Beiträge von maddin

    Jetzt beruhigt euch mal wieder...ein netter kleiner Scherz, den die meisten auch als solchen erkannt haben. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele darauf rein fallen.


    In diesem Sinne: Hut ab, Andy.


    Zeigt aber auch mal wieder, dass andere Bands hier deutlich kreativer sind, als die Hosen. Frank Turner spielt z.B. jeden Donnerstag ein Album zu Gunsten eines kleinen Clubs. Beim ersten Abend kamen so mehr als 40.000 EUR für seine Crew zusammen.

    Darf gerne auch mal den FfF-Jüngern erklärt werden. Wir haben uns in letzter Zeit zu stark geschwächt und sind mit dieser Krise hoffnungslos überfordert. Ich für meinen Teil hoffe nur, dass danach diese übertriebene Wirtschaftsantipathie samt FfF verschwindet.

    Ich bin gerade fast vom Stuhl gefallen. Nicht dein Ernst?


    Eine sehr kurze Internetrecherche hat ergeben, dass allein im Jahr 2003 (kann nicht noch gut an die Hitze beim mündlichen Abi erinnern) in Europa 70.000 Personen an den Folgen der Hitzewelle starben. Die Zahlen stammen vom RKI, schätze ich also als glaubwürdig ein. Langfristig gesehen, ist der Klimawandel sehr viel tödlicher, als Corona. Nur leider sieht man halt die Folgen nicht so direkt und meistens auch nicht bei sich selbst, da die Folgen (noch) viel mehr Afrika betreffen als Europa. Wenn jetzt die Corona-Krise dazu führt, dass sämtliche Anstrengungen im Bereich Klimaschutz wieder rückgängig gemacht werden, dann dürften die Auswirkungen weit drastischer sein.


    Die Jahrzehntelangen Warnungen der Experten im Bereich Klimawandel zu ignorieren ist genauso dumm, wie es jetzt wäre, die Ratschläge der Virologen und Seuchenexperten zu ignorieren.

    Mir fällt nur leider keine bessere ein. Bemannte Drohnen sind leider noch nicht zugelassen und Helikoptertransporte sind vermutlich nicht finanzierbar.


    Schon interessant, wie der Coronavirus die öffentliche Debatte dominiert. Kein Mensch spricht mehr über Demos in Honkong oder Heuschreckenplagen in Afrika. Und bei den ganzen Kraftanstrengungen, die vermeindlich oder tatsächlich notwendig sind, um die Wirtschaft (wer ist das überhaupt) vor der drohenden Rezession zu schützen, erscheint es geradezu großzügig, 1.000 Kinder vor den unmenschlichen Bedingungen und dem drohenden Tod auf Lesbos zu retten. Somit kann man ganz nebenbei sämtliche humanen Werte, für die die EU eigentlich stehen sollte, zu Gunsten einer "Festung Europa" aufgeben und kaum einen störts.


    Thomas Gsella hat dies sehr treffend zusammengefasst:


    Die Corona Lehre

    Quarantänehäuser spriessen,

    Ärzte, Betten überall

    Forscher forschen, Gelder fliessen-

    Politik mit Überschall.

    Also hat sie klargestellt:

    Wenn sie will, dann kann die Welt.

    Also will sie nicht beenden

    Das Krepieren in den Kriegen,

    Das Verrecken vor den Stränden

    Und das Kinder schreiend liegen

    In den Zelten, zitternd, nass.

    Also will sie. Alles das.

    Ich sehe das mit dem Absagen von größeren (nationalen) Veranstaltungen eher zwiespältig. Solange man in Großstädten wie Berlin täglich mit 2 vollen U Bahnen und ner noch volleren S Bahn zur Arbeit fährt und dabei sicher auch genug Menschen um sich hat, liegt für mich das potentielle Risiko eher bei den Öffis. Und ich benutze sie trotzdem weiter. Anders sieht es bei internationalen Großveranstaltungen aus, die sollte man meiner Meinung nach tatsächlich verbindlich untersagen.

