Was haltet Ihr von Gewerkschaften?

  • Heiliger Strohsack.. ...zunächst ich möchte hier NICHT die Fans unserer Liblingsband gegeneinander aufbringen...allerdings hab ich genau deshalb überlegt, ob das was bringt, hier diese Frage zu stellen.
    Tja, ich wurde auch schon oft als "Streikbrecher" beleidigt, weil ich arbeiten gekommen bin und die Kollegen stattdessen für mehr Geld oder sonst was gestreikt haben. Und das obwohl das doch eine freiwillige Sache ist!?...Naja aber trotzdem lebt man eben dann unter einem gewissen Druck, weil die Wut der streikenden Kollegen auf den "Streikbrecher" dann, wie im vorigen Beitrag erwähnt, in Mobbing ausartet, wogegen die Gewerkschaften (Verdi) ja vorgehen, und sich das ja auch auf die Fahne schreiben möchten...
    Bei mir im Betrieb wird jetzt das Gerücht seitens Verdi verbreitet, da mein Unternehmen aus der Tarufbindung aussteigen wird, das nur Organisierte dem normalen Lohn weiterhin bekommen, alle Nicht-Organisierten müssen einbußen hinnehmen....
    Hmmmm..

    Grundsätzlich ist es wirklich so, dass die Gehaltserhöhung, die durch die Gewerkschaften erzielt werden, nur den organisierten ArbeitnehmerInnen ausgezahlt werden müssten.
    Macht der Arbeitgeber natürlich nicht, er möchte ja nicht, dass sich alle organisieren. Wäre ja zum Nachteil für ihn.

  • Wenn man jahrelang in Betrieben arbeiten musste, wo die Gehaltserhöhung (sofern sie denn stattfand) vom Grad des eigenen Einschleimens beim Chef, Mundhaltens, Arschkriechens, der Form der Nase oder sonstigen Körperteilen abhing, habe ich vor einiger Zeit beim Jobwechsel (Tarifvertrag und allet Gedöne vorhanden :daumen: ) die (nicht aufgezwungene) Gewerkschaftszugehörigkeit selbst erwählt und fühle mich als Genossin :D sehr wohl. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer (vllt. steige ich ja noch zur Gewerkschaftsfunktionärin auf und mache dann natürlich alles besser), aber um als abhängig Beschäftigte Druck gegen die "Kapitalisten" zu machen, bleiben einem ja nur die Gewerkschaften.


    Fazit: Sehe Gewerkschaften grundsätzlich positiv, gerade auch im historischen Kontext, aber sehe auch Verbesserungsmöglichkeiten.


    Viva la revolucion! :rolleyes:

    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!"


  • Die hier gelebte Toleranz anderer Meinungen haut mich um.


    Warum steht ihr niemandem zu, dass es durchaus Gründe gegen einen Streik geben kann?


    Es spricht auch niemand ab, dass Gewerkschaften auch Gutes tun, aber wie alles auf der Welt haben auch diese mehrere Seiten. Absoluter Gehorsam ist überall Mist. Auch bei Gewerkschaften. Da können noch so sehr alle Kollegen mitziehen. Wenn meine Überzeugung eine andere ist, hat man die genauso zu respektieren.

    27
    Narf.

  • Ich kann verstehen wenn man nicht streikt. Der Verdienstausfall ist nicht gering und so viel gibt die Streikkasse auch nicht her. Wobei ich im ÖD schon ziemlichen Luxus habe was das angeht. Wobei man gerade in diesem Bereich viele Kollegen antrifft die einen absoluten Hass auf Gewerkschaften und Interessen Vertretungen haben.

  • "Streikbrecher" ist keine Beleidigung, sondern eine Feststellung.


    Eins ist klar: Ohne Gewerkschaften hätten wir weder den 8 Stunden Tag, noch nahezu flächendeckend die fünf Tage Woche.


    Gewerkschaften sind aber kein Versicherungsverein für Lohnerhöhungen, sondern die Selbstorganisation der abhängig Beschäftigten.
    Es sind die Gewerkschaftsmitglieder, die die Funktionäre wählen und über die Politik der Gewerkschaften entscheiden.
    Leider nutzen viele Mitglieder bei Mitgliederversammlungen ihr Stimmrecht kaum, aber wer nicht wählt, darf sich hinterher auch nicht beschweren.
    Die Gewerkschaftsmitglieder stellen die Listen für die Betriebsratswahlen auf und entscheiden in Urabstimmungen über Streikaufnahme und Angebotsannahme.
    Dabei reichen 50% nicht aus, Um zu streiken müssen schon 75% der Mitglieder für einen Streik stimmen, denn nur mit der Hälfte der Mitglieder macht es keinen Sinn.
    Auf der anderen Seite reichen 25% der Mitglieder aus, um ein Verhandlungsergebnis anzunehmen, da im Umkehrschluss dann nicht mehr 75% der betroffenen Mitglieder Streikbereit sind.


