Für unsere Amazon-Disser

  • Ich kaufe Tickets auch bei Eventim, bis auf bei ein paar Locations ist das halt einfach viel bequemer...

    Nachdem ich eben ein paar Artikel über die Insolvenz von KoKa36 gelesen habe und dass solche Konzertkassen ein Auslaufmodell sind, weil eben die Mehrheit ihre Tickets online kauft (da kann ich mich nicht ausschließen, auch bei Eventim nicht, zumal ich dort aufgrund der Eventim-KK auch kein Porto bezahle), musste ich wieder an folgendes denken:
    die beiden Comedy- und Kabarettvenues, in denen ich Stammgast bin (in einer noch mehr, als in der anderen), haben beide einen eigenen Online-Ticketverkauf.
    Bei der einen gibt es die Tickets nur als Print-yourself per Mail (ob man sie auch aufm Handy vorzeigen könnte, weiß ich nicht, ich nehme an im Zweifelsfall ja), die andere verschickt die Karten (ich glaube die Versandkosten betragen 3 € (da zahle ich aufgrund der Kulturkreismitgliedschaft keinen Versand), also weniger, als bei Eventim) oder man kann sie an der Abendkasse hinterlegen.

    D.h. man könnte mit dem gleichen Aufwand seine Tickets online beim regionalen Anbieter kaufen und trotzdem sehe ich dort immer wieder Zuschauer:innen, die Eventim-Tickets in der Hand haben. Unwissen? Gewohnheit? Ignoranz? Man weiß es nicht.
    Bei 5 Events in der Venue, in der ich Mitglied bin, habe ich gerade gerade mal die Preise mit Eventim verglichen: bei Eventim alle 3,45 € teurer. Immerhin aber teilweise mit der Möglichkeit zum selbst ausdrucken.

    Und auch bei der anderen Venue, die ohnehin nur Tickets zum selbst ausdrucken anbietet, sind die Termine auch 2-3 € günstiger als bei Eventim. Und trotzdem sehe ich dort auch immer mal Leute mit Eventim-Tickets. Selbst mit den zugeschickten Systemtickets.

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Bei meinen "Lieblingslocations" hole ich die Tickets natürlich auch nicht bei Eventim, klar.


    Aber ich grase jetzt auch nicht das Netz nach irgendeinem "Lokalen Vorverkauf" ab, für eine Location wo ich vielleicht 1x in meinem Leben bin.


    Eventim hat einen Vorteil, es ist absolut bequem, die Bestellung ist in 1,5 Minuten durch und du hast dein Ticket, die Leute haben keine Zeit mehr 10 Minuten Suche zu investieren, jedesmal bei anderen Regionalen anbietern ihre Bezahldaten zu hinterlegen usw. Man muss auch bedenken das viele Leute vielleicht auf 2-5 Konzerte Pro Jahr gehen..


    Höre ja immer wieder von Leuten "Ich war dieses Jahr viel auf Konzerten" und die kommen dann mit 8 an.. So viele hatte ich im Januar... das es für die einfacher ist bei Eventim zu kaufen ist klar

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Warum wird auf Amazon eigentlich nur auf Seiten der Käufer "eingedroschen"?
    Warum kritisiert man nicht Plattenfirmen, Labels und Vertriebe, die auch Amazon beliefern?
    Warum tun sie dies? Etwa, weil man auf diesen Händler – egal was er an Dreck am Stecken hat – nicht missen will?

    That's your moral compass but what good is it to me?

  • Das kannst mit deiner hinterhofpunkband die ihre CDs aufm Gig vor 20 Leuten verkauft machen, aber nicht als größere Band, da brechen dir 70-90% der Verkäufe weg

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  • Warum wird auf Amazon eigentlich nur auf Seiten der Käufer "eingedroschen"?
    Warum kritisiert man nicht Plattenfirmen, Labels und Vertriebe, die auch Amazon beliefern?
    Warum tun sie dies? Etwa, weil man auf diesen Händler – egal was er an Dreck am Stecken hat – nicht missen will?

    Nicht missen will oder eher nicht missen kann?

    Dass die Reichweite von Amazon (Eventim, Spotify, you name it) schier unendlich ist, ist ja unbestritten, da wird den einen nichts anderes übrig bleiben, ihre Sachen dort anzubieten/anbieten zu lassen und die anderen nehmen auch das Geld gerne mit. Egal, wie strittig die Sache ist.

    Und dann sind wir wieder bei "schade, dass das sein muss".

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    Einmal editiert, zuletzt von Katastrophenkommando () aus folgendem Grund: unbestritten nicht unbeschritten

  • Ich glaub das kratzt Spotify eher weniger, da müssten schon Madonna, Abba und die Beatlles gehen...

    Tylor Swift war ja einige Zeit weg von Spotify. Nebst Lizenzrechltichen Gründen waren ja auch die Entlöhnung ein Grund. Taytay konnte da wohl einen guten Deal mit Spotify abschliessen.

    Die Ärzte kamen auch sehr spät erst zu Spotify.


    Ich persönlich sehe das Streaming im Internetzeitalter für die Künstler noch immer etwas gutes. Auch wenn fast nichts dabei rausspringt. Aber immerhin etwas. In meinem Umfeld ist dank streaming die Piraterie komplett verschwunden.

    (Übrigens wurde auch schon zu CD-Zeiten munter raubkopiert.)

  • Naja die Ärzte hängen "Neuen Sachen" immer gerne mal hinterher, erst als die merken das man da doch gut verdienen können.


    Zumal die großen Player ja ganz andere Verträge haben als die hinterhofband aus Kleinmalchow..


    Bei CDs von "Piraterie" zu sprechen find ich allerdings immer noch dreist. Du zahlst Urheberrechtabgabe auf leere Datenträger (und auch Festplatten!) Daher mahnt man ja "Sharing" ab und nicht speichern.

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