Beiträge von VerschwendeDeineZeit

    Conse

    ich habe mal bisschen in den Verteilungen gefischt.

    Da finden sich für die nachgewiesenen deutschen Erkrankungen Altersgruppen hieraus https://experience.arcgis.com/…17327b2bf1d4/page/page_0/

    Schätzer für Fertalitätsraten aus verschiedenen Ländern hierher:

    Daraus ergäben sich per heute gemeldeter Erkrankungen etwa folgende zu erwartenden Todesfälle:

    15-34 12.500 0,2% --> 25 Tote

    35-59 24.000 0,6% --> 144 Tote

    60-79 8.500 4,5% --> 380 Tote

    >80 2.000 ca. 17% -->340 Tote

    knapp 900.

    Von der Verteilung her wäre das beunruhigender als die italienischen Zahlen.

    Dazu kommen nochmal etwa gleichviele Fälle mit schweren Verlauf auf Intensiv (siehe RKI Verlaufsdarstellung).

    Ist also schon nicht nur moralisch sondern auch finanziell die Frage wieviel man sich da einsparen möchte oder wieviele man ins Messer laufen lässt. Überlastung des / Chaos im Gesundheitssystem noch gar nicht mit betrachtet.


    Neben dem "Warten auf die Impfung" werden auch weitere Strategien diskutiert. Dazu gehört on/off für Öffnungen/Schließungen , aber auch allgemeine Maskenpflicht oder Warten auf Durchtesten.

    Unsere Gesellschaft ist im Vergleich zu 1929 wesentlich besser gerüstet gegen langfristige Rezession oder Hyperinflation. Auch 2008/09 wurde die Krise relativ gut gemeistert, und damals war im Wirtschaftssystem selbst was kaputt. Zudem würde ich heute da schon darauf vertrauen, dass wir sinnvolle Strategien entwickeln können die Krise zu meistern.

    "Die Wirtschaft" - das ist Deutschlandund nix anderes. Jetzt brechen reihenweise Einnahmen weg, auch für den Staat; Reserven in Form starkter Wirtschaft sind kaum noch vorhanden. Und da wir ja Meister in den Ausgaben sind wird das unglücklich enden. Die Nachwehen werden noch Jahre später sichtbar sein.


    Darf gerne auch mal den FfF-Jüngern erklärt werden. Wir haben uns in letzter Zeit zu stark geschwächt und sind mit dieser Krise hoffnungslos überfordert. Ich für meinen Teil hoffe nur, dass danach diese übertriebene Wirtschaftsantipathie samt FfF verschwindet.

    Bin mir nicht so sicher ob du das richtig beurteilst. Deutschland ist vor allem deswegen "Exportweltmeister" weil wir nicht die Meister im Ausgeben sind. Lohnzurückhaltung in Deutschland hat über 2 Jahrzehnte dazu geführt, dass wir enorm viel günstig ins Ausland produziert haben. Also wir geben relativ wenig aus hier im Land. Zudem wurde seit langer Zeit der Staatshaushalt (und die Sozialkassen) mit eiserner Hand geführt, das Mantra der schwarzen Null hat viele soziale Entwicklungen verhindert. Das bietet nun die Möglichkeit in der aktuellen Krise aus einer Position der Sicherheit heraus staatlich zu stützen.

    Letztlich kann man eine derartige Krise nicht als Blaupause für die weitere gesellschaftliche Entwicklung zugrunde legen - zumal die Zersplitterung von Wertschöpfungsketten eine Mitursache dafür ist, dass diese Krise sich so schnell weltweit verbreitet. Seit Jahrzehnten ist es bekannt, dass die Nutzung von Umwelt ohne dafür einen Preis zu zahlen das Hauptmanko der Marktwirtschaft ist (Stichwort: Marktversagen wegen negativer externer Effekte), und dass eine Bepreisung von CO2 von vielen Ökonomen seit Jahrzehnten gefordert wird, ja, in jedem Lehrbuch für VWL oder economics in den ersten Kapiteln steht.