    Unterschied zwischen Öffis und Großveranstaltungen: Auf Öffis ist man (unter anderem das Klinikpersonal) angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Auf Großveranstaltungen nicht. Daher ist es schon sinnvoll, hier zu differenzieren.

    Dem stimme ich so absolut zu. Nur muss das eben für jeden gelten und hier macht es den Anschein, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Und dieser Eindruck sollte vermieden werden, wenn man glaubwürdig sein/ bleiben oder werden möchte.

    Nein, Personen als H****sohn zu bezeichnen ist nicht lustig, gut oder sonst irgendwie akzeptabel sondern beleidigt all diejenigen, die leider noch immer gezwungen sind diesem Gewerbe zu arbeiten.


    Nein, Personen in ein Fadenkreuz zu stellen, ist ebenso geschmacklos wie inakzeptabel.


    Aber:


    - Ohne die Eskalation am Wochenende hätte ich nicht von den Kollektivstrafen des DFB mitbekommen. Und ich denke, so geht es noch mehreren. Manchmal muss man eben zu drastischen Mitteln greifen, um Öffentlichkeit herzustellen.


    - Politikerinnen müssen sich (zumindest bis das Urteil korrigiert wird) offiziell als Stück Sch***, Drecks F****, geisteskrank etc. bezeichnen lassen. Weshalb es schlimmer sein, einen Multimilliardär wie oben beschrieben zu bezeichnen, erschließt sich mir nicht.


    - Ähnliches Unverständnis habe ich dafür, wenn bei rassistischen Bemerkungen nicht ebenso konsequent verfahren wird.



    Persönlich hat mein Interesse an Fußball in den letzten Jahren stark nachgelassen. Dies hängt auch mit der totalen Kommerzialisierung und den mafiösen Umtrieben von DFB, UEFA uns FIFA zusammen. Ein wirklicher Wille zur Selbstreinigung kann ich in allen drei Organisationen nicht erkennen.

    Aber was bringts denn, jemanden der in dieser Hinsicht null kompetent ist und nicht mit alten, kranken oder behinderten Menschen kann, dazu zu verpflichten, dort zu arbeiten?
    Dann lieber jemanden, "der nichts besseres bekommt", aber halbwegs damit umgehen kann, als jemand der diese Arbeit machen muss, aber am Ende mehr schadet (den Personen gegenüber), als dass es/er hilft.


    Ich würde den Dienst ja gerade so gestalten, dass man von mir aus auch Bäume pflanzen oder Vögel beobachten kann, wenn man nicht so mit Menschen kann, dafür vielleicht mehr mit Naturschutz am Hut hat.


    Ich finde es grenzwertig, vielleicht sogar gefährlich, dass das Zwangsarbeitsverbot aus dem Grundgesetz wieder aufgeweicht werden soll


    Dafür haben wir ja das Bundesverfassungsgericht, welches eine solche Wiedereinführung sicherlich zur Prüfung vorgelegt bekäme.

    Bei gewinnorientierten Kranken.- und Pfelgeeinrichtungen dürften vor allem die Kapitaleigner davon profitieren. das sind - anderes als früher - keine staatlichen oder städtischen Einrichtungen, sondern üblicher Weise Ausbeuterbetriebe, wobei ich die kirchlichen Einrichtungen da mit einbeziehe, weil diese auch nicht mehr in erster Linie dem Gemeinwohl verplichtet sind.


    Das trifft auf einige Pflegeeinrichtungen und Krankenkassen zu, die aber immer noch in der Minderheit sind. Vor allem im Bereich er Kinder- und Jugendhilfe sowie der Wohnungslosenhilfe sind mir diese nicht / kaum bekannt. Wer anderes weiß, kann mich gerne eines Besseren belehren.


