Beiträge von VerschwendeDeineZeit

    Alterswerk klingt wie eine von vorneherein intendierte Abschieds-Nummer. Ich fände das wäre etwas arg drüber. Dann dazu noch eine 3 Jahre dauernde Abschieds-Tour?

    Meinem Gefühl nach passt das nicht zur Haltung der Band. Man wird irgendwann wieder neue Songs schreiben. Und wenn Campino die Corona Zeit genutzt hat um seine Antennen zu kalibrieren, wird es auch wieder Songs mit relevanten Inhalten geben, genauso wie das Potenzial nach wie vor für musikalische Kreativität vorhanden ist. Ich bin da sehr zuversichtlich, zumal, wie auch schon erwähnt, viele gute Beispiele dafür existieren.

    Ehrlich - von einem "Oberhaupt" erwarte ich Ehrlichkeit und Anstand.

    Hm, Laschet verliert als Lehrbeauftragter Klausuren und würfelt sich Noten um das zu vertuschen. Ein Emporkömmling durch geschickte Seilschaften.


    Scholz lässt Demonstranten auf dem G20 in Hamburg massiv zusammenfalten, predigt Steuergerechtigkeit und verhindert im auf europäischer Ebene entsprechende Country Reporting Guidelines.


    Wo ist da denn ein ehrlicher und anständiger Kandidat?

    Das Pamphlet der INSM strotz nur so von Halbwahrheiten, Unterstellungen, persönlicher Diffamierung etc. Eine Schmutzkampagne die sich der Muster bedient die die Trump Fraktion im amerikanischen Wahlkampf gefahren hat. Selbst Vertreter der CDU und Vertreter der Großindustrie distanzieren sich von dieser Schmutzkampagne.


    Ich wundere mich ehrlich gesagt darüber dass Ihr das als Argumentationsgrundlage versteht.

    https://www.volksverpetzer.de/…verpetzt/insm-propaganda/

    https://www.spiegel.de/wirtsch…cc-4c7a-80d8-7a53b9ecdc8f

    und schon vor Jahren

    ich weiss nicht wieso man hier keine kritische Äusserungen tätigen kann ohne gleich als Querdenker abgestempelt zu werden...

    Bisschen mehr Medienkompetenz wäre hilfreich. Was nutzt dir ne interessante Aussage wenn sie der besoffene Dude an der Bar um halb 4 Morgens sagt? Nur mal so als Analogie...

    Und ich würde sagen das Pandemiemanagement ist seit Mai/Juni vergangenen Jahres eine Katastrophe. Denn da hätte man die Vorbereitungen für den Herbst treffen müssen.

    Da sind wir völlig einer Meinung.


    selbst von den meisten Fachleuten kritisierte Monofokussierung auf Inzidenz und völlig populistische Maßnahmen wie Ausgangssperre oder Kontaktregeln, die so gar keinen Sinn ergeben

    Da ist mein Eindruck ein anderer. Regeln müssen ja auch verständlich sein im Sinne der Umsetzung einer "public health". Und jeder wird verstehen dass es nicht um "sich draußen aufhalten" sondern um "Party feiern innen" geht. Nur dass letzteres kaum kontrolliert werden könnte, ersteres aber schon. Natürlich hat es da Beifang. Ich selbst z.B. bin eher nachtaktiv und war echt sehr genervt, nach 10 nicht einfach noch mal ne Runde raus gehen zu können. Und ja, es gibt auch Leute die sagen "Scheißegal, feiern wir halt bis 6", aber wenn 90% der Kontakte im Freizeitbereich durch die Regelung ausbleiben ist das ein wirksames Tool.
    Das soll nicht heißen, dass ich nicht andere Maßnahmen für sinnvoller gehalten hätte. Ich denke, jeder wird heute wohl sagen: ja, ein harter Lockdown im November/Dezember mit einem Rückgang des Infektionsgeschehens statt einem politisch verschuldetem Flächenbrand wäre mir heute lieber gewesen, denn dann wäre jetzt im Frühjahr wesentlich weniger Virus im Umlauf und es wäre seit Monaten mehr Normalität möglich. Und es ist auch nur eine schlechte Ausrede zu sagen, die Nachbarn machen es auch nicht besser. Im Grunde haben wir in Europa fast überall ziemlich verkackt. Mit kleinen Ausnahmen wie Finnland, Norwegen, Island und mit Abstrichen Portugal und Irland. Dass freiheitlich organisierte Gesellschaften da machtlos wären ist auch eine schlechte Ausrede, der Tigerstaat Südkorea hätte uns da ein Beispiel sein können.

    HIer bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich die Aussage verstehe. Was ist hier grob unvernünftig?

    Sorry, da fehlte ein "Nicht" im Text.

    Und da ist mein Zwischenfazit in der Tat, dass ich den meisten Politikern durchaus "niedrige Motive" unterstelle.

