Beiträge von DTH_HB_86

    Antilopen Gang ist schlichtweg furchtbar

    Veto! Aber ganz klar Geschmackssache ;) Die "Abbruch, Abbruch" hat mich allerdings auch nicht wirklich abgeholt...



    und 1 "Politischer Song" pro Album reicht auch völlig

    Würde ich so pauschal nicht sagen, aber die Hosen waren ja nie die vordergründig explizit politische Band. Müssen sie auch nicht sein, deutlich positioniert haben sie sich ja trotzdem oft genug, sowohl in einzelnen Songs als auch vor allem in generellen Äußerungen.

    Es kann aber auch durchaus funktionieren, wenn Bands quasi durchgängig explizit politisch unterwegs sind; öde wird es dann bloß, wenn sich ein Anti-Nazi-Song an den nächsten reiht, nur unterbrochen von 1-2 Saufliedern. Das wäre dann so das Klischee des Nix-Gut-Deutschpunk ;)

    Aber klar, Musik muss/sollte nicht in erster Linie ein Agit-Prop-Vortrag mit rhythmischer Untermalung sein, sondern schon ein bisschen mehr mitbringen.

    Schönes Stille Post-Spiel.

    Nur unwesentlich unseriöser, als wenn Chef-Pöbler und Über-Narzisst Moses Arndt vor 36 Jahren von einer Begebenheit schreibt, bei der er selbst nicht einmal dabei gewesen ist.

    Das fällt nunmal auch in die Zeit, als die Hosen in Richtung Erfolg schielten, was natürgemäß nicht jedem gefiel.

    Gibt es auch andere Berichte zu diesem "Bundeswehr-Straßenfest"?

    Der Moses ist ja nun ein Polemiker oberster Güteklasse, dem ich durchaus zutraue, fiktive Dinge zu schreiben, um jemandem, der bei ihm in die Ungunst gefallen ist, eins auszuwischen.

    Also findest du es in Ordnung wenn man gezielt eine Cd kauft nur um sie teuer zu verkaufen ? Wie sieht das dann mit Tickets aus?

    Schrieb ich das? Lies bitte nochmal den Text, den du ja auch zitiert hast...


    Verarscht wird man bei beidem

    Insbesondere bei den Schwarzmarkt-Tickets landen wir da bei einer uralten Debatte: wenn keiner die überteuerten Tickets kaufen würde & die Schwarzhändler auf ihren Karten sitzen blieben, würde sich das Problem von ganz alleine lösen.
    "Verarscht" wird der Käufer meiner Ansicht nach nicht, insbesondere wenn auf Tickets noch der Originalpreis draufsteht (und das in der Verkaufsanzeige/Auktion auch sichtbar ist). Gut finde ich das trotzdem nicht, insbesondere beim systematischen Aufkaufen, wie es einige "Hobbyhändler" betreiben.

    Bei Tonträgern sehe ich das schon noch ein bisschen anders als bei Karten, wobei ich auch hier ein systematisches & gezieltes Aufkaufen gerade auch bei explizit limitierten Platten sehr unschön finde. Geht mir bei Neuerscheinungen allerdings wesentlich mehr auf den Keks als bei 20 Jahre alten Scheiben, die jemand zufällig als Schnäppchen geschossen hat, der den Wert kennt.
    Ganz ehrlich: wenn ich auf einem Flohmarkt beispielsweise die "Tour pour sauver l'amour" 7" für 20 EUR sehen würde, würde ich sie mitnehmen, auch wenn ich sie schon stehen habe. Ob ich dann für alle Zeit zwei Exemplare der Single brauchen würde? Wahrscheinlich nicht...

    wir reden hier auch nicht von einer Rarität die es ewig nichtmehr gibt, sondern von einer Cd sie kurz vorher im Shop für knapp 5 euro war

    Aber nur für kurze Zeit, davor war es eine gesuchte Rarität und danach auch wieder, unabhängig davon, ob im Shop dann nochmal ein Karton mit 100 Stück oder so verkauft wurde.

    Ob man die dann teurer verkaufen muss oder nicht, darüber kann man sicherlich diskutieren, aber der Scheibe den Raritäten-Status abzusprechen ist Unfug.

    Man macht Schnelltest, ist (angeblich) negativ, verlässt sich drauf und man hat trotzdem Corona. Und verbreitet es dann unwissentlich weiter.

    Das ist dann, mit Verlaub, eine Erziehungs- oder Vernunftfrage. Wer den negativen Schnelltest als Freifahrtschein betrachtet, macht schlicht was falsch. Wer sagt mir denn aber, dass die Person mit den Beschränkungen nicht ohnehin eher lax umgeht, auch ohne einen Schnelltest zu machen?


