Merkel als Abofalle

  • Das ist doch seit Jahren klar, dass er grün wählt.

    "Ich warte nur auf den Regen,
    Der die Flüsse überlaufen lässt
    Und den Müll aus dieser Stadt endlich wegspült
    Der die Falschheit und Intrigen
    Und die Heuchelei mitnimmt,
    Die uns jeden Tag nach unten zieht"

  • Ungültig Wählen bringt überhaupt garnichts da die Stimmen rausgerechnet werden


    Ungültig Wählen ist wie nicht Wählen, und wer AfD wählt ist natürlich ein Nazi

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Hab ich letztens auch tatsächlich erfahren, war mir auch nicht klar. Ungültige Stimmen werden tatsächlich nicht mitgerechnet..


    Aber hey, lieber links/grün als CDU/FDP oder gar AFD ;)

    Korn, Bier, Schnaps und Wein


    und wir hören unsere Leber schrein'

  • Ich finde es traurig wie viele Leute diesen braunen Idioten folgen. Manche Leute wissen gar nicht wo der Begriff "Lügenpresse" seinen Ursprung hat und anstatt die Themen mal zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden glauben sie diesen braunen Idioten.


    Jeder kann sein Leben selbst ändern bzw. in den Griff bekommen, aber dazu muss man auch selbst etwas machen und nicht hoffen das jemand bei einem klingelt und den Traumjob anbietet.

  • Das ist aber schon arg vereinfacht. Wohnungsnot in den Städten, Ärzte- und Lehrermangel auf dem Land, marode Schulen wo immer man hinkommt sind Probleme, bei denen die Politik gefordert ist. Aber dort küsst man lieber der Automobil- und Braunkohleindustrie den Arsch. Dass die AfD keines dieser Probleme ernsthaft angehen will und wird, ist natürlich ebenso Fakt, da nutzen ein paar Gutsituierte Opportunisten die Uninformiertheit der Masse, um Hass zu schüren und daraus Profit zu schlagen. Das AfD-Parteiprogramm ist nicht das einer Partei für die Abgehängten, die zufällig tiefbraun ist. Es ist das Programm einer Partei für die oberen Zehntausend, die aus reinem Kalkül in braunem Fahrwasser schwimmt.


    Wie auf politischer Ebene damit umgegangen wird ist ein Armutszeugnis. Die Gefahr ist da, sie ist präsent, aber Maßnahmen bleiben aus, weil CDU/CSU sich noch nie einen Meter bewegt haben, höchstens, wenn es wirklich nicht mehr anders ging. Die SPD hätte da sein können. Sie hat versagt. Die Grünen sind da, treffen aber in Regierungsverantwortung höchst fragwürdige Entscheidungen. Bleibt noch Die Linke. Innerlich schon uneins und zusätzlich geschwächt durch das Überangebot an Splitterparteien, die nicht selten im Kern linke Interessen vertreten, aber durch ihre bloße Existenz eine starke Linke verhindern, da man um Wähler und Mitglieder konkurriert. Mit der einstigen Satire-Partei Die PARTEI verhält es sich ähnlich. Inhaltlich quasi auf Linie mit der Linken, in der Außendarstellung aber ein Sonderfall. Mittlerweile weht dort zwar auch ein anderer Wind und tatsächlich machen die seriöse Politik, was vielleicht der extremen Schräglage im politischen Deutschland geschuldet ist, aber schlussendlich holen die ihre Stimmen auch nicht bei CDU und FDP (damit dieses Furunkel am Arsch der Menschheit auch mal kurz erwähnt wurde), sondern im linken Spektrum.


    Insofern finde ich das ganze zwar auch traurig und zum Kotzen, aber den AfD-Trotteln würde nur ein Bruchteil der Lemminge folgen, wenn das Versagen der aktuellen Regierungsparteien nicht so omnipräsent wäre. Und nein, das ist kein Plädoyer für's Nicht-Wählen! Auch keine Entschuldigung dafür, die Braunen zu wählen, ABER nicht jede/r hat die Möglichkeit, in einem System, das Ungleichheit produziert, weil es auf Ungleichheit basiert, einfach "etwas zu ändern" und somit alle Probleme zu lösen. Klar ist der/die Einzelne auch selbst gefordert, aber es allein dabei zu belassen und die Politik komplett aus der Verantwortung zu ziehen. Greift leider viel, viel zu kurz.


