Corona Virus

  • Also vereinheitlichen, was nicht zu vereinheitlichen ist, weil die Ausgangssituation mit Betroffenen eine ganz andere ist, ist irgendwie eine hilflose Forderung nach Orientierung. Pressekommentare schreien auch danach, aber das macht es nicht besser.


    Einheitliche Vorgaben? Prima, dann muss man sich selbst keine Gedanken mehr machen...

    Wer gesund ist und Oma nur selten besucht, der hat wohl kein Problem mit einer eventuellen Infektion - wenn sie überhaupt festgestellt wir. Der kann arbeiten und auch auf Konzerte gehen. Die Kulturindustrie, vor allem die unsubventionierte, hat schwer unter den Einnahmeeinbußen zu leiden. Da werden so einige in die Insolvenz schlittern. Wegen dem Virus werde ich nicht zu Hause bleiben und weiter Konzerte besuchen bzw. veranstalten, so lange es erlaubt ist. Es muss jeder für sich selber einschätzen, ob er gefährdete Personen in seiner näheren Umgebung hat, die er einem zusätzlichem Risiko aussetzen will. Wäre ich Altenpfleger, würde ich mir allerdings überlegen, ob ich noch zu Veranstaltungen gehen würde.


    Conse

    Wenn du Urlaub hast, hast du Urlaub. Wenn der Betrieb schließt, geht der Urlaub trotzdem weiter, stört ja den Urlaub nicht. Das ist also anders, als wenn du krank werden würdest, da bekommst du die Krankentage gegen Nachweis natürlich wieder gutgeschrieben.


    Betriebsferien sind mitbestimmungspflichtig, also muss der Betriebsrat zustimmen. Der Arbeitgeber hat, gerade bei dringenden betrieblichen Belangen, ein Direktionsrecht, aber grundsätzlich bestimmt der Arbeitnehmer, wann er den Urlaub nehmen will.
    Betriebsferien müssen vor Beginn des Jahres festgelegt werden. Also ist es nun zu spät für Betriebsferien, sprich Zwangsurlaub. Bleibt die Möglichkeit des freiwilligen Urlaubs oder der Kurzarbeit.

  • geht mir diese Panikmache auf den Sack...


    Ich darf nicht auf ein Konzert, aber Straßenbahnfahren geht...

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Mir ist nicht mehr wohl! Wir dürfen quasi nur mehr Arbeiten und Lebensmittel einkaufen. Wenn es unbedingt sein muss, darf man auch alleine einen kleinen Spaziergang machen. Die Menschen verhalten sich sehr vorbildlich. Die Straßen sind wie ausgestorben. Irgendwie gruselig...


    Da habe ich endlich mal Zeit Altlasten zu Hause aufzuarbeiten: Grundreinigung, Dokumente sortieren, ein Bild malen, Bücher lesen...


    Bleibt´s g´sund!!!

    Auf da Alm gibt´s ka Sünd!

    "… Nimm nichts mit, wir brauchen nichts. Lass alles hier und schmeiß es weg. All die Souvenirs, unsere Biographien.

    Alles lästiges Übergewicht… "

  • In meiner Heimatstadt ist alles völlig normal


    Keine Hamsterkäufe, Saturn voll wie immer

    Es kommt die Zeit
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  • Bei euch werden die Einschränkungen wahrscheinlich auch in so ca. 3 Tagen umgesetzt werden. Begonnen hat es ja schon in NRW. Da dürfen ja keine Besucher mehr in die Spitäler. Außerdem schließt Deutschland die Grenzen. Bald wird Düsseldorf auch eine Geisterstadt sein...

    Glaub ich halt... Aber NixIsFix

    Auf da Alm gibt´s ka Sünd!

    "… Nimm nichts mit, wir brauchen nichts. Lass alles hier und schmeiß es weg. All die Souvenirs, unsere Biographien.

    Alles lästiges Übergewicht… "

  • Gute Gesundheit euch allen:thumbup:

    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!"