    Natürlich gibt es - wie überall - auch Köppe, die man nicht in Funktion sehen will, aber es kommt halt auch darauf an, sich selber zu engagieren.
    Dazu bieten Gewerkschaften viele Möglichkeiten. Es ist interessant, sich mal die ganzen Bildungsangebote anzuschauen.


    Ich bin nun seit über 25 Jahren Vertrauensmann, war in der Tarifkommison für Auszubildende der damaligen ÖTV und Referent in der Jugendbildungsarbeit bei Ver.di.
    Ich habe ganz viel Bildung genossen, die man sonst nicht angeboten bekommt und mich dadurch auch selber weiter entwickeln können. Ich konnte vielen jungen Menschen "Erste Hilfe" für Arbeitnehmer beibringen und darüber hinaus bin ich viel rum gekommen und habe viel erlebt. Man kann mehr aus einer Mitgliedschaft machen, als passiver Beitragszahler zu sein.
    Das hat jeder selbst in der Hand.


    Auf der anderen Seite sind Gewerkschaften auch unfreiwillig Garant für das Kapitalistische System, da wegen des so genannten Interessenausgleichs der Drang der organisierten Beschäftigten sich gegen die bestehenden Macht- und Besitzverhältnisse aufzulehnen doch recht begrenzt ist. Wer in großen Betrieben mit hohem Organisationsgrad arbeitet, dem geht es ja meist nicht schlecht.


    Hinten über fallen diejenigen, dessen Arbeitgeber nicht Tarifgebunden sind und wo Tarifverträge nicht für allgemeinverbindlich erklärt worden sind.
    Aber ohne den Einfluss der Gewerkschaften gäbe es noch nicht einmal einen Mindestlohn, von dem auch unorganisiete profitieren.
    Wer allerdings meint, sich nicht organisieren zu müssen, weil er die Lohnerhöhungen auch so bekommt, ist für mich ein Trittbrettfahrer.


    Von "gelben Gewerkschaften", wo sich Führungskräfte eines Unternehmens organisieren, um mit dem Arbeitgeber gemeinsame Sache zu machen, möchte ich jetzt nicht reden, weil auch die Arbeitsgerichte entschieden haben, dass solche Vereine nicht Tariffähig sind und gesetzliche Regelungen nicht unterlaufen dürfen.

  • Warum steht ihr niemandem zu, dass es durchaus Gründe gegen einen Streik geben kann?


    Es spricht auch niemand ab, dass Gewerkschaften auch Gutes tun, aber wie alles auf der Welt haben auch diese mehrere Seiten. Absoluter Gehorsam ist überall Mist. Auch bei Gewerkschaften. Da können noch so sehr alle Kollegen mitziehen. Wenn meine Überzeugung eine andere ist, hat man die genauso zu respektieren.


    Wirklich ein völlig blödsinniges "Argument", denn kein Mensch hat hier behauptet, dass jeder Streik immer und prinzipiell sinnvoll ist. Genauso hat niemand hier "absoluten Gehorsam" gegenüber den Gewerkschaftsführungen verordnet (by the way haben die letzten Leute in Deutschland, die absoluten Gehorsam in Politik und Armee verordnet haben, die Gewerkschaften verboten und ihre Führer ins KZ gesperrt - das mal nur nebenbei, um Dir ein bisschen Deine Rhetorik vor Augen zu führen). All das hast Du gerade behauptet und in die Diskussion geführt.
    Das Gegenteil Deiner Behauptungen ist übrigens der Fall. Mit dem Eröffnungs-Post (von mir aus ohne böse Absicht) wurde eine Diskussion vom Zaun gebrochen, wie man es sonst nur von FDP- bis AfD-lern kennt.


    EDIT: @ djrj: endlich mal ein paar kluge Worte in der Debatte;

    "Work is the curse of the drinking classes." (Oscar Wilde)

  • Zitat

    Als Streikbrecher bist du derjenige, der mobbt, und zwar auf eine sehr feige Weise. Ist dir das eigentlich klar?


    Oha, das ist jetzt aber ziemlich hart. Gewerkschaftsbeitritt und eine eventuelle Streikbeteiligung ist und bleibt eine freiwillige Sache. Denjenigen deshalb als Mobber hinzustellen ist sehr unfair.
    Dafür habe ich das Andere Übel, Ich stehe dafür alleine im Handel und muss alle Arbeit alleine machen, während die anderen (natürlich nicht Alle!) 1 bis 2 Stunden streiken und sich dann in die nächstbeste Kneipe setzen.
    Klar habe ich jetzt davon, wenn ich schon nicht mitstreike soll ich wenigstens vor Arbeitsstress leiden. Aber wissentlich finanzielle Verluste machen (GW-Beitrag + Streikgeld, was weniger ist als der Tageslohn) nur weil die Anderen das auch machen....?!?

