Beiträge von fczsc

    Hätte jetzt eher auf Greenfield gesetzt.


    Ansonsten ist das Line Up bis jetzt eher mager.


    Mittwoch: Apache 207, Nina Chuba, Jeremias

    Donnerstag: Angèle, Jacob Banks, BHZ, Geneis Owusu, L'Impétratrice

    Freitag: Lil Nas X, badmòmzjay, Caribou

    Samstag: Deichkind, Lo & Leduc

    Sonntag: Die Toten Hosen

    Setlist der Tour unterscheidet sich nicht gross von den 4 Festival Sets von diesem Sommer bis auf die 2 neuen Songs. Immerhin gab es bei den Zusagen nicht dieselben Songs die sie schon gespielt haben wie im Juli in Frankfurt als sie 2 Songs am selben Abend zweimal spielten.

    Setlist

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    1. Intro
    2. Hier sind die Onkelz
    3. So sind wir Play 
    4. Der nette Mann
    5. Finde die Wahrheit
    6. Kuchen & Bier
    7. Stunde des Siegers
    8. Ich bin in Dir (Version 2001)
    9. Gehasst, verdammt, vergöttert
    10. Leere Worte Play 
    11. Ein Hoch auf die Toten
    12. Narben Play 
    13. Schöne neue Welt
    14. Kirche Play 
    15. Benutz mich (Lead singer Kevin Russell… more ) Play Video
    16. Terpentin Play 
    17. Nur die besten sterben jung
    18. Flügel für Dich (Live debut)
    19. Die Erinnerung tanzt in meinem Kopf (Live debut)
    20. Keine Amnestie für MTV
    21. Wir ham' noch lange nicht genug
    22. Encore:
    23. Intro Oratorium
    24. Heilige Lieder
    25. Auf gute Freunde
    26. Mexico Play Video
    27. Nichts ist für die Ewigkeit Play 
    28. Encore 2:
    29. Viva los Tioz

    Die Onkelz haben als Los Tioz an der GOND nochmals dasselbe Set geliefert wie in der Jahrhunderthalle und zweimal im Waldstadion… gab ja doch viele Fans die gleich alle 4 Konzerte mitgenommen haben. Finde es als Band mit langer Vorlaufszeit schwach 4 mal genau dasselbe Set mit denselben Ansagen zu bringen. Und im Waldstadion haben sie als Zusage nochmals Lieder gebracht die sie schon im normalen Set gespielt haben. Erinnert mich an Bands die halt einfach erst ein Album draussen haben und dadurch noch zuwenig Material haben… aber mit einer 42 jährigen Bandgeschichte… beim Hockenheim war die Setliste an beiden Abenden noch unterschiedlich. Jetzt leider nicht mehr. Da erübrigt sich ja die Diskussion bei den Hosen… die sind zwar auch nicht so innovativ wie DÄ oder Springsteen bei den Setlisten aber doch x fach abwechslungsreicher als BO.

    Hab das Buch von Monchi Niemals satt in den Ferien in 3 Tagen durchgelesen. Sehr flüssig geschrieben. Meine dritte (Band) Bio dieses Jahr. Nach dem von NOFX und Dave Grohl. Leider geht es grösstenteils nur um Monchis Gewicht. Hoffte mehr darauf zu erfahren wie der Aufstieg als Kellerband zu einer der grössten deutschen Rockbands verlief. Stattdessen erfuhr man mehr über den Gewichtsverlust von 65kg. Alles in allem kann ich es aber weiterempfehlen, kann auch gut am Strand oder in der vollen S Bahn gelesen werden.

