Beiträge von Köln


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    Die Hosen sind dem Tastatur-Mob um einen Rapper und eine Influencerin auf den Leim gegangen, ganz offenbar haben sie dem Veranstalter gegenüber ihren Einfluss zum Ausladen von Pantera geltend gemacht erpresst [editiert, und kleiner Tipp: "ganz offenbar" heißt: das ist meine Mutmaßung, ich habe dafür keine Quelle, kenne nur die Insta-Beiträge und Mutmaßungen von Leuten die die Band gut kennen].


    No Nazis, no way. Doch wer nicht zweimal hinsieht, wen er zum Untermenschen abwertet ist wenig besser.


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    Sollte da etwas dran sein an dem "Einfluss-geltend-Machen", wird mir ganz schlecht und mir fällt dazu nur Kapitalistenschw... als Schimpfwort ein. Anstatt die Veranstaltung zu boykottieren oder das Gespräch zu suchen (mit dem Veranstalter), wird sich die Welt so gemacht, wie sie einem gefällt. Ich weiß auch nicht, ob das stimmt, aber erschreckenderweise halte ich das für die Hosen von heute auch gar nicht für so abwegig. Ganz schön traurig...:|

    Danke an Gwendoline fürs Posten:s_thanks:. Es gibt ja immer noch Leute, die Instagram-, FB- und Twitter-abstinent sind und so sonst gar nix mitbekommen würden.


    Und besser die Hosen machen den Mund auf als dass sie gar nix dazu sagen würden. Und da ich diesmal nicht bei RAR dabei bin, könnt ihr euren Auftritt meinetwegen gerne canceln:s_iro:. Im Ernst: die werden schon die für sie richtige Entscheidung treffen.


    Arsch huh, Zäng ussenander:thumbup:

    Es gibt immer noch die Abstimmung mit Füßen oder wenn ihr so wollt mit Instrumenten. Wenn man den "Kollegen" und sein Gebaren nicht gutheißt, könnte man sich die Teilnahme am Festival auch als Künstler ja mal schenken. Und als Besucher*in kann man den ja boykottieren... Den Text von den Hosen auf FB finde ich aber recht verständig und einfühlsam formuliert; das war schon einmal anders.


    Schönes WE und den Kolleginnen und Kollegen vom Postdienst viel Erfolg beim Warnstreik!!

    Wobei man "Tier" ja auch auf den Menschen erweitern kann.


    Vielleicht einfach eine Gefahrensteuer auf dat Böllerzeugs erheben, dann hätte man sogar die höheren Kosten für Feuerwehr, Rettung und Krankenhäuser für die Bölleropfer drin. Und bei DTH Konzerten mal die Bengalos abschaffen...:s_thanks:

    Tja, eigentlich Donots diesen Freitag in Münster. Aber mein Test war jetzt positiv und ich fühle mich ziemlich krank. Dafür hatte ich ein Mega Konzi-Jahr und einen tollen Urlaub:]. Grüße von der kölschen Couch, bleibt gesund und viel Spaß in Münster an diejenigen, die zum Slam fahren.

    Ob mit einem oder zwei "d", die Musik bleibt dieselbe.


    Als Vorband sollte man das Publikum auf Betriebstemperatur für den Hauptact anheizen, und bei den Stranglers habe ich das überhaupt nicht gesehen. Etwas Mitgesinge bei "Golden brown" von der älteren Konzertgängerfraktion (einschließlich mir selbst), das wars aber auch schon. Mit den Adicts kann ich persönlich so rein gar nix anfangen. Da fahren alle mit den Donots immer noch besser... Oder den Feine Sahnes... Oder den Beatstakes... Nicht, weil ich die gut finde, sondern weil die Meute megamäßig abgeht, soweit ich das immer sehen konnte.


    Und warum sollte eine ARG-Band mit Hosencoversongs seltsamer sein als eine klass. Streicherbegleitung auf einem "normalen" DTH-Konzi mit entsprechend arrangierten Songs? Fände ich ein spannendes Experiment; allerdings kann ich über das betriebswirtschaftliche Risiko nix sagen.

