Beiträge von Couchpotatoe

    ich mag mich irren, aber ich glaube, das Video vom Parkplatz - Auftritt war mal Bestandteil von Friss oder Stirb ( der Fernsehserie der Hosen auf MTV) oder einem Bericht auf MTV über den Auftritt aus den Shortcuts oder ähnlichem. Glaube jedenfalls nicht, dass sie das Video jetzt aktuell extra zusammen geschnitten haben, da ich mir absolut sicher bin, Teile daraus irgendwann schonmal gesehen zu haben.

    Ich habe nur dth-heidis Frage beantwortet und darüber geschrieben, was ich interessanter finden würde als Fußball. Ist doch nur meine Meinung - ich kann nicht erkennen, das ich Campino irgendwie verbieten wollte, über Fußball zu schreiben?! Ich weiß auch, dass ihm Fußball wichtig ist, aber ich finde seine Gedankengänge zu anderen Themen spannender und mehr Wert in einem Buch verarbeitet zu werden. Ich habe jedenfalls keine Lust auf seitenweise Beschreibungen wer wann einem Ball nachgelaufen ist und wie die Stimmung im Stadion war. Braucht meiner Meinung nach kein Mensch! Ich finde auch nicht, dass man einfach so ein Buch schreiben sollte - es sollte eine Dringlichkeit oder ein Anliegen haben und nicht zum Vergnügen sein. Ist aber auch nur meine Meinung, die wahrscheinlich niemand sehr sympathisch findet, aber so sehe ich das halt. Letzten Endes wird er aber sowieso das schreiben was er will - ich kann ja aber dann auch schreiben was ich will - ist freie Meinungsäußerung und ob er das zur Kenntnis nimmt ist ihm überlassen.

    ich hatte den Beitrag verfasst, bevor ich das Interview zu Ende gehört hatte --. Im Buchthread habe ich schon geschrieben, was ich interessanter finden würde als Fußball - weiß gerade nicht, wie ich das hier verlinke. Ich finde einfach, wenn jemand wie Campino ein Buch schreibt, ist es Verschwendung von Energie und Potential, über Fußball zu schreiben. Er hat so viel erlebt, worüber nur er berichten kann, und eine Auswahl von Sachen, die er bereit ist preis zu geben, die noch niemand kennt, ist viel spannender. Über Fußball kann echt jeder Volldepp schreiben bzw. Leute, die sich dafür interessieren, brauchen nicht Campinos Perspektive, sondern können sich wo anders informieren.

    Hmmm. Also ich freue mich ja schon einerseits, dass Campino das Projekt "Buch" endlich mal in Angriff nimmt - davon redet er ja schon seit einer Ewigkeit. Aber wieso muss es so sehr um Fußball darin gehen? Das interessiert doch niemanden. Er sollte diesem Thema mit einem Kapitel Rechnung tragen und gut ist. Wer sich für Fußball interessiert, kann den doch auf anderen Wegen verfolgen.


    Die anderen Seiten könnte er doch z. B. mit Reiseerinnerungen von irgendwelchen Touren füllen, die noch nie irgendwo breit getreten sind. Das würde ich viel, viel spannender finden. Oder bei einigen Liedern rekonstruieren, ob es besondere Momente gab, in denen er die Idee dazu hatte, die nicht bei den regulären Proben für ein Album kamen oder so. In diese Richtung.


    Ich schreibe gerade an meiner Abschlussarbeit und quäle mich ab mit Paraphrasieren von Zitaten und Auswählen von geeignetem Material. Es dauert so entsetzlich lange und die Bibliotheken sind dicht und das macht die Sache auch nicht gerade leichter...

    Ist ja lustig - ich bin mit Schach aufgewachsen - hat mir mein Vater bei gebracht, der war sogar in einem Schachclub und hat mich manchmal mitgenommen. Laut meiner Schachapp bin ich "Meister" - arbeite seit Monaten daran, zum "Großmeister" aufzusteigen. Dies gestaltet sich allerdings recht schwierig. Ansonsten klingt Campino ja recht vergnügt. Freut mich, dass er jetzt mehr Zeit für sein Buch hat - vielleicht überdenkt er ja den Titel nochmal - dieser sollte meiner Meinung nach nichts mit Fußball zu tun haben.

