Beiträge von Conse

    Na die Unerträglichkeit dieser Frisuren gehört doch zur Unerträglichkeit solcher Rockstars dazu ;)

    Ich habe mir gestern nach Jahren des Abwartens dann doch mal das 1980er Desaster "Heaven's Gate" angesehen und selbst als großer Westernfan habe ich auch eher gemische Gefühle...

    Auch mit diesen fairen Preisen wird immer noch eine ganze Menge Profit gemacht. Die stehen jetzt nicht vor dem Ruin, weil sie auf Grund so günstiger Ticketpreise jetzt blank geputzt wurden.... Es ist löblich, dass die Hosen nicht jeden Cent aus ihrer Karriere rauspressen wollen, aber für überzogene Schuldgefühle bei Rückforderungen würde es für mich da nicht reichen...

    Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob es ihm wichtig ist, dieses Geld wiederhaben zu wollen oder nicht. So ein wenig wundert mich aber schon, warum man einem Multi-Millionen Euro Imperium so unbedingt seine Kohle schenken soll, nur weil es den Hosen gehört, bzw. warum hier manch einer so zynisch-sarkastisch reagiert, wenn jemand dies eben gerade nicht tun möchte.


    Wenn man den Vorverkauf unbedingt selbst anbieten möchte, um diese Kuh auch noch zu melken (wobei man zumindest sagen muss, dass die VVK Gebühren oft relativ fair berechnet wurden, anders als bei manch anderem Händler), muss man auch die negativen Folgen tragen, wenn man die Tour absagt...

    Wenn jemand das Geld nicht wieder haben möchte, ist das auch völlig in Ordnung und wenn jemand das Geld für leidende Künstler spenden will, ist das auch cool. Es ist aber auch legitim, das Geld wieder haben zu wollen, wenn die Rechtslage das zulässt....

    Ich weiß, die USA sind nicht Deutschland und die NFL ist kein Rockkonzert, aber reinen Mobile Entry in bestimmten Ticketkategorien gibts da schon lange. Gut möglich, dass das auch hier irgendwann so kommt. Die Teilnehmererfassung, die sich sonst ja oft eher physisch auf einem Blatt Papier abspielt, ginge darüber ggf. natürlich auch - wenn auch nicht lückenlos.


    Ob Senioren ohne Smartphone jetzt der vernünftigste Bemessungsrahmen für eine Diskussion über Massenveranstaltung im Corona Zeitalter sind, sei mal dahingestellt.


    Spannend finde ich da höchstens eine andere Thematik: Wer auf eine kommerzielle Veranstaltung gehen will, kann sich mit den Gegebenheiten abfinden oder eben nicht hingehen. Ganz anders sieht es für mich aus, wenn die Politik, politische Behörden oder öffentlich geförderte Institutionen der Allgemeinheit darüber nachdenken, eine staatlich entwickelte App zum Zwang bzw. zur Zugangsvorraussetzung zu machen. Dazu ist es (bislang) zwar nicht gekommen, aber alleine die Diskussion darüber bringt uns einem gefährlichen Präzedenzfall ein ganzes Stück näher. Für Aussagen wie diese darf man sich dann aber oft von Coronahysterikern als Hysteriker beschimpfen lassen....

    Wobei da z.B. der Stones Auftritt in Kuba 2016 kulturell immer noch relevanter sein mag, als es ein neues Album der Band jemals sein könnte.


    Das Problem mit solchen Kategorien ist, dass man die sehr selektiv ansetzen kann.

    Auch über die heutigen Hosen KÖNNTE man sich locker so äußern. Da wird mit Mühe und Not alle 5 Jahre mal ein Album rausgepresst, bei dem es schon massivste Mithilfe eines Kuschelrappers, Vincent Sorg und diverser anderer Einflussfaktoren irgendwie für 5 live spielbare Lieder reicht, mit denen man dann auf Tour gehen kann, um ansonsten auch da die immer gleichen Gassenhauer wieder und wieder zu spielen. Zur nächsten Tour fliegt der Großteil davon dann wieder raus, und die nächsten 5 kommen dazu. Eine Gelddruckmaschine ist das Unternehmen ebenfalls allemal.


