Beiträge von Pilsator2

    Trotzdem ist bei so einer Band wie SOAD schon paradox, wenn ein Band-Mitglied dermaßen abdreht. Man stelle sich vor, Anti-Flag oder RATM hätten einen ähnlichen "Fall" in der Band. Au weia.

    Die Setlist müsste in etwa so gewesen sein (Reihenfolge bei den Mersey-Songs stimmt evtl. nicht ganz):

    Campino & Kuddel: Essen 10.10.2020 (Zeche Zollverein):

    1. Long way from Liverpool
    2. Hope Street
    3. Pour Scoouser Tommy
    4. Ferry cross the Mersey (mit Andi)

    5. You're no good

    6. Draußen vor der Tür
    7. You'll never walk alone (mit Andi)
    8. Tage wie diese

    Wurde "Long way from Liverpool" vor der Berlin-Lesung eigentlich jemals live gespielt? Ich kann mich nicht erinnern.

    Ja, er saß in der dritten Reihe vor uns und wurde dann von Campi zwei Mal auf die Bühne gerufen. Einmal bei YNWA, den anderen Song habe ich vergessen.

    Die Stimmung zu Beginn habe ich als sehr seltsam empfunden, aber das mag auch einfach daran liegen, dass das meine erste Veranstaltung mit Musik seit Ende Februar war. Mit Maske, Distanz und dem Gefühl, dass es jeden Abend wieder die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein könnte. Aber als Kuddel dann - für mich unerwartet - auf die Bühne kam und "Long way from Liverpool" ertönte, wich meine Skepsis dem wunderbaren Gefühl, endlich wieder ein bisschen Hosen-Spirit live zu erleben.
    Die Lesung war super interessant und größtenteils sehr lustig. Das Buch habe ich noch nicht gelesen, deswegen will ich jetzt die eine oder ander Pointe hier für die anderen nicht spoilern, die es auch noch nicht gelesen haben.

    Hier noch ein Video von YNWA:

    Diesen Bericht aus Gießen kann man hier noch nachlesen: RE: 14/04/2012 - Gießen, Punk-WG (Wohnzimmer Konzert)

    Die Story stimmt, hatte damals Kontakt zu Schlumie, die hier wohl nicht mehr aktiv ist. Was ein Glück! Wir hatten uns damals verrückt geärgert, dass wir nicht gewonnen hatten, nachdem die Absage sehr spät kam. Aber die Jungs und Mädels von Gießen Asozial haben bewiesen, dass sie absolut würdige Gewinner waren. Und seitdem sind die Pestpocken ja auch sehr gut mit den Hosen connected - es sei ihnen gegönnt!

    RATM ist zurück! 41 Live-Konzerte zwischen LA und Krakau! Quelle


    Ich plane, die Gigs in Leeds, beim Reading, Berlin (Lolapalooza), Prag und Wien mitzunehmen. Für Berlin gibt es schon Tagestickets Sonntag für 89€. Prag (o2-Arena), Wien (Stadthalle) und Leeds sind Solo-Gigs.


    Gibt es hier Menschen, die auch ein paar Konzerte mehr mitnehmen und Lust auf eine gemeinsame Reise hätten?

    Da sehen wir uns, Gabumon. Ich update hier mal die Matinee-Show im Pitcher:


    13.12.2019 Feine Sahne Fischfilet + Waving the Guns – Zwickau, Stadthalle
    22.12.2019 TV Smith & Vom Ritchie – Düsseldorf, Pitcher (Matinee-Show)
    22.12.2019 TV Smith & Vom Ritchie - Düsseldorf, Pitcher
    23.12.2019 Peter and the Test Tube Babies – Frankfurt, Batschkapp
    28.12.2019 Elfmorgen, Montreal – Wiesbaden, Schlachthof
    30.12.2019 White Sparrows – Weinheim, Café Central

    Die geplante Setlist sieht etwas anders aus (siehe Anhang), aber so, wie Du es gepostet hast, ist es richtig.


    War ein großartiger Abend, der in der Form wirklich unvergesslich ist. Da waren ca. 160 Personen (Angaben vom Sender) - war also schön kuschelig im Konzertsaal des BR. Das Set hat Spaß gemacht, insgesamt ging es fast 2,5h. Die ersten Fragen waren zwar noch zum Davonlaufen ("Kann ich ein rotes Backstage-Band bekommen?", "Könnt ihr auf meinem Handy unterschreiben?" (was dann tatsächlich geschah), "Spielt ihr mal bei mir zu Hause?", "Seit wann hast Du, Campino, einen Ehering?"), aber mit der Zeit wurde es besser. Ziemlich stark war das Statements eines Fans aus Oberfranken, der der Band einfach nur für ihr politisches Engagement danken wollte und der dann erzählte, dass er es in seinem Dorf sehr schwer hat, mit FSF-Shirts etc. rumzulaufen und ihm die Hosen viel Kraft geben. Breiti ging dann intensiv auf die politische Lage ein und Campino betonte noch mal, dass es bei den Hosen nur darum geht, den "korrekten Leuten" Mut zu machen statt AfD-Wähler umzudrehen.
    Interessant war dann noch die Anekdote einer Frau, die im Bommerlunder-Video als kleines Mädchen auftaucht, das am Ende den Ehering verschluckt (passt das da wirklich so? Weiß ich gar nicht mehr). Campino wusste, dass sie da ist und ließ sie die ganze Geschichte ausführlich erzählen, was herzlich und keineswegs aufdränglich wie die anderen Groupie-Wünsche wirkte. Kuddel war dann auch direkt dafür, noch mal zu der Kirche bei Fürstenfeldbruck zu fahren und die ganze Story zu wiederholen.
    Interessant ist immer wieder, wie Campino kleine Details falsch wiedergibt: "Wir waren im Frühjahr (!) in Polen und zwischen (!) Polen und Krakau hatten wir einen Off-Day und da waren wir in Auschwitz." War nach Krakau, aber wie auch immer, das fällt natürlich nur Nerds auf. Interessanter dann der Punkt, dass Patrick Orth Campino 2011 auf Marteria aufmerksam gemacht hat, womit die spätere Zusammenarbeit eingeleitet wurde. Wusste ich auch noch nicht.
    Stellenweise tat mir die Band leid, was peinliche Autogrammwünsche während des Konzerts angeht. Trotzdem war die Stimmung sehr herzlich und Campino wusste auch damit souverän umzugehen. "Ohne Dich" wurde zwar nach Fan-Wunsch diskutiert, dann aber nicht gespielt. "Still still still" kam direkt als 4. Song, nachdem eine Frage zur Rückkehr der Roten Rosen kam.


