Beiträge von VerschwendeDeineZeit

    Der Arbeitnehmer kann sonst ja auch kündigen, eine solche Befristung schafft nur Unsicherheit für den Arbeitnehmer. Sachgrundlose Befristungen sind z.B. ein Übel an Universitäten und bereiten dort hohen Verwaltungsaufwand. Wenn man in Unis keinen Einblick hat denkt man traditioneller Weise dass dort easy Living vorherrscht, in meinem Umfeld sehe ich aber dass die Beschäftigungsverhältnisse dort auch nicht mehr sind was sie im letzten Jahrhundert mal waren.

    Ich weiß dass in Bayern diese Berufsberatung ziemlich aufgebohrt wurde. Die Woche Praktika die die Gymnasiasten machen ist aber meines Erachtens nicht hilfreich, ist eher eine Aufgabe für Elternnetzwerke nach dem Motto: "kannst du meinen Lümmel ne Woche betreuen?". Das müsste besser politisch unterstützt werden.

    Und dann diese ganzen Gänge zur Berufsberatung, das ist nach wie vor offenbar völlig an der Lebenswelt vorbei. Da werden dann Tests gemacht und dann kommt sowas raus wie "Du eignest dich als Busfahrer, Polizist oder Atomphysiker".

    Wir brauchen eigentlich eine viel stärkere Veränderung unserer Denkweise über den Lebensablauf. Diese Einteilung in drei Phasen: Lernen, Arbeiten, Rente, finde ich völlig 19. Jahrhundert. Lebenslange Beschäftigung bei einem Arbeitgeber, in ähnlicher Funktion jahrelang, die damit einhergehende Entfremdung Arbeit/Leben, ist doch völlig durch. Dadurch dass sich ständig so viel verändert sollte allen die Möglichkeit gegeben werden darauf reagieren zu können. Job unterbrechen für wirkungsvolle Fortbildung, andere Arbeitszeitmodelle als diese 40-Stunden-Maloche, Fortbeschäftigung auch nach Renteneintrittsalter in geringerem Ausmaß, sofern man will und kann. Vielleicht wäre da eine Art Bedingungsloses Grundeinkommen sinnvoll. Auch um der Ausbeutung von Arbeitenden vorzubeugen.

    Es macht schon einen Unterschied ob Menschen lediglich in ihrem Umfeld sozialisiert werden oder ob sie auch mal aus dem Umfeld raus kommen. Der zukünftige Investmentbanker wird vielleicht ein wenig weiter bei seinen Entscheidungen denken als nur an seinen unmittelbaren Gewinn und Bonus wenn er die Realität der Nichtprivillegierten mal mit eigenen Augen gesehen und erfahren hat. Auf der anderen Seite kann es jemanden aus einer schwierigen, nichtprivillegierten Schicht gut tun mal aus seinem Millieu raus zu kommen und zu sehen dass man von anderen für seine Arbeit geschätzt werden und weiter kommen kann als ihm sein Umfeld einredet.

    Und hinsichtlich Regeln muss man ja auch mal sehen dass Regeln die positive Folge haben dass sie Konfliktpotenzial vermindern.


    @Gabu: bitte mal nachsehen welche private Unternehmen MIlliardengewinne in der Pflege machen, mir fällt da nur Siemens und General Electric ein...

    Den Mut dazu muss natürlich erstmal jeder haben und da wäre ein niederschwelliges Beschwerde-Management natürlich hilfreich, bei dem man dann z.B. telefonisch in Erfahrung bringen kann, ob die kurzfristige Einteilung in einen Sonderdienst zulässig ist oder nicht.

    Wie wichtig und hilfreich sowas ist kann man an der Entwicklung der Zwangsarbeitsituation bei der Baumwollernte in Usbekistan sehen. Das System war bis 2016 ein staatlich gesteuertes System der Zwangsarbeit. Der neue Präsident hat das System gesetzlich abgeschafft, die Strukturen blieben aber wie zuvor, trotz Strafen für die Verantwortlichen. Erst die Einführung von Hotlines für Telefon und Telegram 2019 haben das System durchbrochen.

    Empowerment durch Kommunikation

    Wo steht den das es eine Frau sein muß! Von „Großer Liebe“ ist die Rede mehr nicht.

    Hey, dann sollten die Jungs mal ihre Bilder an Kölle schicken, da wird der Orth bestimmt nicht NEIN sagen können.

