Beiträge von Conse

    Gegen die Entscheidung des Gerichts habe ich auch nichts gesagt, weil ich die Argumentation durchaus schlüssig finde - auch wenn der Preis dafür sehr hoch ist, wenn die am Ende zum Entschluss kommen sollten, dass es nicht verfassungskonform war. Und dass die Sorge besteht, haben ja diverse Abgeordnete, die dann am Ende teils dagegen oder oft selbst dafür gestimmt haben auch zu Protokoll gegeben. Wäre vielleicht auch gar nicht sooooo schlimm, wenn wir leider nicht nur in der Coronapolitik inzwischen sehr oft beobachten dürften, dass gezielt nicht haltbare oder sogar rechtswidrige Gesetze erlassen werden - mal aus reiner Unvernunft, mal aus populistischen Motiven (PKW Maut, Mietendeckel). Auch in Coronazeiten haben wir dieses Beispiel schon öfter gesehen, wenn beispielsweise von Gerichten bereits als unverhältnismäßig gekippte Regelungen in den selben Bundesländern auf die selbe Art und Weise einfach nochmal eingeführt wurden. Und schon gewinnt man ein paar Wochen. Das ist keine Verschwörung sondern Fakt, ganz besonders Bayern war da im letzten Jahr mehrfach dabei.


    Das führt mich zu dem anderen Punkt. Auch wenn ich es zugespitzt formuliert habe, ist dieses Gesetz in erster Linie nur dazu dazu da, Coronaeinschränkungen und Verbote deutschlandweit zentralisiert einzuführen. Das ist der ausgesprochene Sinn, den die Initiatorin selbst so zu Protokoll gegeben hat - keine Ahnung, wo du da eine Verschwörungstheorie siehst (auch wenn ich durchaus der Meinung bin, dass ein bisschen Eitelkeit seitens Angie hier eine Rolle gespielt haben dürfte). Und über das "gut anfühlen" seitens der Bevölkerung habe ich mich neulich schon lustig gemacht, weil ICH es absolut albern finde, dass es jemandem im Kreis Pinneberg unfassbar wichtig ist, dass endlich unter Nichtberücksichtigung jeglicher Detailfaktoren von Hamburg über Berlin über München bis Wanne-Eickel die gleichen Regeln für alle gelten - völlig unabhängig davon, ob das Sinn ergibt oder nicht, ob es sie in ihrem alltäglichen Leben nennenswert tangiert und auch völlig ungeachtet der Tatsache, dass selbst nach diesem Gesetz weiter ein munterer Flickenteppich herrscht und gerade Posterboy Söder jetzt schon wieder hervorprescht, möglichst Alleingänge oder Frühstarts mit seinem Bundesland alleine durchzuführen, obwohl doch deutschlandweite Einigkeit angeblich das wichtigste Argument war, ein Gesetz durchzuboxen, dass einer Menge Abgeordneten zurecht zumindest Kopfschmerzen bereitet hat.


    Regelrecht unverschämt finde ich hingegen, auf so eine Art und Weise Leute in "Verschwörungs-Geschwurbel bzw. Querlenker" Kategorien zu stecken, wie du es tust. Das "Fight Fascism" in deinem Avatar habe ich vor nicht allzu langer Zeit auch von Leuten gehört, die mir erklärt haben, dass so Sachen wie der große Sprung nach Vorne von Mao zwar unschön, aber halt ab und zu mal ein nötiger Kollateralschaden wären, um eine Gesellschaft umzuformen. Du hörst dich verdammt an wie einer, der millionenfachen Massenmord geil findet. Und auch in Berlin am 1.Mai sah man Banner und T-Shirts mit ähnlichen Slogans von Leuten, die sich anschließend leidenschaftlich antisemitisch geäußert haben. Du klingst verdammt wie einer, der Juden scheiße findet...


    ...würde ich dir nie pauschal unterstellen, weil es vollkommener Quatsch wäre. Dieser Beißreflex hingegen, Leute (oder in diesem Fall eine Person), die ein konkretes, fragwürdiges Gesetz ablehnen mit Reichsbürgern, Impfmikrochiptheoretikern und Deutschland GmbH Anhängern in einen Topf zu schmeißen, ist reichlich perfide und durchaus einer der Gründe, warum der Austausch hier im Forum stellenweise weniger Spaß macht als früher. Allerdings folgt das natürlich einer gesamtgesellschaftlichen Tendenz.

