Pseudo-Rebellen: Die Toten Hosen mit 70.000 Euro gefördert

  • Eine klar patriotische Seite.
    Denen traue ich den Schwachsinn nicht den sie schreiben, die versuchen ja sehr vieles um linke Dinge in schlechtes Licht zu stellen.

    The easiest thing to do.


    Just say fuck you.

  • Bzgl Fördergelder: Das ist wirklich interessant, wusste ich auch nicht, aber von Goethe Institut war glaub ich immer die Rede.


    ZuHalten was man will" - also zumindest ich find nen Text, der am Ende recht eindeutig zur Unterstützung für Afd und co wirbt und mit den guten alten "System"-X Vokabeln wirbt zum :kotz:

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

  • Und die Antifa wird staatlich gefördert mir 2 Millionen jedes Jahr.
    Sorry, aber rechte Verschwörungsseite. Der fehlende .de Domain empfinde ich auch als Warnhinweis für Bullshit.

  • Und das man mit dem Goethe Institut zusammenarbeitet ist ja schon länger bekannt, die waren ja auch u.a. bei der Myanmar Geschichte dabei.

    The easiest thing to do.


    Just say fuck you.

  • Ich wußte jetzt auch nicht das man vom Goethe Institut Födergelder bekommt bzw dieser so weiter gibt. Aber der Staat fördert soviel Blödsinn,da kann ich mir schlimmeres vorstelllen als Besuche der Hosen in Taschkent.


    Dieses Werbebanner "Alles für den Patrioten" sagt ja wohl schon alles über dies Seite aus.

    .... das hat wahrscheinlich hormonelle Gründe!

  • Man muss hier schon trennen:die seite scheint indiskutabel zu sein,die "vorwürfe"dagegen scheinen ja belegt bzw offiziell bestätigt.und dazu kann dann jeder ne eigene Meinung haben,wie kritikwürdig bzw unglaubwürdig diese finanzielle Verbindung zu staatlichen geldern für ne ehemalige punkband jetzt ist.kann mir jetzt auf die stelle kein endgültiges urteil bilden,wie angemessen und sinnvoll so eine Summe in diesem Kontext jetzt ist und ob es andere kulturelle Nischen gibt,in denen dieses geld eher benötigt würde.aber diese grundsatzdidkussion ist sowieso müßig.insgesamt passt es zumindest etwas ins bild,dass die hose immer mehr zur staatstragenden und -konformen vorzeigeband Deutschlands werden und ihnen diese rollre auch irgendwo gefällt.

  • die hosen waren 1984 schon in frankreich im auftrag des goethe-instituts. das ist nichts neues. die hosen haben von karrierebeginn an genommen was sie konnten und versucht bekannt zu werden... für eine punkband haben sie immer wieder versucht sich im tv oder mainstream-dingen einzuschleichen (formel 1, bio, hape kerkeling, mike krüger etc pp) - auch in den "wilden 80ern"... nicht weniger schlimm als DÄ, die es einfach offenkundiger machten (bravo).who cares?? die "rebellion" fand bei den hosen anders statt und was sie damals taten hatte stets charme - wenn auch vieles schönfrisiert wurde (hier im thread mythen zur legendenbildung angeschnitten).


    interessiert doch keine sau. wenn das alles ist, womit rechte seiten zu punkten versuchen, ist es eher peinlich für diese pappnasen.

    2 Mal editiert, zuletzt von pillermaik ()

  • Die Hosen haben ja auch in der Frühphase eher die schrille, leicht kunstaffine Punkschiene bedient und weniger die anarchistische (trotz durchaus anarchischen Humors), antikommerzielle.
    Die Düsseldorfer Szene war ja auch Ende der 70er, Anfang der 80er eine ganz andere als die in Hamburg oder noch krasser in West-Berlin.


    Da die Hosen auch nie irgendwelche krassen antistaatlichen Texte hatten, sehe ich da auch keinen harten Widerspruch, wenn die Band an staatlich geförderten Maßnahmen teilnimmt. Man darf die Band halt nur an dem messen, was sie selber tut/sagt bzw. getan und gesagt hat und nicht daran, was Teile der Szene, der sie entstammen, für vertretbar halten.

    R.T.B.A.M.

  • "1000 gute gründe" ist da natürlich schon kritik und punk allgemein - die haltung, die attitüde - ist im ursprung schon anti (establishment, staat, system) und campi wurde ja um 1977 zum punk, wo diese werte der kern waren... insofern drückt punk schon was gezieltes aus.
    aber jetzt myanmar von 2015 hinzuzuziehen, wo die hosen sich längst nicht mehr als punkband im eigentlichen sinne verstehen, ist arg dünn.


    fragen kann man sich allerdings, warum das staatlich grfördert wurde, warum das die hosen nicht eigenständig gestemmt haben..!

  • "1000 gute Gründe" ist natürlich Kritik, klar. Aber ich sehe da schon einen großen Unterschied zu dem klassischen, anti-staatlichen Klischeepunk, der da glaube ich gedanklich bei den Kritikern vorhanden ist (nehmen wir mal die Vorkriegsjugend als Beispiel "Erhebe deine Hand gegen deutsches Vaterland" oder auch die klassische Parole "Nie wieder Deutschland" etc.). "1000 gute Gründe" ist anti-patriotisch in seiner Haltung, aber nicht unbedingt anti-deutsch, der Grad der Ablehnung ist ein anderer, das war was ich meinte, nicht dass die Hosen nie kritisch dem Staat gegenüber waren.