  • Ich verstehe nicht warum die Wirtschaft am Leben erhalten werden muss. Wäre es für die Wirtschaft so schlimm, wenn wir zwei oder drei Wochen nicht arbeiten würden? - Geht die Welt dann unter oder was soll passieren? - Einfach mal die Arbeit in denen Firmen, die nichts produzieren, was für die Sicherung der Grundlagen wichtig ist schließen und die Mitarbeiter bei vollem Lohn für drei Wochen nach Hause schicken.


    Bleibt alle Gesund. Wir können wenigstens darüber diskutieren.

    Narren sind bunt und nicht braun!

  • Das "bei vollem Lohn nach Hause schicken" ist halt so ne Sache. Wenn die Betriebe das bezahlen sollen, ist das für viele kleine und auch mittelständische Betriebe kaum zu packen, ohne von der Insolvenz bedroht zu sein.


    Wenn der Staat das Ganze finanzieren soll, wird das mindestens organisatorisch schwierig. Direkt an die Arbeitnehmer geht rein aufwandstechnisch schonmal nicht, also müssten die Gelder an die Firmen gehen.

    Die müssten belegen, wieviel sie brauchen und das dann beantragen. Bis das durch ist, dauert es vermutlich eine halbe Ewigkeit. Vorleistung durch den Arbeitgeber führt wiederum ggf. zu Liquiditätsproblemen, die Alternative ist, dass die Arbeitnehmer auf ihr Geld warten müssen. Auch nicht so schön.

    Und rein monetär betrachtet:

    Das Durchschnittsgehalt bei Vollzeit liegt bei knapp 4000 EUR brutto, also für 3 Wochen bei etwa 3000 EUR. Das mal -sagen wir- 40 Mio betroffene Arbeitnehmer wären mal eben 120 Milliarden, die da locker gemacht werden müssten. Das entspricht etwa einem Drittel des gesamten Bundeshaushalts für ein Jahr, das dann für 3 Wochen fällig wäre.


    Also klar, das ist nur Geld und es geht im Zweifelsfall um Menschenleben, allerdings bezweifle ich, dass eine solche Maßnahme als angemessen durchgewunken werden würde, solang noch irgendeine andere Möglichkeit gesehen wird.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.

  • Ich frage mich nur, ob der ganze Aufwand der im Moment in den Unternehmen betrieben wird nicht auch zu sehr hohen Kosten führt.


    Es müssen Laptops gekauft werden um Homeoffice einzurichten, was gar nicht für alle Bereiche möglich ist. Dazu muss man schauen wie die Mitarbeiter mit Kindern arbeiten können damit die Kinder auch betreut sind. Viele Leute melden sich auch vorsorglich krank. Das sind alles Themen die zu einem erhöhten Organsisationsaufwand führen und wodurch ein reiblungsloser Ablauf nicht mehr möglich ist.

    Narren sind bunt und nicht braun!

  • Killer: Sorry, aber wenn ich so einen undifferenzierten Mist lese, könnte ich echt sauer werden. "Ich verstehe nicht, warum die Wirtschaft am Leben erhalten werden muss" - ernsthaft? Glaubst du wirklich, "die Wirtschaft", das sind bloß gewissenlose Konzerne, die auch in der Krise nur daran denken, wie sie die Arbeiter ausbeuten können? Woher soll denn das Geld kommen, das die Unternehmen aktuell nicht verdienen, um die Leute bei vollem Lohnausgleich nach Hause zu schicken? Und das betrifft nicht nur große Konzerne wie die Lufthansa, sondern auch Kleinstbetriebe wie die Eckkneipe, Kinos, kleine Fitness-Studios, Coaches, etc - all das IST die Wirtschaft. Die Agrarministerin überlegt gerade ernsthaft, ob Leute, die in der Gastronomie arbeiten, nicht als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft aushelfen sollen. Und woher nimmst du die "zwei Wochen"? Das öffentliche Leben wird bis in den April hinein eingeschränkt bleiben. Das ist echt eine Situation, in der die Solidarität aller gefragt ist, auch die der Arbeitnehmer! Und polemische Forderungen nutzen in der Debatte gar nichts! Bitte einfach mal informieren, ehe man solche Forderungen raushaut.

