28.04.2017 Kiel, Fischgeschäft

  • Ok, verstehe... Meistens kriegste aber die Kleidung - soweit ich weiss - von diesen Kamm-Punks eher weniger in solchen Läden (lasse mich eines Besseren belehren).


    Allerdings was erwartest du; die Hosen kommen aus dem Punk und die MMT ist noch ziemlich dort verwurzelt - würde mich eher wundern, wenn selbst DA nur noch Normalos rumrennen und Hosen hören - ehrlich; dann hätten sie für mich ein bisschen ihr Terrain verspielt.
    Bin auch kein Fan der Unifom die man zu tragen hat, wenn man ein Punk sein will oder als solcher erkannt werden möchte - allerdings finde ich jetzt zB schwarze Jeans, Converse, Bandshirt und Lederjacke nicht zwanghaft auf Punk gemacht..?

  • "Uniformierung" ist ein Platzhalter bzw eine universelle Beleidigung. Gebe ich nichts drauf. Das ist und wird so bleiben, von der Hitler Jugend bis zum Parteitag der Linken im Anzug. Wichtig ist die Person dahinter.

  • Zumal die heutige Punkszene optisch keineswegs so einheitlich daherkommt, wie es bspw. Anfang der 80er war. Da gibt es schon viele unterschiedliche Stile, die im weitesten Sinne "punkig" wirken und nicht alle Punks und Punkrocker sehen aus wie die Casualties oder Wattie von Exploited.
    Ich verstehe nicht so Recht, was schlimm daran ist, sich mit einem subkulturellen Aussehen abzugrenzen und somit auch andere Leute, die ähnlich gelagert sind, erkennen zu können. Dass das dann in einigen Fällen groteske Züge annehmen kann, ist dann halt so. Muss doch jeder für sich wissen.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.

  • "Uniformierung" ist ein Platzhalter bzw eine universelle Beleidigung


    Das siehst du so... Der Bruder meiner Freundin ist Arzt, früher Berufssoldat - er sagte mir mal, dass er sich in einer Uniform wohl fühlt und deswegen diese Berufswahl tätigte. Für ihn ist Uniform Bestätigung dessen was er ist. Für einen Polizisten sicherlich auch, ebenso für Politiker im grauen Anzug. Kannste also nicht verallgemeinern.

  • allerdings finde ich jetzt zB schwarze Jeans, Converse, Bandshirt und Lederjacke nicht zwanghaft auf Punk gemacht..?


    Ich auch nicht.
    Da fehlt dann aber noch der Iro, die Nieten und was so alles dazu gehört.


    Natürlich erwarte ich nicht, dass da jetzt alle im Blümchenkleid und im Kommunionsanzug antanzen und ich habe auch nicht vergessen, wo die Hosen herkommen (musiktechnisch gesehen). Bin allerdings aus dem Alter raus, wo ich es cool finde, in verranzten, zerissenen oder bekritzelten Klamotten rum zu laufen. Sieht - in meinen Augen - einfach beschissen aus. Aber wer sich so kostümieren will, soll´s halt tun. Wenns schee macht.

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Berufswahl wegen der Uniform? :D Na dann man tau.
    Ist es nicht dann eher - küchenpsychologisch gesprochen - so, dass der/ diejenige kein Selbstvertrauen hat?


    PS.: Gute Frage...

  • Aus deiner Sicht ist es sicher so. Wenn du ihn kennen würdest, dich mit ihm unterhalten hättest - er ist nur ein Beispiel - dann würdest du nicht mal auf den Gedanken kommen. Das Gegenteil ist bei ihm der Fall.


    Wir ALLE neigen dazu Dinge aus unserer Sicht zu bewerten und verurteilen - küchenpsycholigisch gesehen - ohne das System dessen in der Brine zu haben, den wir grad bewerten und verurteilen. Jeder Mensch tickt anders.
    Häufig ist es sicher eine Art Bestätigung, wenn man eine Uniform trägt - deswegen käme für mich sowas nicht in Frage. Ich finde Uniformen nichts cooles, nichts schönes und auch nicht sexy (zB bei einer Stewardess). Business-Frauen im Kostüm sind für mich optisch nur bäh... Aber eben; das ist meine Sicht, heisst dann nicht, dass das "universell" so zutrifft.


    Aber wir schweifen ab... Sorry für OT.

    Einmal editiert, zuletzt von pillermaik ()

  • Ich muss da drüber nachdenken, Solange bleibe ich bei Wampe, Bier und Hosen Shirt.Neben mir auch gerne jemand in Kitty Kat Shirt, alles gut.


    Mich hat ein Forenmitglied damals auch erschreckend persönlich kennen gelernt: Huch! Polo Shirt! Danach sind wir trinken gegangen.

  • Also ich mag es sehr, mich über meine Klamotten auszudrücken bzw einen eigenen Stil zu haben und weiterzuentwickeln. Und da lass ich mir bestimmt nicht von irgendwelchen Läden oder Trends vorschreiben, ob ich trotz C&A noch ein Ramones-Shirt anziehen darf. Ich ziehe bestimmte Sachen seit 27 Jahren an: Chucks, Bandshirt, Lederjacke...Das alles ist inzwischen natürlich im Mainstream angekommen, aber deswegen verzichte ich doch nicht drauf. Und wenn ich ne Bomber- oder Collegejacke gut finde, ziehe ich die an, auch wenn ich damit keine Abgrenzung mehr erreichen kann- was mir inzwischen sowieso nicht mehr so wichtig ist.

  • Also ich mag es sehr, mich über meine Klamotten auszudrücken bzw einen eigenen Stil zu haben und weiterzuentwickeln. Und da lass ich mir bestimmt nicht von irgendwelchen Läden oder Trends vorschreiben, ob ich trotz C&A noch ein Ramones-Shirt anziehen darf. Ich ziehe bestimmte Sachen seit 27 Jahren an: Chucks, Bandshirt, Lederjacke...Das alles ist inzwischen natürlich im Mainstream angekommen, aber deswegen verzichte ich doch nicht drauf. Und wenn ich ne Bomber- oder Collegejacke gut finde, ziehe ich die an, auch wenn ich damit keine Abgrenzung mehr erreichen kann- was mir inzwischen sowieso nicht mehr so wichtig ist.

    Das sagt ja auch keiner, ist im Grunde sogar meine Meinung.

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