    Naddel, wie wärs mit nem Klon oder einer Puppe?

    Glaub mir, Naddel, der Gabu kennt sich da aus. Und er ist nicht der Kumpel mit der Begegnung der außergewöhnlichen Art.

    Aber auch andere Mütter haben schöne Söhne.

    Wehrpflicht ist ja so ein zweischneidiges Schwert. Sozialdienst für alle, da könnte man schon mal darüber nachdenken, für mich war der Zivildienst auch ein Jahr in dem ich viel gelernt habe. Und es gibt/muss nicht nur direkt die Pflege geben.

    Das einzige Pro-Argument der Wehrpflicht ist aus meiner Sicht, dass eine Berufsarmee sich immer weiter von der Gesellschaft entfernt und z.B. die rechtsextremen Strukturen sich dort relativ ungestört weiter entwickeln können. Aber wen kann man guten Gewissens in einen Wehrdienst schicken? Jedenfalls teile ich auch nicht die Meinung dass die dortige Art der Law-And-Order Erziehung auch nur irgendwelche Vorteile birgt. Kumpels die zum Bund gingen haben dort nur gelernt ihre Langeweile und den Frust wegzusaufen, Einzelne kamen noch mit LKW-Schein, wow...

    Diese Leute kommen daher im Mäntelchen des aufrechten Bürgers, aber ihre totalitaristischen Ziele sind glasklar. Sogar schriftlich an vielen Stellen niedergelegt. So z.B. hier zu sehen. https://gegneranalyse.de/das-weltbild-des-bjoern-hoecke/

    Was man vielleicht tun kann: diesen Sympathisanten diese Wahrheit um die Ohren hauen, ihre Diskursräume stören. Um nicht zu verzweifeln versuche ich das gerade etwas, aber es kostet schon Kraft diese geballte Scheiße auszuhalten.

    Also, Alpengucker, wenn du einen neuen Weg suchst damit umzugehen, versuch das vielleicht auch mal. Die Demokratie in unserem Land steht wahrscheinlich mitten in der größten Krise seit 70 Jahren.

    Es besteht ja immerhin auch noch die Hoffnung dass ein paar der AFD Wähler verpeilte Protestwähler sind denen vielleicht jetzt klar geworden ist, dass sie die Monster auf den Plan rufen mit ihrer Stimme und nun vielleicht irgend eine andere Protestwahl vornehmen. Vielleicht rede ich mir das auch nur selber ein und die 24% AFD Wähler sind alle harte Nazis. Scheiße wie diese Arschlöcher uns alle davon abhalten unsere Zeit mit schönem Kram zu verschwenden.

    AlertaAlertaAntifascista

    Man erfährt schon so manches, z.B. hat die mdr einen Brief von Höcke an die Spitzen der Thürinigischen FDP und CDU veröffentlicht, vom 1.11.2019. https://www.mdr.de/thueringen/…hoecke-kemmerich-100.html

    Es ist glasklar, dass FDP und CDU wissen mussten dass ein Kandidat von ihnen durch die AFD gewählt würde.

    Mein Gefühl derzeit entspricht ungefähr dem was kattascha in ihrem Blog heute verfasst hat. https://kattascha.de/thueringen/

    Es braucht mehr denn je ein deutliches Zeichen von uns allen gegen dieses Monster Faschismus. In Bayern sind in ein paar Wochen Kommunalwahlen und überall stehen sie in den Startlöchern, diese widerlichen Typen, lassen sich aufstellen um Gift in unsere Stadträte zu transportieren, auch dort die demokratischen Diskussionen zu zerstören mit widerlichen Streitereien und Lügen.

    Bild

    Selten hatte ich dermaßen Brechreiz wie als ich just das Bild sah wo der Kemmerich dem Höcke die Hand schüttelt. Es ist einfach widerlich. Und in welche Richtung man auch schaut, man sieht nur Widerlichkeiten in der Politik. USA, UK, Österreich, Polen, Italien, Ungarn, Russland, Türkei, Brasilien, den nahen Osten nicht zu vergessen. Immer öfter habe ich den Wunsch meine Siebensachen einzupacken und auszuwandern, irgendwohin wo Menschen noch anständig sind. Ich frage mich nur ob es überhaupt noch ein Land gibt, in dem man nicht fürchten muss, dass der nächste Opportunist dem Fascho in den Arsch kriecht. Einziger Trost heute ist, dass die Sonne scheint und die ersten Knospen sich öffnen.