    Schön, wie Stänkern hier zunehmend zur Normalität wird - gibt ja auf Facebook nicht genug von dem Niveau. Also gut, interpretiere ich mal den Einzeiler.

    Du bist da einer großen Sache auf der Spur...

    Da ich mal annehmen muss, dass du dich auf die Entscheidung aus Karlsruhe beziehst: Das Bundesverfassungsgericht hat mitnichten beschlossen, dass das Gesetz verfassungsgemäß ist, sondern nur konkrete Eilanträge abgelehnt. Den Unterschied sollte man kennen.


    Oder aber ich habe dich falsch verstanden und du bist ein Riesenfan vom Gebaren des Markus Söder und seinem schier grenzenlosen Populismus. Dann sei dir diese Meinung natürlich auch gegönnt.

    Genau genommen eine Vielzahl von Faktoren, die teils zu anderen Aspekten gehören als dem Ausschnitt, den du zitiert hast. Daher dürfte jetzt meine Antwort etwas unvollständig bleiben. Aber:

    Die Grünen setzen sich schon seit geraumer Zeit für Regeln ein, die es schwieriger, strenger und in letzter Instanz teurer machen, sich etwas zu bauen - und planen Stand jetzt das auch noch weiter auszubauen - genau so, wie sie sich permanent dafür einsetzen, Nebenkosten drastisch zu erhöhen. Letzteres beeinträchtigt natürlich auch Mieter oder die, die sich die neue Heizung, Wärmepumpe oder Solarplatte im bestehenden Eigentum gerade nicht so ohne weiteres leisten können. Das geplante Steuermodell der Linken könnte jeden Hausbesitzer im Großraum München zum Ziel von zusätzlicher Vermögenssteuer oder weiteren Abgaben machen, die einen Normalohaushalt mit gutem Einkommen locker aushebeln würden - auch wenn da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Vor allem die von beiden Parteien angestrebten Pläne zur Erbschaftssteuer killen aber fast die Möglichkeit von Normalverdienern, vom Hausbau ihrer Eltern oder Großeltern zu profitieren, weil alleine schon die Steuern auf diesen Vermögenswert völlig außerhalb der eigenen Reichweite wären. Im beschaulichen Berlin-Marienfelde, Stadtrand und bürgerlich, aber keine Nobelgegend, kann ein stinknormales Reihenhaus inzwischen ohne Probleme 600.000-800.000€ Verkehrswert haben, freistehende Häuser können durchaus das doppelte erreichen. Das ist ne Menge "Vermögen", dass da auf einmal im Spiel ist und eine Menge Asche, die da künftig an den Staat gehen soll - alleine schon weil die "großzügigen Freibeträge für Wohneigentum" in keinem Verhältnis zur Realität stehen.


    Zusammen mit der SPD sind beide genannten Parteien in Berlin auch ganz groß darin, überhaupt Stimmung gegen Wohneigentum zu machen, als ob das per se was schlechtes sei. Oder die Erschließungsvorhaben von Randbezirken zu torpedieren. Oder eben mit dem Mietendeckel quasi für einen Baustopp zu sorgen. Aber nur um das klarzustellen: Das soll nicht bedeuten, dass die CDU oder die kompletten Freimarktsympathisanten jetzt pauschal bessere Lösungen parat hätten. Ein Phänomen, dass sich aber langsam zeigt, ist die Aushöhlung der Mitte in den großen Städten. Und dass sich auch die CDU/SPD Regierung fleißig dafür einsetzt, dass bei den oft ohnehin schon niedrigen Nettogehältern in Deutschland am Ende noch weniger übrig bleibt, kann man ja auch schon seit einer Weile sehen.


    Keine Ahnung, ob das jetzt zur Klärung beiträgt...

