Rechnungskorrekturen Konzerttickets

  • @ binda


    Danke, da hast Du Recht. Es sind bei 4,20€ natürlich 0,67€. Ich hatte gedanklich von 4,00€ gerechnet :S:s_thanks: aber 4,20€ geschrieben.


    Aber nochmals zum Thema Rückzahlung an den Verbraucher:

    Es wurden dem Verbraucher, so wie von kauf mich geschildert und aufgrund der sonst „krummen“ Beträge auch nachvollziehbar, nicht 19% zu viel abgerechnet. Die Vorverkaufsgebühr beträgt in dem Beispiel 4,20€ ohne jegliche Steueraufschläge. Kauf mich hat hier wohl aber auf der Rechnung 4,20€ inkl. 19% MwSt. geschrieben, statt 4,20€ ohne MwSt zu berechnen. Ergo ergibt sich für den Verbraucher keinen Unterschied.


    Hätte ich beispielsweise Karten für Geschäftskunden gekauft, müssten im Nachgang von meinem Unternehmen vermutlich die Differenz an kauf mich nachbezahlt werden, da ich dann nicht die volle Vorverkaufsgebühr gezahlt hätte. Ich schätze aber, dass kauf mich dies im Nachgang nicht nachberechnen würde und hier kulant sein könnte (Konjunktiv wohlgemerkt).

    viele grüsse aus südbaden


    mike

  • Aber nochmals zum Thema Rückzahlung an den Verbraucher:

    Es wurden dem Verbraucher, so wie von kauf mich geschildert und aufgrund der sonst „krummen“ Beträge auch nachvollziehbar, nicht 19% zu viel abgerechnet. Die Vorverkaufsgebühr beträgt in dem Beispiel 4,20€ ohne jegliche Steueraufschläge. Kauf mich hat hier wohl aber auf der Rechnung 4,20€ inkl. 19% MwSt. geschrieben, statt 4,20€ ohne MwSt zu berechnen. Ergo ergibt sich für den Verbraucher keinen Unterschied.


    Hätte ich beispielsweise Karten für Geschäftskunden gekauft, müssten im Nachgang von meinem Unternehmen vermutlich die Differenz an kauf mich nachbezahlt werden, da ich dann nicht die volle Vorverkaufsgebühr gezahlt hätte. Ich schätze aber, dass kauf mich dies im Nachgang nicht nachberechnen würde und hier kulant sein könnte (Konjunktiv wohlgemerkt).

    Also, die Vorverkaufsgebühr unterliegt der Umsatzsteuer, weil es eine Leistung ist, die kauf MICH in Deutschland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens erbracht hat. Dementsprechend ist die kauf MICH GmbH verpflichtet Umsatzsteuer auf die eingenommene Vorverkaufsgebühr abzuführen. Offensichtlich haben sie diese Steuer immer an den Käufer weitergegeben.


    Allerdings muss ich mich korrigieren. Ich habe nämlich gerade herausgefunden, dass die Vorverkaufsgebühr dem ermäßigten Steuersatz unterliegt, d. h. sie beträgt nicht 19% sondern 7% (Par. 12 Abs. 2 Nr. 7 UStG). Bei 4,00 EUR wären das dann 0,26 EUR. Ich gehe davon aus, dass das jetzt korrigiert wurde. Also hat die kauf MICH GmbH ursprünglich 0,67 EUR abgeführt, hätte aber bloß 0,26 EUR abführen müssen. Dementsprechend würden sie jetzt 0,41 EUR pro Ticket zurückerhalten. Wenn ich bei meinem Beispiel Festwiese Leipzig bleibe und weiter davon ausgehe, dass die Hälfte der Tickets über kauf MICH verkauft wurden, dann ergibt sich eine Rückerstattung von 14.350 EUR für dieses Konzert.


    Unklar ist die Formulierung vorher "4,00 EUR inkl. 19% MwSt" und jetzt neu "4,00 EUR". Die Frage ist ob die 7% jetzt auch noch drin sind oder ob die zusätzlich abgeführt werden. Denn die Umsatzsteuer wird so oder so fällig. Meine Vermutung ist, dass die 7% auch mit enthalten sind, aber kauf MICH das nicht mehr ausweisen muss, wenn der Käufer dieses nicht explizit verlangt.


    Edit: Rein rechnerisch erhält kauf MICH auch etwas zurück, wenn sie nach Neuberechnung die 7% zusätzlich abführen würden. Dann müssten sie 0,28 EUR pro 4,00 EUR abführen, also zwei Cent mehr. Würden dann aber immer noch auf 13.650 EUR zusätzlich kommen.

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    Don't Eat The Yellow Snow!

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    2 Mal editiert, zuletzt von binda ()

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