    Das würde bei der Hauptband "Chuzpe" und echten rheinischen Humor beweisen. Besser als Addicts, Stranglers oder so wären die doch allemal. Und die TwD-Geher könnten mal ungewohnte Texte lernen und die Lieder dazu hören. Und Campino könnte mal wieder nen paar Texte "refreshen". Ganz klar, win-win.

    Das Interview war mit Breiti, dem politischen Gewissen der Band. Campino kann ja kein Spanisch und das Management wohl auch nicht. Von daher wundert mich die Aussage nicht.


    "Gefällt" hat er auch nicht gesagt. Eine Band hätte halt die Möglichkeit, sich über das Schreiben politischer Lieder in die Menschenrechts- und Demokratie-Debatte einzubringen. Wie ich meine, tun sie das viel zu selten bzw. seltener als früher. Gesetzte alte Herren halt:think:

    Nachdem man sich nach dem Befinden des anderen erkundigt und sich dann gegenseitig versichert hat, dass es einem gut geht, kommt die erste Frage.


    F: Was ist das Besondere an ARG?


    A: Die Leute kannten die Lieder schon bevor die Hosen zu Gast waren, die Energie der Leute in ARG ist was ganz Besonderes, die Hosen wurden gleich als eine lokale Band empfangen und nicht wie Fremde, die Freundschaft mit Pil und Pilsen, die Liebe der Argentinier*innen zum Punk, die Verbindung zu den Ramones, also ein ganzer Haufen an Sachen. Die Hosen haben auch sehr schnell Freundschaften vor Ort geschlossen. Aus diesen Gründen spielen die Hosen halt sehr gerne in ARG und sind auch gerne vor Ort.


    F: Wie ist das denn mit der Sprachbarriere, wenn ihr fast alles auf Deutsch singt?


    A: Auch schon vor den Zeiten des Internet wussten die Argentinier*innen, was wir in Interviews gesagt haben, von was unsere Lieder handelten. Das ist wirklich interessant. Ernsthaft, die Argentinier*innen sind das am besten informierte Volk der Welt, auch was den Sport, die Politik, die Musik im allgemeinen betrifft. Unsere Lieder - in Englisch gesungen - gefielen den Leuten vor Ort auch nicht. Sie waren an den Klang der Lieder in Deutsch gewöhnt, auch wenn sie nicht alles verstanden haben. Einige haben dann tatsächlich damit angefangen, Deutsch zu lernen.


    F: Breiti, du spricht Spanisch ja nahezu perfekt!


    A: Danke, aber nicht perfekt. Der einzige Weg die Sprache zu verbessern ist, in einem spanischsprachigen Land zu leben und/oder zu arbeiten. Aber wenn man nur ab und an Spanisch während einer Reise spricht, hilft es doch auch; einige Freundschaften und Begegnungen wären sonst nicht möglich gewesen.


    F: Ihr seid das erste Mal in Tandil. Wie seid ihr auf uns gekommen?


    A: Wir reisen sehr gerne rum. Wir waren schon in Bariloche, Mendoza etc. pp. Das waren immer schöne Erfahrungen, die wir dort gemacht haben. Wir nehmen nicht immer nur die großen Städte mit, sondern auch Fleckchen wie eben Tandil. Ein argentinischer Freund von uns hat uns Tandil ans Herz gelegt; er kennt den Ort, die Location, in der wir spielen. Das hat uns gefallen. Eine Einladung zum Bratenessen haben wir auch! Es sollen auch viele Leute aus BA und Deutschland kommen, das gefällt mir! Man trifft alte Freunde und lernt neue kennen.


    F: Tandil ist eine Stadt des Punk. Man erwartet mit großer Vorfreude euren Auftritt, der als Ereignis des Jahres gehandelt wird. Eine internationale Band hatten wir schon seit mindestens 7 Jahren nicht mehr hier!


    A: Auch wir sind voller Erwartungen. Aber das beste ist doch, das wir zusammen alle Spaß haben werden.