    Natürlich ist es legitim seine Steuern zu optimieren. Aber da wirkt der Song Markt und Moral dann halt nicht sehr glaubwürdig:


    Steht auf, wir müssen reden

    Steht auf, da ist was faul auf dem Planeten

    Ein elitärer Kreis

    Erbarmungsloser Wesen

    Pisst uns in die Tasche

    Und erzählt uns das es regnet

    Markt und Moral

    Da ist was faul in meinem Staat

    Ihre Schok-Strategie

    Beißt sich selbst in den Arsch

    Vertraut der Demokratie

    Ich frag’mich, wie

    Weißer Mann, gespaltene Zunge

    Die Warheit ist wie Koks, mein Junge

    Eine Droge auf dem Markt

    Der Dealer ist der Staat

    Macht, Gier, Geld und Ruhm

    Gieriges Schmarotzertum

    Nimmt sich, was es haben kann

    Wir tanzen in den Untergang

    Sie haben die Gita nicht begriffen

    Die Beletage hat dich beschissen

    Wir haben den Teufel reingelassen

    Nun sollen wir lieben, was wir hassen

    Wie dressierte Schimpansen

    Die im Dreck Walzer tanzen

    So gebt uns unser täglich Brot

    Nehmt den besten Platz am Futtertrog

    Gesellschaft und Kultur

    Globale Affendressur

    Weißer Mann, gespaltene Zunge

    Die Warheit ist wie Koks, mein Junge

    Eine Droge auf dem Markt

    Der Dealer ist der Staat

    Macht, Gier, Geld und Ruhm

    Gieriges Schmarotzertum

    Nimmt sich, was er haben kann

    Wir tanzen in den Untergang

    Kapital ohne Gewissen

    Gesellschaft voller Neid

    Der eine hat’s, der andere will’s

    Overkill und Machtkrankheit

    Selbe Setliste wie bei den vorherigen Konzerten.


    Zugaben (also 2 mal gespielt):


    Viva los Tioz

    Auf gute Freunde


    Man stelle sich vor die Hosen würden das machen was hier im Forum los wäre 🤣🤣🤣

    Uff da waren ein paar heftige Verspieler drin. Bei nichts ist für die Ewigkeit wollte man schon in den Refrain… und als Zugabe spielte man so sind wir nochmals obschon das man im normalen Set schon spielte… nach 42 Jahren Bandgeschichte sollte es da doch schon genug Material geben…

    Bei den Stadion Konzerten waren es jeweils 32 Lieder. Hoffe daher dass sie beim Heimspiel im Waldparkstadion etwas länger spielen als gestern in der Halle.

    Zuerst Konzertausfälle aufgrund Covid und jetzt verpasse ich nach den Foo Fighters auch die Terrorgruppe aufgrund von einem Todesfall ;(;(;(

    Die Vorbands für die Waldstadion Konzerte sind jetzt nicht so prickelnd. Beim Hockenheimring hatten die ja richtig grosse Vorbands wie Limp Bizkit. Auch die Hosen haben Vorbands mit den Beatsteaks oder Donots die das Eintrittsgeld schon wert sind. Bin etwas enttäuscht.


    Auch krass das es noch Karten gibt. 40 Jahre und Heimspiel und die einzigen Festivalauftritte. Ob die Herbsttour dann stattfindet mit den aktuellen Fallzahlen ist ungewiss.

    Da sind wir mal auf die 2-3 Überraschungen in Zürich gespannt… Im Hafen ist Endstation und 1000 Nadeln bitte!


    Wir geben uns jedenfalls Mühe und halten es wie die Rolling Stones. Die spielen, was das Publikum hören will, und fahren diesen Film mit zwei, drei Überraschungen.

    Film mit zwei, dr, drei Überraschungen.


    https://magazin.nzz.ch/nzz-am-…id=smsh&mktcval=E-mailwas das Publikum hören will, und fahren diesen Film mit zwei, drei Überraschungen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/d…ones-debakel-875998703171


    Die Hintergründe zum Stones-Debakel

    Die Rolling Stones werden wohl nicht in der Schweiz spielen – die Veranstalter erbitten staatliche Hilfe. Braucht es das wirklich? Und wie viel kann man mit einem solchen Anlass bestenfalls verdienen?