    Zu dem Thema: klar, unsere Politiker sind ein Abbild unserer Gesellschaft. So wie es allgemein unter uns genug Menschen gibt die ihre "niederen Motive" rücksichtslos verfolgen gibt es die auch zwangsläufig in der Politik. Und klar: Karriere machen ist da kein guter Selektionsweg. Und letztlich ist das "bestimmen wollen" ja auch ein Bedürfnis das wir im Grunde auch hätten ("ich würde das aber so oder so machen weil das schlauer, besser, fairer, günstiger etc. ist..")
    Was mich da als Frage viel mehr umtreibt: wie könnten wir es hinbekommen, bessere Politiker und damit eine bessere Politik zu bekommen. Es gibt ja die unterschiedlichsten Ideen. Mehr Geld für Politiker damit sie dann unabhängiger sind und nicht einen Ausstiegsplan in die Lobby-Fraktion verfolgen? Politik auf Lebenszeit für Unabhängigkeit? Posten auf 2 Wahlperioden limitieren um Seilschaften zu verhindern? Bürgerräte zufällig würfeln für echte Repräsentation der Interessen der Bevölkerung? Professionalisierung der Politik im Sinne einer Expertokratie? Viele dieser Ideen haben ihre nachvollziehbaren guten Argumente, aber viele stehen einander entgegen. Und wenn man so etwas hätte: wie würde man das gegen die aktuellen Machtverhältnisse umsetzen?

    Ich mache hier mal einen Cut. Freut mich dass das zu einer interessanten Diskussion wurde!

    Regelrecht unverschämt finde ich hingegen, auf so eine Art und Weise Leute in "Verschwörungs-Geschwurbel bzw. Querlenker" Kategorien zu stecken, wie du es tust.

    Danke für die ausführliche Antwort. Statt Geraune über niedere Motive nun eine begründete Stellungnahme. Geht doch.


    Inhaltlich: Ähnlich wie bundeseinheitliche Vorgehensweise und Pläne im Katastrophenfall finde ich es durchaus sinnvoll ein einheitliches Pandemiekonzept zu haben. Die vorherigen MP Runden strotzten doch nur so von machtpolitischen Ränkespielchen auf Kosten der Sache. Spätestens seit November sieht das Pandemiemanagement der deutschen Politik nach Scheitern mit Ansage aus.


    Das von mir aus deinem Beitrag herausgepickte Zitat "damit endlich mal zentralisiert alles verboten wird, weil es sich ja so gut anfühlt" liest sich nicht wie "es fühlt sich gut an für die die von den Maßnahmen betroffen sind" sondern "es fühlt sich gut an für die die ihre Macht ausüben und anderen ihren Willen aufzwingen können". Du schreibst nun


    "das "gut anfühlen" seitens der Bevölkerung"


    ...das ist eine ganz andere Ebene. Und ich finde dass dein Beispiel dazu gar nicht valide ist. Zum Einen gelten überhaupt nicht immer überall dieselben Regeln bei unterschiedlichen Situationen, sondern die sind ja gerade in Abhängigkeit von Umfeldkriterien. Und die scheinen doch grob unvernünftig zu sein.


    Ein weiteres Zitat aus deinem letzten Beitrag: "dass gezielt nicht haltbare oder sogar rechtswidrige Gesetze erlassen werden"
    Auch hier unterstellst du wieder verdeckte Motive ohne dass dies offensichtlich oder belegbar ist. Ich will nicht sagen dass die Legislative alles perfekt macht, und ich würde auch nicht ausschließen dass man Gesetze schlecht vorbereitet oder mit dem Vorsatz "dann lassen wir das BVerfG prüfen ob das geht oder nicht". Doch scheint dein Frust mit der Politik die Tendenz auszulösen, generalisiert niedere Motive zu sehen.

    dass nur da war, damit endlich mal zentralisiert alles verboten wird, weil es sich ja so gut anfühlt

    Dann möchte ich dir das gerne noch etwas spezifizieren. Diese Art Argumentation unterstellt niedere Motive ohne eine sachliche Begründung. Du ordnest das politische Geschehen nicht in die Abfolge ein die Grundlage dieser Entscheidung war. Das geht schon sehr stark in Richtung Verschwörungs-Geschwurbel bzw. Querlenker.

    Die BVG Entscheidung war aus meiner Sicht die einzige vernünftige. Einer inhaltlichen Prüfung des Sachverhalts länger Zeit zu geben ist korrekt und impliziert nicht gleich die mögliche spätere Ablehnung der Maßnahmen.

    Die Preisentwicklung bei Immobilien (egal ob Miete oder Kauf) ist der Tat gruselig. Der Kaufvariante stehen immerhin noch niedrige Zinsen gegenüber, bei Miete gibt es diesen ausgleichenden Effekt aber schlicht nicht und das ist zweifelsohne problematisch.

    Was m.E. in der Hinsicht ein Problem darstellt ist die Privilegierung von Gewinnen durch Preissteigerungen bei Immobilien gegen alle anderen Einkunftsarten. Und ich spreche nicht davon dass jemand Opa sein Häuschen verkauft.