Beiträge von Katastrophenkommando

    Gestern sind mir bei Grave Digger (u. a.) "Mystic Prophecy" als Support über den Weg gelaufen (der 2. Support waren "Cellarstone").

    Trotz, wie ich inzwischen gelesen habe, langjährigen Bestehens, kannte ich die Band bis dato nicht. Allerdings haben sie mich tatsächlich positiv beeindruckt!

    Das mit dem das Publikum einheizen und auf Touren bringen hat definitiv geklappt. Ich hatte am Anfang von GD dann sogar den Eindruck, dass das Publikum schon ausgepowert und müde ist und es etwas gedauert hat, bis es wieder auf Betriebstemperatur ist (aber der Eindruck hielt nur 2-3 Lieder).


    Bevor ich die Halle verließ, habe ich mir sogar das aktuelle Album (was aber wohl schon 2 Jahre alt ist) von MP am Stand gekauft (was ich eher selten mache), hatte aber noch keine Gelegenheit, es anzuhören.

    Schon wieder eine brauchbare Vorband... 😬

    Genau. Das bezog sich auf das Weglassen des Intros. Ich kann keinen anderen Grund erkennen, als Rücksicht auf die breite Masse. Nach dem Motto wir spielen den Song, aber nicht zu lang, damit die breite Masse sich nicht langweilt.

    Intros sind out, so lange kann sich der Mensch nicht mehr konzentrieren.

    Es gibt ja auch ne "Studie" (oder so was in der Art) bei der auf Spotify ermittelt wurde, nach wieviel Sekunden ein Song richtig losgehen muss, bevor der Hörer weiter skipt, weil ihm das Intro zu lange dauert.

    Ich glaube kaum, dass die noch im (wirklich) kleinen Club - das ist der kleine Nebenraum der Garage - spielen.

    Dafür tun das dann Grave Digger heute (und es wird lt. Fb-Post von vorgestern sogar noch Karten an der AK geben). oO
    Die müssen zwar gegen das zeitgleich stattfindende Metal-Groß-Event in der Saarlandhalle ankommen (Obituary, Trivium , Heaven Shall Burn), aber das passt zu der Situation von ARP. Schon erschreckend.

    Sorry, dass ich diesen Thread wieder hochziehe, aber ich fand keinen anderen, wo es einigermaßen hin gepasst hätte.
    Es fallen ja immer noch neu angesetzte Touren wieder aus - kürzlich hat z.B. In Extremo die geplante Europatour 2023 gecancelt, weil es angesichts der Krise keine Planungssicherheit gibt und die Tage hat jemand unter einem Axel Rudi Pell posting auf Fb gefragt, warum Italien abgesagt wurde, Antwort von ARP: "Weil wir in 3 Jahren sagenhafte 86 Tickets für die Show in Italien verkauft haben und wir keinen Bock auf ein Riesen Minus haben!"

    Das fand ich erschreckend interessant, weil die Ticketzahl in Kombination mit dem Zeitraum die Misere "greifbarer" macht.

    Das man Usern sagt, dass sie sich aus Threads fernhalten sollen, ist ja nichts neues, aber dass man Usern auch sagt, wo sie über was diskutieren sollen oder wann/dass sie das Thema beenden sollen (weils nicht mehr in den Medien ist) ist dagegen neu.
    Wenn, dann kam das bisher nur von Admins, die Themen (durch Threadsperren) beenden.

    Wir dürfen nicht verlernen Verantwortung für uns selbst zu tragen. Jeder entscheidet selbst über seine Risikos.


    Da wo verschiedene Interessen aufeinander treffen, wird es immer notwendig sein, dass der eine mal zulässt, der andere sich mal ausleben kann.

    Das hat man ja in Corona-Zeiten gesehen, wie "gut" das funktioniert. Und sieht es noch.
    Viele verwechseln Eigenverantwortung mit Egoismus.
    Nur weil jemand meint, er wäre (sich) sicher, muss er mir trotzdem immer noch lange nicht auf die Pelle rücken oder mir dumm kommen, wenn ich noch Maske trage.
    Beim böllern genauso: nur weil jemand auf die eigenen Finger achtet, heißt das noch lange nicht, dass es die (Haus-)Tiere - oder auch Menschen - in der Umgebung nicht stört oder beeinträchtigt. Oder es sogar zu Gefahrensituationen kommt, weil Autofahrer (damit sind auch Fahrer von RTW, Feuerwehr, Polizei gemeint) im dichten Böllerqualm nicht erkennen können, wer oder was im Weg steht. Insb. bei Fahrten von Rettungskräften zählt nun mal oft jede Sekunde.
    Oder im Stadion: der Zündler ist sich sicher, dass er sich am Bengalo nicht die Finger verbrennt, die Menschen drum herum müssen aber trotzdem den Qualm einatmen und wissen auch nicht, ob sie sich drauf verlassen können, ob das Ding nicht doch in die Menge fliegt. Da gibts ja auch immer die dämlichen Kommentare, dass Pyro zum Fußball dazu gehöre und dass das ja Tradition wäre. Ähm nein, weder das eine, noch das andere.

    Und wie bereits von anderen erwähnt: der eigene Spaß und die eigene "Verantwortung" wird leider immer mehr über das Wohlergehen der anderen gestellt.

    Ich denke, dass es bereits eine umweltfreundliche Alternative gibt und diese auch teilweise schon verwendet wird.


    Anstatt einem großen Feuerwerk könnte man auch ein Licht- bzw. Lasershow veranstalten. Das ganze entsprechend musikalisch hinterlegt und schon hätte man eine Alternative zum Feuerwerk. Bei dieser Alternative ist auch das Risiko von Verletzungen wesentlich geringer.