  • Man denke auch an die ganzen Verstanstalter, StageHands, Leute die in den Läden Arbeiten sei es als Raumpflegerin, Bedienung, Licht/Ton Leute. Und Und und. Die Toten Hosen mögen das 1-2 Monate finanzieren können. Aber denk auch mal an kleine Läden..


    Da steht ein absolutes Aussterben bevor

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  • Ich verstehe nicht warum die Wirtschaft am Leben erhalten werden muss. Wäre es für die Wirtschaft so schlimm, wenn wir zwei oder drei Wochen nicht arbeiten würden?

    Abgesehen davon, dass die Sache nicht in 2-3 Wochen vorbei ist und dass es viele Betriebe in den Ruin treiben würde, so lange - oder länger - ohne Einkünfte da zu stehen, aber ein 100% runter fahren geht eh nicht.
    Pflege/Rettungsdienste/Ärzte, Polizei, Feuerwehr müssen ohnehin arbeiten, Unfälle/Verbrechen machen auch keine Corona-Pause.
    Deren Fahrzeuge brauchen Kraftstoff, der muss geliefert und gefördert werden, ebenso Medikamente oder medizinisches Gerät die hergestellt werden und geliefert werden müssen (und auch die Zulieferer/Verteiler brauchen Kraftstoff).
    Ist ein medizinisches Gerät kaputt, muss ein Techniker hin, damit es schnellstmöglich behoben wird.
    Fällt irgendeins der Fahrzeuge mit nem Defekt aus, muss ein Werkstattbesuch sein.
    Was ist, wenn es Probleme mit der ET, der (Ab)Wasserversorgung o.ä. in einem Krankenhaus gibt?
    Leute in Heimen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen brauchen Nahrung (bzw. die Menscheit generell), das Personal dort muss zur Arbeit kommen können (nicht jeder wohnt in Fahrradreichweite seiner Arbeitsstelle).
    Was ist mit der Müllabfuhr? Gut, bei uns kommt sie eh nur alle 4 Wochen (außer Biomüll), aber ich hab mal irgendwo gelesen, dass in Krankenhäusern tgl. 7-8t Müll anfallen würden - der muss ja auch weg und der bleibt sicher nicht 4 Wochen liegen.
    Und das sind jetzt nur die Rattenschwänze, die mir auf Anhieb zu den Bereichen eingefallen sind, die aktiv bleiben müssen.
    Wo fängt man also an zu sagen, was auf Null gefahren wird und was nicht?


    Es müssen Laptops gekauft werden um Homeoffice einzurichten

    Bei uns werden die Mitarbeiter ohne Laptop dann wohl ihren Desktop-PC mit nach Hause nehmen. Unsre IT hat irgendwas eingerichtet, dass man auch von außerhalb auf unsere Server zugreifen kann (machen die Kollegen im Ausland bzw. auf Dienstreisen ohnehin so).
    Ist zwar, wenn man mit den Öffis fährt (ich nicht, allerdings parke ich auch nicht vor der Tür), vermutlich arg umständlich, aber dann muss man sich irgendwie arrangieren.

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Man denke auch an die ganzen Verstanstalter, StageHands, Leute die in den Läden Arbeiten sei es als Raumpflegerin, Bedienung, Licht/Ton Leute. Und Und und. Die Toten Hosen mögen das 1-2 Monate finanzieren können. Aber denk auch mal an kleine Läden..


    Da steht ein absolutes Aussterben bevor

    Ja was denn nun? Geht dir der Hype nun auf den Sack? Oder ist das gar kein Hype? Entscheid dich mal.