    Insgesamt also ein grandioser Abend - jetzt bin ich nur wirklich sehr gespannt, wie Unplugged in Olympiahalle, Westfalenhalle, Festhalle etc. funktioniert. Let's see.

    Zum Jahresende stehen an:


    28.11.2019 Kummer – München, Freiheiz
    3.12.2019 Die Toten Hosen – München, BR-Funkhaus
    6.12.2019 Feine Sahne Fischfilet + Clowns – Kempten, bigBox
    13.12.2019 Feine Sahne Fischfilet + Waving the Guns – Zwickau, Stadthalle
    22.12.2019 TV Smith & Vom Ritchie – Düsseldorf, Pitcher
    23.12.2019 Peter and the Test Tube Babies – Frankfurt, Batschkapp
    28.12.2019 Elfmorgen, Montreal – Wiesbaden, Schlachthof
    30.12.2019 White Sparrows – Weinheim, Café Central

    Das weiß ich nicht, aber meinem Kumpel zufolge waren wir 10 Nummern von der Harley entfernt, bzw. hätten wir einfach noch 10 Lose mehr kaufen sollen (ich hab 5 für 20€ gekauft). Nach dem Konzert sind wir dann aber direkt heim, völlig fertig und durchgeschwitzt, aber glücklich :) War ein rundum gelungener Tag im großartigen Schlachthof!

    Heute auf den Tag genau vor zehn Jahren war ich auf meinem ersten Hosen-Konzert. Bis kurz vor Beginn war gar nicht klar, ob der Gig überhaupt stattfindet, denn ein Unwetter verwandelte die Hessentagsarena in Langenselbold in eine Schlammwüste. Mäßig motiviert machten mein Kumpel Dennis und ich uns auf zum ersten Hosen-Konzert, obwohl wir damals das Farin Urlaub Racing Team viel besser fanden. Zu den Hosen gingen wir eigentlich nur, weil die Ärzte und Farin gerade nicht auf Tour waren. Mit gefährlichem Halbwissen dann also auf nach Langenselbold. Vor der Abfahrt widersprach ich meiner Schwester heftig, dass so schlechte Songs wie „Eisgekühlter Bommerlunder“ oder „10 kleine Jägermeister“ niemals von den Hosen sein könnten. Als sie beide Songs dann live spielten, war ich ziemlich bedient. Schlimmer war jedoch die Laufkundschaft im 2. Wellenbrecher, die unsere zarten Pogo-Versuche mit ihren ausgefahrenen Ellenbogen missbilligte.


    Das Konzert war gut, aber nicht überragend. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich sofort von den Hosen begeistert war. Richtig auseinandergesetzt habe ich mich mit der Band sowieso erst Monate nach dem Konzert – ungefähr während der Weihnachtskonzerte 2009. Die konnte ich damals gar nicht besuchen, weil ich niemanden kannte, der so verrückt gewesen wäre, mit mir von Frankfurt nach Düsseldorf nur für ein Konzert zu fahren.


    Ich werde regelmäßig gefragt, warum ich mir diese Band jetzt schon 55x angeschaut habe. Oft antworte ich dann, dass es bei den Hosen ja um so viel mehr als nur um die Musik geht: Um Freundschaften fürs Leben, um gemeinsame Abenteuer, um den Ausgleich zum Alltag. Das mag banal klingen, entspricht aber der Wahrheit. Was war nun der legendärste Moment mit dieser Band und all den tollen Menschen, die ich darüber kennengelernt habe? Die 17h Zugfahrt von Frankfurt nach Krakau im Oktober 2010? Das verpasste Konzert im Dresdner Eventwerk 2010? Das Kneipen-Konzert in Essen 2013, das wir draußen vor der Tür verbrachten? Der legendäre Gig in der School-Bar in Peking 2018 vor 90 Leuten? Oder der Inbegriff der Glückseligkeit, letzte Woche in Krakau nochmal „Unter falscher Flagge“ live hören zu dürfen?


    Am Ende des Tages sind es all diese unfassbaren Momente, die ich mir damals am 11. Juni 2009 mitten in der herzlosen Langenselbolder Hessentagsarena niemals hätte erträumen können.
    Allen, die heute in Linz sind, wünsche ich viel Spaß. Auch wenn ich öfters nicht dabei sein kann: Bis zum bitteren Ende werden wir den Weg mitgehen. Vielen Dank für alles, was mal war. All die ganzen Jahre. Peace out.