    Es entbehrt übrigens nicht einer gewissen Ironie, dass gerade Politiker, die dafür sorgen, dass immer noch weniger Netto vom Brutto bleibt und dass sinnlose Zusatzsteuern, Vorschriften und Gesetze selbst ganz triviale Annehmlichkeiten des gewöhnlichen Lebens immer weiter verteuern, nicht nur mit diesem völlig bekloppten Mietpreispopulismus versagen, sondern jetzt natürlich auch noch drastisch an die einzige Möglichkeit, sich davor zu schützen, nämlich Eigentum zu besitzen, ran wollen, damit auch der, der sich selbst was aufgebaut hat (oder dessen Eltern oder Großeltern das getan haben, so ohne weiteres kann sich doch in den Großstädten auch mit gutem Job kaum noch jemand Wohneigentum leisten) so richtig bluten muss. Denn Gesellschaft ist erst fair, wenn sie alle zu Transferleistungsempfängern gemacht haben... Oder so ähnlich.


    Wie auch immer. Hier ging es ja eigentlich um Corona. Großartig, wie dieses unbedingt notwendige, vermutlich nicht-verfassungskonforme Notbremsengesetz, dass nur da war, damit endlich mal zentralisiert alles verboten wird, weil es sich ja so gut anfühlt, nicht nur weiterhin regional unterschiedlich gehandhabt wird, sondern inzwischen stellenweise von genau denen, die es am Lautesten haben wollten, am meisten konterkariert wird....

    Sorry, aber die Faktoren wie die Schwierigkeit der Herstellung und so weiter sind absolute Sekundärfaktoren. Der Grund, warum die USA z.B. so weit sind liegt darin, dass sie bereits sehr früh im letzten Jahr noch unter Donald dem Doofen verbindliche (!!!) Bestellungen bei nahezu allen angehenden Lieferanten in hoher Zahl getätigt haben. Das war Monate, bevor unsere Spahnplatte anfing, sich mit einigen unserer Nachbarländer zusammenzuschließen und Monate bevor Angela die Eiserne beschloss, das zum Prestigestück ihrer Parteifreundin zu machen, die damit wenig überraschend krachend baden gegangen ist. Weil man es billig haben wollte und weil man zu spät dran war. Und weil die EU inzwischen selbst sagt, dass sie für dieses Vorhaben gar nicht aufgestellt bzw. in der Lage war.


    Die Fabriken, die sich nicht über Nacht bauen lassen sind nämlich anderswo dann gebaut worden. Und bei einer Politik, die ihre Bürger permanent wahlweise als Kleinkinder vergnügungssichtige Mörder oder verantwortungslose Coronapartygänger labelt, kann man das einfach gar nicht oft genug sagen wie viel Versagen da im Spiel war - vor allem wenn man dann noch das Versagen in anderen Instanzen wie dem Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen im November und Dezember, Entschädigung, oder Finanzhilfen ansieht. Ich finde das reichlich zynisch, was da spätestens seit Herbst aus der Politik kommt und da soll man nicht mit Zynismus drauf antworten, weil es nicht produktiv wäre? Das führt mich zum zweiten Punkt...


    Im Stil. Die Schauspieler-Videos bedienen sich teilweise 1:1 dem Querdenker-Duktus ohne jedwede Reflexion erkennen zu lassen.
    Für Satire fehlt da die humorige Note, für eine differenzierte Kritik eine erkennbare Abwägung.

    Ich nehme jetzt mal dein Zitat, auch wenn ich das durchaus allgemeiner und nicht nur auf deinen Punkt bezogen sehe: Das ist m.E. Geschmacksache. Grundsätzlich schwanken diese Videos ohnehin in der Qualität bzw. manche gefallen mir persönlich besser auch andere. Aber auch Zynismus mit dem Holzhammer ist eine Form der humoristischen Auseinandersetzung und ich finde es - egal ob im Humor noch im Parlament - ziemlich schwierig, die eigenen Inhalte und Programmpunkte danach auszurichten, ob das evtl. auch bei Querdenkern, Aluhutträgern oder sonstewas auch gut ankommen könnte. Die Folklore von Armut und sozialem Abstieg hört sich bei der NPD und der Linken manchmal auch ziemlich ähnlich an - das macht sie aber im Detail eben nicht falsch oder unangebracht. Und auch die AfD instrumentalisiert die Leute, die in Flüchtlingsbooten im Mittelmeer ersaufen - sollte man sich deshalb dieses Arguments nicht mehr bedienen? Wäre es um ne G7 Demo gegangen und der Satiriker hätte erzählt, dass er seine Kinder jetzt lieber selbst zuhause verprügelt: Hätte man sich hier derartig aufgeregt? Nutzen Faschos nicht den selben Ziegenficker Begriff wie Böhmermann, um Menschen aus bestimmten Ländern und Kulturkreisen zu diffamieren? Man kommt da sehr schnell vom kleinen ins sehr große und ich fände es nahezu unmöglich, da Grenzen zu ziehen - außer natürlich bei allem, was strafrechtlich relevant ist.