    Ich persönlich würde das nicht über die Band sagen, aber manch einer, der sie schon in den 80ern lieben gelernt hat, mag genau dieses Argument schon seit Jahren benutzen - und von seiner Warte aus mag er damit nicht Unrecht haben, auch wenn die Dimension sicherlich eine andere ist als bei den Stones.


    Ich kann mir inzwischen durchaus die Hosen mit 66 Jahren auf der Bühne vorstellen, auch ohne verkrampft neues Album. 2005 hätte ich das sicherlich anders gesehen...

    Ich glaube Metallica tut sich da schon auch reichlich schwer mit neuen Alben. So penibel wie man an der dieser Art von Musik feilen muss, stelle ich mir das wahnsinnig anstrengend vor, auch wenn man sich inzwischen besser versteht, als zu Some Kind of Monster Zeiten. Dafür sitzt das Resultat ja am Ende dann meistens auch richtig.

    Für mich ist der moralisch entscheidende Punkt, dass der VVK letzten Endes halt von den Hosen selbst kommt - und die haben sich selbst (also als Firmenkonglomerat) entschieden, die Tour ausfallen zu lassen. Da hätte ich es schon fair gefunden, bis auf das Porto alles zu erstatten. Wäre es ein externer Tickethändler, würde ich das etwas anders sehen...

    Von der Sinnhaftigkeit der Apps mal abgesehen würde ich persönlich grundsätzlich lieber privaten Firmen mit abgeschotteten Servern meine Nutzerdaten geben, als dem Staat.


    Das ist allerdings nicht der Grund, dass ich in der App nicht viel Nutzen sehe.

    Sicherlich ganz nett, aber das jetzt als große Geste zu labeln ist vielleicht ein wenig viel des Guten. Damit wird ja noch immer Geld verdient.


    Metallica als eine der kommerziellsten Bands überhaupt zeigt jedenfalls seit Monaten, wie man in der Coronazeit echte Geschenke macht. Da sind die Hosengesten jetzt vielleicht nicht ganz die Selbstfeierei wert....

    Da kommt auf jeden Fall bei der Bandauswahl ein wenig Nostalgie auf.

    Interessant fand ich besonders 2 Sachen.


    1. Die Parasiten waren genau so mies, wie ich sie in Erinnerung hatte... Schlecht und falsch gesungener Punkrock wird irgendwie bei weiblichen Stimmen oft noch ein wenig mieser...


    2. Sondaschule sind ja schon erstaunlich früh sehr professionell unterwegs gewesen, was die Bühnenpräsenz angeht. So zu "Siega" Zeiten dachte ich immer, da handelt es sich um eine Schülerband, schlimmstenfalls auch noch aus dem Süden der Republik. Da lag ich wohl etwas daneben 8)

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    Alles passiert: Das war der Punkt wo ich mich bei den irreführenden Hörproben gefragt habe, wieviel ruhige Songs da denn noch drauf sollen. Dann bleibt festzuhalten, dass das wohl der derbste Fall von Stadionpop auf dem Album ist. Erinnert mich ein wenig an Herbert Grönemeyer. Aber verdammt noch eins, hier funktioniert es, hier hat man es vernünftig mit klassischen Hosentrademarks vermischt. Aber auch hier sind die Teile, in denen das Schlagzeug nicht nach Tube klingt, eindeutig die besten. Alles in allem vermutlich mein Favorit auf dem Album.


    Ich liebe das Lied immer noch, vielleicht sogar noch mehr als vorher, weil ich das Beschriebene nun noch ein paar mal wieder erleben durfte. Für mich ganz großes Tennis, auch wenn die Kitschgrenze nicht weit entfernt sind. Noch dazu eins der besten Videos, die die Hosen je gemacht haben. Toll.

