Beiträge von Agent1873

    Ich war am Montag im Baumarkt und da spielten sie diesen Song. Eigentlich hatte ich auch schon alles, was ich kaufen wollte, aber weil ich den Song noch bis zum Ende hören wollte, lief ich noch etwas herum und ... kaufte noch einen Badezimmerschrank. Aber das ist eine komplett andere Geschichte... hier sind Supertramp:


    Ticketalarm!


    New Model Army + Orchestra Sinfonia Leipzig - 40th Anniversary Special Show


    Fr., 17.07.2020, 20:00
    TEMPODROM, Möckernstraße 10, 10963 BERLIN, Deutschland

    Ich kannte die Band bislang nur vom Namen. Hätte ich mal besser nicht auf die Videos geclickt. Die sind richtig gut! Und jetzt ist es passiert. Ich werde vermutlich für den Rest des Abends hier sitzen und "100 Kilo Herz" hören.
    CD ist bestellt.
    Ich finde Bläser klasse!


    Danke Janjoe!! :)

    Mein etwas verspäteter Konzert-Rückblick, aber ich bin mit einer fetten Erkältung nach Hause gekommen.


    Also, 3 Konzerte in Folge: Dortmund, Hamburg und Berlin. Meine Arbeitskollegen können das nicht verstehen und fragen immer wieder das Gleiche und ich antworte immer wieder das Gleiche. Und es war auch diesmal so! Dortmund war ein super Konzert. Ich war auch wirklich überfällig für eine Army-Show. Und hätte ich nicht gewusst, dass es danach weiter geht, wäre ich in ein tiefes Loch gefallen. 2-3 Shows brauche ich mindestens um mich vom Alltag zu regenerieren. Und am besten geht es, wenn ich es alleine mache. Ich brauche Zeit, um mich (allein) mental darauf vorzubereiten und um mich allein in dieser Welt zu bewegen.


    Ich hatte mir selbstverständlich wieder vorher die Setlist angeschaut und war nicht so überzeugt davon, dass „One of the chosen“ ein guter Opener sein würde. Aber ich hätte Justin Sullivan vertrauen soll. Er weiß, was er tut! Der Song war fantastisch als Einstieg. Ich liebe es so sehr, wenn er mit dieser Inbrunst in Mikro schreit. Dann kam mit „Never arriving“ ein neuer Song und ich hatte durchgehend das Gefühl, dass die neuen Lieder noch nicht so gut abgefeiert wurden, wie die alten Stücke. Mir selbst hat „Never Arriving“ sehr gut gefallen. Es kam sehr kraftvoll und ich war definitiv angekommen in dieser anderen Welt. Da waren nur noch ich und die Band. Mein absolutes Highlight an diesem Abend war „From here“. Und natürlich „States Radio“. Oh Gott, ich liebe diesen Song!


