gibt Musiker mit meiner Meinung nach vernünftigen Einstellungen (z. B. Flynn, Dickinson), mit konservativen Einstellungen, die ich nicht gut heiße, aber tolerieren kann (Hetfield, Mustaine, Osbourne), dann gibt es Bands, die man durchaus hinterfragen kann (Sabaton und der Krieg...) und es gibt auch Richtungen, die gar nicht gehen (v.a. im Black Metal). Grundsätzlich ist die Metalszene ja eher konservativ. Was ich jedoch am problematischsten finde, ist, dass ein großer Prozentsatz der Metalszene Politik und Musik trennen möchte. Das heißt, es werden auch Bands mit Ansichten geduldet, die zu weit außen sind. Da verschließen viele ihre Augen, weil sie sagen, dass Politik nicht in die Musik gehört. Ich mag Metal wirklich sehr gerne, aber die szene ist teilweise echt schwierig und bereitet mir Probleme. Wie geht es auch damit?

  • Ich bin "in der Szene" zwar nicht wirklich tief drin, aber ich weiss genau was du meinst.
    Viele Bekannte von mir sind Metaller und da ist es genau so wie du es beschreibst. Vorallem im Underground.


    Ich informiere mich daher immer erst über den Hintergrund einer Band, bevor ich mich da wirklich tief reinhören. Daher sind es aktuell nur wenige Bands aus dem Metal die ich wirklich mag und höre.


    Dommö:
    Dickinson? Maiden? Was weiss man über ihn denn so genau?

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  • Bruce Dickinson verabscheut Kölsch 8o Was ich an Dickinson mag, ist, dass er viele Sachen recht realpolitisch sieht und humanistische vertritt sowie für soziale Verantwortung und gegen Angstmacherei ist. Er spricht sich auch klar dafür aus, dass es völlig egal ist, woher ein Mensch kommt oder welche Religion er hat. Im Metalbereich sind solche Aussagen durchaus beachtenswert. Das rechne ich ihm an. Dickinson ist wahrlich kein Linker, sondern mittig, manchmal vielleicht auch konservativ, aber das finde ich persönlich nicht so wichtig, wenn man in Zeiten wie diesen wenigstens grundsätzlich auf dem Boden von Demokratie, Freiheit und Menschenwürde steht. Dass er dann jedoch für den Brexit gestimmt hat, werde ich nie verstehen.


    Hier übrigens drei bekannte Flugzeug: Der Jet von Merkel, der Jet von Macron und die legendäre Boeing von Iron Maiden zufällig nebeneinander 8)

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  • Wie gut ist denn bitte wieder das neue Album "Carnivore" von Body Count geworden? Das knallt, groovt und ist politisch hochaktuell. Dazu mit Amy Lee von Evanescence, Riley Gale von Power Trip und Jamey Jasta von Hatebreed gute Gaststars. Sorry RATM, aber Body Count lösen euch so langsam wirklich als beste Rap-Metal-Band ab. Zumal die Mannen um Ice-T politisch einfach viel näher am Puls der Zeit sind und nicht nur den Aufwasch vom Aufwasch bringen.


  • Der 1. Teil der Axel Rudi Pell-Tour, die im Mai hätte stattfinden sollen, ist auf April 2021 verschoben.

    Zitat

    Tour Info: our scheduled first part of the tour will now take place in April 2021. All tickets will remain valid! Watch this space for the new dates very soon!

    Quelle: ARP @ FB

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Oh man. Sehr schade. Die Band war ja gerade auf dem aufsteigenden Ast. Letztes Jahr habe ich sie im Park verpasst, die Show mit Kreator ist ja auf nächstes Jahr verschoben worden und nun das. Mal sehen, wie es mit der Band weitergehen wird. Es ist ein herber Verlust.

  • Ich habe FIVE FINGER DEATH PUNCH zwar nie gehört, weil ihre politische Einstellung mir gegen den Strich geht und ich sie schlicht nicht unterstützen möchte, aber mit dem neuen Video und Song 'Living The Dream' haben sie nun das Fass für mich zum überlaufen gebracht: Scheiss Band! Weil Verschwörungstheoretiker, rechts und Pro-Trump. No Way - F*ck FFDP!