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    Die Schöne und das Biest: Bei den Hörproben für mich der nächste WTF Moment. Musikalisch gefällts mir richtig gut, textlich aller unterste Schublade. Stand jetzt würde ich n positives Fazit ziehen, das wird nach ein paar Wochen wohl anders aussehen. +


    Inzwischen hab ich begriffen, dass man da einfach nicht all zu sehr mit dem Kopf an den Text rangehen sollte. Eine Fun Nummer, die schlichtweg nach wie vor richtig Spaß macht.


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    Eine Handvoll Erde: Musikalisch sperrig, dem Thema angemessen. Interessant, gibt mir aber momentan nicht viel. o

    Das hat sich eindeutig geändert. Ich würde inzwischen sagen, dass das ein absoluter Megasong ist, den ich aber seit der Beerdigung meines Vaters nicht mehr oder fast nicht mehr gehört habe. M.E. spricht das für die Qualität.


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    Hasta La Muerte: Vielleicht das neue Traurig einen Sommer lang? Das fand ich anfangs auch grandios, hat sich dann aber schnell abgenutzt. Wohl der klassischste Hosensong der Platte. Mir gefällts. Die "Progression" von Breiti finde ich ausgesprochen witzig. Wird zurecht der neue Konzerthit werden


    Hat sich erheblich besser gehalten als der Sommer, der wirklich nur einen Sommer andauerte. Die wohl typischste Hosennummer auf dem Album und auch die macht mir weiterhin richtig Spaß, live wie auf Platte.


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    ICE nach Düsseldorf: Also man versucht ja scheinbar viel zu reflektieren auf dem Album, aber hier funktioniert es nicht. Kann man anhören, kann man aber auch guten Gewissens lassen.... -


    Bleibt ein Skipkandidat. Lässt mich völlig kalt, musikalisch nervts. Wohl das einzige echte Minus, was für mich auf dem Album übrig geblieben ist....

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    Geisterhaus: Dauert zwar tierisch, bis der Song mal in Fahrt kommt. Aber irgendwie eine saucoole Idee. Daher gibts ein Plus. Aber warum hats auch hier wieder nen Konservenbeat gebraucht???

    Vielleicht liegts auch hier an der gewonnenen emotionalen Bandbreite, aber das Lied gefällt mir heute auch noch besser als vorher. Das Attribut "Spätwerk" passt für mich hier sehr gut. Keine Ahnung wieso, aber für mich ist das ein perfektes Beispiel dafür, wie die Hosen in "erwachsen" klingen...

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    Lass los: Eigentlich gefällt mir das ganz gut, wird bestimmt noch mal mehr Zuspruch erhalten, wenn ich die nächste Beziehung in den Sand gesetzt hab. Der Refrain geht aber textlich mal wieder gar nicht, was ein Plattitüdenfest.


    Gefällt mir noch weniger als vorher. Lieblos aneinandergereiht, holprig, platt. Und dazu dieses blöde "Gib mir n' Kuss".... Meins ist das Lied nicht... Für mich Skipkandidat Nummer 2.

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    Kein Grund zur Traurigkeit: War nie groß ein Fan von diesem Song. Allerdings ist es ein ausgesprochener Gänsehautmoment, Wölli nochmal am Ende der Platte zu hören. Die Camipi Gesangsspuren hätte man weglassen sollen.


    Bleibt für mich neutral. Ein Plus für die Geste, ein Minus für die Umsetzung.


    Unterm Strich ist bei mir damit nach zig Jahren also nicht nur ein positiver Eindruck geblieben, sondern die Gesamtbilanz fällt posiiver aus als damals.


    Damit zählt die Laune damit zu meinen Lieblingsplatten der Hosen...