    Einmal editiert, zuletzt von Bonzoman84 ()

  • Okay, das ist dann doch zu verlockend, um hier nichts zu schreiben, vor allem wenn sich der eine oder ander Forenschreihals, der sich sonst auch nicht zu fein ist, andere Meinungen pauschal zu verurteilen, oder ein anderes Mitglied, dass eigentlich sonst ehrlich genug ist, zuzugeben, jeden eigenen Vorteil mitzunehmen und das auch sonst gar nicht verwerflich findet, sich dermaßen aus dem Fenster lehnen.
    Bevor wir also loslegen, hier noch ein paar inhaltsgebundene Disclaimer, um die vermutlich folgenden Anschuldigungen etwas kreativer zu gestalten:
    Ich bin nicht im öffentlichen Dienst, an keinen Tarifvertrag gebunden, nicht durch eine Gewerkschaft repräsentiert, war es auch nie. Ich bin kein Arbeitgeber und beute niemanden aus und auch wenn ich ab und an nicht wirklich nachvollziehen kann, warum manch ein Beruf zahlt, was er eben zahlt, missgönne ich auch niemandem das Recht, für eine Lohnerhöhung tätig zu werden - auch nicht, wenn die über der Inflationsangleichung liegt. Ich bin mir sehr wohl der positiven Auswirkungen, die Gewerkschaften historisch in Deutschland, Europa und der Welt erzielt haben, bewusst. Ebenso der Problematik, dass es im Moment da ein sehr aufgeweichtes System gibt, dass in jeder Hinsicht nicht Fisch, nicht Fleisch ist - und damit auch nicht gerade hilft, Sozialneid auf der einen und Ellbogengesellschaft auf der anderen auszuhebeln, was aber nicht der Fehler einzelner Gewerkschaften ist. Dass Tätigkeiten in Gewerkschaften durchaus auch einen netten finanziellen Anreiz mit sich bringen, der auch längst die Ideologie ausgehölt hat, sollte aber auch jedem klar sein....


    Wo das jetzt gesagt ist, muss man manche der Aussagen hier schon als echten Knaller titulieren...
    Was war genau passiert? Der Threadersteller stellt eine Frage in den Raum, mit einem Eröffnungspost, der zugegebenermaßen zumindest etwas naiv klingt, aber inhaltlich vielleicht durchaus seine Berechtigung hat. Daraufhin folgt eine Antwort von jemandem, der zumindest ein ähnliches Problem sieht: Wenig Teilhabe, vorgefertigte Meinung und Nichtakzeptanz anderer Perspektiven oder Schlussfolgerungen. Muss einen wenig wundern, wenn man bedenkt, dass so manche Gewerkschaft eben am Ende auch ein ökonomisches Unterfangen mit individuellen Wirtschaftsinteressen ist. Dann kommt Gabumon in seiner unvergleichlichen Art:


    Zitat

    Verdi unterstützt sowas wie Artikel 13... geht gar nicht...



    Die einzige Gewerkschaft die wirklich was für ihre Mitglieder tut ist
    die GDL. Herr Weselsky ist noch ein Gewerkschafter alter Schule. Da wird
    halt das ganze Land lahm gelegt wenns sein muss

    Komisch, dass es dafür noch nen Like gibt. Der zweite Absatz völlig korrekt. Dass die GDL regelmäßig eine Menge Ärger aus der Bevölkerung beschwört zeigt, dass Weselsky als Vertreter seiner Zunft seinen Job strukturell gesehen völlig richtig macht, egal wie man das beurteilen mag. Der Vermerk auf Artikel 13 und Verdi hingegen zeigt ja schon, dass es vielleicht nicht sinnvoll ist, eine Gewerkschaft nicht zu hinterfragen.... Und vielleicht mag sich ja der ein oder andere Lokführer gründlich überlegt haben, warum er eben nicht in die GDL eingetreten ist.... Danach kommt ein weiterer Beitrag, der eine persönliche Geschichte darlegt, in der eine Gewerkschaft offenbar ihren Job nicht gut gemacht hat, worauf hin dieser Mensch diese Gewerkschaft nicht mehr untestützen wollte und ausgetreten ist.
    Wäre alles kein Problem, wenn danach nicht eine Auswahl des folgenden kommen würde....

    Zitat

    Streikbrecher sind Feiglinge und fallen ihren Kollegen in den Rücken.
    Genauso wie die Leute, die gegen Gewerkschaften wettern, aber die
    Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaften erkämpfen, gerne mitnehmen.