    F: Als Rockgruppe, die schon so lange im Geschäft ist, was haltet ihr von der "neuen" aktuellen Musik?


    A: Ich und auch die anderen hören uns viele verschiedene Arten von Musik an. Mit 20 Jahren war es damals wichtig, sich abzuschotten und sich mit seiner Art von Musik zu identifizieren. Das war dann der Punk und auch Reggae. Danach haben wir uns aber immer weiter musikalisch geöffnet. Heutzutage hören wir alles, HipHop, tradition. Musik, klass. Musik. Es gibt so viele gute Musik! Auch Flamenco ist toll. Im Dezember fahre ich wieder nach Sevilla, eine unglaubliche Stadt mit einer wahnsinnigen und gehobenen Musikkultur und einer beeindruckenden Geschichte des Gitarrenbaus.


    Wir als Hosen machen aber auch Experimente. In 1983 haben wir mit FF Freddy einen Song aufgenommen; auch mit klass. Musikern haben wir Akustikkonzerte zusammen gespielt. Das alles waren Abenteuer für uns. Wir haben auch im Reggae versucht, das haben wir aber aufgegeben. Es war gar nicht so einfach, das zu spielen, aber letztendlich fehlte uns für diese Musikrichtung das "Feeling". Mir als Musikhörer gefällt an Musik vor allem, dass sie Gefühle in mir selbst auslöst. Und wenn ich selbst auf der Bühne stehe, mag ich es sehr zu sehen, wie die Leute eine große Party zu unserer Musik feiern und alle eins werden.


    F: Nicht nur in Europa sondern auch hier bei uns sieht man ein Aufflackern rechten Gedankengutes. Wie geht ihr als Band damit um?


    A: Unsere Eltern lebten damals in einer Zeit der Diktatur und der Kriege. Wir selbst sind mit diesen Geschichten aufgewachsen, daher waren uns allen diese Dinge noch sehr präsent als wie in den 70er Jahren anfingen, Musik zu machen. Damals waren noch viele wichtige Posten in Deutschland mit ehemaligen Nazis besetzt, ein unhaltbarer Zustand. Uns war die Idee der Demokratie und der Menschenrechte immer sehr wichtig, auch wenn wir diese nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen. Man muss sich tagtäglich für diese einsetzen. Daran hat sich auch heute nichts geändert. Gerade Pil war und ist ein Vorbild für uns mit seiner Band und auch andere Bands, die sich während der Diktatur in ARG gründeten.


    Wir sollten trotzdem jeden guten Moment genießen und uns weiterhin für die Freiheit und Demokratie tagtäglich einsetzen. Uns als Band fällt es dann zu, politische Lieder zu schreiben und Organisationen zu unterstützen, die sich ebenfalls dafür einsetzen. Es gibt genügend Möglichkeiten.


    F: Als ihr das erste Mal nach ARG kamt, habt ihr Euch ja mit Pil getroffen. Nun ist er ja leider bereits verstorben. Wie geht es Euch damit?


    A: Zum Anfang war das ein komisches Gefühl. Zum ersten Mal war er nicht da, als wir ankamen. Sonst war er ja immer dabei gewesen. Der leere Platz, den er hinterlassen hat, wird langsam durch die Gespräch über ihn mit Weggefährten und Freunden gefüllt. Man spricht über seinen Mut, die Lieder, die er hinterlassen hat; alles das gibt einem immer noch Inspirationen mit. Es hat sich was geändert, aber auf eine bestimmte Art und Weise ist Pil immer noch da. Auch wenn es befremdlich für uns war, Lieder der Violadores oder Pilsen ohne ihn als Sänger zu spielen. Man wird sich aber immer an ihn erinnern.


    F: Tandil ist heiß auf Euch!*


    A: Wir auch!*


    *frei nach Köln


    Zur Übersetzung allgemein: Wenn ihrs genauer wissen wollt, fragt bitte Euren Rhythmusgitarristen:P

    Und warum hat man diese Band nicht als Vorband nach Deutschland eingeladen für die nun vorbeiseiende SommerTour? Hätte da etwas dagegen gesprochen?