    Für mich ist die Laune der Natur vielleicht das Hosenalbum, zu dem ich die größte emotionale Bindung habe, weil es in eine sehr ereignisreiche Phase meines Lebens fiel. Meinen Unmut über die Band ab dem Jahr 2013 kann man hier ja vielerorts nachlesen, wobei ich meine schon damals attestiert zu haben, dass die Band ja dann langsam wieder die Kurve zu kriegen schien, ich glaube mein letztes Konzert, bevor ich dann eh nach Wyoming gezogen bin war Frankfurt (Oder) und da war ich recht zufrieden. In Wyoming waren dann die Hosen aber eh recht weit weg, auch wenn eine der lokalen Jukeboxes regelmäßig mal mit der Auftrag des Herrn oder Auswärtsspiel gefüttert wurde...


    Dann kam die Unter den Wolken Auskopplung und mir schwante Übles. Was hab ich diesen blöden Coldplay Sound gehasst. Dieses schluffige Schlagzeug ohne Basedrum, dass man am besten gleich durch Die dazu passende Ästhetik im Video besorgte den Rest. Selbst meine amerikanischen Nachbarin fiel auch sehr schnell die Ähnlichkeit mit Altes Fieber auf. Nach meiner Erinnerung habe ich auch auf die Hörproben eher verhalten reagiert, weil ich da so ein wenig das Gefühl hatte, dass hier schon wieder möglichst jedes Element der Popmusik mitgenommen werden sollte, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen. Schon nach den ersten zwei, drei Durchläufen hab ich aber zumindest attestiert, dass es eben keine Nummer-Sicher Platte war, auch wenn mir der Sound nicht gefiel.


    Heute weiß ich nun, was über die Jahre mit mir und dem Album passierte. Ich hab es heute sehr, sehr gerne und würde es fast schon als Paradebeispiel für ein "Spätwerk" einer Band wie den Hosen sehen. Mit mir und dem Album ist viel passiert. Am Anfang war es für mich das Album, dass einen sehr freien Lebensabschnitt von mir begleitete, in dem ich auch mal von außen auf mein bisheriges deutsches Leben zurückgucken konnte, aber auch sein mögliches Ende - ich sollte damals eigentlich wieder nach Deutschland zurück ziehen. Dann war es der Sommer Soundtrack, unter anderem zu einem Camping Trip im amerikanischen Nordwesten zu dem meine Eltern extra in meine neue Heimat eingeflogen waren, der Soundtrack um anschließend auch in Berlin am See zu liegen (nein, nicht am Wannsee!). Für die Tour würde ich leider nicht in Deutschland sein, aber ich habe mich sehr über die Meldungen darüber gefreut, was die Hosen da auf die Beine gestellt hatten. Anscheinend ging das eben doch, TwD Fans und Laune der Natur und uralte Raritätenfans gleichzeitig glücklich zu machen.


    Der Sommer 2018 sollte dann der (bislang) schlimmste meines Lebens werden. Mit dem unerwarteten und in seinen Umständen ziemlich brutalen Tod meines Vaters sollte mein Leben und auch das meiner Mutter sehr auf den Kopf gestellt werden, und auch dazu war dieses Album auf einmal der Soundtrack. Ich weiß heute noch, wie ich mich im Flieger nach Deutschland besoffen hab und dazu mehrfach "Eine Handvoll Erde" gehört habe. Und dann kam die wirkliche Beerdigung.


    Gut, das sind sehr persönliche Geschichten, die einen ein Album völlig anders beurteilen lassen, als auf der rationalen Ebene - sofern es die bei Musik überhaupt gibt. Dazu vielleicht auch in den nächsten Tagen nochmal mehr im "Es war einmal" Thread. Jetzt will ich mal sehen, wie eigentlich der direkte Vergleich zwischen meinem damaligen ersten Fazit und meiner heutigen Sicht aussehen....

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    Urknall: Haut überraschend gut rein. Von mir aus ein guter Vorwand um endlich mal "Du lebst nur einmal" aus dem Set zu schmeißen. Neben straightem Punkrock gibts aber auch ein paar Experimente, wie z.B. die "Champagner, was soll das" Bridge. Musikalisch also solide, textlich scheinbar die Abkehr vom letzten Tourzyklus. Schampus kann verführerisch sein, aber warum hat man ihn denn so aktiv suchen und bewusst gegen den Bolzplatz eintauschen müssen? Naja, ein ordentlicher Waffenstillstand. +


    Das sehe ich heute durchaus immer noch so. Wobei sich das Lied bei mir halbwegs verbraucht hat. Ein solider Opener fürs Album, mehr ist er für mich nicht mehr. Geht aber gut durch.