    Das war überall so, wo ich gearbeitet habe, besonders da, wo der Organisierungsgrad hoch war, ganz besonders offensichtlich.

    Knaller Nummer 1. Sachlich sieht anders aus, aber wir wissen schon mal, dass jeder, der bei einem Streik nicht mitmacht, auf jeden Fall bösartig gegenüber seinen Kollegen agiert. Gewettert hatte hier gegen Gewerkschaften bislang eigentlich ohnehin noch keiner. Spannend wäre hier dann aber schon mal die Frage, was hoher Organisierungsgrad in dem Falle heißen soll? Jeder, der nicht der Mehrheitsgewerkschaft angehört ist seiner Meinung entbunden, ein Streikbrecher und Verräter?
    Es folgt eine Antwort auf diese unsachliche Anschuldigung, die wiederum ein paar Argumente beinhaltet, denen man nicht zustimmen muss, die aber immerhin Argumente oder Diskussionsgrundlagen sind:

    Zitat

    Das ist genau so eine Pauschalisierung wie es in dem anderen
    Teilgespräch stattfindet. Es gibt durchaus gute Gründe, warum man der
    Meinung sein könnte, dass Streiks unangebracht sind. Ich renne doch
    nicht blindlings den Massen hinterher nur weil irgendein
    Gewerkschaftsfuzzi meint, mal wieder was ganz Großes tun zu müssen. Habe
    ich vielleicht ein Recht auf eine eigene Meinungsbildung?

    Auch der Vermerk, dass manches Unternehmen am Ende so manche Forderung nicht tragen kann und daher der resultierende Schaden manchmal schlimmer sein kann, als eine Situation vor einer Vorderung ist durchaus haltbar. Es ist eben nicht jedes Unternehmen Siemens, DHL, Amazon oder die Kauf Mich GmbH. Die unmittelbare Teilantwort darauf. Aber wer mit der IG für die Erhöhung ohnehin guter Löhne bei Siemens streikt, weiß natürlich genau, was jeder andere Subunternehmer in jeder Branche zu tun hat. Alles andere ist ohnehin Verrat....


    Zitat

    Als ob die Gewerkschaften ständig und überall zum Streik aufrufen würden.


    Als ob jemand behauptet hätte, alles und jedes was ein Gewerkschafter behaupte immer sinnvoll sei.


    Fakt ist, dass hier eine Diskussion losgetreten wurde, was man denn von
    "den Gewerkschaften" halte, um gleich mal mit der Behauptung oder
    angeblichen Beobachtung von hochnäsigen Gewerkschaftern einzusteigen.

    Schon witzig. Der Threadersteller fragt nach Gewerkschaften allgemein, nicht "den Gewerkschaften". In den folgenden Beiträgen werden in erster Linie zwei genannt, die von Menschen einer Branche kritisch gesehen werden. Einer nennt sogar eine Alternative. Aber klar, es war allgemeins Bashing, und alle, die sich so geäußert haben sind Streikbrecher, Charakterschweine, Kameradenmeuchler und so weiter.

    Zitat

    Genauso wie die Leute, die gegen Gewerkschaften wettern, aber die
    Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaften erkämpfen, gerne mitnehmen.

    Kritisiert wurde übrigens mangelnde Teilhabe, nicht Lohnerhöhungen. Aber wer pauschalisiert hier eigentlicht wirklich Gewerkschaften als homogene Masse? Der Threadersteller war es eher nicht....


    Dann kommt nochmal eine lang ausformulierte persönliche Geschichte von jemandem, der sich offenbar auch eine differenzierte Meinung dazu gebildet hat. (Falls einer die Übersicht verloren hat: Wir sind bei Couchpotatoe)
    Es hat übrigens auch bisher noch keiner in dem Thread gesagt, dass niemand einer Gewerkschaft oder konkret Verdi beitreten soll oder darf, es hatten lediglich ein paar Menschen erzählt, warum sie die ganze Sache zumindest zwiespältig sehen. Ohne dass man auf solche Argumente eingehen würde, gibt es daraufhin:


    Zitat


    Als Streikbrecher bist du derjenige, der mobbt, und zwar auf eine sehr feige Weise. Ist dir das eigentlich klar?

    "If you are not with me, you are my enemy". Was der frisch gewandelte Darth Vader 2005 im Bezug auf George W. Bush und seine Reaktion auf 9/11 sagte, wir erinnern uns an das zurecht gescholtene "you are with us or against us", wird hier auf einmal zur romantischen Arbeitskampffolklore. Wer nicht mitmacht ist böse, der Mobber und dazu auch noch feige. Ist ja völlig egal, ob er Gründe dafür hat oder die Gewerkschaft bei der Vertretung total scheiße gebaut hat. Dazu gibt es aber noch diesen Vermerk:

    Zitat


    Jeder sollte Mitglied werden. Ich habe schon einige Male gegen ehem.
    Arbeitgeber geklagt und dank Verdi musste ich dafür kaum Aufwand
    betreiben.