    Aber seht selbst...









    "Der Dunkle Parabelritter" hat dieses Video wunderbar analysiert!

    Ich stimme den Herrn nicht immer zu, aber hier schon. Ganz klar!



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  • Das ist schon harter Tobak! Bääähhh..... Gut, dass ich die Band eh nicht mag. Aber erschreckend, dass sie hier in Deutschland in den ganz großen Hallen spielen. Irgendwie passt da Dave Mustain mit Megadeth auch gut als Vorband.... Aber existieren 5FDP eigentlich noch? Da geb es doch irgendwelche Austritte. Egal...für so einen Schmarrn habe ich jetzt echt die neue Long Distance Calling-Platte pausiert. Ich werde jetzt erstmal "Die Fuck-It-Liste" von John Niven weiterlesen. Der Roman analysiert die politischen Zustände in den USA nämlich sehr gut.

  • Ich komme da stellenweise zu etwas anderen Schlussfolgerungen. Dass das Video äußerst kritisch gegenüber der sogenannten Linken in den USA ist, stimmt natürlich. Leider ist aber auch nicht alles an dieser Kritik falsch.


    Wenn jemand Lust hat, das ganze ausführlich außerhalb der üblichen Linksgut(Demokraten)-Rechtsböse(Republikaner) zu diskutieren, dann gerne.


    Aber eins vorweg: Der Vorwurf dieses Reiters, dass das ein pro-weißes Landbevölkerungsvideo wäre, stimmt so nicht. Nationalistisch finde ich trotz allem Flaggenpathos ebenfalls etwas konstruiert...


    Was Bücher angeht: Wenn sich jemand mal wirklich mit den Hintergründen der politischen Stimmung in den USA auseinandersetzen möchte, empfehle ich "Political Tribes" von Amy Chua.

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  • Wenn jemand Lust hat, das ganze ausführlich außerhalb der üblichen Linksgut(Demokraten)-Rechtsböse(Republikaner) zu diskutieren, dann gerne.

    Du meinst also auf so einer journalistisch objektiven, unabhängigen und politisch korrekten Fox News Ebene? ^^


    By the way.. Band sagt mir nichts. Und deshalb interessiert mich die Diskussion null. Allerdings hatte ich das Bedürfnis auf diese eine Aussage zu reagieren.

    ************************
    Don't Eat The Yellow Snow!

    **************************

  • Ich komme da stellenweise zu etwas anderen Schlussfolgerungen. Dass das Video äußerst kritisch gegenüber der sogenannten Linken in den USA ist, stimmt natürlich. Leider ist aber auch nicht alles an dieser Kritik falsch.


    Wenn jemand Lust hat, das ganze ausführlich außerhalb der üblichen Linksgut(Demokraten)-Rechtsböse(Republikaner) zu diskutieren, dann gerne.


    Aber eins vorweg: Der Vorwurf dieses Reiters, dass das ein pro-weißes Landbevölkerungsvideo wäre, stimmt so nicht. Nationalistisch finde ich trotz allem Flaggenpathos ebenfalls etwas konstruiert...

    (...)


    Leg los!
    Ich hör mir gerne andere Meinung an.

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  • Gleich mal vorweg: Wenn ich hier so einen Batzen schreibe, werden sich garantiert irgendwo Fehler, Unklarheiten oder Ungenauigkeiten einschleichen. Bitte im Zweifelsfall also nachfragen, wenn ich irgendwo was zu sehr verknappt habe oder über's Ziel hinausgeschossen bin.


    Tja, womit fange ich an.... Zunächst mal vielleicht damit, dass die Band die ganze Nummer mal wieder ganz schön mit Pathos und Flaggen übertreibt. Dazu neigen die Amerikaner im Allgemeinen und die Band definitiv im speziellen aber ohnehin. Gleichzeitig ist Deutschland bei solchen Geschichten über nationale Mythen und Symbole allerdings nun auch besonders empfindlich und steht damit weltweit eigentlich ziemlich alleine da. Ausgehend von unserem Umgang mit solcher Folklore ist bereits jedes unserer Nachbarländer in der Hinsicht fragwürdig, nationalistisch, rechts, was auch immer. Das sollte man hier also berücksichtigen. Und auch wenn ich mir sicher bin, dass viele Trump Sympathisanten FFDP lieben, ist es keinesfalls eine "Trump Band" und im Februar in der Schmeling Halle ist mir auch kein sichtbar politisches Publikum aufgefallen.