    Und DAS ist nur ein Aspekt des Problems. Menschen, die aus Überzeugung AfD wählen, gibt es zusätzlich auch noch viel zu viele.

    Wir alle sind uns in einem Punkt gleich. Wir scheitern. Täglich, stündlich, in jedem einzelnen Augenblick unserer Existenz. Jedoch unterscheiden wir uns in der Art und Weise, wie wir damit umgehen.

  • Merkel hat einen klaren Fehler gemacht. Als es um das Thema Flüchtlinge ging, hat sie nur gesagt "Wir schaffen das". Das wichtige "Wie" hat sie nie geklärt und damit hat sie der AFD eine Steilvorlage gegeben.


    Es gibt sehr viele fragwürdige politische Entscheidungen und es gibt wenige Menschen die diese Entscheidungen in Frage stellen. Ich sehe die Gefahr, dass die SPD mit der neuen Führung die Groko zum Platzen bringt und genau das wird der AFD noch mehr Wähler bringen.


    Im Moment sehe ich keinen geeigenten Kanzlerkanidaten/in. Für mich ist es erschreckend, dass es die SPD 16 Jahre lange nicht geschafft hat einen geeigneten Kanidaten zu stellen. Kohl hat Deutschland auch 16 Jahre lang regiert und die Folgen sind jetzt noch spüren. Auch Merkel hat das Land geprägt und die Folgen werden in vielen Jahren noch spürbar sein.


    Man müsste das System wie in den USA anpassen. Maximal acht Jahre Kanzler/in.

  • Man müsste das System wie in den USA anpassen. Maximal acht Jahre Kanzler/in.


    Ohne diese Begrenzung wäre aber vermutlich auch nicht Trump Präsident geworden ;)


    Aber an sich bin ich bei dir, diese Begrenzung auf zwei Legislaturperioden ist eigentlich kein blöder Gedanke.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.

  • Wirklich von der AFD überzeugt ist noch nicht einmal die Hälfte ihrer Wähler. Das Problem ist, dass Menschen meinen, die AfD wäre eine Protestpartei und mit einer Stimme für die Rechten könne man die Regierung abstrafen. Die Ziele der Partei sind den meisten Wählern gar nicht präsent, ja sie sind ja auch von der AfD nicht einmal formuliert.
    Es gibt keine Antworten der AfD auf die Rentenproblematik. Die AfD zieht mit Sozalstaatsabbau in den Wahlkampf und wird gewählt. Allerdings versprechen einzelne Kandidaten auch alles, was die Leute hören wollen, auch wenn die Parteilinie eine andere ist. Wie dumm sind die Wähler?
    Ich glaube, die meisten wissen gar nicht, was oder wen sie da wählen und dass die Forderungen der AfD einem demokratische, sozialen Rechtsstaat widersprechen.
    ... und es ist ihnen egal... Angeblich hat die AfD ja viele Nichtwähler mobilisiert. Kein gutes Zeichen.


    Die haben nur Hass. Ich habe lieber Spaß!

  • Ohne diese Begrenzung wäre aber vermutlich auch nicht Trump Präsident geworden ;)


    Das ist keine schöne Vorstellung.
    Man sollte für den Mann mal eine Tour im Cabrio durch Dallas planen. Mit etwas Glück wiederholt sich die Geschichte.
    Jedes Land bekommt den Kanzler/in den es verdient. Daher Lebe ich mit der Hoffnung, dass uns so jemand wie Trump oder Johnson erspart bleibt. In der Hoffnung das es noch genügend Menschen in Deutschland gibt, die denken und kritische Fragen stellen oder es müssen ein paar neue politische Lieder veröffentlicht werden, auch wenn diese vielleicht scheiße klingen ;)

  • Merkel hat einen klaren Fehler gemacht. Als es um das Thema Flüchtlinge ging, hat sie nur gesagt "Wir schaffen das". Das wichtige "Wie" hat sie nie geklärt und damit hat sie der AFD eine Steilvorlage gegeben.


