Entschuldigt bitte mein Deutsch aus dem Übersetzer, abgesehen von den Hosen-Texten reicht meine Sprachkenntnis leider nicht wirklich aus. 😅
Die Energie beim Konzert war fantastisch. Ich denke, Warschau hat definitiv nicht enttäuscht.
Allerdings waren einige Herren aus Deutschland offenbar auf starken Pillen unterwegs und benahmen sich ziemlich unhöflich. Einen Randalierer hat die Security sogar noch vor Beginn des DTH-Konzerts hinausgebracht (und das war absolut richtig!).
Zur Setlist: Das war eindeutig ein sehr forderndes Programm für das Publikum, man hatte überhaupt keine Zeit für eine Pause (zumindest nicht, wenn man im Pogo war). Sehr gefreut habe ich mich über „Call of The Wild“. Natürlich war es im Großen und Ganzen eine Standard-Setlist, aber es sind eben Songs, die unglaublich tragen und bei denen man kaum Luft holen kann. Erst bei „Ewigkeit“ konnte man während der Strophen ein wenig durchatmen – und das war schon das 14. Lied des Abends!
Etwas enttäuscht war ich nur davon, dass das Publikum „All die ganzen Jahre“ noch laut mitsingen konnte, aber nach der zweiten Zugabe komplett verstummte. Ich verstehe, dass alle mit der Länge der Setlist zufrieden waren – und selbst wenn DTH jetzt ein paar Tage Pause hat, glaubte wohl niemand mehr an eine dritte Zugabe? Meiner Meinung nach wäre das der perfekte Moment für ein selteneres Stück gewesen, oder zumindest für ein Üben von „Alles wird gut“ oder „Armee der Verlierer“ (dieses Lied gibt es ja sogar auf Polnisch - "I nikomu nie wolno się z tego śmiać"). Klar, „Komm mit uns“ und „Bommerlunder“ lassen sich leicht skandieren, aber wie oft denn noch? „All die ganzen Jahre“ war da definitiv die bessere Wahl und hat mir sehr gefallen. Vielleicht nörgle ich so sehr, weil wir 2010 ganze fünf DTH-Konzerte in Polen hatten, früher gab es wenigstens Warschau und Krakau – und jetzt nur noch ein einziges Konzert in Warschau. Gerade weil DTH so selten nach Polen kommen, hätte ich mir gewünscht, dass dieses Konzert um eine Zugabe länger geht.
Was mir noch aufgefallen ist: Am meisten gelitten hat an diesem Abend wohl Vom. Schon zu Beginn, während eines der ersten Lieder, fasste er sich an die rechte Schulter, und man konnte den Schmerz deutlich in seinem Gesicht sehen. Später hatte er immer wieder Probleme und suchte oft den Blickkontakt zu Kuddel. Ich denke, diese kleine Pause von ein paar Tagen wird ihm sehr guttun, er wirkte spürbar angeschlagen.
Nach dem Konzert gab es dann eine schöne Überraschung: Kuddel kam sogar zu den Fans, die kein Goldbändchen hatten, dadurch habe ich sogar seine Unterschrift auf meiner Setlist bekommen 
Campino bemühte sich während der ersten Hälfte des Konzerts, auf Englisch zu sprechen, mit ein paar polnischen Einwürfen. Später sprach er dann aber nur noch Deutsch. Das habe ich nicht ganz verstanden, denn die polnischen Fans hatten sich wirklich sehr auf dieses Konzert gefreut – und am Ende haben einige von uns schlicht nicht alles verstanden. Super war auf jeden Fall, dass sie wenigstens teilweise „Zamrożona Wyborowa“ gespielt haben.
Alles in allem war das für mich vom Energielevel her das intensivste DTH-Konzert in Polen seit vielen Jahren. Die Stimmung war wirklich unglaublich. Auf dem Rückweg in der Metro hörte ich einen Polen, der jemandem seine Eindrücke schilderte – und er hatte exakt dieselben Gedanken wie ich. Er war völlig begeistert von der Energie, und meinte nur noch, dass so viele Deutsche in Warschau wohl zuletzt 1939 unterwegs waren 
Ich bin natürlich sehr froh, dass DTH sich an Polen erinnern und immer wieder zu uns kommen und Konzerte spielen. Ich hoffe, dass sie mehr als einmal zu uns zurückkommen und dass wir einfach sagen: bis bald!