    Klar kann man das ganze Format gut oder schlecht finden, das ist ja auch völlig legitim. Aber das wird dem ganzen Skandal gerade nicht so ganz gerecht. Letzten Endes ist es eine extrem überspitzte Kritik oder Verarschung einer oft völlig schwachsinnigen Coronapolitik. Und die kann man machen, auch ohne Disclaimer mit kritischer Einordnung der Pandemie und ohne Schweigeminute davor. Dass da am Ende auch Idioten mitklatschen finde ich da schon fast zu vernachlässigen. Mehr Schaden kann man da bei denen eh nicht mehr anrichten. Ich hingegen habe in meinem Dunstkreis weder Coronaleugner noch Reichsbürger und dennoch finden viele dort diese Videos gut, als das, was sie sind. Satire. Was alles so im Jahr 2021 als Skandal losgeht, ist hingegen skandalös. Fragwürdig finde ich in jedem Fall, von Satire mehr zu erwarten als das, wozu sie da ist.


    Unter'm Strich zeigt sich hier allerdings mal wieder, wie sehr Corona eine ohnehin fehlgeleitete Entwicklung unserer Gesellschaft noch ein wenig weiter befeuert hat...

    Erster Eindruck der Platte: Was ist denn das für ein Lärm? Und damit meine ich nicht die Lieder an sich, sondern diese undefinierte, matschige Produktion, bei der man kein Wort versteht.


    Muss mir das gleich mal per High End Kopfhörer geben, aber das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein...

    Nach dem ich mir im Rahmen der neuen Offspring mal die letzte Green Day Platte nochmal gegeben habe (was für ein Mist war das denn bitte?), fällt das erste Fazit ganz okay aus.


    Let the bad times roll gefällt mir eigentlich inzwischen als Song doch ganz gut. Aber vielleicht der Reihe nach. "This is not Utopia" ist ein netter Opener. Klar, klingt wie schon oft gehört, aber wir reden hier von The Offspring. Der Refrain kommt auf jeden fall schön prägnant daher und auch textlich durchaus cool. "Let the bad times roll" macht dann wieder die Brücke zwischen Riff-Rock und Groove. Auch nicht neu, aber macht Laune. "Behind your walls" ist vielleicht sogar ein kleines Higlight. Melodiös, geht trotz langsamen Tempos nach vorne und der durchaus ernste Inhalt über Verzweiflung, Abschottung und den schnellen Weg raus ist m.E. durchaus gelungen und dieses Thema wird uns auch in Deutschland vermutlich bald noch erheblich mehr beschäftigen als ohnehin schon.


    "Army of One" kommt etwas vintagemäßig daher. Rockt, vielleicht kein Übersong, aber durchaus auch hymnisch. Die Band setzt mal nicht ganz so auf billige Ohrwürmer, was ich ganz angenehm finde. "Breaking these bones" hingegen will mir ein bisschen zu sehr ein Ohrwurm sein. Schade, denn das Riff knallt. Text dafür ein wenig trivial. "Coming for you" erinnert ein bisschen sehr an "Stuff is messed up" - macht Spaß, aber vermutlich nicht für all zu lange. Könnte ich mir aber als Opener für eine Tour gut vorstellen. "We never have sex anymore" bricht dann endlich ein wenig mit der Struktur des Albums. Hier wirds groovy, melodisch interessant und vielleicht auch mal ein wenig humoristischer.