    In der Hamburger Markthalle war ich seit 20 Jahren oder länger nicht und JS erzählt oft, dass dies eine seiner Lieblingshallen sei. Ich glaube, ich war zum letzten Mal dort bei Pete Droge und da war die Halle nur zu einem Viertel gefüllt. Ich stand vorne rechts und es ging los. Und von Anfang an herrschte eine gigantische Stimmung im Publikum. Ich glaube, es waren sehr viele Engländer anwesend. Die Frau vor mir war gut drauf und performte ihren eigenen Tanz und ich machte mir Sorgen um meine Zähne weil sie ständig so weit mit ihren Armen ausholte, so dass ich mich auf die Stufe neben mir stellte, was letztendlich eine gute Idee war. Super Blick auf die Bühne und auf den Mosh Pit. Was für eine Stimmung! Dieses Konzert war eines der allerbesten, die ich je besucht habe. Extrem freundliches Publikum und eine Band, der man die Spielfreude ansehen konnte. Die neuen Songs wurden meiner Meinung nach zwar immer noch sehr verhalten aufgenommen, aber es gab auch jede Menge alter Stücke. „The Charge“, „51st State“, „Here comes the war“ und für mich aus dem „Eight“-Album „Wipe out“. Meine Highlights an dem Abend waren “States Radio” (ich finde die „Arlington“ Stelle so extrem berührend. Ich war mal auf diesem Friedhof und es war so ein trauriges, beklemmendes Gefühl. Diese Stelle in dem Lied bringt alle meine Gefühle auf dem Punkt.), eigentlich war dieses 3er Set in Folge von „Winter“, „Here comes the war“ und „States radio“ fantastisch gut. Dann kamen die Zugaben und ich mache mich für den Rückzug bereit, aber dieses sympathische Publikum blieb einfach stehen und forderte lautstark die Band zurück auf die Bühne. Und dann kamen sie tatsächlich wieder zurück und JS sagte, wir müssten jetzt gehen und deshalb würden sie etwas sehr langweiliges spielen. Und es kam… „I love the world“!!! Und ich empfand auch sehr viel Liebe… für diese Band! Dann gingen sie wieder und ich drehte mich auch um, weil ich gehen wollte, aber keiner rührte sich. Alle blieben stehen und brüllten die Band zurück und sie kamen tatsächlich zurück und dann gab es noch „Ballad of Bodmin Pill“. Als ich die 5 Minuten zurück zu meinem Hotel lief, hatte ich nur einen Wunsch. Ich wollte, dass die Welt still steht. Dass ich für immer in der Markthalle bei dieser Band sein darf. Und „From here“ ist mein neues „Born feral“. Also, auf der letzten Tour haben mich die Drums bei „Born feral“ jedesmal dazu bewogen, die Augen zu zumachen und dann sah ich einen Dschungel. Fragt nicht wieso, er war auf einmal da und ich mittendrin. Im Hamburg habe ich bei „From here“ die Augen geschlossen. Ich weiß nicht mehr, ob ich irgendwo war, aber ich hatte das große Bedürfnis mich auf den Boden zu legen.
    Und dann kam Berlin. Ich war inzwischen weit weg von jeglicher Realität und der Gedanke, dass ich gefangen in irgendeinem Büro seltsame Gutachten erstelle, erschien mir völlig abstrakt. Ich wartete immer noch auf die gute Fee mit dem Zauberstab, die sagte, „Musst du nicht machen. Dein neuer Auftrag lautet vor dieser Bühne zu stehen. Und diese Band wird für immer spielen!“.



    Das Berliner Publikum war sehr steif verglichen mit dem in Hamburg und Dortmund. Vielleicht war das gut um mich auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. An der Band lag es nicht. Die haben sich auch in Berlin den Arsch abgespielt. Und ich liebe sie so sehr. „Winter“ ist immer noch ein unbeschreiblich guter Song. Mein Lieblingssong vom neuen Album „Where I am“ ist live wunderschön. Und Justin Sullivan ist ein Zauberer!! Und ich hatte noch tagelang "Over the wire" im Kopf...

    Da hast du dir dann sogar genau den richtigen Song rausgesucht, den hat Nagel nämlich vor Jahren (als der Mal solo unter dem Namen "Freunde der Nacht/Ruhe" ein paar Konzerte gespielt hat) mit im Set gehabt. Das klang fast noch besser als das Original.


    Das wusste ich gar nicht, dass Nagel den Song mal gecovert hat. Sehr interessant!
    Danke für die Kauf-Empfehlung. Ich habe mir die "Best of"-CD bestellt. Freue mich schon darauf!
    Ich habe mir in der Zwischenzeit ein paar mehr Lieder angehört und konnte mich an recht viele Stücke erinnern. Es scheint, ob käme ich jetzt besser klar mit der Band als früher.


    Mein aktueller Ohrwurm:

    Neulich war ich beim Muff Potter Konzert und Nagel sagte, dass er schon immer großer Tocotronic Fan gewesen sei. Und ich dachte so bei mir, dass ich Tocotronic schon 100 Jahre nicht mehr gehört habe und auch irgendwie in Erinnerung habe, dass ich sie gar nicht so besonders gut fand. Aber dieser Song ist grandios. Vielleicht gebe ich Tocotronic noch eine Chance ... :)


    maik: danke, ich werde mir das Album auch mal wieder komplett geben müssen.