    Es hatte vorher mindestens einer erwähnt, dass Verdi ihm eben mal so gar nicht geholfen hatte und er daher kein Mitglied MEHR sein wollte. Sicherlich aber nur ein Kollateralschaden der Weltrevolution, ein bisschen Schwund ist ja immer, nicht wahr? Macht ja nix, so lange Verdi einem selbst geholfen hat....
    Den Vermerk mit der Pflege und der mangelnden Hebelwirkung kann ich dennoch übrigens nachvollziehen, auch wenn man da zu verschiedenen Schlussfolgerungen kommen kann, wie die Alternative aussähe.

    Zitat

    "Streikbrecher" ist keine Beleidigung, sondern eine Feststellung.

    Nein, ist es nicht. Wer bei etwas nicht mitmacht, weil es nicht seiner Meinung entspricht oder er aber sogar gute Gründe hat, ein gewisses Engagement, z.B. einen Streik, nicht mitzutragen, nimmt einfach nur seine Meinungsfreiheit in Anspruch. Er hindert weder andere daran zu streiken, noch schreibt er denen vor, was sie zu denken haben. Wer hingegen anderen vorschreibt, entgegen eigener Überzeugungen mitzumaschieren, ggf. auf Kosten der eigenen Existenz, hat eigentlich bei Kritik zu Meinungsfaschismus nicht mehr allzuviel zu melden. Das soll nicht Djrjs Beitrag diskreditieren, der zurecht auf viele strukturelle Errungenschaften und positive Aspekte von Gewerkschaften hinweist. Nur ist das eben nach wie vor nicht die einzige Seite der Medallie.
    Der Burner ist dann aber das hier:


    Zitat

    (by the way haben die letzten Leute in Deutschland, die absoluten
    Gehorsam in Politik und Armee verordnet haben, die Gewerkschaften
    verboten und ihre Führer ins KZ gesperrt - das mal nur nebenbei, um Dir
    ein bisschen Deine Rhetorik vor Augen zu führen)

    Es waren vorher teilweise die Gewerkschaften, die mit diesen "letzten Leuten" erst noch fein gemeinsame Sache gemacht haben. Da durften im Arbeitskampf gern auch KPD und NSDAP vereint sein, es diente doch der guten Sache.... Wenn ein paar Menschen eine Diskussion eröffnen, in der sie durch persönliche Geschichten zum Ergebnis kommen, warum für sie persönlich (!!!) in ihrer Branche (!!!) Gewerkschaften vielleicht versagt haben, mit sowas erwidert wird...

    Zitat

    Streikbrecher sind Feiglinge und fallen ihren Kollegen in den Rücken.
    Genauso wie die Leute, die gegen Gewerkschaften wettern, aber die
    Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaften erkämpfen, gerne mitnehmen.


    Das war überall so, wo ich gearbeitet habe, besonders da, wo der Organisierungsgrad hoch war, ganz besonders offensichtlich.

    ...dann sollte man vielleicht doch die Abwandlung des alten Sprichworts mit dem Glashaus, dem Wichsen und dem Keller nochmal überdenken...
    Wenn bedingungslose Nibelungentreue und die erfolgreiche Repräsentation einiger den Urpfeiler eines ganzen Systems darstellen, werde ich hier ja immerhin nie wieder einen Witz über die SPD hören, nicht wahr?

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  • Ich wurde in bester Versicherungs-Manier dazu bequatscht, der (damaligen) ÖTV beizutreten, als ich meine Ausbildung begann. Da man das als Neuling aufm Arbeitsmarkt so gar nicht überschaute (weder positiv, noch negativ), ist man natürlich eingetreten, immerhin hatte man je gesagt bekommen, man hätte somit bessere Chancen was den Erhalt der späteren Stelle angeht...
    (Mit)Streiken mussten wir auch irgendwann mal, empfanden das aber eher als willkommene Abwechslung, nicht 8h ins Büro zu müssen. Dumm nur, dass man ja wegen der Unterschrift trotzdem morgens kommen und aufstehen musste.  8)


    Das ist jetzt über 20 Jahre her, im ÖD bin ich schon lange nicht mehr und seitdem auch nie wieder in einem Betrieb gewesen, in dem es eine Gewerkschaft gab. Das es für den Bereich auch Sparten in Gewerkschaften gäbe, hab ich ehrlich gesagt erst im Laufe des Threads ergoogelt, weil das wie gesagt, bisher nirgends mehr Thema war.