    "In the hall of the mountain king" ist hingegen eigentlich überflüssig. Klar, das ist ein Stück, dass sich gut verpunken lässt, aber auf Platte ist das wohl eher ein Füller. Live hingegen wäre es vlt. ganz witzig. "The Opioid Crisis" geht endlich mal vom Tempo richtig nach vorne, klingt aber ein wenig uninspiriert - vor allem ist mir da der Text für so ein ernstes Thema einfach zu banal. Ganz anders sieht es bei "Hassan Chop" aus. Hier sitzen die Lyrics zum War on Terrorism auf den Punkt und auch hier geht das Tempo steil. Weiteres Higlight der Platte.


    Was ich zu "Gone away" sagen soll, weiß ich nicht. Hat es ein Remake von dem Song gebraucht? Die Pianoversion gabs ja öfters schon mal live und mir hat sie ganz gut gefallen, weil ich den Originalsong nicht so mag. Auf gefühlsebene funktioniert das besser, allerdings fehlt dafür auch irgendwie der naive Charme des Originals. Auf jeden Fall ein Füller. "Lullaby" ist dann eher ein Outro als ein Lied.


    Was bleibt also? Das Album ist solide, stellenweise sogar durchaus besser. Weniger Hits als auf den beiden Vorgängeralben, dafür stellenweise durchaus Qualität. Zieht man das Cover und das Outro ab, bleiben aber gerade mal 10 Songs. Das ist ein bisschen dünn nach 9(!!!) Jahren...


    Um 3-4 Songs in eine aktuelle Setlist zu packen taugt es aber allemal.

    Der Blick hinter die Kulissen hätte mich durchaus interessiert, das ist sicherlich eine der interessantesten Hallen Deutschlands. Aber da ich es mit Badesalz nicht habe, wäre mir das auf jeden Fall zu viel Geld. Aber selbst als Fan fände ich das schon recht hart.

    Na gut, dass du das festlegen darf, wer Talent hat, welche Meinung genehm ist und wie viel Talent man haben muss, um eine Meinung nicht nur haben, sondern auch äußern zu dürfen. Was machst du denn eigentlich wenn dein Messias TV Smith irgendwann mal was sagen sollte, was dir nicht gefällt. Ist der dann auch Nazi, oder ist der die Instanz von dem du übernimmst, was richtige Gedanken sind?


    Man braucht kein Leer-, Quer- oder sonstewas Denker zu sein, um sich wenigstens jetzt noch gegen das Gebaren dieser Regierung zu äußern - das darf man übrigens auch, wenn man Corona ernst nimmt. Aber da Deutschland in deiner Wahrnehmung ohnehin zu 80% aus Nazis besteht, immer hin waren es ja auch Nazis, die Corona erfunden, freigesetzt, in Lager eingesperrt und mit Corona umgebracht haben, ist es natürlich easy, einfach gegen alles dagegen zu sein, sogar das dagegen sein...


    Immerhin gibt's jetzt endlich vermutlich verfassungsfeindliche Beschränkungen für alle gleichzeitig, weil der Deutsche in Pirmasens sich einfach nicht an Regeln halten kann, wenn sie nicht zentral für alle artikuliert wurden - egal wie schwachsinnig sie denn auch sein mögen. Diese Sehnsucht nach dem zentralistischen Sonnenkönig, diesmal Sonnenkönigin der Deutschen, sie war ja mal zeitweise kurz so ein wenig verschwunden - aber Gott sei Dank ist sie wieder da.

    Hitarm beschreibt "Hell" durchaus ganz gut. Allerdings gehören solche Alben manchmal durchaus zu den interessanteren Werken im Repertoire eines Künstlers.


    Hell hat seine Ausfälle und die ganz großen Kracher fehlen, aber mir ist das momentan lieber, als wenn Farin sich jetzt mit Mühe und Not wieder gute Laune Hits aus den Rippen geleiert hätte. So verkopft, wie die Band zuletzt unterwegs war, ist es vielleicht besser mal "Alle auf Brille" zu gehen.