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    Wannsee: War für mich der erste zu erwartende Totalausfall - und was soll ich sagen, ich mag ihn. Vielleicht ist es der Stadtrandberliner in mir. Allerdings klingt dieses Lied wirklich zu 100% nach Marteria und überhaupt nicht nach den Hosen. Einige arg holprige Textpassagen und Campis Strophenstimme klingt etwas merkwürdig. Wieder ein Coldplay oh-oh-oh. Aber alles in allem macht mir das Ding echt Laune, warum auch immer. Die Düsseldorf Schlussfolgerung is natürlich falsch.... Und der Synthieanfang ist hirgendwoher geklaut, weiß nur gerade nicht woher +

    Jetzt lebe ich tatsächlich mal wieder für eine Weile in Berlin, im Kopf werde ich aber wohl Exilberliner bleiben. Ich mag dieses Lied immer noch, und zwar sehr, sehr gerne. Ich bin wohl der zweitgrößte Fan nach Pillermaik damals. Auch das tolle Video macht mir weiterhin Laune. Hat für mich tatsächlich auch richtig gut live funktioniert das ganze, auch wenn mir der Song bisher nicht so oft vergönnt war.


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    Unter den Wolken: Wurde ja schon ausgiebigst diskutiert. Der Coldplay Sound nervt wie sau. Der Text ist eigentlich echt schön geworden, fällt aber in der zweiten Strophe stark ab. Geht aber schon in Ordnung. +

    Mein Fazit fällt heute noch etwas positiver aus. Der Sound ist immer noch nicht das gelbe vom Ei, live erheblich besser, aber gerade auf der emotionalen Eben schlägt das Ding bei mir noch wesentlich mehr zu als damals. Und alle leuchten... Einen Nackenschlag für die lieblos zusammengezimmerte zweite Strophe gibts aber trotzdem.


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    Pop + Politik: Ich bin zwiegespalten. Straighter Punkrock, aber für mich passen Strophe (gut) und Refrain (nicht gut) irgendwie nicht zusammen. Der Text dürfte eine Mischung aus Anti Social Media Shitstorm und "Gegen den Böhmermanschen Zeitgeist" sein. Die Stelle wo Kuddel und Campi röhren zeigt allerdings wie extrem überproduziert die Stimmen teilweise sind, das tut ja weh.... Inhaltlich finde ich die Haltung natürlich richtig, wobei dann eben auch die Frage erlaubt sein muss, warum man die ganzen politischen Kanten zur Stadiontournee so extremst entfernen musste. Da hat man sich angebiedert, und diese unpolitische Denke auch noch so richtig belohnt. Aber naja, eine späte Erkenntnis ist auch eine Erkenntnis. o


    Die Vendetta gegen die glatten 2013er Hosen will ich mal ruhen lassen, aber ansonsten stimmt auch das hier immer noch. Ich kann verstehen, warum man den Song plötzlich auf die Platte haben wollte, aber das Resultat ist mau und schlecht produziert.


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    Laune der Natur: Bääääääh. Also wer bei diesem breiigen Oh-oh-oh am Anfang kein Coldplay hört, hat Coldplay nie gehört - den beneide ich. Ansonsten finde ich den Song in erster Linie etwas langweilig. Scheint mir ein wenig uninspiriert. Da sind ein paar sehr coole Passagen drin, aber da ging eindeutig die Puste zu früh aus. "Heeeeeeyheeeey, ja wir sind, ja wir sind..... Ne Laune der Natur". Naja, Der Refrain geht gut ins Ohr, das Lied ist aber für mich sonst der erste Ausfall. -

    Hier würde ich vielleicht von Minus auf Neutral gehen. Der Song nervt mich zumindest nicht mehr, live war er ganz okay, was sicherlich auch zur Aufwertung führt. Die Produktion ist aber auch hier daneben und der Text für mich weiterhin zuviel "Ohoho hehehehe ja genau, lalala".


