Böhse Onkelz

  • Das Problem ist das so Leute halt auch bei Rock am Ring, den Hosen und Ärzten rumrennen.


    In solchen Klamotten? Never.


    Meine musikalische Sozialisation kommt auch eher aus dem Punk und der linken Ecke.


    Meine auch. Deshalb sind die Onkelz für mich irgendwie immer noch "Hippies" und "Religion" von Soundtracks zum Untergang... :D

  • Was die Leute für Klamotten tragen ist i.d.R. doch völlig egal.
    Denn in die Köpfe schauen kannst du denen nicht. Und nur weil jemand ein Hosen-Shirt an hat, muss er noch nicht cool oder "einer von den guten sein". Ist leider meine persönliche Erfahrung.


    hach, der "Soundtrack zum Untergang"...

    BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021

    01.+02.06. Wiesbaden | 14.06. Köln | 01.08. Coesfeld | 09.-13.08. Punk Rock Holiday | 16.08. Ljubljana


    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Was die Leute für Klamotten tragen ist i.d.R. doch völlig egal.
    Denn in die Köpfe schauen kannst du denen nicht. Und nur weil jemand ein Hosen-Shirt an hat, muss er noch nicht cool oder "einer von den guten sein". Ist leider meine persönliche Erfahrung.


    Dem zweiten Teil stimme ich auf jeden Fall zu, dieser Gedanke, dass ja alle, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben, auf alle Fälle sowas wie Brüder und Schwestern im Geiste sind, finde ich einfach nur lächerlich. Wird in der großen Facebook-Gruppe zu den Hosen ja auch gerne ins Feld geführt... und natürlich gibt es da haufenweise Idioten und auch jede Menge konservativer Arschgeigen, offene Nazis allerdings eher weniger.


    Dem ersten Teil würde ich aber trotzdem widersprechen; wenn sich jemand von vornherein durch sein äußeres Erscheinungsbild dergestalt disqualifiziert, NS-verherrlichende Kleidung anzuziehen, ist das schon eine besondere Dimension. Dass jemand meint, es wäre angemessen, offen als Nazi in Erscheinung zu treten, lässt eben schon zumindest ein wenig Rückschlüsse auf die entsprechende Umgebung und den Wohlfühlfaktor dieser Leute dort zu, da gibt es einfach nachwievor Unterschiede, die auch nicht zuletzt durch einige testosteronschwangere Texte der neueren Bandgeschichte eher zementiert als abgebaut werden.


    Das ist jetzt übrigens keine Aufforderung an vernünftige Menschen, Onkelz-Konzerten fernzubleiben und meint auch ganz gewiss nicht, dass ich der Band selbst noch irgendwelche Tendenzen in die Richtung nachsage. Aber zumindest lässt sich festhalten, dass bei den Onkelz zumindest weniger rechte Idioten Hemmungen haben, sich als ebensolche offen zu präsentieren.

    R.T.B.A.M.

  • Was die Leute für Klamotten tragen ist i.d.R. doch völlig egal.
    Denn in die Köpfe schauen kannst du denen nicht.


    Das mag für Onkelz- / Hosenshirts etc. stimmen. In dem Video-Ausschnitt ging es aber ja konkret um Landser (als politisch klar positionierte Band) und eindeutiges Nazi-Merch (ala "88"), da kann man m.E. schon eine gewisse...nennen wir es... "Haltung" daraus ableiten. Dass es auch bei den Hosen- und Ärzte-Fans honks gibt stimmt natürlich auch.Mist, zu langsam......bin ganz bei DTH_HB_86

  • Dito, ich stimme euch beiden da zu. Die beiden Sätze sollten auch nicht voneinander gelöst gelesen werden, weil sie eben zusammenhängend gemeint sind.



    Was die Leute für Klamotten tragen ist i.d.R. doch völlig egal.
    Denn in die Köpfe schauen kannst du denen nicht. (...)


    Das vor Ort niemand sein Maul aufmacht und die Security (war das 'ne 0815-Sec? Waren die aus sowas geschult? Macht der Veranstalter der Onkelz Vorfeld klare Ansagen bzgl. solcher Shirts?) auch nicht durchgreift... gerade bei zweiterem kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln und bin bei euch.


    Was die "Wohlfühlzone" angeht: die machen einen auf dicken Macker, fühlen sich cool und stark. Würde man sich drauf ansprechen, würden sie einem sicherlich auch sofort auf die Mütze hauen. Daher spricht sie auch niemand an. Aggressives Verhalten/Aussehen und der Alkohol tragen seinen Teil dazu bei.


    Bleibt für mich weiterhin die Frage: gibt es klare Ansagen von der Band an den Veranstalter? Die Security um Thomas Hess (vor der Auflösung immer dabei) hat da radikal durchgegriffen. Seit 2014 ist das wohl nicht mehr der Fall. Zumindest habe ich bei den riesen Veranstaltungen bei welchen ich war den Eindruck gehabt.