    Über die Meinung, dass Streikbrecher Verräter sind und ihnen eigentlich die Gehaltserhöhung nicht zustehen sollte, bin ich auch negativ gestolpert. Ganz schön elitäre Einstellung.

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Meiner subjektiven Meinung nach ist das Forum zum Diskutieren da, gerne mal emotional, ruppig und nicht immer fein und politisch korrekt. Solange keiner persönlich angegeriffen oder beleidigt wird (was die Kontrahenten ja auch gerne persönlich per PN ausdiskutieren können) finde ich alles im Rahmen. Und sich alle anne Hände fassen und nackig ums Feuer tanzen, und "love, peace und happiness" singen finde ich persönlich total öde.


    Und nicht in der Gewerkschaft sein und keinen Beitrag abdrücken, aber von den Errungenschaften gerade auch finanziell profitieren wollen, sehe ich persönlich mit Verlaub als Schmarotzertum an. Ich bezahle ja nicht nur für mich den Beitrag, sondern auch solidarisch für die Kolleginnen und Kollegen, die auf die Strasse gehen und Geld aus der Streikkasse benötigen. Mann/Frau kann ja so alt, krank, indisponiert oder schlichtweg faul sein, dass die Streikteilnahme nicht möglich ist. Ich "verurteile" also nicht die Streikbrecher per se, sondern die, die die Hand aufhalten und nichts dafür getan haben (nur auf Gewerkschaften, Lohnerhöhungen und Tarifverträge gemünzt).


    So, dann ma los... :D

    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!"

  • Das halte ich für unglaublich dreist. Wenn ich nicht in der Gewerkschaft bin, aber mitstreike, habe ich genauso ein Recht auf die erstreikte Lohnerhöhung. Schließlich verzichte ich ja für die Streikdauer auf meinen Verdienst, mache das also auf eigene Kosten, wohingegen Gewerkschaftsmitglieder immerhin einen Anteil des Lohns in Form von Streikgeld erhalten.


    Außerdem ist es - soweit ich von unserem Betriebsrat informiert wurden bin, gesetzlich geregelt, dass es nicht möglich ist, nur den Gewerkschaftsmitgliedern den höheren Lohn zu bezahlen, weil dann im Betrieb manche Mitarbeiter schlechter gestellt seien und dass sei verboten.


    Ausführlichere Information müsste ich recherchieren.


    Auch Leute, die sich überhaupt nicht an dem Streik beteiligen, sollen doch von den besseren Bedingungen profitieren - dann hat man doch mit dem Streik mehr erreicht, je mehr davon profitieren.


  • Wirklich ein völlig blödsinniges "Argument", denn kein Mensch hat hier behauptet, dass jeder Streik immer und prinzipiell sinnvoll ist. Genauso hat niemand hier "absoluten Gehorsam" gegenüber den Gewerkschaftsführungen verordnet (by the way haben die letzten Leute in Deutschland, die absoluten Gehorsam in Politik und Armee verordnet haben, die Gewerkschaften verboten und ihre Führer ins KZ gesperrt - das mal nur nebenbei, um Dir ein bisschen Deine Rhetorik vor Augen zu führen). All das hast Du gerade behauptet und in die Diskussion geführt.
    Das Gegenteil Deiner Behauptungen ist übrigens der Fall. Mit dem Eröffnungs-Post (von mir aus ohne böse Absicht) wurde eine Diskussion vom Zaun gebrochen, wie man es sonst nur von FDP- bis AfD-lern kennt.


    Nochmal: Es ging mir lediglich um die hier getätigten Aussagen, Streikbrecher pauschal als "Feiglinge" und "Mobber" hinzustellen. Denn wenn das getan wird, dann folgt daraus, dass eigentlich gewollt ist, dass sich niemand abspaltet, also stumm den Massen folgt. Ein Streikbrecher - für mich schon ein negatives Wort - ist also nach euren Aussagen dazu verdammt, mitzuziehen, egal was er wirklich denkt. Und genau das ist der blinde Gehorsam. Und ja, die Rhetorik ist bewusst verwendet worden. Denn mir ist sehr wohl bewusst, dass es in rechten und linken Regimen Meinungsunterdrückungen aller Art gab und gibt. Und dass sie alle blinden Gehorsam forderten und fordern. Dabei ist es egal, ob die fordernde Organisation NSDAP oder SED oder KP heißt. Alle verbieten andere Meinungen. Hast du eine andere, wirst du unterdrückt. Und genau das passiert hier auch - natürlich in kleinerem Maßstab, aber es leiden Leute drunter. Ich wählte die Rhetorik daher bewusst, weil es für mich keine Frage des Maßstabs ist, sondern der Methode. Und weil ich sie nicht gutheiße. Achte also das nächste Mal bitte selbst auf deine Rhetorik bevor du Menschen als "Feiglinge" bezeichnest, nur weil sie nicht der Masse folgen.