    Was ich in dem Video in jedem Fall sackdämlich finde, ist diese Maskenmetapher bzw. diese Gleichsetzung von Identitätspolitik, Cancel Culture, Shitstorm, echter Gewalt und dem Aufsetzen von Masken und dem Aufstehen gegen die erstgenannten Faktoren, was durch das Absetzen derselben losgelöst wird. Eine eher billige Provokation und vermutlich mit einer Menge Applaus der Covid-Leugner belohnt.


    Was sehen wir sonst so in dem Video? Vielleicht sei hier auf den Kontext des Emmerson Zitates nochmal kurz hingeweisen. Da steht eben nicht: "Amerikanische Straßen im Jahr 2020", da wird schon klar auf einen fiktiven Charakter hingeweisen. Dann sehen wir zunächst mal den Albtraum eines der Gründerväter. Will sagen: Das, was wir im Video sehen, wäre ein Albtraum gewesen für diejenigen, die die mythische Prämisse der Gründung der USA erdacht haben. Und da sehen wir unter anderem folgendes:

    Stumpfe Zombies, die Klopapier horten


    Ein Seitenhieb auf den sinnlosen Superhelden Kult der jetzt nun schon seit Jahren weltweit anhält


    Gleichzeitig auch eine Persiflage der Profilneurose von denen, die sich rund um die Uhr in den sozialen Medien profilieren und die Köpfe einschlagen. In einer Bar schmeißt man die dann halt einfach raus, im Internet geht das nicht. Zunehmend knallt es aber auch physisch, wenn Meinungen aneinander geraten. Nicht unbedingt die mythische Idee des Land of the Free....


    Eine Wohlstandsgesellschaft, die frisst, bis zum kotzen und dann weiterfrisst


    Eine Gesellschaft, die so verblödet, dass Menschen Tide Pods essen, nur weil es ein Internet Trend ist - und anschließend daran sterben


    Ein angestachelter Mob, der (vermeintlich) randalierend das Leben anderer kaputt macht


    Ein bewaffneter Aufstand gegen Unterdrückung, dem Revolutionskrieges eindeutig sehr ähnlich.


    Will sagen: Das Video teilt eigentlich in einige Richtungen aus und da sehen wir auch ein Imperium, dass halt irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist. Die (nachträglich) kommunizierte Intention, dass man kritisieren möchte, dass unsere Gesellschaft mit neuen, direkten Kommunikationsformen nicht umgehen kann, ist hier m.E. durchaus erkennbar. Aber eben leider auch nicht gerade unmittelbar deutlich. Ein paar Idioten beim tweeten hätte man hier vlt. auch mal zeigen sollen...


    Das, woran sich viele offenbar sehr zu stören scheinen, ist der Unterton mit Hammer und Sichel, der den Mob durch die Straßen führt und auf die Leute hetzt. Dass der ziemlich überspitzt dargestellt ist, steht natürlich außer Frage. Dass Identitätspolitik, Shitstorm und auch selbsternannte linke Gewalt manchmal aber erschreckend linksfaschistische Züge annehmen, bei denen nicht nur die eigene Weltanschauung mit Gewalt durchgesetzt, sondern auch sehr die Meinungsfreiheit der anderen eingeschränkt werden soll - und der Staat soll es am besten per Gesetz verordnen. In den 1950ern gingen der rechte McCarthyism und Red Scare um, ich bin gespannt, wie das, was wir heute erleben eines Tages genannt werden wird. Um das zu verurteilen, muss man aber beim besten Willen kein Rechter sein. Und: Die Tatsache, dass es solche Gruppen am rechten Rand genau so machen, im Falle der USA auch definitiv zuerst so gemacht haben, ist wahr - aber beim besten Willen keine Rechtfertigung.


