Seit ihr gläubig?

  • Zitat

    Original von Engelchen
    Man muss nicht in der Enge der Institution leben, um gläubig zu sein



    Stimmt...


    Zitat

    Original von Engelchen
    oder katholisch.


    ...nicht. Die Institution macht den Katholizissmus ja gerade aus.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Einen guten Christen macht nicht aus, wer dem Pfarrer am Rockzipfel hängt oder wer ständig in die Kirche rennt. Glauben und Christsein ist mehr.


    Das sehe ich genauso, nur frage ich mich dann, warum sich die guten Christen dann dennoch der Institution Kirche "beugen" die nun einmal genau dafür steht, dass dem Pfarrer am Rockzipfel gehangen wird. Und dass konservativ gehandelt wird?
    Das ist das, was ich nicht kapiere, beim besten Willen nicht.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Offenbar sehen die meisten von aussen nur die fanatische Führung etc. - DAS ist dann aber einfach mit Scheuklappen gesehen.


    Nein, das ist nicht mit Scheuklappen gedacht, es ist logisch und vernünftig gedacht. Es ist die Schuld der vernünftigen Christen, wenn sie sich weiterhin unter dem Banner der stockkonservativen und fanatischen Katholischen Kirche versammeln. Ganz einfach.
    Und wenn eine Gemeinde unter Leitung eines liberalen und vernünftigen Pfarrers gute Dinge tut, die am Ende auch noch kritisch durch den Vatikan bewertet werden, ja dann frage ich mich wirklich, warum sie denn katholisch bleiben und das weiter so anerkennen.
    Dann braucht sich auch niemand wundern, wenn er über einen Kamm geschoren wird. Denn er oder sie hat es sich ja ausgesucht, der Institution beizutreten/beizuwohnen.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Ich bin ich und ich lebe meinen Glauben, wie ich es möchte. Mein Glaube ist unabhängig von der Institution Kirche.


    Das finde ich sehr gut und es hört sich durchdacht an. Dennoch frage ich dann, warum du dann katholisch bist, wo dein Glaube doch unabhängig von der Institution Kirche ist? Was ergibt das für einen Sinn, insbesondere, da du ja selbst Kritikpunkte findest.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Die Kirche an sich kann man nicht pauschalisieren - es gibt ganz viele grausam erzfürchterlichengstirnige Leute dort, aber es gibt fast ebenso viele, die sehr weltoffen und individuell sind - auch unter den Pfarrern.


    Natürlich kann man die Kirche pauschalisieren. Sie will und tut es doch sogar selbst, indem sie eine "Befehlsstruktur" vorlegt, an die sich gehalten wird. Das ist als Ganzes selbstverständlich zu begreifen und somit auch zu pauschalisieren.
    Und pauschalisiert wird eben das, was die Führungsetage an Taten vorlegt, sprich, was sie sagt und tut. Was sich dabei gedacht wird, dass kann ja niemand wissen. Und ob irgendein (vernünftiger) Pfarrer in seiner Gemeinde anders handelt, das ist herzlich egal. Das zeigt lediglich, dass er nicht auf seinen "Chef" hört. Das ändert aber rein gar nichts an der Instititution in ihren Grundfesten als Solche. Und das kritisiere ich. Und ich verstehe nicht, wieso die ganzen Pfarrer und deren Gemeinden das mitmachen. Denn ich kenne selbst vernünftige Pfarrer und vernünftige Gemeinden. Bloß handeln die alle nicht päpstlich und wenn hoher Vatikanbesuch kommt, ists stets am knistern und brodeln.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Manchmal wünschte ich mir, dass die Öffentlichkeit mal ein wenig über den Tellerrand sieht und nicht immer nur die Gängeleien der Kirche in den Vordergrund schiebt, sondern mal dahinter schaut, wieviel eben nicht diesem Bild entspricht.


    Solange die "Individuellen" nicht mal stark nach aussen treten und sich bewusst vor den vatikan und den Papst stellen und ganz klar öffentlich Stellung beziehen und sagen "Mit uns SO nicht! Und das machen wir jetzt verdammt noch mal anders!", solange wird man aber zu Recht nur die Gängeleien "der" Kirche sehen.
    Mein Lösungsansatz wäre ein kollektiver Austritt aus der katholoschen Kirche und eine Neuorganisation. Man muss kein katholik sein, um an Gott und Christus zu glauben und man muss auch nicht in der katholischen Kirche sein, wenn man diese eigentlich viel zu oft kritisiert und permanent gegen die Führungslinie handelt. Das ist schlichtweg inkonsequent und dann braucht sich niemand wundern, wenn er pauschalisiert, bzw nicht ernst genommen wird.
    Gut, ich weiß, da steckt viel Macht und Geld drin, und deshalb wird sich das kaum einer trauen, aber eigentlich ist genau das der Punkt, warum man es sich erstrecht mal trauen sollte. Finde zumindest ich.