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    Energie: Hmmmm..... Hat es dieses Ba-Ba-Ba wirklich gebraucht (klingt ein wenig nach Coldplay machen einen auf Robbie Williams)? Immerhin sehr eingängig. Text unter aller Sau. Mit nem richtigen Text hätte es vielleicht noch was werden können. "Ennnergieeeeeeee wie ne Melodieeeeeeee". Au Weia. -

    Muss ich ein wenig revidieren. Coldplay höre ich da nicht mehr raus und das Ba-Ba-Ba stört mich eigentlich auch nicht. Genau genommen ist das für mich eigentlich das einzige, was ich jetzt an dem Song noch mag, sonst ist der für mich relativ uninteressant. Vielleicht auch eher neutral als minus, skippen muss ich ihn nicht.

    Gleich geht's weiter...

    Tja, wenn ich nach ein paar Jahren jetzt nochmal an das Album rangehe, muss ich zwar feststellen, dass die ganze Bandphase vielleicht unterm Strich das größere Übel als das Album selbst war (so fand ich 2012 noch ganz okay, 2013 dann wirklich übel), aber auch das Album ist unterm Strich eher mäßig, viel zu kalkuliert und gleichzeitig uninspiriert. Es sind einige wirklich passable Lieder drauf, leider aber unterbrochen von so viel Müll, dass das Album als gesamtes für mich fast unhörbar ist. Die "Geister" als Bonus Album werte ich mal nicht, auch wenn ich sie größtenteils als sterbenslangweilig empfinde. Unterm Strich hat man hier aber eine Platte, der man irgendwie anmerkt, dass sie ganz furchtbar verkopft darauf abzielt, keinem weh zu tun und eine vermeintliche Vielfältigkeit zu suggerieren.


    Alleine die Reihe aus

    Reiß Dich los Drei WorteSchade, wie kann das passieren?...ist ein derartiger Mistblock in Reihe, dass es echt weh tut.

    Über...

    Das ist der Moment
    ...ist ja nun wirklich genug gesagt worden.
    Und dann sind da immer noch...Traurig einen Sommer lang2/3 Liebe...die das Album ganz schön runterziehen. Und es ist ja nicht so, dass die hier jetzt nicht genannten Songs nun unbedingt die Megasongs der Hosen sind. "Oberhausen" hat mich damals sehr angesprochen, aber im Test der Zeit steht es jetzt auch nicht besonders da.Letzten Endes ist die ganze Platte am Ende einfach sehr arm an Gefühl und künstlerischer Ambition. Das sieht z.B. beim Nachfolger ganz anders aus, wie ich finde....Die wirklichen Ausnahmen sind da eigentlich nur der Titeltrack, der sich mutig inhaltlich auf dünneres Eis begibt, Tage wie Diese, Europa und ggf. Altes Fieber, das ja eigentlich auch eher ein Reißbretttrack ist, der aber irgendwie funktioniert hat...

    Das klang jetzt vielleicht auch etwas schärfer, als es gemeint war. Klar achten die Hosen, wie auch einige andere Künstler noch auf relativ faire Eintrittspreise in ihrer Größenordnung. Da möchten schon alle beteiligten ordentlich Geld verdienen, aber sie nehmen weniger, als sie nehmen könnten und das ist schon mal eine Menge wert. Für den Preis eines Hosentickets kann man aber auch teilweise 4x zum Fußball gehen, weshalb man beim Fußball noch erheblich mehr einen Querschnitt der Gesellschaft bekommt, als auf einem Konzert.


    Ganz abartig ist das übrigens bei Grönemeyer geworden. Früher der Sänger für alle, heute ist da gefühlt in erster Linie Golfclub Publikum....

    jeder der einen Beruf ausübt hat ein besonderes Talent. Nämlich genau für den Beruf den er ausübt.

