Beiträge von Neuling

    Mir ist klas, dass das schwierig ist. Ich denke mir halt, wenn eine Band wirklich ernsthaft genervt ist von ihrer Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und gewissen Fans, dann müsste das oberste Ziel sein, sich ein entsprechendes Image zuzulegen, um diese Leute einfach deutlich abzuschrecken und ein für allem mal loszuwerden. Da empfinde ich hin- und wieder eine Ansage machen oder einzelne Songs dann als etwas zu "zaghaft" und gewollt im Vergleich zu dem was andere Bands und öffentliche Personen zum Teil so machen. Da trägt sicherliche auch diese "underdog"-alle sind gegen uns- wir scheissen auf euch-die welt ist kacke-Attitüde neagtiv zu bei, weil sich hiervon viele aus dem entsprechenden Lager angesprochen fühlen. So etwas kann man neben anderen Sachen m.E. halt schon ändern, auch wenn die Band dadurch natürlich ein elementares Merkmal verlieren würde.

    Als Außenstehender im Onkelz-Universum finde ich nur: wer sich "angeblich" unfreif, unreflektiert und mit fragwürdigem Humor rechter Themen bedient ohne etwaige Ironie oder ähnliches erkennen zu lassen bleibt doch in meinen Augen - unabhängig von politischem Schubladendenken - zumindest eins: Ein Archschloch !


    Wobei mich doch interessieren würde, ob bei den "Distanzierungen" (die für mich gerne noch einen Schritt weiter gehen könnten) auf der einen und der nach wie vor ungebrochenen Akzeptanz der Band im rechten Millieu auf der anderen Seite, das Handeln der Bandmitglieder nicht auch von taktischen - und auf maximalen Profit - bedachten Überlegungen geprägt wurde und wird.

    oh shit. Mit Green Day ist das so ne Sache. Zum einen sind die neben ein paar anderen dafür verantwortlich, dass mir (und wohl vielen aus der Generation) Anfang/Mitte der Neunziger die Tür zum Genre geöffnet wurde. Natürlich hat das nix mehr mit Glaubwürdigkeit etc. zu tun und ist mir vom Sound her auch schon seit langem viel zu beliebig, glatt und mainstream-lastig, aber irgendwie hat man die so am Rande doch immer etwas im Auge behalten. Daher würde wohl auch ein Teil von mir die aus nostalgischen Gründen nach wie vor gerne gut finden, aber was ist DAS denn bitteschön ?

    Was die Leute für Klamotten tragen ist i.d.R. doch völlig egal.
    Denn in die Köpfe schauen kannst du denen nicht.


    Das mag für Onkelz- / Hosenshirts etc. stimmen. In dem Video-Ausschnitt ging es aber ja konkret um Landser (als politisch klar positionierte Band) und eindeutiges Nazi-Merch (ala "88"), da kann man m.E. schon eine gewisse...nennen wir es... "Haltung" daraus ableiten. Dass es auch bei den Hosen- und Ärzte-Fans honks gibt stimmt natürlich auch.Mist, zu langsam......bin ganz bei DTH_HB_86

    Sascha89


    Finde deine Haltung korrekt. Ich hatte halt immer das Problem, dass mir die Onkelz musikalisch zwar gefielen, ich aber einen Großteil der Fans und z.T. Haltung und Geschichte der Band extrem kacke Fand. Da meine musikalische Sozialisation eher von links und aus dem Punk kam, habe ich die Hosen oder Ärzte als kleineres Problem angesehen, da die zumindest nicht dafür bekannt waren/sind diese Klientel in größerem Maße anzuziehen.

    Das neue Böhse Onkelz Album soll am 28.02.2020 erscheinen.


    Quelle (ab 2:22min):


    Hi Leute, bin sonst eher so der Mitleser, aber das Thema und insbesondere das o.g. Video zur Albumankündigung war mir vor dem Kontext rechtsgesinnter Konzertbesucher jetzt mal eine Anmeldung wert.


    Bei ca. 0:28 tragen direkt 2 Deppen (Landser-Hoodie und "88"-Jacke) ihre Anschauung deutlich zur Schau.


    Das mag man ja ggfs. sogar berechtigt als nicht repräsentativ ansehen.Für mich persönlich wäre es aber schlicht undenkbar mit einer Band zu sympatisieren und deren Konzerte zu Besuchen, die doch regelmäßig Leute anzieht, deren Sichtweise meiner komplett widerspricht. Ich weiß nicht ob das jemand für sich nachvollziehen kann, aber es gibt individuelle, wichtige Einstellungen und Themen im Leben, bei denen ich versuche eine "Schnittmenge" mit extrem-Andersdenkenden zu vermeiden oder möglichst klein zu halten. Das hat bei mir dann was mit Idealen und Indentifikation zu tun. Einfach ausgedrück: Ich könnte schlichtweg keinen Spaß dort haben, wenn sich daran auch Leute erfreuen, die das Gegenteil von dem Verkörpern für das ich zu stehen versuche. Mir ist klar, das die Problematik natürlich auch auf anderen Konzerten (wenn auch z.T. deutlich weniger) oder in anderen Lebensbereichen auftritt, deshalb besuche ich persönlich zum Beispiel größtenteils kleine Punk-Festivals wo sowas fast nie vorkommt.


    Will mich damit nicht in die Debatte gabumon/rollmopspunk einmischen, fand es einfach lustig, dass direkt am Anfang des Videos das Thema optisch eingefangen wird, obwohl das wahrscheinlich von STADT-TV gar keiner gerafft hat.