    Ich hoffe, du fühlst dich nicht durch meinen Beitrag beleidigt, ich will dich nicht beleidigen.
    Bloß für mich stellen "solche" wie du eine lebenden Widerspruch dar, der meiner Meinung nach nicht sein muss, gerade, wenn die Leute ja eben so sind, WEIL sie individuell sind und vernünftig denken...

    You like Rock'n Roll, don't you? SAY YES!!!!

    Lemmy Kilmister

    Einmal editiert, zuletzt von Unicorn ()

  • Zitat

    Original von Engelchen
    Einen guten Christen macht nicht aus, wer dem Pfarrer am Rockzipfel hängt oder wer ständig in die Kirche rennt. Glauben und Christsein ist mehr. Offenbar sehen die meisten von aussen nur die fanatische Führung etc. - DAS ist dann aber einfach mit Scheuklappen gesehen.
    Ich bin ich und ich lebe meinen Glauben, wie ich es möchte.


    Wie sieht denn dieser Glaube aus?


    Altes Testament (eifersüchtiger, unfairer, ausdrücklich israelischer Gott Jahwe)?
    Neues Testament (Christus, Sündensystem und Höllbedrohung, Heil durch Christusglaube, aber nur für 144000 Versiegelte (Offenbarung 7,4)?

    Alles, was passiert, passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass etwas anderes passiert, führt dazu, dass etwas anderes passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass es selbst noch mal passiert, passiert nochmal.

  • Individuell, persönlich, nicht über einen Kamm zu scheren, Der mir ein gutes Gefühl gibt, meist in Gemeinschaft, und wie ich diesen Auslebe ist Gott egal den er ist Barmherzig.


    Der Herr, Dein Gott, ist ein barmherziger Gott, er wird dich nicht fallen lassen und nicht vergessen. 5. Mose 4,31

    Hilfe!! Ein Waschbär hat mir meinen Penis geklaut!!!!!

  • Zitat

    Original von NiemalszudenBayern


    Wie sieht denn dieser Glaube aus?


    Naja allzuviel hat sich in den letzten 2000 Jahren nicht geändert.
    Ziel der Gläubigen ist es nach dem Tod in den Himmel zu kommen.
    Es gilt sein Leben so zu gestalten damit man nicht in die Hölle kommt. Wobei sich Gott durch seine Barmherzigkeit auszeichnet. Sünden werden schnell vergeben wenn man drei Ave Maria aufsagt. :rolleyes:

    Lebe das heute und jetzt
    den Nichts ist für immer da

  • Zitat

    Original von Unicorn
    ...nicht. Die Institution macht den Katholizissmus ja gerade aus.


    Dann hast Du aber was Gewaltiges verpasst, denn Glaube oder Katholisch-sein hat nicht unbedingt etwas mit der Institution zu tun. Zudem gibt es in jeder Glaubenskirch eine Institution. Wie man die bewertet, das ist jedem seine Sache.



    Zitat

    Original von Unicorn
    Das sehe ich genauso, nur frage ich mich dann, warum sich die guten Christen dann dennoch der Institution Kirche "beugen" die nun einmal genau dafür steht, dass dem Pfarrer am Rockzipfel gehangen wird. Und dass konservativ gehandelt wird?
    Das ist das, was ich nicht kapiere, beim besten Willen nicht.


    Wer ssagt Dir, dass die "guten Christen" dies tun?


    Zitat

    Original von Unicorn
    Nein, das ist nicht mit Scheuklappen gedacht, es ist logisch und vernünftig gedacht. Es ist die Schuld der vernünftigen Christen, wenn sie sich weiterhin unter dem Banner der stockkonservativen und fanatischen Katholischen Kirche versammeln. Ganz einfach.
    Und wenn eine Gemeinde unter Leitung eines liberalen und vernünftigen Pfarrers gute Dinge tut, die am Ende auch noch kritisch durch den Vatikan bewertet werden, ja dann frage ich mich wirklich, warum sie denn katholisch bleiben und das weiter so anerkennen.
    Dann braucht sich auch niemand wundern, wenn er über einen Kamm geschoren wird. Denn er oder sie hat es sich ja ausgesucht, der Institution beizutreten/beizuwohnen.


    Ah ja ....ich denke also unlogisch und unvernünftig?
    Ich glaube, Du hast nicht viel Einblick in die katholische Kirche und das, was getan wird und wie diese Dinge bewertet werden. ICH habe es mein Leben lang anders erlebt.


    Zitat

    Original von Unicorn
    Das finde ich sehr gut und es hört sich durchdacht an. Dennoch frage ich dann, warum du dann katholisch bist, wo dein Glaube doch unabhängig von der Institution Kirche ist? Was ergibt das für einen Sinn, insbesondere, da du ja selbst Kritikpunkte findest.