    Um wem / was sind denn bitteschön kirchliche Einrichtungen verpflichtet, wenn nicht dem Gemeinwohl?


    Wie ähnlich schon gesagt: Wer zur Charakterschulung irgend einen Dienst braucht, soll ihn machen dürfen, aber schade, dass Eltern und Bildungssystem diese Aufgabe nicht ausreichend bewerkstelligen.

    Das Problem ist doch, dass genau diejenigen, die es "nötig hätten" (wer darf sich eigentlich anmaßen, dies zu beurteilen?) den Dienst nicht tun, weil sie die Notwendigkeit nicht erkennen sondern sich nach Abi mit 17 und Bachelor mit 20 für fertig ausgebildet und reif halten. Dabei wissen sie nicht mal, dass man Klopapier kaufen muss, wenn es alle ist, da dies bislang Mama gemacht hat.


    Endlich mal wieder eine angenehme Diskussion hier, bei der sachlich argumentiert wird und nicht gleich persönlich beleidigt.

    Natürlich ist das nicht jeder/ jede. Aber auch hier würde eine Verpflichtung dafür sorgen, dass eben nicht nur die kommen, die "nix besseres bekommen". Meine Erfahrung ist auch die, dass die Qualität der FSJler stark abgenommen hat und die hauptamtlichen Kräfte mit den aktuellen FSJ deutlich mehr Arbeit haben als mit den Zivis. Natürlich ist das sehr verallgemeinert und trifft nicht auf alle zu.


    Und wenn das Konzept breiter angelegt wäre, gäbe es auch mehr Einsatzmöglichkeiten. Auch für Menschen, die nicht für die "Arbeit am Menschen" geeignet.

    Aus meiner Sicht ist der Staat nur dazu da, Rahmenbedingungen zu schaffen, in dem sich ein Individuum fair und frei entfalten kann.

    100% Zustimmung. Aber genau an dem "fair" scheitert der Staat eben immer noch viel zu oft - vor allem auch im Vergleich mit skandinavischen Ländern. Inwiefern dies durch ein verpflichtendes FSJ erreicht wird, ist sicher fraglich. Ausschließen würde ich es aber nicht.

    Selbst wenn du den zukünftigen BWLer vor seiner Tätigkeit bei Goldmann Sachs zwingst, 10 Monate im Behindertenfahrdienst unterwegs zu sein, wird sich am Resultat wenig ändern, dass er seine Karten anders ausspielen kann als jemand aus der sogenannten bildungsfernen Schicht.

    Genau das würde ich, allerdings ohne empirische Studien zu kennen, bezweifeln. Vielleicht geht der BWLer auch gar nicht zu Goldmann Sachs sondern entscheidet sich nach dem Zivi für eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger? Wäre auf jeden Fall nicht der Einzige, der dadurch mit einer Welt in Berührung kommt, die er ansonsten nie kennen gelernt hätte. War zumindest bei mir so mit dem gesamten Bereich "Menschen mit Behinderung" so.


    Es ist eben die Frage, ob der Grundrechtseingriff durch ein verpflichtendes Jahr mit Dienst an der Gesellschaft erforderlich und verhältnismäßig ist. Darüber können Juristinnen und Juristen sicherlich ewig streiten. Ich als juristischer Laie würde dies bejahen.


    Hier noch eine Hörempfehlung für alle, die wie ich, das Medium "Podcast" entdeckt haben. Der ( Podcast "Lage der Nation" behandelt das Thema ausführlich in Folge 105. Allgemein einer der besten Podcasts, wie ich finde, da stets fundiert und mit dem notwendigen juristischen Background.

    Wieso machen Pflegekonzerne Milliarden gewinne?