    Um das Konzert-Metier ranken sich noch immer die abenteuerlichsten Mythen: Hier können locker Millionen verdient werden – so die weit verbreitete Meinung –, und die Stars auf der Bühne führen ohnehin ein Leben in ewiger Unbeschwertheit. Doch wer hinter den Vorhang blickt, bemerkt, dass die Goldgräberstimmung längst Geschichte ist. Das Veranstaltungswesen folgt einer rigoros durchkalkulierten Ökonomie. Und der letzte Funken Rock’n’Roll-Romantik wird nur noch von einigen betagten Bands aufrechterhalten, die sich auf nicht enden wollenden Abschiedstourneen befinden.

    Eine dieser Bands sind die Rolling Stones. Ein Konzert von ihnen zu organisieren, so dachte man bis Anfang dieser Woche, ist in der Routine einer Welttournee ein kalkulierbares Risiko. Und dann geschah das scheinbar Unvorstellbare: Mick Jagger erkrankte an Corona, und der Veranstalter erbat nach der vorläufigen Verschiebung des Wankdorf-Konzerts Staatshilfe und klagte, dass im Falle einer unterlassenen Hilfeleistung kein Veranstalter das Risiko eines Grosskonzerts mehr tragen werde.

    Ans Grönemeyer-Konzert kamen nur 25’000 Besuchende, 17’000 weniger, als erwartet wurden. Das Wort Millionendefizit geisterte damals durch die Medien.

    Dass fehlkalkulierte Stadionkonzerte einen Veranstalter ins Elend bugsieren können, hat sich in den letzten Jahren schon öfters gezeigt. Im Juni 2011 veranstaltete die Berner Firma Appalooza ein Konzert von Herbert Grönemeyer im Wankdorf. Ein überschaubares Risiko, glaubte man. Doch das neue Album des Publikumslieblings wollte nicht zünden, und so kamen nur 25’000 Besucherinnen und Besucher ins Stadion, 17’000 weniger, als erwartet wurden. Das Wort Millionendefizit geisterte damals durch die Medien – Appalooza bietet sich heute unter anderem als Veranstalter von Schwingfesten an.

    Bob Dylan und das Wetterrisiko

    Zwei Jahre später stand folgender Satz auf der Website des Schweizer Grossveranstalters Taifun Music: «Die enorm gestiegenen Künstlergagen und allgemeinen Kosten sowie die eher stagnierende Anzahl Konzertbesucher haben zur Zahlungsunfähigkeit der Firma geführt.» Zuvor war man in finanzielle Schieflage geraten, weil man – so wurde gemunkelt – Bob Dylan an einem Open Air in Sursee mit einer Gage vergütet hatte, die dieser bei weitem nicht einspielte. Am Tag zuvor war ein Sturm übers Gelände gefegt, und man nahm an, dass dies einige vom Besuch des Festivals abhielt. Danach witzelte die Szene, dass Bob-Dylan-Anhänger eben nicht gerne in Schlammpfützen stünden, und besetzte ihre Festivals fortan mehrheitlich mit Hauptdarstellern, die ein bedeutend jüngeres und wetterfesteres Publikum ansprachen.

    Es ist kein Geheimnis, dass mit grossen Namen im Veranstaltungsbusiness längst nicht mehr das grosse Geld zu machen ist. Die Gewinnmargen sind in diesem Segment klein geworden. Da die Bands im Streaming-Zeitalter kaum mehr Geld mit ihren Produktionen verdienen, suchen sie ihr Heil in den Konzerteinnahmen. Und je grösser und selbstbewusster die Bands, desto kleiner die Gewinnmöglichkeiten für die Organisatoren. Branchenkenner schätzen, dass im Wankdorf mit einer Kapazität von circa 42’000 Zuschauern (je nach Grösse der Bühne) für den Veranstalter etwa ab 38’000 Besuchern ein Gewinn herausspringt. Dieser ist dann ordentlich – vorausgesetzt, das Konzert ist ausverkauft. Aber wehe, es ist nicht.