    Und Grippe? Achja... interessiert keinen


    Ich erwarte dann nächstes Jahr das bei den ersten 500 Grippeinfizierten auch alles abgesagt wird...

    zudem: die Grippe-Todesfälle werden übrigens nicht direkt ermittelt sondern als Delta zwischen der "normalen" Sterblichkeit außerhalb der Grippesaison und den Todsfällen in der Grippesaison. Diese indirekt ermittelte Zahl kann jedoch nicht ausschließen dass da noch weitere Todesursachen die in der Grippesaison ebenfalls auftreten mit drinnen sind.

    Zudem weiß man auch nicht wie lange die Anzahl der Infizierten sich weiter exponenziell erhöhen wird, ob es im Sommer besser oder schlimmer wird.

    Die Mortalitätsraten sind auch mittlerweile detaillierter untersucht, ab einem Alter von 60 liegen sie bei ca. 2%, das geht bis auf 25% ab einem Alter von 80.

    Gegen Grippe kannst du dich impfen lassen und hast eine ziemlich hohe Schutzwirkung (und ein Stück weit selbst schuld, wenn du dich sonst ansteckst), bei Corona nicht.

    Wenn mehrere Tausend Fälle gleichzeitig ins nahegelegene Krankenhaus müssten (20% der Fälle verlaufen mit schwerer Symptomatik), dann reichen die Betten nicht aus, sind die Ärzte und Pfleger evtl. selbst erkrankt und infektiös, müssen also schwere Fälle unversorgt bleiben.

    Aber klar, immer nur auf die "kleinen" Zahlen schauen. Für dich oder mich vielleicht ein Schnupfen, für deine Oma/deinen Vater vielleicht ein hohes Todes-Risiko.

    Finde ich jetzt gar nicht spannend...

    Viel interessanter fände ich wenn Campino oder auch einer der anderen Vier mal bei diesem Zeit Podcast aufschlagen würde. Das ist aus meiner Sicht die viel spannendere Long Form heutzutage. (https://www.zeit.de/serie/alles-gesagt). Da habe ich schon ein paar gute gehört, incl. der Ausgabe mit Herbert (war eine Empfehlung aus dem Forum damals, ich glaube von Ka-Ko)

    Dass es nun als falsch gilt, dass in Thüringen bürgerlich-liberale Abgeordnete für einen bürgerlich-liberalen Kandidaten gestimmt haben, nur weil die AfD so clever war, da mitzustimmen, ist nicht unproblematisch. Die hatten das Mandat bürgerlich-liberaler Politik, das haben sie ausgeübt und letzten Endes hätte man das auch annehmen können, ohne der AfD Zugeständnisse machen zu müssen

    Danke für deinen langen Beitrag. Ich könnte zu vielen Themen was schreiben, aber erstmal möchte ich nochmals auf den Kernpunkt kommen.

    Sich mit Stimmen der AFD wählen zu lassen, trotz der Beschlusslage mit der AFD nicht zu kooperieren, bleibt ein Problem, auch wenn man es vorher vielleicht nicht erwartet hätte. Sich einer Wahl zum Linken als Ministerpräsident zu enthalten ist eine andere Sache.

    Wie hätte der Kümmerlich eigentlich irgendetwas voran bringen sollen ohne von der AFD darin toleriert zu werden? Oder ohne die Kooperation von der Linken? Er wäre mangels Gewicht der eigenen Partei zur Marionette der anderen Parteien geworden, mit fatalen Folgen.

    Ich bin einigermaßen erschüttert dass du darlegst, die AFD sei deiner Meinung nach die einzige mögliche konservative Opposition für die deutsche Parteienlandschaft.

