Beiträge von Conse

    Gott sei Dank teilt Campino bei einigen wichigen Dingen meine Meinung - oder wahlweise ich seine... Wüsste nicht, was an Greta oder FfF-Demos anstössig sein könnte..? Vielleicht magst du das erläutern. Conse?


    Mir fällt da wirklich eine ganze Menge ein, die mir an ihrer Person und dem FFF im Allgemeinen äußerst suspekt sind. Schon der Tonfall und Verlauf in diesem Thread zeigen aber auch, mit wieviel Schaum vor dem Mund dieses Thema diskutiert wird (was übrigens auch eines der Probleme mit FFF ist). Ich werde mir also erstmal überlegen, ob ich Lust habe, einen sehr ausführlichen Beitrag dazu zu schreiben, aus dem dann doch nur wieder rausgelesen wird, dass ich ein alter Mann sei, der Angst vor einem Mädchen habe (was beides nicht stimmt), selbstsüchtig weiter mein SUV fahren möchte (obwohl ich noch nie ein Auto besessen habe) und "Greta Bashing" betreiben würde, weil ich sowohl ihre inhaltlichen Aussagen wie auch das Auftreten und Selbstverständnis von ihr und ihrer Bewegung zumindest erstmal kritisch betrachte, auch ohne ein Klimawandelleugner zu sein...


    Dass Politiker das ganz toll finden, ist übrigens wenig überraschend. Die Verarschungstruppe namens Bundesregierung kann sich über weitere Steuereinnahmen freuen, dem Klima wird es allerdings egal sein. Oder auch nicht, einige der Vorschläge von Klimaaktivisten sind in letzter Instanz eher kontraproduktiv.

    Berlin letztes Jahr war freie Platzwahl für 90€.
    Bei Venues mit Preiskategorien würde ich also 80-100 vermuten.
    Ein teurer Spaß.

    Mir gefällt es eher weniger...
    Das liegt an vor allem 2 Sachen....
    Erstens ist Rammstein für mich fast uncoverbar, weil es da echt um ein Gesamtkunstwerk geht. Der eher kitschige und märchenhafte Text passt außerhalb vom Rammstein Kontext für mich einfach nicht - und ich liebe sowohl die Band wie auch den Song.
    Zweitens hat diese Bearbeitung wieder etwas getan, was mir fast immer stinkt, wenn jemand das macht und bei den Hosen gab es das zuletzt häufiger zu bestaunen: Das Verändern bzw. Vereinfachen der Gesangsmelodie, was zu einer erheblichen Verschlechterung derselben führt - ich kann mir das echt nur so erklären, dass Campino Angst hat, die eher schwierigen Intervallsprünge live zu verhauen....
    In sofern ne verpasste Chance, auch wenn ich durchaus anerkenne, dass Campi ganz schön mit seinem Stimmcharakter arbeitet.

    Oh Man.....
    Gestern abend noch habe ich mit nem Kumpel darüber geredet wie gut er heutzutage drauf ist im Verhältnis zu den Some Kind of Monster Zeiten....
    Ich hoffe er erholt sich schnell... Sofern man da von "erholen" reden kann....

    Für mich ein grandioser Song, bei dem die Lyrics manchmal ein wenig trivial erscheinen mögen, aber so wie sie sind sitzen wie Allerwertester auf Gefäß.
    Hätte der eigentlichen Platte gut getan, zumal die bis auf wenige Ausnahmen m.E. ohnehin völlig überbewertet ist... Die B-Seiten und Bonustracks hingegen waren recht stark...

    Für mich mit Knoblauch, dafür nicht so scharf bitte.
    Zumindest das mit der Region ist interessant. Außerhalb von Deutschland wird der Ehering tatsächlich oft links getragen. Wenn ich das mal ein paar Jahre früher gewusst hätte 8)

    Diesen ganzen Presale Kram kennt man aus den USA leider zur Genüge, muss ich nicht haben, ist für mich letzten Endes aber ggf. auch kein Grund da nicht hinzugehen. Gleiches gilt für diesen ganzen VIP Scheiß. Brauch ich nicht, aber wenn es wen glücklich macht.... Bin dennoch froh, dass deutsche Bands sowas kaum mitmachen.
    Mir graut dann doch eher vor den Preisen (hab irgendwas von 87€ für nen Steher gehört, das ist heftig).
    Ich glaube allerdings anders als ihr überhaupt nicht, dass Green Day jetzt ihre Haltung über Bord werfen.


