Killing Joke

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    Ich musste feststellen, dass weder ich in der Verganenheit, noch sonst jemand hier einen Thread über diese brillante, einzigartige Post-Punk Band aus England eröffnet hat. Muss geändert werden... Fans hier?


    Ich liebe diese Band seitdem ich 1985 das erste Mal "Love like blood" gehört hatte. Bis heute einer meiner alltime favourite Songs ever. Für Killing Joke zwar ungewohnt eingängig, aber das soll dieses düstere, tiefmelancholische Meisterwerk nicht abwerten. Das Ding wurde damals, neben A-ha oder Duran Duran, im TV gezeigt und ich war mitgerissen von diesen klagenden, traurigen Keyboardklängen und dem schneidenden Gitarrenriff.. NIE, wirklich nie, in all den Jahren, 34 mittlerweile, ist mir dieser Song verleidet. Im Gegenteil, er fasziniert mich noch immer. Diese brillante Rhythmusarbeit der Herren Raven & Ferguson ist granithart und treibend, gibt dem Song eine Stabilität für diese gebrochene Melancholie und der unter die Haut gehenden Stimme von Jaz Coleman, der in den 80ern eine sehr schillernde, einzigartige Persönlichkeit war - einer Zeit, in der glattpolierte Typen im Papageien-Look wie Thomas Anders von Modern Talking top angesagt waren. Hier der Song, für alle die ihn nicht kennen (das offizielle Video, Single-Edit - noch besser in der 6 Minuten-Albumversion):



    Allgemein bietet das Album "Night time" von 1985 wunderbare Musik - so auch "Eighties", das Nirvana zu "Come as you are" inspiriert haben soll. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass The Damned dieses Riff bereits 1982, also 3 Jahre vor Killing Joke, im Song "Life goes on" ähnlich dargeboten haben - voila:



    Ich besitze zwar "nur" ihre Alben "Killing Joke" (1980) bis "Brighter than a thousand suns" (1986) durchgehend, sowie das mehr oder weniger Soloalbum Colemans "Outside the gate" und das vorletzte Album "MMXII" - aber ich denke diese 8 Alben reichen aus, dass man einen guten Einblick in das Schaffen der Band hat.


    Besonders die ersten beiden Alben sind teilweise schräg und verstörend (wenn ich an "Wardance" denke) - düster, destruktiv, kaputt. Anders als andere Bands, absichtlich teilweise unzugänglich - aber exakt das macht diese 2 Alben genial. Dass da aber nicht nur Unhörbares drauf ist, beweist der Klassiker "The wait" (1980) - ein Brett:



    Teilweise kann man Parallellen zu alten (!) New Model Army-Werken ziehen, jedoch wurden Killing Joke besonders nach "Night time" mit dem Album "Brighter than a thousand suns" (1986, ich liebe es) wesentlich eingängiger/gefälliger und produzierten die Scheibe mit einem relativ typischen 80er-Sound. Dennoch befindet sich auf dem Album ein grossartiger KJ-Klassiker: "Adorations":



    Oder auch "Love of the masses":


    Einmal editiert, zuletzt von pillermaik ()

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