    Und gerade 1977 war der politische Aspekt im Punk noch gar nicht so groß, da war Provokation und auch eine musikalische Abgrenzung zu pompösem Avantgarde-Rock oft eher das primäre Ziel. Die Idiotie der Verwendung von Nazi-Symbolen zeugt ja davon, dass Provokation teilweise (!) größer geschrieben wurde, als ein echter politischer Anspruch. Natürlich gab es auch 1977 schon Ausnahmen, allen voran sicher Crass oder meinetwegen The Clash. Aber die starke Politisierung ging ja eher in der zweiten Welle los.


    Und dann kommt natürlich, wie du ja auch andeutest, eine über 30-jährige Entwicklung dazu, in der einiges passiert. Jemanden an seiner Haltung von vor 30 Jahren zu messen ist in jedem Fall etwas albern, aber wenn man betrachtet, woher die Kritik kommt, ist das auch wenig überraschend.

    R.T.B.A.M.

  • Und gerade 1977 war der politische Aspekt im Punk noch gar nicht so groß, da war Provokation und auch eine musikalische Abgrenzung zu pompösem Avantgarde-Rock oft eher das primäre Ziel. Die Idiotie der Verwendung von Nazi-Symbolen zeugt ja davon, dass Provokation teilweise (!) größer geschrieben wurde, als ein echter politischer Anspruch. Natürlich gab es auch 1977 schon Ausnahmen, allen voran sicher Crass oder meinetwegen The Clash. Aber die starke Politisierung ging ja eher in der zweiten Welle los


    Sind ja fast einer Meinung ;)!
    Diese Verwendung der Nazi-Symbolik in vorallem Englad sollte ja genau schocken - gegen das Establishment, gegen das System, gegen den Staat! Finde grad diese Nazi-Armbinden etc sind fast schon die Essenz dessen was ich geschrieben habe. Von POLITIK habe ich nämlich kein Wort geshrieben - respektive nicht von Links/Rechts-Politik. Natürlich ist "Punk" in der asozialen Anti-No-Future-Form schon hochpolitisch! Es geht um eine Haltung, eine Attitüde gegen das was damals die Norm war. Es geht um Abgrenzung und Anti-Haltung, dazu Provokation und Schocken... Von klassischer Politik habe ich bewusst nichts geschreiben ;)!


    Was "1000 gute Gründe" angeht:


    "für jeden Querkopf ein Gummigeschoss"


    "unser Lieblingswort heißt Leistung, wir sind auf Fortschritt eingestellt. Nicht ist hier unkäuflich, wir tun alles für gutes Geld."


    "All die Korruption, die Union!"



    "Unsere Pässe sind fälschungssicher und unser Lebenslauf bekannt. Keiner scheint hier zu merken, dass man kaum noch atmen kann."


    Finde ich nicht nur anti-patriotisch, sondern klare Systemkritik Deutschlands.

  • Du hast natürlich Recht damit, dass eine provokative Anti-Haltung per se politisch ist, da habe ich wohl stärker voneinander getrennt, als es sinnvoll ist. Die Trennung habe ich vor allem deshalb betont, weil ich davon ausgehe, dass es den "kritischen Verfassern" hier eben um "explizit linke Positionen" geht.


    Und zu "1000 gute Gründe": der Begriff "anti-patriotisch" greift zu kurz, das verdeutlichen die von dir zitierten Textstellen in der Tat. Ich finde die Art der Kritik aber trotzdem irgendwo noch produktiver, als ich es von "radikaleren" Bands gewohnt bin, auch daher der Versuch der Abgrenzung gegeneinander. Aber vielleicht ist die Kritik in dem Song auch einfach geschickter verpackt, als es die meisten im Punk-Genre gebliebenen Bands in den 80ern vermocht haben. Der Grundton ist natürlich ein ähnlicher.


    Irgendwie liest sich das jetzt fast wie eine Rechtfertigung, aber hier im Büro ist es zu warm als dass ich jetzt bessere Worte finden könnte ;)

    R.T.B.A.M.

  • alles gut :thumbup:


    campino hat grad auf der HS und KZ unheimlich gut und pointiert getextet, sicher x mal intelligenter als diese billigen "scheiss bullen"-parolen.

  • Die interessanteste frage,die dieser Artikel aufwirft,sehe ich darin,dass man übrlegt,wie unabhängig man als kritisch-reflektierende band bleiben will.mit dem stempel des goethe-instituts sind die hosen ja schon sehr früh in den 80ern in kontakt gekommen -das ist dann ja auch nie verheimlicht worden und war höchstens überraschend.aber das-wie mikes Beispiele zu tv und formel1-film etc passten ja immer in ihr kobzept,dass man seine "feinde"bzw die medien für seine eigenen ziele nutzt und auf ne schräge art Aufmerksamkeit erzielt.der Myanmar-auftritt ging ja in eine andere Richtung,was ich damals auch gut fand.aber damals war eben nie die rede davon,dass man sich diesen trip staatsfinanzieren lässt.da seh ich schon nen inhaltlichen unterschied.was nicht heißt,dass ich ds jetzt schlimm finde,dazu weiß ich zu wenig über die genauen details und Hintergründe.

  • abgesehen von der thematik (die mir bekannt war, wurde schon hier und da erwähnt) und an der nix verwerflich ist, muss man solche scheiss seiten hier nicht verlinken und den rechten idioten klicks geben.

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