    Nun müsste durch die Vorgänge in Thüringen inzwischen jeder Volltrottel mit 2 Hirnzellen gemerkt haben, dass die AFD keine Partei nach im Sinne unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung ist, sondern eine auf Umsturz und Systemabschaffung ausgerichtete reaktionäre und totalitäre Vereinigung. Wer heute noch die AFD wählt ist entweder waschechter Faschist oder nützlicher Vollidiot. Von wegen Volksentscheid nach Schweizer Vorbild, das ist doch alles Schafspelz.

    Natürlich braucht es eine konservative Partei. Die AFD ist das nicht. Die CDU ist das, wenn auch mit geringerem Gewicht als noch vor ein paar Jahren. Doch auch wenn in einem Bundesland eine sehr ungewöhnliche Situation besteht, dass die CDU sich der Linken annähert oder annähern muss, so ist die Situation im Bund oder in anderen Bundesländern (Sachsen/Sachsen-Anhalt mal außen vor) weit davon entfernt ähnliche Entwicklungen zu nehmen. Die Sonntagsfrage liefert derzeit ca. 15% AFD und 9% Linke. Da fehlt sehr viel, bis im Bund eine Tolerierung der Linken als Regierungspartei durch die CDU/CSU notwendig würde um Einfluss der AFD auf unsere demokratischen Systeme zu verhindern. Und in vielen Bundesländern gibt es tatsächlich konservative Alternativen zur Union, meist heißen die ähnlich wie Freie Wähler. IN Bayern sind sie sogar Koalitionspartner.

    Ob es jetzt einen Rechtsruck der CDU braucht, das sehe ich auch nicht so plastisch. Die Faschisten bleiben Faschisten, da hilft kein "Rechtsruck" es sei denn man will ebenfalls Faschistische Partei werden. Dieses Klientel wird sich entweder selbst eines Besseren besinnen oder für unsere Gesellschaft verloren sein. Bleiben die Protestwähler. Da sind wir wieder oben. Es braucht für eine konservative Kraft eine klare Kante nach Rechts und es braucht eine Idee davon was "Konservativ" heute eigentlich ist und was nicht.

    Wer AFD-Wählern um die Ohren hauen will was er da wählt, dem sei dieser Artikel empfohlen, zeigt er ganz genau was der Faschist Höcke, Zentrum und Vorsitzender der AFD, will. https://gegneranalyse.de/das-weltbild-des-bjoern-hoecke/

    Wären sie positiv gewesen, gäbe es diese Kritiken nicht.

    Naja, dann bliebe es das selbe Problem. Aus einer Menge von X nur einen geringen Anteil überhaupt zu screenen, nämlich nur den Anteil der Zug fährt. Dann bleibt doch trotzdem das Risiko dass aus der wesentlich größeren Menge an Individualverkehr Fälle unerkannt durch die Gegend fahren, ob man nun einen Treffer landet oder nicht.

    Ich denke mal als Einzelner ist derzeit keine außergewöhnliche Verhaltensänderung angesagt. Gesellschaftlich ist jedoch schon dringend angeraten sicherzustellen dass man mit einem stärkeren Befall rasch und souverän umgehen kann. Gestern zwei Züge am Brenner festzuhalten mit ca. 500 Fahrgästen während in Autos, Bussen etc. massenhaft Leute hin und her reisen ist halt schon eine zweifelhafte Aktion. Hingegen das Abriegeln von Orten mit Fallhäufungen scheint mir sinnvoll.

    Der Arbeitnehmer kann sonst ja auch kündigen, eine solche Befristung schafft nur Unsicherheit für den Arbeitnehmer. Sachgrundlose Befristungen sind z.B. ein Übel an Universitäten und bereiten dort hohen Verwaltungsaufwand. Wenn man in Unis keinen Einblick hat denkt man traditioneller Weise dass dort easy Living vorherrscht, in meinem Umfeld sehe ich aber dass die Beschäftigungsverhältnisse dort auch nicht mehr sind was sie im letzten Jahrhundert mal waren.