    Eine gute Sache ist es übrigens auch das Solo-Album „Navigating By The Stars“ komplett zu hören. Es hat so viele wunderschöne Lieder, traurige Lieder. Im Moment liebe ich besonders „Sentry“. :love:


    BzbE: was meinst du, wenn du schreibst, dass dir Songs fehlen?


    Für mich funktionierte das Album übrigens auch im Sommer. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich mit Kopfhörern auf der Sonnenliege am Pool lag und ein tiefes Verständnis für die Menschen spürte. Ich spürte die Bereitschaft, die Welt zu lieben. Allerdings machte ich abends den Fehler, den Computer hochzufahren… :wall:

    Ich war auch noch nie ein Rammstein Fan, aber ich habe mir gerade das Original angehört und das ist ebenfalls ein sehr guter Song. Was für eine wunderschöne Lyrik.


    Allerdings haben die Hosen dem Song mit ihrem Cover nochmal mehr Leben und Gefühl eingehaucht. Eine fantastische Performance. Für mich tausend Mal besser als das Original.


    Die Hosen sind aktuell leider etwas in den Hintergrund gerutscht bei mir, aber nun bereue ich es doch, dass ich mich nicht um Tickets für Düsseldorf bemüht habe. Als Ersatz werde ich dann jetzt wenigstens mal das neue Album bestellen. ;(

    Wenn man auf das neue Album seiner Lieblingsband wartet, wird das Warten mit jedem Tag schwieriger wenn es dann auf den Erscheinungstag zugeht. Gestern war am Schlimmsten. Ich war so sicher, dass es ein gutes Album werden würde. Aber jetzt einfach zu sagen, es ist ein echt richtig gutes Album geworden, wäre eine Untertreibung. Dieses Album ist ein Schwarzes Loch, es hat mich verschlungen. Es ist musikalisch so vielschichtig, JS spielt zudem unglaublich mit seiner Stimme. Es geht auf und ab, rennt zickzack und wechselt dann wieder die Richtung und am Ende passt eins zum anderen. Wunderbar!


    „Passing Through“ ist irgendwie ein sehr trauriger Song und hat gleichzeitig auch etwas sehr beruhigendes. Und so wie der Songtext mit meinen Gefühlen Achterbahn fährt, erfindet er sich auch musikalisch immer wieder neu. Wenn nach dreieinhalb Minuten die Gitarren einsetzen und der Song dann von den Drums weiter getragen wird, spiegelt das auch meinen Sturm der Emotionen wider. Und dieses „It will be over soon“ am Ende ist einfach nur zum Heulen traurig.


    Bei „Never Arriving“ mag ich den Refrain sehr gerne. Besonders dieses „And for cowards like me, the safest place that we know is here between departing and arriving, but never arriving“.


    Bei “The Weather” finde ich den Vergleich zwischen der Klimaveränderung und dem Verhalten der Menschen sehr spannend.


    Zu „End Of Days“ habe ich ja schon etwas geschrieben. Es hat sehr viele sehr gute Textpassagen. Und passt thematisch auch irgendwie zu „The Weather“. Menschen! Immer wieder spannend zu beobachten.


    „Great Disguise“ ist einer meiner Lieblingssongs. Fantastischer Text in dem ich mich sehr gut wiederfinden kann.


    Zu „Conversation“ könnte ich gerade einen halben Roman schreiben. Aber ich lasse das mal lieber. Das ist ein Song, der mich und meine Gedanken weit weg trägt. Und um diese 2-3 Zeilen zu schreiben, habe ich den Song gerade dreimal hintereinander gehört. Er tut es einfach. Nimmt mich weg aus dieser Welt.