    Seltsame Situation derzeit - aber man kann ihr durchaus etwas abgewinnen - ich dachte zum Beispiel immer, dass mein Hang dazu, mich zu Haue zurück zu ziehen ein Manko ist. Derzeit ist es aber ein Segen, dass ich das gut kann bzw. gelernt habe. Das Sofa-Kartoffel-Sein hat eine nie dagewesene Legitimation bekommen und ist eine Qualifikation. Hier ist der richtige Ort, um das mal los zu werden.

    Dass er sich als "weißen, heterosexuellen Mann positioniert". Das ist im Kontext von einem Diskurs zu sehen, der eigentlich eine gute Absicht hat, nämlich für mehr Toleranz zu sorgen, dabei aber so entsetzlich belehrend und unbrauchbar ist. Für eine ausführlichere Erklärung habe ich gerade keine Zeit, und auch keine Lust.

    Moment, DU hast gesagt, er hätte das selber finanzieren sollen und als Film bringen können, nicht ich!! Das kam von dir - und wenn du das sagst, widersprichst du dir ja dann nun, wenn du im nächsten Posting schreibst, dass die Flüchtlinge nicht gefragt würden, ob man sie filmen darf... Das kam ja jetzt alles von dir ! Weiss jetzt nicht, was du damit sagen möchtest.
    Ich habe lediglich verglichen, dass du bei dem einen Film eine Fremdfinanzierung gutheisst und bei einem anderen "Film" oder Format willst, dass es selber finanziert wird... Das ist ein Widerspruch, egal was der Inhalt ist. Und weil Corula und die Hosen etabliert sind, hätten sie den Film auch selber stemmen können. Aber darum soll es jetzt nicht gehen, das ist nur eine Randnotiz.

    Hm. Ich habe versucht zu erklären, warum ich das in dem Film der Toten Hosen nicht relevant finde und im Falle einer Doku oder Film oder Serie über Flüchtlinge schon - im Falle Weidners hätte ihm einfach von vornherein klar sein können, dass bei dieser Art von Format, die das ZDF gewählt hat, nichts konstruktives bei rauskommen kann, da die Grundidee schon nicht funktioniert in meinen Augen. Lies dir bitte meine vorherigen Beiträge durch, wenn Du die Erklärung nochmal lesen möchtest. Wenn er die "Reise" auf eigene Faust gemacht hätte, hätte er komplett selbst entscheiden können, was er in den Fokus nimmt beim Endergebnis. Und er hätte vielleicht nicht alles filmen müssen, wenn es ihm nur darum ging, sich ein Bild von der Lage zu machen. Als Einzelperson ist es aber leichter, auf Menschen zu zu gehen und sie um Einverständnis für Aufnahmen zu bitten. Außerdem ist das ZDF ein staatlicher Fernsehsender, der vom selben Staat finanziert wird, der für diese furchtbaren Zustände mit verantwortlich ist. Und daher wäre es für mich zu bevorzugen, wenn man sich für eine Dokumentation über Flüchtlinge nicht vor diese Karren spannen lässt. Der Unterschied ist einfach das Thema der Doku: Eine erfolgreiche Band zu porträtieren tut niemandem weh, ist einfach unverfänglich und gesellschaftlich wenig bis gar nicht relevant. Das Thema Flüchtlinge hingegen schon. Jetzt habe ich die Erklärung nochmal geschrieben aber ok, Wiederholung schadet manchmal nicht. Ob die Kabelitz-Post Fördergelder berechtigt bekommen hat ist eine andere Frage, aber ungeachtet dessen finde ich es einfach quatsch die Finanzierung eines Porträts von demjenigen zu fordern, der porträtiert wird - kann man machen, muss man in meinen Augen aber nicht. Wer den Film macht, finanziert ihn, nicht das Objekt das gezeigt wird, es sei denn, es ist ein Werbefilm.