Beiträge von djrj

    Da für so eine Tour natürlich im Vorfeld viel für Werbung, Konzept von allem Möglichem, Proben usw., investiert werden muss, betrachtet das Management die Einbehaltung von 10% nicht als Gewinn, sondern Verlustminderung.


    Die Sichtweise benachteiligt aber einseitig die Ticketkäufer, ohne dass sie etwas davon haben, außer vier bunte Pappen für 17 Euro, die ich mir garantiert nicht an die Wand hänge.


    Als wenn die Gesellschafter den Manager feuern würden, wenn das Geschäftsjahr mit einem sieben- oder achtstelligem Verlust abschließen würde. Den holen die mit der nächsten Tour wieder rein - und wenn sie dafür etwas länger dauern muss :whistling:

    Wer nur ein Ticket gekauft hat, hat schon mal einen Verlust von mindestens 11,70 Euro, nicht 5 bis 10 €, wie hier fälschlicher Weise immer wieder behauptet wird.

    Rechnen ist nicht jedermanns Sache. Bei Uns fehlen rund 27 € bei der Erstattung von vier Tickets
    Wenn mir im Geschäft jemand von 210 € Kaufpreis 27 Euro bei einer Reklamation nicht auszahlt, beschwere ich mich auch. Das ist kein Rumheulen, wenn man sein Recht einfordert. Solche Vorwürfe sind unangemessen.
    Was Recht ist, entscheidet im Zweifel ein Gericht.


    Eine Rechtsprechung gibt es zu VVK und Versandkosten noch nicht im Ticketbereich, weil noch niemand durchgeklagt hat und die Veranstalter sich lieber stillschweigend vergleichen, als ein Urteil zu riskieren, wenn wirklich jemand klagt.
    Schade, dann bestünde Rechtssicherheit. Ich hoffe auf die Verbraucherzentralen.

    Bei Pauschalreisen ist geklärt, dass man alles zurück bekommen muss, auch die Reisebüroprovision, obwohl die Beratungsleistung erbracht wurde.

    Ich frage mich, welche Dritten mir angeblich Leistungen erbracht haben? Und welche Leistungen?

    Klagen muss man nicht gegen KM sondern gegen den Tourveranstalter KKT, der ist Vertragspartner, wenn ich das richtig verstanden habe. Auf Auszahlung des Restbetrages kann man wohl auf Grund der Rechtslage nicht direkt klagen, aber der vorenthaltene Gutschein sollte sich einklagen und ggf. 2023 auszahlen lassen.

    Der Orth hatte auf so eine Tour gar keine Lust, das hat er mir vor der Tonhalle gesagt. Es ist die Entscheidung der Hosen gewesen, die Tour abzusagen, statt zu verschieben. Eine Verschiebung wäre sicher schwer, aber nicht unmöglich gewesen. Gastmusiker sind austauschbar. Die Entscheidung ist bewusst getroffen worden. Gabumon mag das scheiße formuliert haben, aber im Grunde hat er recht, auch wenn ich das nicht Faulheit nennen würde.

    Die Corona-Regeln sind zu neu, da kann es noch gar keine Rechtsprechung geben.

    Vielleicht macht ein eigener Thread mit Austauch über die Rückforderung wirklich Sinn, dann kann man sich über gemeinsame Interessen austauschen, statt über Preisexplosionen zu spekulieren und Rechtfertigungen zu erfinden.

    Wenn die Hosen, wie sie schreiben, den Beteiligten eine Abfindung zahlen, ist das eine große Geste.
    Allerdings sollte man das mit eigenem Geld machen und nicht mit zu Unrecht einbehaltenen Beträgen für nutzlose Leistungen.

    Dass eine Produktionsvorbereitung viel Geld kostet, streitet keiner ab, Veranstalter können sich versichern.
    Wer das nicht tut, muss halt das Risiko tragen.


    Da der Gewinn so einer Produktion ja auch nicht mit dem Publikum geteilt wird, warum soll das Publikum die Kosten tragen? Die verbraucherzentrale sieht das genau so und die Juristen prüfen schon, ob abgemahnt wird oder eine Klage vorbereitet wird. Dann muss sich KKT als Veranstalter verhalten.

    @ Aplengucker

    Zitat

    § 346 BGB
    Wirkungen des Rücktritts

    (1) Hat sich eine Vertragspartei vertraglich den Rücktritt vorbehalten oder steht ihr ein gesetzliches Rücktrittsrecht zu, so sind im Falle des Rücktritts die empfangenen Leistungen zurückzugewähren und die gezogenen Nutzungen herauszugeben.

    Das Rücktrittsrecht ergibt sich aus der Unmöglichkeit der Leistung.
    Ein zusätzlicher Schadenersatzanspruch entsteht dadurch nicht.


    Die Empfangenen Leistungen sind zurück zu gewähren. Der Veranstalter bekommt die Tickets zurück und der Käufer sein Geld, so wäre es richtig. Das macht ja auch jedes Reisebüro so, wobei es die Tickets nicht zurück verlangt, weil es E-Tickets oder Voucher sind.

    E-Mail von Kauf Mich

    Wir werden unsere Zelte und einen Beamer aufbauen.
    Die Gesprächsrunden werden wir dann aber eher ohne Ton verfolgen, wobei einige Gespräche sicher sehr witzig werden, wenn ich da so an den Butterwegge denke.

    Naja, er wird halt auch älter und da ändert sich die Einstellung zum Alter schon mal, aber seit ein paar Jahren denken die nicht ans aufhören, warum auch?
    In letzter Zeit gab es vereinzelt immer nur blöde Fragezeichenschlagzeilen über eine mögliche Auflösung, aber da war dann nie Substanz hinter. Es ging wohl den Autoren nur darum, viele Klicks zu generieren.