    Die Frage ist dann nur was man für die Menschen macht, die Silvester nicht mit x tausend Leuten in einer Stadt auf einem Platz verbringen wollen. Ich feiere lieber mit Freunden zu Hause anstatt irgendwo in der Masse zu sein. Da ist mir einfach das Risiko zu groß, dass es auf Grund von Alkohol zu Schlägereien kommt.

    Es gab dieses Jahr in irgendeinem Discounterprospekt auch eine ganz kleine Spalte für "tierfreundliches" Feuerwerk. Das waren Raketen, die nur bunt explodieren, aber halt nicht knallen.

    Wobei man dann halt immer noch den Umweltaspekt hat und diese sich ja auch in der Gegend zerstreuen.

    Ich habe allerdings nicht weiter nachgeschaut, ob sie dann vllt aus Material bestehen, das sich umweltfreundlicher auflöst, so dass sie sich quasi kompostieren. Allerdings müssen sie ja auch was enthalten, damit sich eine bunte Explosion entwickelt. :/


    Zum Thema Lasershow:

    sowas kann man mMn aber wirklich nur unter aufwendigerem und kostenspieligerem Einsatz aufziehen. Für den Privatgebrauch wird das schwierig. Aber für große Städte an großen Gebäuden wäre das ne Alternative.

    Wenn sich die Leute drauf einlassen...

    Bei uns gab es letztes Jahr an einem Weinfest statt dem Feuerwerk eine Lasershow (eigentlich auch eher kleinerer Ort und bei weitem keine Stadt). Ich hab sie nicht gesehen, allerdings kamen anschließend viele Rufe wie "ein Weinfest ohne Feuerwerk geht gar nicht, das hat Tradition, die Lasershow war lachhaft, die kriegt jede Disco besser hin, etc."

    Man muss aber auch dazu sagen, der Spruch "was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht", passt nirgends besser, als auf diesen Ort. Dort wird sich bei jeder geplanten Neuerung schon Monate im Voraus aufgeregt, wie scheiße das alles wird. :rolleyes:

    Nimm den nicht ernst

    Wer bist du, Usern, insbesondere Neulingen sagen zu wollen, wer ernst zu nehmen ist und wer nicht?

    Zumal man dich auch nicht ernst nehmen kann, wie man aktuell im Böllerthread verfolgen kann.

    Oder soll man ernsthaft jemanden ernst nehmen, der grundsätzlich erstmal alles ablehnt? Das ist keine bessere Einstellung als die, grundsätzlich alles schwarz zu sehen.

    Da wo ich herkomme ist ein 50.000 Einwohner Kaff

    Bei mir kann man eine Null streichen (Heimatort) und das ganze nochmal halbieren (Wohnort) und in keinem wird das Kirmesfeuerwerk monatelang im Voraus geplant.

    Klar, ne Woche vorher fangen die auch nicht an, wenn der Platz noch präpariert werden muss o. ä., und Personal ist u. U. bei beiden Wehren auch ein Nachwuchsproblem, aber trotzdem muss/kann man ja mal anfangen, zu überlegen, welche Möglichkeiten/Alternativen es gibt, statt von vorn herein abzublocken und zu sagen, das geht nicht.

    Mit der Einstellung würden wir heute noch Pferdegezogene Fuhrwerke benutzen und aufm Mond wäre auch noch niemand gewesen.


    Der einzige Punkt bei dem ich dir zustimme, sind die Kosten.

    In Zeiten leerer Kassen sehe ich wirklich ein Finanzierungsproblem. Vielerorts wird jeder Cent 3x umgedreht, kleinste Baustellen werden zig mal verschoben oder in mehrere Abschnitte aufgeteilt, damit die hohen Kosten nicht auf einmal kommen, etc. pp., dass dann kein Feuerwerksbudget vorhanden ist, bei dem aus dem Vollen geschöpft werden kann, denke ich auch.

    Trotzdem auch hier: gleich abblocken ist nicht.


    Das Saarland hat den Slogan: "Großes entsteht im immer Kleinen" und der erste Schritt zum Fortschritt ist bekanntlich immer der erste (Schritt) in die richtige Richtung - und so sehe ich das auch bei den Überlegungen, wie Silvester zukünftig gestaltet werden könnte.

    Zitat

    Noch mal, es gibt nicht einmal genug Feuerwerker um das für die Landeshauptstädte (und deren Ortsteile) zu organisieren...

    Könnte man THW und die freiwillige Feuerwehr (in Städten ggfs. auch die Berufsfeuerwehr, wobei ich nicht weiß, inwiefern man die für so etwas "zweckentfremden" kann) einbinden. Oder in kleineren Ortschaften eine Arbeitsgruppe organisieren. Niemand - außer dir - spricht davon, dass es deutschlandweit von Feuerwerkern organisiert werden soll.

    Wenn bei uns an der Kirmes Feuerwerk ist, macht das auch kein professioneller Feuerwerker, sondern die örtliche freiwillige Feuerwehr.

    Die hätte - wenn es keine individuellen, privaten Feuerwerke mehr gibt - an Silvester insofern mehr Kapazitäten frei, als dass sie nicht/weniger für durch unsachgemäße Verwendung von Feuerwerkskörpern verursachte Brände ausrücken muss.


    Stelle ich mir ehrlich gesagt sogar ganz nett vor: treffen ab 23h aufm örtlichen Marktplatz, es gibt 2-3 Getränkestände, ne Rostwurstbude, bissel Musik, um 0h Feuerwerk und spätestens um 1h geht jeder nach Hause.

    Da auch immer mehr Orte ein öffentliches Weihnachtssingen veranstalten, könnte das dafür aufgebaute Equipment 10 Tage später wieder am Feuerwerkstreffen verwendet werden.

    Also aufm Land sähe ich Potenzial das umzusetzen.