    Bei 19 Songs bin ich etwas skeptisch. Einerseits wäre das ne Menge Output in für Die Ärzte kurzer Zeit, andererseits könnten die Coronaumstände vielleicht dafür sorgen, dass die Herren mal zusammen was schönes erarbeitet haben (naiv, ich weiß)....

    Wenn man den hysterischen Tonfall beiseite lässt, ist die Grundaussage nicht ganz falsch. Bei den Schlussfolgerungen, die sowohl Gesellschaft als auch Politik aus der Pandemie getroffen haben, der moralischen Aufladung des Themas und der hohen Wahrscheinlichkeit, dass dieses Virus sich gegen unsere momentanen Anpassungsstrategien wehren wird, ist nicht davon auszugehen, dass wir alle Normalität von vorher zurückkommen sehen werden...


    Edit weil vergessen: Und dass viele Läden und Institutionen das einfach nicht weiter überleben werden, kann man sich auch ausrechnen, zumal die Auswirkungen auf die Preisgestaltung heftigst sein werden...

    Wenigstens ein Aprilscherz, wo der Rest der aufgeheizten Medien kaum mitmacht dieses Jahr. Bei "eher geschmacksneutral" musste ich zumindest schmunzeln.

    Tut er das denn wirklich, wenn alle, die sich schützen wollten bereits geimpft sind?

    Ich will hier nicht Partei ergreifen, es ist auch der falsche Thread für dieses Argument, aber ganz so simpel ist es wohl weder moralisch noch insbesondere rechtlich.


    Aber hier gehts um die Die Ärzte...

    Das dürfte aber mit erheblich weniger Gedränge stattfinden.

    Ich denke Massenevents mit solchem Gedränge werden wir in Zukunft nur noch sehr eingeschränkt erleben.

    Mit der moralischen Aufladung, die Corona inzwischen bekommen hat, dürfte im Grunde nicht mal mehr ein Hallenkonzert in der Grippesaison stattfinden...

    Ich rechne zwar in anderen Biereinheiten, aber ich sehe das auch so. Früher war es (bei anderen großen deutschen Künstlern) mal Usus, dass es bei sehr viel größeren Events zumindest in irgendeiner Form auch günstigere Karten gab, als in kleineren Events. Das mag nun vielleicht nicht für eine ganz winzige Clubshow gelten, aber ob Tempelhof am Ende fast 20€ (netto) mehr als den Preis der Columbiahalle wert ist, sei mal dahingestellt.... Zumal die Ärzte eben nun mal auch in Stadiongröße keine besonders aufwändige Produktion fahren.


    Ich gebe aber zu, ich hätte Bock auf die Ärzte in Spandau. Wird aber wohl eh ein Ding der Unmöglichkeit da für irgendwas außer Tempelhof Tickets zu bekommen.

    In meinem Schichtplan steht arbeiten, also gehe ich Arbeiten. Dass kann die Korruptionspartei nicht verhindern...


    Aber was heulen Leute rum wenn das als freier Tag gelten soll? Die wollen doch sonst ständig frei haben?


    Ich habe Merkels Plan auch durchschaut. Die CDU/CSU hat ihr 16 Jahre lang nur Steine in den Weg gelegt- Jetzt sorgt sie dafür das die CDU die nächste Wahl u25 abschließt :D

    ALG II Empfänger kriegen teils erst am 1.4. ihre Kohle und dürften es teilweise schwer haben, ihre Einkäufe am 31.3. zu bezahlen. Selbstständige erhalten einen Tag Arbeitsausfall, den ihnen niemand vergütet. Kleinere und mittelständische Unternehmen müssen ggf. plötzlich horrende Zuschläge bezahlen - je nach nachdem welche rechtliche Grundlage sich diese Schattenregierung für ihren bereits getroffenen und verkündeten Beschluss aussucht. Sind mal so die ersten Beispiele, die mir einfallen...


    Edit: Und die, ALG-IIer, die die Kohle schon am 31. haben, können sich dann auch nur an dem Tag in die Einkaufsschlacht stürzen...

    Es bringt Angie das Gefühl sich in irgendeiner Form durchgesetzt zu haben, was ja aber durch den aufgeweichten Karsamstag gleich auch noch mal relativiert wurde.


    Dieser ganze Beschluss ist Schwachsinn hoch 10.