    Für das Schweizer Konzert der Rolling Stones waren noch Tickets erhältlich – das Stadion wäre bloss zu 90 Prozent gefüllt gewesen. Auch wenn die Veranstalter glaubten, dass noch Ticktes an der Abendkasse verkauft worden wären: Es fehlten just die letzten 5 bis 10 Prozent, ab denen die Veranstalterkasse in diesem Konzertsegment jeweils zu klingeln beginnt. Das hatte natürlich weniger mit der Popularität der Band zu tun als mit den weitherum als unanständig hoch empfundenen Preisen: Die günstigsten Plätze mit Sichteinschränkung gab es im Wankdorf ab 150 Franken, ein Stehplatz in der Nähe der Bühne kostete 480 Franken.

    Konzert-Multi im Rücken

    Womit wir wieder beim Befremden wären, das ein Veranstalter auslöst, der bereits nach der krankheitsbedingten Verschiebung des Rolling-Stones-Konzerts den Staat um finanzielle Unterstützung bat und vorrechnet, dass allein die Stadionmiete gegen 300’000 Franken koste. André Bechir und seine Gadget ABC Entertainment Group AG sind kein kleiner lokaler Konzertveranstalter, dem ein solcher Ausfall das Genick brechen könnte, sondern eine Firma, die Teil von CTS Eventim ist, dem zweitgrössten Eventveranstalter und Ticketvermarkter der Welt.

    Eine Firma, über die der weitherum angesehene Autor und Konzertveranstalter Berthold Seliger bei deren Markteintritt in die Schweiz im Jahr 2020 Folgendes sagte: «Der Hauptgrund, warum Konzerttickets immer teurer werden, hängt nicht unbedingt damit zusammen, dass die Musiker immer gieriger werden, sondern dass der ganze Livemarkt im Wesentlichen unter den beiden Branchenführern CTS Eventim und Live Nation aufgeteilt ist.»

    Das Geschäftsmodell von CTS Eventim beinhalte eine ziemlich aggressive Expansionspolitik, mit dem Ziel, den europäischen Markt zu dominieren. So kaufe man reihenweise Festivals, Spielstätten und Agenturen auf, um im derzeit lukrativsten aller Musik-Geschäftsbereiche – dem Verkauf von Tickets – grossen Profit zu machen. 2018 wurden rund 250 Millionen Tickets über die Systeme des Unternehmens vermarktet. Auch dazu hat Berthold Seliger eine dezidierte Meinung: «Die Bruttomarge beim Ticketverkauf im Internet liegt bei circa 60 Prozent. Das ist eine gigantische Gewinnquote, ohne dass die Tickethändler dabei ein Risiko eingehen oder gross dafür zu arbeiten brauchen.»

    Grundsätzlich finde er es ein wenig absurd, wenn künstlich aufgeblähte und überteuerte Kulturveranstaltungen plötzlich vom Staat subventioniert werden wollten. «Andererseits – wo ist die Grenze? Clubkonzerte ja, Grosskonzerte nein?» In Deutschland habe CTS Eventim über 150 Millionen Euro Wirtschaftshilfen vom Staat bekommen und so seine mächtige Position noch weiter ausbauen können.

    Die Sache mit der Versicherung

    Wenn man also in der ganzen Musikverwertungskette noch Goldgräber-Jubelgeschichten suchen will, findet man sie am ehesten im Börsenkurs der Veranstalter des Rolling-Stones-Konzerts. Dass sie darauf verzichtet haben, eine teure Covid-Versicherung abzuschliessen, war Teil einer bestimmt ziemlich sorgfältig durchgeführten Risikoanalyse, die heute für praktisch jedes Konzert betrieben werden muss.

    Kommt hinzu, dass heute kein Konzertvertrag mehr ohne eine Covid-Klausel unterschrieben wird. Meist besagt diese, dass bei einer Absage oder einer Verschiebung sowohl der Veranstalter als auch die Band auf ihren Kosten sitzen bleiben. Und meist werden die Parteien angehalten, dieses Szenario im Eigeninteresse zu versichern – was im Falle eines Rolling-Stones-Konzerts vermutlich einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet hätte. Risikoanlaysen, Versicherungen, Börsenkurse: So viel zur Romantik des Konzerteveranstaltens im Jahre 2022.