    Ich bezweifel daß die meiesten Fußballer das Talent hätte in meinem Beruf zu arbeiten oder als Bäcker oder Architekt.

    Trotz meines Talents in meinem Beruf bekomm ich nicht solche Summen.

    Naja, viele Menschen arbeiten nicht gerade in einem Bereich, in dem sie ein Talent haben. Da ist es dann oft auch sehr schade, dass diejenigen, die wirkliches Talent haben oder schlichtweg besser sind, eben nicht besser bezahlt werden....


    Die wenigsten von uns machen allerdings mit ihrer Tätigkeit gleichzeitig Hunderttausende oder Millionen Menschen gleichzeitig glücklich. Wenn ich nun mal ein Produkt habe, dass so viele Menschen gleichzeitig haben wollen, ist doch irgendwo klar, dass da am Ende eine goldene Nase bei rauskommt - egal, ob ich gegen einen Ball trete, oder zu doof bin, mehr als einen Powerchord zu spielen und diesen dann "Hosenhobel" nenne und auf Platte presse ;) Ist es denn okay, dass die Hosen mehr als 17€ die Stunde auf dem Konzert verdienen? Sind die nicht gnadenlos "überbezahlt", wenn sie mit 2 1/2 Stunden Konzert soviel verdienen, wie ein solider Querschnitt aus 8 Leuten aus diesem Forum im gesamten Jahr? Zumal die Hosen weniger auf sozialverträgliche Eintrittspreise achten, als ein Bundesligist?


    Ne, kein Mensch wird gezwungen, Sky Bundesliga zu abonnieren, kein Mensch muss ein Trikot kaufen, wenn die 8€ Eintritt (Dauerkarte) einfach zu viel sind, weil ja irgendwer damit am Ende einen ordentlichen Gewinn macht und wenn einem das Sponsoring von Bitburger nicht passt, kannman sich auch ein fußballfreies 5,0er oder Sternburg Drecksport reinzimmern. Deswegen braucht sich eigentlich auch keiner echauffieren, wieviel Geld da ggf. im Fußball fließt.


    Ja, es gibt in Deutschland ein massives Problem mit Gehältern und insbesondere den niedrigen Gehältern in bestimmten Branchen. Mit dem Fußball hat das allerdings wenig zu tun. Es sei denn natürlich, man hält "Millionäre umnieten, Geld den Pflegekräften geben" für einen ernsthaften Lösungsansatz. Dann nietet mal Campino und seine Familie zuerst um....


    Da sich im Moment nicht die Leichenberge in Deutschland stapeln, weil vermeintlich keine Testkapazitäten zur Verfügung stehen, und sich viele Menschen, die durch Corona auch eine Menge verloren haben, mich eingeschlossen, nach ein wenig Normalität in Form von 22 Idioten, die einen Ball treten, sehnen, und daraus wenig bis keine negativen Folgen entstehen, anderen Krisenbranchen (z.B. Gastronomie) dabei sogar geholen wird, dann warum eigentlich nicht?

    Zumal zu keiner Zeit auf der Agenda stand, dass Fußball als erstes wieder stattfinden muss oder die EM unbedingt stattfinden müsse (was sie jetzt ja auch nicht tut).

    Gott sei Dank bist du nicht der Nabel der Welt, der das zu entscheiden hat...


    Killer 2906: Selbst wenn sich da der Weltverband einigen würde, käme das dann auch nur zu einer Verschleppung der Probleme, wie auch andere Sportarten, bei denen der Spielbetrieb abgebrochen ist, zeigen. Ärger in irgendeiner Form gibt es immer...

    Es gibt für diese App keinen vernünftigen Grund. Eher im Gegenteil.

    Tatsächlich hat das Aufspüren und Unterbrechen von Infektionsketten bisher tadellos funktioniert in Deutschland. Der Präzedenzfall der mit so einer App geschaffen werden soll, viel mehr aber noch wie man mit Angst der Bevölkerung sowas als Vernunft einbläuen kann, das ist allerdings besorgniserregend...