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    Narf.

  • Conse: Vielen Dank für den Beitrag. (Hab den erst gelesen, nachdem ich mal schnell auf den vorigen antworten musste)


    @Howard/Köln: Falsch. Ich erwarte, dass ich meiner Leistung nach bezahlt werde. Wenn eine bestimmte Leistung mit einem bestimmten Gehalt bezahlt wird, erwarte ich, dass jeder für seine Lestung gleich vergütet wird. Egal ob Männlein, Weiblein, mit Gewerkschaftsausweis oder ohne. Es ist an der Stelle völlig unerheblich, woher eine eventuelle Gehaltserhöhung kommt, ob sie von einem Einzelnen in einem Personalgespräch kam oder von Tausenden auf der Straße erstritten wurde. Leistung ist Leistung. Nochmal: Es kann verschiedene Gründe - Köln führt einige an - die dazu führen können, nicht zu streiken oder nicht in einer Gewerkschaft zu sein. Warum sollte Meinungsvielfalt denn dadurch bestraft werden, dass einige mehr verdienen als andere, obwohl alle das gleiche tun? Ist das gerecht? Um mal konkret zu werden: Es gab in meinem Kreis einen Fall, der war mit Unterhaltszahlungen und Scheidung und Miete so derart überlastet, dass es ihm unmöglich war, auch nur einen Euro seines Gehaltes anderweitig einzusetzen - also auch nicht an Gewerkschaften. Warum sollte dieser gebeutelte Mensch am Ende noch weiter benachteiligt werden?

    27
    Narf.

  • Zitat

    Um mal konkret zu werden: Es gab in meinem Kreis einen Fall, der war mit Unterhaltszahlungen und Scheidung und Miete so derart überlastet, dass es ihm unmöglich war, auch nur einen Euro seines Gehaltes anderweitig einzusetzen - also auch nicht an Gewerkschaften.


    Immer das Märchen vom armen, armen Ex-Mann, der Unterhalt zahlen muss und dabei selber verarmt... lächerlich. Soll er die Kinder nehmen, dann muss die Frau Unterhalt zahlen. Aber das macht er natürlich auch nicht, gelle?


    Zitat

    Ich erwarte, dass ich meiner Leistung nach bezahlt werde.


    Dann mach dich selbständig, dann funktioniert das so. Im Angestelltenverhältnis läuft das so nicht.
    Komisch nur, dass due meisten High-Performer dann auf einmal ganz still werden.

    Ende.

  • @S-Mann
    Bezahlung nach Leistung? Bin ich sofort dabei... Die schwer arbeitende Pflegekraft bekommt mehr als der Klinikleiter, die erschöpfte Sekretärin mit unbezahlten Überstunden mehr als der Chef, der Fabrikarbeiter in Akkord am Band mehr als der Vorstandsvorsitzende..., die Mädels im JKP Büro mehr als Campino. Wenn ich mir die Arbeitswelt so angucke, ist es doch genau umgekehrt: Wer (körperlich und meistens auch geistig) weniger leistet und mehr deligiert, bekommt mehr Geld (Campino hier mal ausgenommen, weil der rennt ja schon viel).


    Generell habe ich nichts gegen gleiches Geld für gleiche Leistung auch für Nichtgewerkschaftler, aber wenn die Firmen dies tun, damit die Leute, die nicht organisiert sind, die Füße still halten und Ruhe herrscht, man also denen quasi einen Maulkorb verpasst, könnte ich an die Decke gehen. Gegen die aufmüpfigen Gewerkschaftler können die ja nix tun. Sollte es allerdings zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Chef/Betrieb kommen, stehen meines Wissens nach nur den Gewerkschaftlern die tariflich vereinbarten Leistungen gesetzlich zu.


    Zwingen sollte man keinen einer Gewerkschaft beizutreten, aber die Attitüde: "Och, ich krieg ja eh mehr, was soll ich mich da anstrengen, die anderen machen das schon" halte ich auch für den falschen Ansatz. Eigentlich könnte ich mir dann von einer nicht organisierten Kollegin die Hälfte meines Beitrages wiederholen, weil de facto habe ich ja auch für sie mitbezahlt, oder? ;)


    Ich hoffe, deinem Bekannten geht es jetzt besser. Ich kenne mich da so nicht aus, aber gibt es nicht Regelungen der einzelen Gewerkschaften für Beschäftigte in solchen Notlagen?

    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!"

  • Tariferhöhung nur für Leute in der Gewerkschaft. Die erstreiten und zahlen auch den Lohn für die Leute in der Verhandlung.
    So einfach


    Mein Solidaritätsgedanke ist ein anderer. Er beinhaltet aber auch, dass sich alle am Prozess beteiligen, auch wenn man sich damit beim Arbeitgeber unbeliebt macht.