    Jetzt mal ehrlich, diese ganzen Promotexte und Tweets klingen doch so, als ob Donald Trump jetzt bei Green Day spielen würde. Nehmt ihr das ernst? Dazu noch ein Regenbogen kotzendes Einhorn, der Verweise auf Motown, vermeintlich unpolitische Mainstream Partymusik, die letzten Endes aber alles andere als unpolitisch war?


    Da ist meine Schlussfolgerung alles andere, als dass Green Day ihre Haltung über Bord werfen wollen. Eher im Gegenteil, das soll wohl eine Mischung aus Shock PR und "künstlerischem" Ansatz. Letzteres birgt leider ein erhebliches Risiko zu scheitern. Der erste Song war jedenfalls schon mal ein Griff ins Klo - inhaltlich findet man aber auch da ein paar zumindest ansatzweise aneckende Zeilen...
    Ich würde da die Rehe nicht zu früh scheu machen...

    Nur mal eine Randbemerkung:
    Den Medienaufschrei will ich mal erleben, wenn ein Kamerateam eine "Flucht" live zu unterhaltungszwecken aufnimmt und begleitet, zumal das Ergebnis dann ohnehin schon verfälschend wäre....
    ...mal unabhängig davon, wie dämlich dieses "Auf der Flucht" am Ende war

    (Mich würden - das nur am Rande - auch die heutigen Positionen der Band, z.B. zur Seenotrettung / Flüchtlingspolitik, wirklich wahnsinnig interessieren.)


    Ich glaube nicht, dass es da all zu viel an ausgesprochenen Positionen gibt. Die von mir oben verlinkte Hockenheimansage spricht aber auch klar von Menschen, die Schutz suchen und Hilfe brauchen. Auch die Teilnahme an diesem "Auf der Flucht" Fernsehexperiment kann man als Positionierung verstehen, auch wenn das resultat nicht dolle war.
    Unterm Strich würde ich das aber auch eher als W-Positionen einordnen, da man die Aussagen so nur von ihm kennt. Evtl. hat sich Pe auch ein wenig positioniert, das weiß ich nicht.


    Edit: Couchpotatoe war etwas schneller.

    Ich fürchte für den Song werden wir das auch so genau nicht belegen können.
    Ich hab das mit dem "Frankreichüberfall" zumindest immer als derben Humor verstanden und nichts, was man wirklich all zu Ernst nehmen sollte. Aber klar, gerade in Deutschland, wo im allgemeinen Verständnis Humor auch Grenzen hat, kann das auch nochmal eine ganz andere Wirkung erzielen...

    Das gibt es alles in ausführlicher, aber ich interpretiere das hier:

    Zitat

    Latente Untergangsstimmung, die in deutschen Großstädten zu jener Zeit modern ist, aber keine Spur von Rassismus. Das ändert sich mit „Deutschland den


    Deutschen“. Weidner hat nach wie vor eine diffuse Wut auf Türkengangs und Ausländer im Allgemeinen. Keine, die irgendwie parteipolitisch erklärbar ist, aber eine, die sich durch zahllose Street-Fights tief in seinem Hirn verwurzelt hatte.

    Als klares Eingeständnis, dass man damals nicht als Nazi unterwegs sein wollte und sich selbst auch so nicht gesehen hat, aber eben klar rassistisch und ausländerfeindlich - zumindest in irgendeiner Form- unterwegs war. Zu weiteren "Ausrutschern" gehören dann auch dieser Glatzengig im Bunker und Kevin's spontane Textänderung von "Schwarz, Rot, Gold" zu "Schwarz, weiß rot", um ein weiteres Beispiel zu nennen.
    Man muss nicht gezielt rechtsradikal sein wollen oder sich als das identifizieren, um die Schwelle dazu zu übertreten.


    Anders als viele "stramme" Nazikombos, wollte die Band aber gar nicht gezielt einer Naziszene beitreten - auch wenn sie fatalerweise den Absprung davon nicht rechtzeitig, also bevor man ein paar fatale Fehler begangen hat, geschafft hat...

    Waldbühne ist first come, first serve. Innenraum unter Unterrang werden irgendwann zugemacht. Wer von dort hochgeht, kriegt einen Stempel mit dem er wieder runter kommt. Bändchen gibts nicht.