    Deutschland existiert noch, es geht uns allen immer noch gut und an der aktuellen Konjunkturflaute sind nicht die Flüchtlinge Schuld...ich würde sagen: WIR HABEN ES GESCHAFFT!


    Wirklich von der AFD überzeugt ist noch nicht einmal die Hälfte ihrer Wähler. Das Problem ist, dass Menschen meinen, die AfD wäre eine Protestpartei und mit einer Stimme für die Rechten könne man die Regierung abstrafen. Die Ziele der Partei sind den meisten Wählern gar nicht präsent, ja sie sind ja auch von der AfD nicht einmal formuliert.


    Das gilt so nicht pauschal. Laut Tagesspiegelhaben in Sachsen 70% der Wählerinnen und Wähler diese wegen ihrer politischen Forderungen gewählt. Eine erschreckende Erkenntnis.

  • Das gilt so nicht pauschal. Laut Tagesspiegelhaben in Sachsen 70% der Wählerinnen und Wähler diese wegen ihrer politischen Forderungen gewählt. Eine erschreckende Erkenntnis.


    Also ich traue keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe.


    Wenn ich die Menschen Frage, ob sie die AfD wegen ihrer politischen Ideen oder aus Protest gewählt haben, kann ich so ein Ergebnis bekommen.


    Wenn ich die Leute aber nach den politischen Forderungen der AfD frage, kommt dabei nicht viel heraus. Wenn man die AfD Wähler fragt, wofür die AfD steht, bekommt man Antworten, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Grenzen Dicht und Abschieben würde man vermuten. Tatsächlich kennen die Leute weder Partei- noch Wahlprogramm und denken sich Sachen aus. Ich kann nur mal empfehlen, auszuprobieren AfD Wähler zu fragen, wofür die AfD steht und wo das steht.


    "Gegen" die anderen, die "Volksverräter", da können sie hetzen, aber eigene Lösungen haben die nicht, jedenfalls keine, die mit unserem Rechtsstaat vereinbar sind.

  • @ djrj:


    Die AFD macht es sich relativ einfach. An den ganzen Problemen in Deutschland ist Merkel und die Flüchtlinge schuld. Das ganze wird dann noch von der "Lügenpresse" schön geredet und nur sie kennen die Wahrheit.


    Mit diesen Aussagen schüren Angst und Hass zumindest bei einem Teil ihrer Wähler. Die weiteren Wähler sind dann Protestwähler und ein kleiner Anteil sind wahrscheinlich Leute die Eindruck haben, dass die AFDler ihnen zu höhren. Denen könntest du auch einen Euro für die Parkuhr in Hand drücken und sie könnten es der erzählen, denn das würde genauso viel bewirken wie man es jemanden von der AFD erzählt.


    Eigentlich wiederholt sich doch nur ein Teil unserer Geschichte. In den 70er Jahren hat Deutschland jede Menge Gastarbeiter nach Deutschland geholt, weil es zu viel Arbeit gab. Gab es damals keine Angst bzw. Unsicherheit oder wie sind die Poliktiker damals mit der Situation umgegangen? - Ich habe es damals noch nicht gelebt, weshalb ich es nicht beurteilen kann.

  • Das würde mich tatsächlich auch mal interessieren, da ich ebenfalls zu spät geboren wurde und meine Eltern zu der Zeit noch nicht in Deutschland lebten. Mit der RAF war ja linker Terror zu der Zeit wirklich präsent und nicht nur eine herbeigeredete Relativierung rechter Gedanken wie heutzutage.
    Andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, dass zur damaligen Zeit, als der 2. Weltkrieg noch nicht so lange her war, Ausländerfeindlichkeit nicht so offen gezeigt wurde. Zumal die meisten Gastarbeiter damals aus Europa kamen, das war vielleicht auch ein Faktor für weniger Skepsis in der Bevölkerung.


    Wäre cool, wenn das jemand genauer beleuchten könnte :)

    Wir alle sind uns in einem Punkt gleich. Wir scheitern. Täglich, stündlich, in jedem einzelnen Augenblick unserer Existenz. Jedoch unterscheiden wir uns in der Art und Weise, wie wir damit umgehen.

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