    Vielleicht ist die Band selbst es aber auch einfach leider sich immer wieder dazu zu äussern. In Form von Songs wurde das inzwischen schon sehr oft getan.


    //
    Solche Leute wie die beiden haben einfach nichts auf Onkelz-Konzerten zu suchen. Warum sie dennoch dort sind, ich weiss es nicht und habe auch keine Argumente dafür. Nicht bei solchen Honks.

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    Einmal editiert, zuletzt von Sascha89 ()

  • Was die "Wohlfühlzone" angeht: die machen einen auf dicken Macker, fühlen sich cool und stark. Würde man sich drauf ansprechen, würden sie einem sicherlich auch sofort auf die Mütze hauen. Daher spricht sie auch niemand an. Aggressives Verhalten/Aussehen und der Alkohol tragen seinen Teil dazu bei.


    Klar, das ist auch ein Faktor, könnten die bei den Hosen aber im Prinzip genauso machen, da sind ja ansonsten auch nicht nur Kickbox-Erfahrene Antifas im Publikum ;)

    R.T.B.A.M.

  • Thor Steinar Klamotten hab ich auch schon bei den Hosen gesehen.


    Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das neue Onkelz Album und wünsche mir, dass mehr politische Themen behandelt werden. Die letzten Jahre bieten leider genug Material dafür.
    Klare Ansagen gegen Rechts, die AfD und die Engstirnigkeit einiger Mitmenschen wären schonmal wieder was. Auch wenn's die Trottel wahrscheinlich nicht davon abhält zu den Konzerten zu kommen...

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  • Also zumindest in meinem Bekanntenkreis ist unter den Onkelz-Fans - das Forum bildet da glaube ich eine rühmliche Ausnahme - die Tendenz zu (mindestens) konservativ bis oft auch rechtsoffen/rechtsaußen leider sehr deutlich erkennbar.


    Ich glaub zwar auch nicht, dass man der Band da nach den 1000 Distanzierungen mittlerweile noch wegen der frühen Songs einen Vorwurf für machen kann. Ich denk einfach, dass das von den Onkelz gerne kultivierte "Testosteronlastige"/"Prollige" in Verbindung mit dem "Nicht verstanden werden"/"Opfer der Medien etc sein" eben viele Leute anspricht, die politisch in die Richtung gehen.


    Die Tendenz seh ich bei Hosenfans hingegen nicht annähernd. Klar gibt es da auch immer Totalausfälle und sicher auch mal rechtslastige Leute auf nem großen Konzert. Aber nichtmal im Entferntesten in der Anzahl wie bei den Onkelz. Das kann man in meinen Augen nicht vergleichen.

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

  • (...)


    Am 01. November 2019 erscheint "Gonzo - die offizielle und autorisierte Biografie".
    Quelle: Amazon.de


    Hier der Pressetext (geklaut bei Amazon.de)


    Zitat


    Die Böhsen Onkelz spalteten die Öffentlichkeit wie kaum ein anderes musikalisches Phänomen: radikale Ablehnung auf der einen, bedingungslose Liebe und Treue auf der anderen Seite. Wenn man auf der Heckscheibe eines vor einem fahrenden Autos einen Schriftzug entdeckt, dann ist es entweder ein Hinweis auf die freiwillige Feuerwehr oder es steht da geschrieben: Böhse Onkelz. Und immer mittendrin: Gitarrist und Co-Songwriter Matthias Gonzo Röhr. Dies ist seine Geschichte! Schon früh vom Blues und Rock n Roll infiziert, entwickelte sich der rebellische Heranwachsende im beschaulichen Deutschland der 60er und 70er Jahre schnell zum Punk und Skinhead der ersten Stunde. Der Einstieg bei den Böhsen Onkelz im brodelnden Frankfurt der 80er Jahre führte ihn mit der Band schließlich auf den Rock-Olymp. Nach dem Split verwirklichte er sich erfolgreich als Solokünstler mit Stationen in Irland, Brasilien, Uruguay und den USA. Seit der Reunion der legendären Onkelz 2014 füllt er zusammen mit seinen Bandkollegen wieder die ganz großen Stadien. Mit GONZO liegt nun das faszinierende Porträt des Ausnahmemusikers und überzeugten Familienmenschen Matthias Gonzo Röhr vor, hautnah und ungefiltert erzählt. Ein begnadeter Künstler auf dem Weg zu sich selbst! Die selten so zu erlebenden authentischen Einblicke in die schillernde Welt des Punk und Hard Rock machen das Buch zugleich aber auch zu einer bewegten und bewegenden Reise durch mehr als vier Jahrzehnte deutscher Musikgeschichte. Zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos unter anderem aus dem umfangreichen Privatarchiv Matthias Gonzo Röhrs und eigens gefertigte Illustrationen von Lennart Menkhaus runden den Band ab.