    Naja.... Das Essener Stadion ist kleiner als die Waldbühne, ob man da jetzt von Stadiongröße sprechen sollte?
    Ansonsten gehe ich ob der frühen Zeiten davon aus, dass man sich wieder die eine oder andere hochkarätigere Vorband ins Boot holt...

    Da wäre es sicherlich mal ganz interessant zu wissen, in welcher "Auflage" dieses Demotape herumging.
    So mies wie die Quali der Bootleg Version von DNM + Demos war, könnte das schlicht ein Taperip gewesen sein...

    Bestellt und geliefert.
    Und warum willst du vor 14 Jahren auf einem teuren 2-tägigen Festival einer Band gewesen sein, die du nicht leiden kannst?

    Hier eine klare Ansage zu NPD und hinterwäldlerischen Nazis aus dem Jahr 2004 in Leipzig:


    Hier eine ebenfalls relativ deutliche Ansage aus Hockenheim 2015:

    Und hier ein Beispiel, wie ein "Fan" mit falscher Gesinnung schon nach der Einlasskontrolle wieder rausfliegt:

    Bei den Demos und dem Debütalbum muss man ein wenig unterscheiden.
    Zum einen gibt es da den Song "Türken Raus". Da zitiere ich mal die Band Timeline:

    Zitat

    „Türken raus“ ist kein politisches Lied, im Gegenteil. Es wird keine
    „Rassenreinheit“, kein völkischer Wahn oder sonst irgendein
    Nazi-Propaganda-Mist verbreitet. Es ist ein knapp zweieinhalb minütiger
    dummer, weidnerischer Wutausbruch. Dass die Böhsen Onkelz in den
    nächsten 5 Jahren eine ausländerfeindliche Haltung annehmen, ist dagegen
    unbestritten und soll hier nicht unerwähnt bleiben.


    Als das Lied geschrieben wurde (wenn man hier überhaupt von einem Lied sprechen möchte), war die Band weder organisiert noch in irgendeiner Form politisch rechtsradikal unterwegs, sondern hatte wie große Teile der Frankfurter Asipunkszene genug davon, permanent von migrantisch geprägten Straßengangs auf die Brille zu bekommen. Von dem Inhalt hat sich die Band dennoch längst distanziert, veröffentlicht worden ist er offiziell eh nicht. Warum das einen Unterschied macht? Weil es ein sackdummer Song mit einem letzten Endes ausländerfeindlichen Inhalt ist, der aber nicht im politischen Sinne rechts gemeint war. Man könnte auch provokant sagen, dass die Band damals im Grunde selbst zum Nazi sein noch zu blöd war...
    Auch ein gewisser Patrick Orth, im Hosenkontext ja bekannt, äußerte sich dazu, dass in der Szene damals rechte Parolen und Symbolik gerne zur Abgrenzung und Provokation, weniger als politische Meinung, instrumentalisiert wurden.
    Das sollte sich dann aber ein paar Jahre später zumindest für kurze Zeit bei den Onkelz ändern:

    Da ist nix doppeldeutig und das behauptet die Band auch nicht. Da gibts auch nix zu relativieren. Live gespielt wurde dieser Song insgesamt wohl ein einziges Mal, das allerdings vor einem durchaus stramm rechten Publikum. In dieser Zeit ware die Band, vor allem aber Kevin, durchaus ausländerfeindlich unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt muss sich die Band den Begriff Rechtsrock gefallen lassen. Dennoch sprechen wir hier von einer Phase, in der es noch keine komerziellen Tonträger zu kaufen gab und eben von einer Phase, die im Bandkontext sehr, sehr kurz ist. Innerhalb von kurzer Zeit danach kamen die ersten beiden richtigen Alben, die zwar sackdumme Texte enthielten, aber eigentlich nichts mehr, was man als rechtsradikal, ausländerfeindlich oder ähnliches interpretieren muss, auch wenn so einiges jenseits der guten Geschmacksgrenze lag. Eher im Gegenteil, da kamen bereits sehr früh die ersten Lossagungen von der "Vergangenheit".


    Von ihrem früheren Gedankengut distanziert sich die Band also schon, nicht aber von ihrem gesamten Frühwerk. Medial wird es ja gerne so dargestellt, als ob die Band eine jahrelange Rechtskombo gewesen wäre, und das entspricht nicht so ganz der Wahrheit...
    Hast du mal zufällig die Stelle des Wiki Artikels parat, auf die du dich beziehst?