    Ach ja:


    Bleibt am Ende noch die Frage, ob das Video rassistisch sei. Dass da am Ende der Aufstand der weißen Männer zu sehen sei, ist jedenfalls falsch. Wir sehen im Video nicht nur eine Menge verschiedener Ethnien sowie auch Männer und Frauen, fast alle Beteiligten sind am Ende auch in der "Revolution" mit dabei. Ganz so einfach ist es also auch da nicht. Die Aufforderung zur Revolution ist also offenbar nur dann erlaubt, wenn es ins eigene Weltbild passt.


    Und der Beißreflex geht ja auch in der Rezension des Videos schon munter los. Five Finger Death Punch, die sprechen halt für die Landbevölkerung.... Dumme Menschen, die alle weiß sind, ihre Flagge und Soldaten lieben und vor allem anderen Angst haben. Wer ernsthaft so denkt, hat nicht nur einiges missverstanden, er ist Teil der Antwort auf die Frage, warum da jetzt Mr. Garrison, äh ich meine natürlich Donald im weißen Hause sitzt. Ich bin beim besten Willen kein Freund von Agent Orange. Aber ist es nicht irgendwie so, dass er durchaus auch seine Unterstützer unter Frauen, Schwarzen und Chicanos hat? Dass Leute aus der gut gepäppelten Wohlstandskaste in D.C., an kalifornischen Universitäten oder im Wallstreetverwöhnten New York hier der Meinung sind, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und Joe Biden einfach besser weiß, als Minderheiten, die für Trump stimmen?


    Wer im Jahr 2020 die Haltung Links = Gut, Rechts = Böse - oder auch genau andersrum(!!!) - vertritt, ist meiner Meinung nach oft sehr naiv, reichlich indoktriniert oder beschäftigt sich wenig mit Details. Das gilt noch viel mehr für ein Democrats vs. Republicans Weltbild, das die deutsche Presse aber sehr zu lieben scheint und da in Punkto Doppelmoral und selektiven Standards aber gerne auf dem selben Level wie Fox News agiert. Das perfide an der ganzen Geschichte ist, dass es oft vermeintlich mit guten Intentionen geschieht, oder man sich selbst zumindest attestiert, ja auf der richtigen Seite zu stehen. Diese Summe der Good Intentions führt am Ende dann leider schnurstraks in die Hölle.


    They say the road to hell is paved with good intentions

    Why did they never mention, what's real and in between?

    It seems the path we're on was paved with blood and sorrow

    No thought about tomorrow

    Just part of the machine, or so it seems

    Yeah, so it seems
    We're all living the dream


    Und wissenschaftlich sehr gut unterfüttert kann man dieses Phänomen in besagtem Buch von Amy Chua, selbst First-Generation American, Frau und selfmade Ivy-League Professorin, hervorragend nachlesen. Ebenso wie genau diese Art von Denken übrigens auch lange zu einem sehr schadhaften außenpolitischen US Imperialismus geführt hat.


    Ach ja: Eine ganz schön pathosgeschwängerte Polemik ist das Video trotzdem - hab schon erheblich cleverere Sachen in meinem Leben gesehen 8)

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  • Diese Metal-Tourneen haben echt immer dicke Packages. Nun für nächstes Jahr angekündigt:

    Co-Headline Tour von Heaven Shall Burn + Trivium , mit special guests TesseracT und Fit For An Autopsy.

    HSB sind ja eher weniger meins, aber Trivium kann man sich schon geben und heimliches Highlight sind für mich sowieso Tesseract.


    Tour 2021

    16.11.2021, Saarbrücken, Saarlandhalle

    18.11.2021, Leipzig, Haus Auensee

    19.11.2021, Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

    20.11.2021, Zürich (CH), Halle 622

    02.12.2021, Tilburg (NL), 013

    03.12.2021, Frankfurt, Jahrhunderthalle

    04.12.2021, Erfurt, Messehalle

    05.12.2021, Brüssel (BE), Ancienne Belgique

    10.12.2021, Hamburg, Sporthalle

    11.12.2021, Ludwigsburg, MHP Arena

    15.12.2021, Wien (AT), Gasometer

    17.12.2021, Berlin, Verti Music Hall

    18.12.2021, München, Zenith

    19.12.2021, Prag (CZ), Forum Karlin

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