    Das trifft so nur auf die privaten Konzerne und damit nur auf einen kleinen Teil des gesamten Sozialsektors zu. Ob es überhaupt ok ist, dass Gelder aus dem Wohlfahrtssektor an privaten Investoren fließen, ist eine spannende Diskussion. Ich selbst arbeite in einer diakonischen Einrichtung (allerdings in der Verwaltung) und habe meinen Zivi bei der Lebenshilfe gemacht. Hier ging es nie um eine Gewinnerzielungsabsicht. Dass die "Schwarze Null" aber auf Dauer erreicht werden muss, ist auch klar. Während meines Studiums habe ich noch ein Praktikum bei einem großen, privaten Klinikkonzern gemacht. Dies war eine andere Welt, die nicht meine ist.


    Wo Eltern und Schulen versagen, wird der Staat es am wenigsten richten können...

    Wessen Aufgabe ist es denn dann, wenn nicht die des Staates? Deutschland ist leider immer noch hinteres Mittelfeld wenn es darum geht, Chancengleichheit zwischen Kindern aus so genannten bildungsfernen und -nahen Schichten herzustellen.


    Die meisten Argumente, die hier vorgebracht werden, sind kein grundsätzliches Argument gegen das verpflichtende FSJ sondern beziehen sich auf die konkrete Ausgestaltung. Und an der kann man natürlich einiges verbessern.

    Dann soll der Staat auch dafür sorgen das dies ordentlich bezahlt wird. Zivis bekamen (hab das mal ausgerechnet) WENIGER(!!!) als den Hartz4 Regelsatz. Mussten dafür schuften wie ein Ochse, den gleichen Job machen den Vollzeitstellen machten. Wochenend und Feiertagsarbeit wurde von Ausgegangen das dies gemacht wird.


    Ich war selbst Zivi in einer WG für Menschen mit Behinderung und das ist schlichtweg Quatsch. Für Einzelfälle mag das sicher zutreffen. Meine Erfahrung war jedoch, dass ich während der Zeit mehr Geld zur freien Verfügung hatte, als jemals zuvor und auch Langezeit danach als Student. Weiterhin habe ich mich keinesfalls krumm geschuftet sondern hatte viel Zeit für die Menschen um mit diesen z.B. zum Fußballschauen in die Kneipe zu gehen, Karten zu spielen etc. Zeit, die die Hauptamtlichen eben nicht haben.


    Weil mir das Thema Menschen mit Behinderung sehr ans Herz gewachsen ist, arbeite ich heute noch als Aushilfe in einem Wohnheim. Seit es keine Zivis mehr gibt, werden diese durch ausländische FSJler ersetzt. Diese können oftmals nur wenig Deutsch, was insbesondere für die Bewohner oft schwierig ist.


    Ich bin daher auch eindeutig für ein verpflichtendes soziales Jahr. Dieses kann natürlich auf weitere Bereiche wie THW, Feuerwehr ausgedehnt werden.


    und ich kenne KEINEN (weder Bund noch Zivi), der dieses Jahr, wie weiter oben behauptet, als verloren bezeichnen würde.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Selbst wenn man das Buch schon gelesen hätte, war es ein wunderbarer Abend.


    Und ein T-Shirt habe ich auch noch abgestaubt, weil ich als einer von gefühlt 5 im ganzen Saal den Mord an Vicky Morgan kannte:)

    Ich mag alle Vorbands sehr. Auf jeden Fall eine gute Auswahl.


    Bin aber auch gespannt, wie die in so großen Locations wirken.

    Bei Thees kann ich mir das noch am ehesten vorstellen. Funny van Dannen, Tim Vantol und vor allem TV Smith Konzerte leben aber von der besonderen Atmosphäre in kleinen Clubs.

    Das wohl allergroßartigste Weihnachtsalbum aller Zeiten ist "Funny Looking Angels" von Smith&Burrows.


    Dies ist eine objektive Tatsache und jeder, der etwas anderes behauptet, hat keine Ahnung von Musik.


    Genauso wie das beste Weihnachtslied aller Zeiten "A Fairytale of New York" von The Pogues ist. Ohne Wiederrede.