Beiträge von binda

    Video in schwarz-weiß Optik. Mit den Gitarren und den Klamotten wirkt das alles 50er / 60er Jahre-mäßig. Würde mich nicht wundern wenn sie in dem Video auch noch Pilzkopffrisuren o. ä. hätten. Das Video oder die Videooptik muss dabei nicht zwingend auf den Song und den Sound schließen. Allerdings klingt das Snippet erstmal nur nach einem neuen Song / Video. Noch nicht zwingend nach einer Albumankündigung. Lassen wir uns mal überraschen. Spannung ist auf jeden Fall aufgebaut.

    Hass ist nicht das richtige Wort für "Into The Unknown". Sie betrachten es als Fehlschlag, weil sie gelernt haben, dass die Fans einen bestimmten musikalischen Stil erwarten. Wenn heute "The Dichotomy" in der Setlist auftaucht, dann nur weil sie die Fans mit den flexibel gestalteten Setlists überraschen wollen. Der Song wird live auch ohne Synthesizer gespielt.


    Eine ähnliche Enttäuschung, wenn auch nicht in dem Ausmaß, war das Album "The New America", das von Todd Rundgren produziert wurde. Hier war man ganz euphorisch mit diesem Produzenten zusammen zu arbeiten, weil gerade Greg besonders viel von ihm hielt. Allerdings lief es alles nicht wie erhofft und es wurde viel zu viel vom Produzenten rein geredet.

    - Hinten raus ist es wirklich etwas mau und wirkt wie abgehakt

    Vorab: Mir hat das Buch sehr viel Freude bereitet und ich konnte auch einige Alben noch mal ganz neu entdecken (sehr schön formuliert Dommö ). Und auch das Innenleben wurde an vielen Stellen sehr ausführlich und interessant beschrieben. Das Buch liefert einen extrem tiefen Einblick in die Dynamiken und das Innenleben von Bad Religion und arbeitet die Charaktere toll heraus.


    Aber, an einigen Stellen, nicht nur am Ende, passt es irgendwie nicht. Gerade der Zeitraum von der "No Control" bis zur "Recipe for hate" und dann von der "The Empire Strikes First" bis zur "True North" sind sehr nüchtern abgehandelt. Erst passiert dieses, dann jenes, dann kommt derjenige zur Band der vorher bei der und der Band gespielt hat, dann wieder dieses, dann wieder jenes, dann dieses Album, dann jenes Album - so handelt Jim Ruland diese Zeit eher so nebenbei ab.


    Darüber hinaus habe ich jetzt auch die amerikanische Originalausgabe mit den Autogrammen der Band erhalten und werde mir diese Ausgabe auch noch mal durchlesen.


    Edit: Was den Punkt angeht, dass Bad Religion den Boden für Bands wie The Offspring geebnet haben, aber nie so erfolgreich wurden, habe ich beim Lesen des Buches eine Theorie entwickelt. Ich habe das Gefühl, dass gerade Greg und Brett an wichtigen Punkten der Band Karriere nicht alles auf Bad Religion gesetzt haben. Greg hatte nebenbei noch sein Studium und Brett das Label für das er etliche Bands produzierte. Hätten sie es beispielsweise nach "Stranger Than Fiction" drauf angelegt und alles auf die Band gesetzt, dann hätten sie auch noch erfolgreicher werden können.


    Zwar nicht so eine Vollkatastrophe wie "Hier kommt Alex" und "Liebeslied", aber trotzdem in der Version nur schwer zu ertragen. Und dabei mag ich eigentlich das "Alles Ohne Strom" Album. Aber es gibt einige Arrangements die nicht geglückt sind. Wundert mich nicht, dass es diese Version von "All die ganzen Jahre" nicht auf den regulären Player geschafft hat.


    Übrigens... zur Häufigkeit... Laut Setlist.fm liegt "All die ganzen Jahre" auf Platz 17 der am häufigsten gespielten Songs. Das dürfte allerdings vor allem daran liegen, dass der in den 90ern / 00ern so häufig gespielt wurde.

    Schade, dass der Song auf dem "Ohne Strom" Album so missglückt ist. Der hätte eine würdevollere Version verdient gehabt. Leider ist das nicht das einzige missglückte Experiment auf dem "Ohne Strom" Album.

    Das ging schnell, jetzt schon nicht mehr in M und L verfügbar.

    Also, es werden wohl immer mal wieder Verfügbarkeiten in den unterschiedlichen Größen frei gegeben. Wenn man eine Weile dran bleibt, dann sollte man auch noch Glück haben.

    Das letzte Kapitel war dann doch wieder etwas versöhnlich und nicht so langweilig wie die Kapitel davor. Abschließend sei gesagt, dass es vielleicht besser gewesen wäre nicht die komplette Story abzuhandeln. Denn es ist doch viel dabei was nicht so interessant erzählt ist. Das heißt nicht, dass es aus diesen Zeiten nichts Interessantes zu erzählen gäbe. Aber entweder war zu wenig Zeit da oder es fand sich kein Material. Man hätte sich vielleicht auf vier oder fünf große Kapitel beschränken sollen, wo es dann wirklich sehr unterhaltsam war zu lesen: Der Beginn (vom Hell Hole bis zum Aussetzer "Into The Unkown"), Das Comeback (rund um "Suffer"), Der Zenit (rund um "Stranger Than Fiction"), Das zweite Comeback (rund um Bretts Rückkehr zur "Process Of Belief") und Das Ende der Geschichte (die Zeit der "Age of Unreason" bis in die Gegenwart). Dann hätte man sich viele Längen sparen können und eventuell später noch mal nachlegen können. So wirkt vieles unerzählt. Trotzdem eine interessante Story und Pflichtlektüre für jeden Fan.

    Also so sehr Lust am Lesen ich noch am Anfang des Buches hatte, so sehr lässt das zum Ende immer mehr nach. Ich habe das Gefühl dass es gegen Ende des Buches nur noch um das reine chronische Abhaken der Veröffentlichungen und Touren geht. Da ist ab dem Zeitpunkt der "The Process Of Belief" Veröffentlichung, als Brett wieder zurückkehrt, nichts interessantes mehr. Es zieht sich einfach nur in die Länge ohne dass es noch irgendeine interessante Hintergrundstory zu lesen gibt.


    Letztendlich sind die Highlights des Buches der Anfang der Band bis zur "Suffer", wo noch sehr viele interessante kleine Details und Stories zu lesen sind, dann die Zeit Mitte der 90er rund um die Veröffentlichung und den Erfolg von "Stranger Than Fiction", obwohl dazwischen von "No Control" bis "Receipe For Hate" auch schon alles recht trocken abgearbeitet wird, und dann wird es wie erwähnt noch mal ansatzweise interessant zur Zeit wo Brett wieder zur Band stößt. Dazwischen liest es sich eher wie ein Wikipedia Artikel, in dem alles nur relativ nüchtern abgehandelt wird.