    Schlagzeilen mit Fragezeichen klicke ich u.a. deswegen nicht mehr an.

    So ganz nebenbei:
    Die Frist bis Ende Oktober, die KM für die Erstattung willkürlich festgelegt hat, ist auch nicht rechtens, die Ansprüche verjähren erst nach frühestens zwei Jahren zum Ende des Jahres.


    "Lassen Veranstalter wegen Corona Events ausfallen, können Kunden ihre Ansprüche auf Erstattung der Ticketgebühren innerhalb der nächsten 3 Jahre, also bis zum 31.12.2023, geltend machen."


    Quelle: https://www.advocado.de/ratgeb…bgesagt-wegen-corona.html

    Mail an Verbraucherzentrale und WDR sind raus.


    Nochmal zur Rechtslage:
    Bei Konzertausfall sind alle Beträge 1 zu 1 zu erstatten, ohne wenn und aber.

    VVK- und Versandgebühr gehören in voller Höhe dazu.
    Wenn wer der VVK-Stelle etwas zahlen muss, dann ist es der Veranstalter, der die VVK-Stelle mit der Abwicklung beauftragt hat. Warum soll der Kunde für eine Leistung bezahlen, mit der er nichts anfangen kann? Jedes Fitnessstudio muss die Mitgliedsbeiträge für nicht nutzbare Tage anteilig erstatten.

    Jedes Reisebüro muss die Stornos abwickeln und die Provisionen zurück zahlen und bekommen keinen Cent dafür. das ist halt unternehmerisches Risiko und nicht das Pech des Kunden, es sei denn, er wehrt sich nicht.

    Da wir allerdings ein Buch mitbestellt haben, können wir die Versandkostenpauschale nicht zurück fordern.

    Wenn sich KM alleine die 6,50€ Versandkostenpauschale einbehalten hätte, würden die wenigsten etwas sagen, aber nun zaubern die eine fiktive VVK-Gegühr aus dem Hut - Das hätte in der Rechnung ausgewiesen werden müssen, auch da es sonst Steuerhinterziehung ist:

    Konzert 7% Mwst. VVK-Gebühr 19% Mwst.

    das war schon immer so daß Vorverkaufsgebühren nicht erstattet werden. Hat auch die Verbraucherzentrale noch nicht gegen geklagt, von daher wird das wohl rechtens sein. Finde es zwar auch ärgerlich, läßt sich aber wohl nicht ändern.

    Irrtum

    man hat immer das Recht auf den vollen Betrag, da die Nebenleistungen ohne die Hauptleistungen völlig uninteressant sind.

    Hier ist aber ganz klar die VERSCHIEBUNG von Großveranstaltungen definiert, nicht der Komplettausfall.

    Ebenfalls geht es in der Rechtsgrundlage, die gente weiter oben angehängt hat, ausschließlich um die Gutscheinregelung.

    Eine eindeutige Klausel, daß Ticketpreis UND Gebühren bei Komplettabsage einer Großveranstaltung zurückzuerstatten sind, haben wir bisher nicht.

    Und möglicherweise IST das eine Gesetzeslücke, die sich kaufmich zunutze macht.

    Nein, da ist die Rechtslage eindeutig, das war sie bei Konzertabsagen auch schon vor Corona.

    Keine Leistung = kein Geld, also muss der volle Betrag für alle Aufwendungen, einschließlich Versandkostenpauschale erstattet werden.


    Nur dürfen nun die Veranstalter alternativ Gutscheine ausstellen. Da km darauf verzichtet darf die Firma aber nicht den Betrag kürzen, darf sie ja sonst bei ausgefallenen Konzerten auch nicht.

    Man hat Anspruch auf den Vollen Betrag, da die Veranstaltung abgesagt wurde.

    ich schreibe gerade der Verbraucherzentrale, da die drei Tage um sind.


    PS
    Wenn ich Tickets zurück schicken sollte, würde ich eine Versandkostenpauschale von 6,50 Euro in Rechnung stellen. Nur so als Anregung.

    Also dass Menschen mit mehreren Accounts und einer Bankverbindung ihre Tickets zurück schicken müssen, dafür habe ich noch Verständnis, aber nicht, dass sie die Rechtslage verdrehen und "keine Kulanz" gewähren wollen.

    Die müssen die Käufer fragen, ob sie Kulanz gegenüber kauf mich gewähren.
    Das lehne ich genauso ab, wie sie Kulanz ablehnen.


    Wer sein unternehmerisches Risiko auf die Kunden abwälzen will, sollte sein Geschäft zu machen.

    Die Kunden werden ja auch nicht am Gewinn beteiligt.


    Der Verkäufer hat den vollen Kaufpreis an den Käufer zu erstatten. Er muss sich darum kümmern, von KM den vollen Betrag zurück zu bekommen. Man kann das Recht nicht außer Kraft setzten, nur weil es KM versucht.

    Überall gibt es Menschen, die mit Vernunft und Argumenten überfordert sind und lieber ihren Vorurteilen vertrauen. Warum sollte es hier im Forum anders sein?


    Man kann sich aber auch informieren, warum man eine Zustimmung geben muss..
    Man muss bei Android der Standortfeststellung zustimmen, weil man Grundsätzlöich auch mit Bluetooth den Standort feststellen kann. Das macht die App zwar nicht und greift erst recht nicht auf die GPS Daten zu, aber dass man der Standortfeststellung zustimmen muss, ist nur folgerichtig, auch wenn die Standortdaten gar nicht gespeichert werden.

    Das ist z.B. bei Einkaufs-Apps völlig anders. Schon mal bei Mc Donalds mit Handy bestellt?