    Wenn alle dazu beitragen, und auf soziale Kontakte und Veranstaltungen verzichten, dann können wir im Sommer wieder alle ausgelassen und frei sein.


    Ich verzichte "gerne", wenn ich weiß, das ich dazu einen Teil beitragen kann.

  • Bei euch werden die Einschränkungen wahrscheinlich auch in so ca. 3 Tagen umgesetzt werden. Begonnen hat es ja schon in NRW. Da dürfen ja keine Besucher mehr in die Spitäler. Außerdem schließt Deutschland die Grenzen. Bald wird Düsseldorf auch eine Geisterstadt sein...

    Glaub ich halt... Aber NixIsFix

    Die Einschränkungen gibts schon, und nicht nur in NRW. Wollte gestern meinem Vater im Seniorenheim in Niedersachsen besuchen und stand vor verschlossener Tür. Informationen gab es vorher darüber nicht und von den Bewohnern hat das auch niemand gewußt, daß sie schon seit Samstag keinen Besuch mehr bekommen dürfen.

    Und bei mir auf der Arbeit (Wohnheim für geistig beeinträchtigte Menschen) darf keiner mehr in die WfB fahren, um den Virus nicht so schnell aufs Gelände zu holen um die zu schützen deren Gesundheit ehe angeschagen ist.

  • Ja was denn nun? Geht dir der Hype nun auf den Sack? Oder ist das gar kein Hype? Entscheid dich mal.

    Wenn alle dazu beitragen, und auf soziale Kontakte und Veranstaltungen verzichten, dann können wir im Sommer wieder alle ausgelassen und frei sein.


    Ich verzichte "gerne", wenn ich weiß, das ich dazu einen Teil beitragen kann.

    Bis auf das die Läden/Veranstalter dann im Sommer Pleite sind. 3 Monate ohne Einnahmen? Aber mit Ausgaben?


    Da ist nix mehr mit "Feiern" wenn überall "Zu vermieten" dran steht...


    Und wenn das Internet ausfällt wird natürlich ein Techniker vor Ort erwartet :D

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Wer jetzt immer noch nicht weiß, auf was es jetzt wirklich ankommt, dem ist auch nicht mehr zu helfen (Politiker, Chefs, Feierwütige, Urlauber).


    Sex, drugs and rock 'n roll

    :daumen:

    Schreibt ein Buch, wie Campino, vielleicht wird's nen Hit8)

    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!"

  • Das wichtigste ist doch, dass die infizierten Leute gepflegt werden und das sich so wenige Menschen wie möglich infizieren.


    Die Restaurants, Clubs, Discotheken, Kinos, Theater und Museen leidern enorm unter dem Virus und es werden nicht alle den finanziellen Verlust ausgleichen können.


    Die Aussage mit den zwei bis drei Wochen kam gestern in ähnlicher Form von einem Experten bei A. Will in der ARD. Der meinte, dass man mit einem kompletten Stillstand von zwei bis drei Wochen die Zahl der infizierten sehr weit senken könnte.


    Ich war am Wochenende außer einkaufen nicht weg. Einfach weil ich ein Ansteckung vermeiden möchte. Die Teilnahme am Sport habe ich am Freitag abgesagt, bevor das offizielle Verbot kam.


    Viel mehr kann ich von meiner Seite aus nicht machen.


    Ich wünsche uns allen, dass wir von einer Infektion verschont bleiben und möglichst bald alle wieder unser Leben normal leben können.

    Narren sind bunt und nicht braun!

  • Hier ist erst einmal für fünf Wochen alles Dicht, was nichts mit Daseinsfürsorge zu tun hat.

    Zwei oder drei Wochen bringen vielleicht eine Verlangsamung, aber eben keinen Stillstand.

    Ob dafür fünf Wochen ausreichend sind, wird sich zeigen, aber ich halte es für sehr optimistisch, Konzerttermine auf September zu verschieben.

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