    Und hier kommt mein zweiter Lieblingssong „Where I Am“. Kleiner Exkurs: ich habe 2 T-Shirts beim letzten Weihnachtskonzert gekauft auf denen hinten Songzeilen stehen, die ich nicht zuordnen konnte. Ich kam mir schon richtig blöd vor, weil ich mich nicht entsinnen konnte, aus welchen Songs sie stammen. Und dann diese Erleichterung „ I am where I am, I‘m not so hard to find“. Sehr guter Text mit dem ich ebenfalls viel anfangen kann und musikalisch sehr einfach zu betreten. Ich freue mich schon darauf ihn live zu hören. Da ist definitiv ein Live-Song!


    „Hard Way“ ist meiner Meinung ein sehr typischer NMA Song. Beginnt etwas sperrig, aber nicht unangenehm und wechselt dann und endet musikalisch als Supernova. Sehr interessante Zeile „If we can forgive ourselves, then we must forgive the others“. Auch davon abgesehen ein Text zum Nachdenken.


    “Watch And Learn” habe ich vorab in der Live-Version auf YouTube gesehen/gehört und fand den Text sehr gut. Musikalisch konnte ich dem Song in diesem Video noch nicht so viel abgewinnen, aber auf dem Album gefällt er mir gut. Ich vermute, das Video hatte einfach nur einen miesen Ton, weil ich mir jetzt sehr gut vorstellen kann, dass der Song live gut rüber kommt. Viel Gebrüll am Ende.


    Bei „Maps“ bin ich noch nicht so ganz sicher, was er mir erzählen will. Ich habe eine Idee, aber auch nur deshalb, weil das Damoklesschwert auch ständig über meinem Kopf erscheint. Der Song hat etwas sehr düsteres. Vielleicht geht es tatsächlich um Menschen, die ständig ihr Glück herausfordern.


    „Setting Sun“ ist ebenfalls, wie ich finde, ein typischer NMA Song und hat ebenfalls einige gute Textpassagen, denen ich mich direkt sehr verbunden fühlte, z.B. „There’s a swollen river running through our lives, of course it’s faster every day. Takes familiar things that we know and love and carries them away“. Die Musik, so ungefähr in den beiden letzten Minuten, lässt mich irgendwie an Apokalypse denken. Könnte meinetwegen 10 Minuten so weiter gehen.


    Der Titeltrack „From Here“ ist fantastisch. Was für ein genialer Text, was für Wortspiele. Und endlich Drums ohne Ende.

    Oh, ich liebe „Summer Moors“! :love:


    Hm, ich kann gar nicht sagen, welcher der beiden neuen Songs mir besser gefällt. Als ich „End of days“ zum ersten Mal hörte, dachte ich beim Anfang „Oh, ein Pop Song!“ und dann wurde es alles, aber definitiv kein Pop-Song. Der Song war musikalisch so vielschichtig, er explodierte förmlich in meinem Kopf. Ich habe eine Playlist für meinen iPod gemacht und die ersten 3 Songs sind: End of days, The Hunt, No rest. Den 4. Song der Liste kann ich schon nicht mehr nennen, weil ich dann wieder von vorne starte. Ich finde, „End of days“ passt sich da wunderbar rein. Das ist die Army wie ich sie liebe!
    Als ich „Never Arriving“ zum ersten Mal hörte, war ich völlig fasziniert, weil er so komplett anders war als "End of days". So Storytelling. Aber nach dem dritten oder vierten Lauf fand ich, dass er extrem mächtig und musikalisch super kraftvoll ist. Passt hervorragend in meine Playlist der genannten 3 Songs.


    Und.. ich habe beide Songs als MP3 gekauft. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals vor Veröffentlichung eines Albums einzelne Songs gekauft habe. Aber es fällt mir wirklich sehr schwer auf den 23.08. zu warten.

    Noch ein neuer New Model Army Song. Und ich glaube, das neue Album ist schon vor der Veröffentlichung mein Lieblingsalbum des Jahres. Diese beiden vorab veröffentlichten Singles sind phänomenal gut.
    Es dauert noch sooo lange bis zum 23.08. ... :(


    Neue New Model Army Single "End of days" wurde heute veröffentlicht. Mannomann, was für eine Explosion in meinem Kopf. Wirklich verdammt guter Song. :thumbup: