Beiträge von Wehende Bayernfahnen

    Wird vermutlich ein Fehler bei der Besucherzahl sein. In den Infos steht tatsächlich exklusiver Gig vor 80 Fans. Das klingt auch wesentlich realistischer. Ich hab zuerst nur auf die Besucherzahl geschaut und war ob der angegeben 60.000 mehr als verwirrt. Fand das dann aber wirklich im Rheinstadion statt? Vor 80 Leuten? Irgendwie schwer vorzustellen, hätte aber was.

    Wo dieser Thread gerade wieder hochkommt: im Tourdatenarchiv steht, dass einen Tag vor dem 1000. Konzert an gleicher Stelle auch ein Konzert der Hosen stattfand. Davon hört man tatsächlich wenig bis gar nichts. War zufällig jemand dort und kann etwas darüber erzählen?


    Zu meiner Überraschung waren Männi als Support da, großartig und die haben gut eingeheizt.


    Die Crackhuren haben sauber abgeliefert. 90 Minuten volles Programm, alle Hits, ein paar neuere Sachen, geil.
    Der Frauenanteil war mal wieder ausgesprochen hoch und es wurde kaum gepogt.
    Man kann die singenden und tanzenden Damen mit ihrer musikalischen Unterstützung getrost empfehlen.


    Sehr cool, die sollte ich mir auch bald mal wieder geben! Das letzte Mal im Sommer 2018 ist gefühlt schon viel zu lange her...

    Was hier folgt, ist kein Konzertbericht. Es geht mehr um ein Gefühl, das die Hosen bei mir auslösen. Ich kann den Tag, um den es hier gehen soll, auch nicht mehr genau datieren, deswegen interpretiert es als Weihnachtsgeschichte, zufällige Erzählung, viel zu privates Zeug aus Bayernfahnes Kummerkiste, was auch immer. Nun also...


    Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber bei all der Fülle von Hosensongs, die es mittlerweile gibt, passiert es manchmal, dass einem einer durchrutscht. Dass man entweder nicht mehr weiß, wie er klingt oder man ihn gar noch nie gehört hat, einfach, weil er irgendwie unter dem Radar lief. Die B-Seiten der neueren Singles sind da bei mir die besten Kandidaten. Meistens erinnert man sich nach ein paar Takten doch wieder an den Song, aber mir ist es vor einiger Zeit passiert, dass ich einen Hosensong wirklich zum zweiten Mal entdeckt habe. Gemeint ist der Titel "Was du erzählst" von der "Laune der Natur"-Single. Den habe ich, als die Single rauskam, wohl mal gehört und relativ schnell wieder vergessen, weil das darin beschriebene Gefühl damals bei mir einfach nicht präsent war. Glücklich vergeben denkt man nicht über das Verlassen werden nach. Schon gar nicht auf diese Weise. Denn so hatte ich das bis dahin nie erlebt. Also war der Song letztlich einfach nicht relevant für mich. Dann war dieses Jahr irgendwann Schluss. Durch Zufall, nein besser, durch dieses Forum wurde mir "Was du erzählst" wieder auf den Schirm gebracht. Irgendjemand hatte es im "Welches Lied hört ihr gerade?"-Thread gepostet. Eher aus Neugier, weil ich mich an das Lied nicht erinnern konnte, klickte ich darauf. Nicht, weil ich irgendetwas erwartet hätte. Und was soll ich sagen? Das Ding schlug ein wie eine Bombe!


    Der Text beschrieb auf einmal genau meine Situation, es waren sogar fast dieselben Worte, die ich während der Trennung das erste Mal gehört hatte. Das war einfach unglaublich. Ich fühlte mich verstanden. Als hätte ich ein Lied zur Verarbeitung gebraucht und es wurde mir geliefert. Meine Hosen waren ein weiteres Mal für mich da. Natürlich gehen die Biographien irgendwo doch auseinander und ich habe die Situation letztlich auf meine Weise verarbeitet, ein Song alleine kann das dann doch nicht. Aber dieser Moment, in dem man realisiert: "Du bist nicht alleine." Sicherlich haben das auch schon andere Bands in mir ausgelöst. Aber auf dem Tiefpunkt waren es dann doch wieder die Hosen. Immer, immer wieder Die Toten Hosen. Bis zum bitteren Ende.


    Da es vermutlich auch anderen noch so gehen wird, dass sie sich nicht genau erinnern, hier der Song zur besseren Nachvollziehbarkeit:




    Wahnsinn, diese Band. Danke. Danke für alles!

    Bei uns auf der Arbeit düdelt das Radio, aber ich muss sagen: es gibt echt schlimmere Sender. Last Christmas hab ich dieses Jahr noch nicht einmal gehört. Irgendwas mache ich richtig. Einige Weihnachtslieder können ja sogar tatsächlich was. Grundsätzlich schließe ich mich aber der "Gute Musik das ganze Jahr über"-Fraktion an. Vielleicht mit dem kleinen Zusatz, dass ich auch unter dem Jahr Weihnachtslieder höre, wenn ich da Bock drauf habe. Bei 30°C am Main liegend kommt das doch erst so richtig gut. :D

    Menschen mit rechtspopulistischer Denke und organisierte Neonazis sind aber ein Unterschied, das weißte schon? Außerdem berufst du dich hier komplett auf deine selektive Wahrnehmung. Wo arbeitest du denn?

    Hier hat aber auch niemand behauptet, man sollte sie über einen Kamm scheren. Im Gegensatz dazu klingt deine Sichtweise sehr relativierend. Polizei und Bundeswehr sind nunmal zwei dem Staat direkt unterstellte Institutionen, die berufsbedingt Zugang zu Waffen und Kriegsgerät haben. Das ist schon mindestens ein, zwei Level härter, als ein paar verblendete Antiquare, die Literatur aus der braunen Esotherik verkaufen. Um nur mal ein konkretes Beispiel zu nennen.
    Eine solche Tatsache mit der Aussage "Alle Berufsgruppen sind durchzogen" zu kommentieren lässt mich schon ein wenig an der Aufrichtigkeit deiner Entschuldigungen zweifeln. Zum Einen glaube ich nicht, dass es in der Welt der Sozialarbeiter, Theaterschauspieler oder Restaurantkritiker auch nur einen Bruchteil an Verfechtern rechter Ideologien gibt, zum anderen haben diese Gruppen durch ihre Arbeit auch keine Möglichkeit, aktiv in die Ausübung des Gesetzes einzugreifen. Juristen, Polizisten, Verfassungsschützer sind bei solchen Fragen einfach doppelt und dreifach zu durchleuchten. Klar kann man nicht verhindern, dass es rechte Meinungen in der Gesellschaft gibt. Aber man kann ihnen den Zugang zu gewissen Positionen verwehren. Damit wurde in der Vergangenheit viel zu lasch umgegangen. Selbst Horst Seehofer ( :kotz: ) hat nun angekündigt, dass das Problem mit rechten Beamten genauer geprüft werden wird. (Ob da im Anschluss was passiert, ist eine andere Frage, aber immerhin wird das Thema nicht mehr tot geschwiegen.)


    Also noch einmal zusammen gefasst:
    - dass alle Berufsgruppen im gleichen Maße von rechten Strukturen durchsetzt sind halte ich für äußerst fragwürdig.
    - selbst wenn dem so wäre, wären staatliche Organisationen trotzdem als allererste unter die Lupe zu nehmen.

    Hat er das irgendwo gefordert? Dass Bundeswehr und Polizei durchzogen sind, wie ein sehniges Stück Fleisch, ist nun wirklich keine Neuigkeit mehr. Nur weil man ein Thema (wie es CDU/CSU tun) totschweigt, wird es nicht weniger wahr.

    Stimmlich ist da tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden, aber das kann man ja auch bewusst forcieren. Ansonsten nichts besonderes. So eine Coverband würde ich mir allerdings tatsächlich mal angucken, wenn die Songauswahl nicht immer die üblichen Verdächtigen beinhalten würde. Aber das wird's eher nicht geben, da bei einer Coverband erst recht niemand zu den B-Seiten und unbekannten Stücken abgehen würde.


    Mich mit den ganzen nie gespielten Hosensongs selbst auf die Bühne stellen würde ich allerdings gerne mal. Gibt's im Raum Würzburg zufällig Leute, die da auch Bock drauf hätten? :D

    In "Vogelfrei", welches an sich ein Brecher ist, kann man Marterias Einfluss besonders an einer Stelle heraushören/-lesen: "Die Wolken ziehen weiter, fast wie auf Jamaika." Ich mag den Song, aber diese Zeile nervt mich jedes Mal. Dass es sich um einen unreinen Reim handelt, der in der Form eher im Rap üblich ist, geschenkt. Aber wo sonst in ihrer gesamten Historie romantisieren die Hosen einen geographisch weit entfernten Ort dermaßen platt und auch noch faktisch falsch? Jamaika liegt in den Tropen und hat nicht nur eine, sondern zwei Regenzeiten und ist sturmgeplagt ohne Ende. Da ziehen die Wolken nicht einfach weiter...


    Ist zwar nicht der eigentliche Inhalt des Songs, aber jede einzelne Zeile aus "Venceremos" tritt dieser einen aus "Vogelfrei" mit Anlauf in den Arsch!

    Ich muss auch sagen, dass mich ihr Tod heftiger trifft, als gedacht. Als ich das erste Mal mit Roxette in Berührung kam, war ich vielleicht 5 oder 6 Jahre alt und mochte sie nicht sonderlich. Leider weiß ich nicht mehr, welcher Song das damals war. Nicht all zu lange Zeit später hörte ich dann noch ein paar Songs von ihnen, weil irgendein Bekannter meiner Eltern sich auf einer Feier Roxette gewünscht hatte und die dann gespielt wurden. Ich wollte sie nicht mögen. Aber es ging dann einfach nicht. Die gespielten Lieder gefielen mir zu gut. Aktiv Fan war ich zwar nie, aber ab da haben Roxette von mir immer eine gewisse Wertschätzung erhalten. Live hätte ich sie mir bei Gelegenheit gerne einmal gesehen, aber aktiv darum bemüht habe ich mich leider nie. Jetzt ist es definitiv zu spät. :(


    Wenn man Popmusik generell ablehnt, ist das natürlich etwas anderes, aber innerhalb dieses Genres gibt es wenig, was da herankommt. Allein diese Hitdichte ist einfach nur Wahnsinn.


    Rest in Peace, Marie Fredriksson! ;(

    Deine Einschätzung zu "Jade" kann ich so unterschreiben. Immer noch einige bockstarke Nummern drauf, aber gefühlt ging es bei Pascow mit jedem Album aufwärts, bis eben zum aktuellen. Es ist Jammern auf hohem Niveau und realistisch betrachtet sollte man auch gar nicht erwarten, dass ein Meisterwerk wie "Diene der Party" nochmals getoppt wird, aber das sind dann eben die Erwartungshaltungen, mit denen man als Band rechnen muss, wenn man ständig so vorlegt. Insofern genau meine Rede, auf keinen Fall ein Flop, aber im Pascow-Universum irgendwo schon eine Enttäuschung. Insgesamt aber dennoch ein solides Album.


    Und warum überrascht mich gar nicht, dass du EA80 magst? Du bist mir eh schon immer ein Sympath hier gewesen, dafür gibt's aber noch mal ein virtuelles High Five! ;)
    Leider bekomme ich von der Band aufgrund der fehlenden Online-Präsenz nicht so viel mit, wie ich gerne würde. Nächstes Jahr sehe ich sie aber hoffentlich das erste Mal live, da sie nach Würzburg kommen.
    42 Songs in 42 Minuten klingt auch sehr interessant, wie genau muss ich mir das vorstellen? Nur schnelle, harte Nummern?