    Dennis Diel, welcher das Buch mitgeschrieben hat, schrieb im Onkelz-Fanforum dunklerort.com, dass das "Frei.Wild Ding" im Buch thematisiert wird.
    Ich bin gespannt.


    Der Weidner hatte sich mit seinem Song Kampf den Kopien auf auf dem Album III (2012) ja gegen Frei.Wild u.ä. Bands geäussert.

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    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Ich verstehe einfach IMMER NOCH nicht, von was die Band sich denn permanent distanziert. Ihr schreibt permanent, dass sie sich nach den x-ten Distanzierungen jetzt akzeptabel gemacht haben. Schön und gut. Aber wenn sie angeblich nie rechts waren, wovon genau wird sich dann distanziert?

    27
    Narf.

  • Zumindest ich meinte "Distanzierung von rechtem Gedankengut". Und die gibts ja nunmal, wie erst in diesem Thread auf der vorigen Seite zusammengefasst.

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

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    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Also waren sie doch rechts? (Genau das wird ja eigentlich immer verneint, wenn ich die Wikipedia richtig verstehe)

    Hä!? ?(


    Zum einen ist das wirklich ne Definitionsfrage des Begriffs "rechts". ("Wer solche Texte veröffentlich, ist zu diesem Zeitpunkt rechts" vs. "Man kann solche (rechten) Texte auch aus Wut über spezifische Gegebenheiten veröffentlichen ohne selbst rechts zu sein"). Wobei mich letzteres nicht überzeugt - wer eben "Türken" benutzt statt den Text spezifisch auf problematische Gangs ins Frankfurt zu beschränken, ist eben in dem Moment rassistisch unterwegs.
    .
    Zum anderen spielt das doch für deinen Distanzierungs-Aufhänger überhaupt keine Rolle? Selbst, wenn sie selbst sich als zu keinem Zeitpunkt rechts gewesen ansähen, könnten sie sich doch von dem Gedankengut distanzieren, allein weil es von Teilen ihrer Fans geteilt wird.

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

  • sascha: Habe ich gelesen. Für mcih wurde da die Frage aber nicht geklärt, sondern nur wiederholt: Oh, da war mal was, das war aber nicht rechts gemeint, aber irgendwie war das doch böse, also distanzieren wir uns davon. Ein Vollzitat wäre nicht notwendig gewesen.


    Mich interessiert die Thematik tatsächlich, deswegen lese ich hier seit ein paar Tagen mit und versuche, es zu verstehen. Aber aus meiner beschränkten Sicht wiederholt sich hier immer wieder nur das gleiche mit anderen Worten:


    Wenn man sich von etwas aus "seiner Frühphase" distanziert, dann muss damals etwas gewesen sein. Und wenn man das 1000fach macht, muss es schon mies gewesen sein.
    Wenn man allerdings dem Wikiartikel und den darin befindlichen Zitaten glaubt, dann haben sie das damals schon nicht so gemeint. Also brauchen sie, meiner Logik nach, sich doch auch jetzt nicht von den damaligen nicht vorhandenen Problem der Frühzeit loszusagen.


    Ich hätte nur gern geklärt: Haben sie sich mittlerweile eingestanden, dass das damals rechte Kacke war und distanzieren sich davon oder ist der allgemeine Konsens: Alles halb so wild, wir betonen trotzdem, dass wir nicht rechts zu finden sein wollen - weil es geht.


    BzbE: Nein, rechts muss hier im Kontext mMn nicht definiert werden, ich denke, wir alle wissen, was damit gemeint ist. Oder?

    27
    Narf.

  • Das gibt es alles in ausführlicher, aber ich interpretiere das hier:

    Zitat

    Latente Untergangsstimmung, die in deutschen Großstädten zu jener Zeit modern ist, aber keine Spur von Rassismus. Das ändert sich mit „Deutschland den


    Deutschen“. Weidner hat nach wie vor eine diffuse Wut auf Türkengangs und Ausländer im Allgemeinen. Keine, die irgendwie parteipolitisch erklärbar ist, aber eine, die sich durch zahllose Street-Fights tief in seinem Hirn verwurzelt hatte.

    Als klares Eingeständnis, dass man damals nicht als Nazi unterwegs sein wollte und sich selbst auch so nicht gesehen hat, aber eben klar rassistisch und ausländerfeindlich - zumindest in irgendeiner Form- unterwegs war. Zu weiteren "Ausrutschern" gehören dann auch dieser Glatzengig im Bunker und Kevin's spontane Textänderung von "Schwarz, Rot, Gold" zu "Schwarz, weiß rot", um ein weiteres Beispiel zu nennen.
    Man muss nicht gezielt rechtsradikal sein wollen oder sich als das identifizieren, um die Schwelle dazu zu übertreten.


    Anders als viele "stramme" Nazikombos, wollte die Band aber gar nicht gezielt einer Naziszene beitreten - auch wenn sie fatalerweise den Absprung davon nicht rechtzeitig, also bevor man ein paar fatale Fehler begangen hat, geschafft hat...

    Megawatt aus Marienfelde:
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  • S-Man:


    Vielleicht war "definieren" das falsche Wort. Besser ausgedrückt: Die Frage, die du die stellst, versteh ich als Frage des Bezugspunktes von "rechts":
    Dass die Texte rechts waren, steht für mich - und wenn die Bedeutung von "rechts" wie für dich eindeutig ist sowieso - fest. Die nich so klare Sache is ja, ob die Band selbst wirklich (überzeugt) so getickt hat, oder ob damals doch eher die immer wieder angeführte Wut über Gangs, ggf. in Verbindung mit Provokationslust, zu den Texten geführt hat, als politische Überzeugungen. Ich glaube das ist dann der Punkt, an dem die Meinungen - vielleicht auch damals die Bandmitglieder - auseinander gehen, und das wollte ich ausdrücken.


    Ich glaub bei dem "Distanzieren" bist du bissl zu formal. Ne heutige Ansage gegen Nazis ist erstmal ne heutige Ansage gegen Nazis. So hab ich den Begriff auch verwendet, als ich von "1000 Distanzierungen" sprach: Heutige Aussage gegen rechts. Ob man da früher selbst überzeugt rechts war oder eher im jungen Leichtsinn idiotische Texte geschrieben hat, spielt dafür in meinen Augen keine große Rolle. Wichtig ist, dass man umgedacht hat und das auch vor einen Publikum, dass die Ansage sicher nicht geschlossen gut findet, deutlich macht.


    Ich glaube alles andere wird außer den Mitgliedern selbst und vielleicht engsten Freunden damals niemand wirklich wissen können - und niemand beweisen können.

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

    4 Mal editiert, zuletzt von BzbE ()

  • Vllt wäre die Bandbiografie "Danke für Nichts" eine gute Lektüre für dich. S-Man
    Es ist zwar auch schon ewig her, dass ich sie gelesen habe, aber so weit ich mich erinnere, wird darin ganz gut beschrieben, wie sie wurden, was sie sind, wo die Anfänge lagen und woraus sich das ganze entwickelt hat.
    Daraus dürften dann zwar wieder neue Fragen entstehen, allerdings ist es auch ein guter Blick hinter die (Anfangs-)Kulissen.


    Bei Booklooker gibt es sie gerade für 8€ zzgl. Porto.

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Kann man es einfach mal dabei belassen, dass diese rechtsradikalen Äußerungen in den Texten der Anfangstage mittlerweile verjährt sind?


    Meines Erachtens sind Textzeilen wie "Deutschland den Deutschen", "Frankreichüberfall" und "Türken raus" eindeutig rechtsradikal und rassistisch. Was auf den Konzerten in den Anfangstagen abgegangen ist kann man heute nicht mehr eindeutig belegen. Wahrscheinlich wird dort auch einiges in dieser Richtung gelaufen sein. Da werden sicher nicht nur unpolitische Skinheads im Publikum gewesen sein. Es spielt bei der Einschätzung auch erstmal keine Rolle ob die Szene organisiert gewesen ist oder ob man da ungewollt reingerutscht ist. Deswegen fand ich Anfangs die Verhamlosung dieser Zeit auch nicht in Ordnung. Frei nach dem AFD Motto "Sieg Heil" brüllen und dann sagen man hätte eigentlich nur "Grüß Gott" sagen wollen.


    Fakt ist, dass man irgendwann davon Abstand genommen hat und solche rechtsradikalen und rassistischen Songs nicht veröffentlicht oder neu geschrieben hat. Mit den Schatten aus der Vergangenheit musste man aber seit dem leben. Das die Onkelz Ende der 80er / Anfang der 90er immer noch zusammen mit einschlägigen Bands wie Störkraft und Endstufe gehört und in einem Topf geworfen wurden, ist aus dieser Anfangszeit begründet. Die entsprechende Zeile im Die Ärzte Song "Schrei nach Liebe" war entsprechend auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. Gerade meine Landsleute hier im Osten der Republik haben bei den Onkelz keine Grenze nach rechts gezogen. Wahrscheinlich erkennen sie immer noch Zeichen, die auf die Gesinnung in den Anfangstagen hinweisen. Bspw. die 88 im Bandfoto für die Reunion 2014.


    Trotzdem finde ich das Thema mittlerweile langweilig. Es ist wie gesagt verjährt und auch weitesgehend alles aufgearbeitet.

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    Don't Eat The Yellow Snow!

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