    Ende.

  • Immer das Märchen vom armen, armen Ex-Mann, der Unterhalt zahlen muss und dabei selber verarmt... lächerlich. Soll er die Kinder nehmen, dann muss die Frau Unterhalt zahlen. Aber das macht er natürlich auch nicht, gelle?


    Wer erzählt, dass es in dem Fall Kinder gab? Unterhaltspflichtig ist im Trennungsjahr immer der Mehrverdiener. Und das ist in dem Fall der verlassene Mann. Keine Ahnung vom konkreten Fall, aber Hauptsache erstmal die Vorurteile rausgeschleudert. Tolle Diskussionsgrundlage.


    Köln: Natürlich verdient der Chefarzt mehr als die Schwester. Er hat eine bessere Ausbildung und deutlich mehr Verantwortung. Natürlich machen Schwestern einen großartigen Job und ich bin der letzte, der den gebeutelten Pflegekräften nicht einen sehr großen Gehaltssprung zusprechen würden. Aber der Vergleich unterschiedlicher Leistungen ist schwierig und war auch nicht meine Intension. Ich denke, dass war dir auch klar. Mir geht es um den direkten Kollegen, der genau das gleiche tut, mit einer vergleichbaren Erfahrung.


    Ich finde die unsachliche Diskussion schade. Ich bin gern bereit, meine Thesen zu erklären und bei sachlichen Argumenten ggf. auch zu überdenken. Aber die Anfeindung und Polemik von unliebsamen Meinungen ist unverständlich und unklar. Ich würde mich wirklich über mehr Sachlichkeit freuen. Eben weil es ein spannendes Thema ist.

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    Narf.

    Einmal editiert, zuletzt von S-Man ()

  • @ Conse
    Duden Definition von Streikbrecher: jemand, der während eines Streiks in dem bestreikten Betrieb arbeitet


    Arbeit ist im Kapitalismus eine Ware, die der Kapitalist möglichst billig haben will.
    Wenn sich die Beschäftigten solidarisch zusammenschließen, können sie die Ware Arbeit teurer verkaufen.
    Wer sich dieser Solidarität entzieht, soll trotzdem davon profitieren? Komisches Gerechtigkeitsempfinden.
    Er hat doch für die Lohnerhöhung nichts geleistet; keinen Gewerkschaftsbeitrag, keine Streikbeteiligung.
    Ohne (Warn-)Streik legen manch Arbeitgeberverbände heut zu Tage noch nicht einmal mehr ein Angebot auf den Tisch.


    Es sollte doch wohl wünschenswert sein, dass alle von steigendem Reichtum partizipieren können sollten. Dabei werden tatsächlich die Reichen aber immer reicher, die Armen immer Ärmer und die Mittelschicht immer kleiner. Eine Umverteilung darf sich aber nicht nur auf Tariferhöhungen beschränken. Unternehmensgewinne werden deutlich niedriger besteuert, als Arbeitseinkommen. Da sind noch einige Baustellen, die Schröder damals hinterlassen hat, wo die SPD recht alt aussieht und Gewerkschafter in der SPD sich nicht durchsetzen konnten.


    Zur Mär von dem Betrieb, der sich keine Gehaltserhöhung leisten konnte.
    Von einer tariflichen Lohnerhöhung alleine ist noch kein Betrieb pleite gegangen, das sind Legenden, wohl aber von überhöhten Boni-Zahlungen, dummen Personaleinsparungen, undurchsichtigen Investitionen in Briefkastenfirmen und manchmal auch nur wegen Unfähigkeit.


    Lohnkosten drücken den Profit.


    In Deutschland wurde mit Hartz IV ein Instrument geschaffen, wo Arbeitnehmer gezwungen wurden, ihre Arbeitskraft unter Preis anzubieten - damals noch ohne Mindestlohn.
    Es entstand ein riesiger Niedriglohnsektor, wo ein Job zum Leben häufig nicht ausreicht. Dabei sind die Profite in Deutschland gestiegen wie nie, trotz Bankenkrise.
    Wer nur profitabel Unternehmer sein kann, wenn er Menschen mit Niedriglöhnen ausbeutet oder gar um den Lohn bescheißt, sollte nicht Unternehmer sein. Solche Arbeitsplätze gehören verboten und die Arbeitgeber enteignet, denn Eigentum verpflichtet.

  • Steigt der Arbeitgeber neben dem Arbeiter aus seinem Porsche und sagt:


    "Siehst du diesen Wagen? Wenn du nur hart genug arbeitest, dich richtig in die Arbeit reinhängst, nicht zu lange krank machst und an unsere Firma glaubst, dann kann ich mir nächstes Jahr noch so einen holen."

    Ende.

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