    Selbstredend sind die Schnelltests keine Lösung des Problems sondern lediglich ein (kleiner) Baustein, aber die Behauptung, dass die komplett überflüssig sind, da sie zu ungenau sind und dass das aufgrund der Erfahrungseinschätzung einer medizinischen Fachkraft nicht Meinung sondern Fakt ist, kann man so nicht stehen lassen.

    Und deine Schlussfrage habe ich im Vorpost beantwortet, die Antwort hast du selbst aufgegriffen, insofern werte ich den Abschluss als reine Polemik, um nicht von deinem eigentlichen, mir deutlich zu schwarzweißen, Standpunkt abweichen zu müssen.

    Zumal das für Menschen, die auf den ohnehin spärlichen ländlichen ÖPNV angewiesen sind, nicht machbar ist. Oder wenn Personen mit Haus leben, die nachts nicht alleine gelassen werden können.

    Das ist natürlich in einigen Fällen wirklich problematisch; allerdings denke ich, dass durch die Ausdehnung der Impfungen auch in den Nachtzeitraum durchaus Zeit gewonnen werden kann.
    Ich habe mich anfangs jedenfalls darüber beklagt, dass die Zeiten so begrenzt waren und auch Wochenenden nicht genutzt wurden. Ich hatte den Verdacht, dass man dem Personal keine Zuschläge bezahlen will, anscheinend lag es ja aber wirklich an der Knappheit des Impfstoffs, wenn das jetzt gemacht wird.

    Allerdings sollte da dann natürlich bei der Terminvergabe mit dem entsprechenden Augenmaß gearbeitet werden und nicht einfach willkürlich Nachttermine verteilt werden.

    Die Mobilität gerade in ländlichen Gebieten ist momentan ja auch ohne Nachttermine ein Problem, einfach weil die bisher primär angesprochene Altersgruppe häufig nicht mehr so mobil ist.


    Seltsam mag es sein, nachts um halb vier zur Impfung zu fahren. Würde ich aber -sofern einplanbar und nicht spontan in der Nacht per Anruf entschieden- gerne machen.

    Weiß ich, weil meine Freundin auf Intensivstation arbeitet.

    Wenn ich jetzt jemanden kenne, der oder die im medizinischen Bereich arbeitet und das anders sieht, wessen Kontaktperson ist dann die Unfehlbare, die die unumstößliche Wahrheit kennt?

    Diese Schnelltests sind reine Geldverschwendung. Unzuverlässig bis zum abwinken.


    Dass die Dinger ungenauer sind, als andere Tests, die man aber schlicht nicht in einer so großen Menge machen kann, ist klar. Dadurch sind sie aber keineswegs sinnlos, wenn auch selbstverständlich kein Allheilmittel und natürlich kein Freifahrtschein dafür, jedwede Vorsicht abzulegen.


    Jeder positive Schnelltest, der verdachtsunabhängig eine positive Person aus dem Ansteckungskreislauf rauszieht, ist ein Gewinn.

    Mit der Verschwendung von Testkapazitäten (richtige Treffen im Probenraum) hadere ich immer noch, aber seis drum.

    Wenn wir von Schnelltests reden, sehe ich die Verschwendung da eher nicht. Die stehen ja nun inzwischen jeder und jedem 1 mal die Woche kostenlos zu.
    Wenn die sich gegen eigene Bezahlung zusätzliche Tests hinlegen, finde ich das erstmal auch ok.

    Die regelmäßigen PCR-Tests von Profifußballern bereits zu einer Zeit in der selbst Menschen mit Symptomen ums Verrecken keinen Testterminen bekommen haben, hatten da eine andere Qualität.


    Was die Pandemie in der Arbeitswelt gezeigt hat: Gesund- und Arbeitsschutz ist gelinde gesagt fürn Arsch. Sobald es Geld kostet, ist die Gesundheit der AN zweitrangig.

    Das kann man so pauschal auch nicht sagen. Es gibt sicherlich etliche Fälle, in denen das so läuft, aber definitiv auch Gegenbeispiele.
    In der Praxis ist es allerdings teilweise schwierig, überhaupt an Schnelltests in den erforderlichen Mengen zu kommen. Wenn man nicht gerade Daimler, VW oder Airbus ist, dann steht man da nicht gerade vorne in der imaginierten Schlange.

    Also bist du für eine 2 Klassen Gesselschaft ? Ernsthaft ? Und ich dachte immer die Hosen, Ärzte etc würden gegen Ausgrenzung stehn, ich würde sogar soweit geh'n um das mit Faschisten gleich zu setzen.


    Einfach nur noch abartig was sich einige rausnehmen.

    Ausgrenzung aufgrund von Merkmalen, für die man nichts kann, gehört geächtet.

    Ausgrenzung aufgrund von Verhaltensweisen ist eine andere Nummer und hat mit Faschismus erst einmal herzlich wenig zu tun; mit deiner Argumentation wären nämlich auch Faschisten selbst mit offenen Armen zu empfangen (nun kommt mir Tucholsky in den Sinn...).


    Deine Faschismus-Relativierung ist eine gefährliche Torheit.

    oder keinen Bock drauf sich impfen zu lassen.

    Da sehe ich dann aber moralisch wenig Gründe, besondere Rücksicht zu nehmen. Die Möglichkeit war gegeben, man wollte nicht, dann ist das eben so.

    Bei denen, die sich nicht impfen lassen können, ist das schon schwieriger. Da kann ich allerdings auch nicht einschätzen, über wie viele Menschen wir da reden.

    Es mussten auch nur die Kinder in Quarantäne, nicht die Eltern, was ich auch nicht verstehe, denn als Eltern hat man normalerweise einen sehr engen Kontakt zu seinem Kind, zumindest bis zu einem bestimmten Alter. Unsere Tochter ist in der 3. Klasse.

    Das verstehe ich auch nicht, ist allerdings auch leider nicht der erste Fall, von dem ich höre, der so läuft.


    Was die grundsätzliche Quarantäne-Frage angeht: da lagen ja 8 Tage zwischen Kontakt und Test. Die Inkubationszeit kann allerdings bis zu 10-14 Tage betragen, insofern wollte man da vermutlich einfach auf Nummer sicher gehen.

    Was ich interessant finde ist, das die Kinder trotz negativem Test in Quarantäne bleiben müssen.

    Je nachdem, wie lang der potenzielle Kontakt zurücklag, ist das durchaus sinnvoll aufgrund der Inkubationszeit.



    Ich habe auch zu meiner Frau gesagt, dass ich es den anderen Eltern mitgeteilt hätte, wenn unsere Tochter an Covid erkrankt wäre, umso schneller kann man sich testen lassen und umso schnell weiß man wie man die nächsten Tage bzw. Wochen verbringen darf.

    Absolut vernünftige Herangehensweise, leider ticken nicht alle Menschen so.

    Ich habe Merkels Plan auch durchschaut. Die CDU/CSU hat ihr 16 Jahre lang nur Steine in den Weg gelegt- Jetzt sorgt sie dafür das die CDU die nächste Wahl u25 abschließt :D

    So hab ich das noch gar nicht betrachtet, hat was :D

    Also wenn das keine schönen Momente in der Pandemie sind, dann weiß ich auch nicht. Anflug eines beginnenden Realitätsverlustes? Und mit Verlaub, hinter jeder Zahl steckt ein Schicksal, Infizierte oder Tote und diese Verunglimpfung spottet jeder Beschreibung. :down:

    Wenn deine Definition von schönen Momenten ist, in einem konzentrierten Umfeld deiner Arbeit nachzugehen, dann ist für viele Menschen ja eigentlich trotz Pandemie alles gut.

    Schon klar, die Band hat einen sehr privilegierten Job und ihr Hobby zum Beruf gemacht, aber das, was er da beschreibt, ist per definitionem erst einmal Arbeit.

    Der Vorwurf des Realitätsverlusts aufgrund der Formulierung ist mir einfach ein bisschen hart. Natürlich stecken da Schicksale hinter den Zahlen, insbesondere natürlich hinter den Todesfällen. Die Zahlen mit denen die Politik arbeitet, sind trotzdem abstrahiert davon und auf dieser Abstraktion setzt er dann halt auf.

    Ich habe im Verlauf des Interviews jedenfalls nicht das Gefühl, dass er die ganze Geschichte verharmlosen würde oder dergleichen.

    Das teilweise planlose hin und her mäandrieren an teilweise ja tatsächlich willkürlich festgelegten Zahlen (die dann auch noch kurzfristig geändert werden, siehe die 35er Inzidenz) ohne wirkliche Lösungskonzepte ist eben frustrierend, vor allem für alle Berufszweige, die seit einem Jahr einem quasi-Beschäftigungsverbot unterliegen. Da finde ich die leicht (!) undifferenzierte Formulierung durchaus vertretbar.