    Weil mein katholischer Glaube NICHTS mit der Institution zu tun hat. Und nur wenn ich zu einer Gemeinschaft dazugehöre, kann ich auch wirklich kritisieren und davon ausgehen, dass meine Meinung gehört und reflektiert wird.


    Zitat

    Original von Unicorn
    Natürlich kann man die Kirche pauschalisieren. Sie will und tut es doch sogar selbst, indem sie eine "Befehlsstruktur" vorlegt, an die sich gehalten wird. Das ist als Ganzes selbstverständlich zu begreifen und somit auch zu pauschalisieren.
    Und pauschalisiert wird eben das, was die Führungsetage an Taten vorlegt, sprich, was sie sagt und tut. Was sich dabei gedacht wird, dass kann ja niemand wissen. Und ob irgendein (vernünftiger) Pfarrer in seiner Gemeinde anders handelt, das ist herzlich egal. Das zeigt lediglich, dass er nicht auf seinen "Chef" hört. Das ändert aber rein gar nichts an der Instititution in ihren Grundfesten als Solche. Und das kritisiere ich. Und ich verstehe nicht, wieso die ganzen Pfarrer und deren Gemeinden das mitmachen. Denn ich kenne selbst vernünftige Pfarrer und vernünftige Gemeinden. Bloß handeln die alle nicht päpstlich und wenn hoher Vatikanbesuch kommt, ists stets am knistern und brodeln.


    Wie gesagt, hast Du offenbar andere Erfahrungen gemacht.
    Und wenn wir alle über einen Kamm scheren, könnte man genauso gut sagen "Alle Atheisten sind dumm" (um jetzt mal absichtlich zu provozieren) - macht auch keinen Sinn.



    Zitat

    Original von Unicorn
    Solange die "Individuellen" nicht mal stark nach aussen treten und sich bewusst vor den vatikan und den Papst stellen und ganz klar öffentlich Stellung beziehen und sagen "Mit uns SO nicht! Und das machen wir jetzt verdammt noch mal anders!", solange wird man aber zu Recht nur die Gängeleien "der" Kirche sehen.
    Mein Lösungsansatz wäre ein kollektiver Austritt aus der katholoschen Kirche und eine Neuorganisation. Man muss kein katholik sein, um an Gott und Christus zu glauben und man muss auch nicht in der katholischen Kirche sein, wenn man diese eigentlich viel zu oft kritisiert und permanent gegen die Führungslinie handelt. Das ist schlichtweg inkonsequent und dann braucht sich niemand wundern, wenn er pauschalisiert, bzw nicht ernst genommen wird.
    Gut, ich weiß, da steckt viel Macht und Geld drin, und deshalb wird sich das kaum einer trauen, aber eigentlich ist genau das der Punkt, warum man es sich erstrecht mal trauen sollte. Finde zumindest ich.


    Och Du, dass Christen und gerade Katholiken nicht ernst genommen werden, ist ja Usus - nicht umsonst hat Katie hier auf Manches extremer reagiert - sie hatte wohl genau diese Erfahrungen gemacht. Kommt eben drauf an, wie man damit umgeht. s.u.



    Zitat

    Original von Unicorn
    Ich hoffe, du fühlst dich nicht durch meinen Beitrag beleidigt, ich will dich nicht beleidigen.
    Bloß für mich stellen "solche" wie du eine lebenden Widerspruch dar, der meiner Meinung nach nicht sein muss, gerade, wenn die Leute ja eben so sind, WEIL sie individuell sind und vernünftig denken...


    Ich lasse mich nicht angreifen und ich diskutiere auch nicht viel über meinen Glauben. Habe ich oft genug getan und was andere von mir denken, ist mir da - mit Verlaub - völligst egal. Diese Diskussionen enden meist in einem riesigen Ärger - tu ich mir nicht mehr an.
    Ich lebe mein Leben und meinen Glauben SO, wie ich es möchte. Ich beeinträchtige niemanden und schade niemandem - lebe so, wie ich will.
    btw. DAS ist für mich Punk ;)


    Und wenn ich für Dich und andere ein lebender Widerspruch bin - fein, war ich in meinem Leben schon immer und ich bin verdammt glücklich damit.




    Zitat

    Original von NiemalszudenBayern
    Wie sieht denn dieser Glaube aus?
    Altes Testament (eifersüchtiger, unfairer, ausdrücklich israelischer Gott Jahwe)?
    Neues Testament (Christus, Sündensystem und Höllbedrohung, Heil durch Christusglaube, aber nur für 144000 Versiegelte (Offenbarung 7,4)?


    Weder noch, es gibt auf dieser Welt mehr als das typisch deutsche Schwarz-Weiß-Denken.





    Zitat

    Original von tuermler
    Individuell, persönlich, nicht über einen Kamm zu scheren, Der mir ein gutes Gefühl gibt, meist in Gemeinschaft, und wie ich diesen Auslebe ist Gott egal den er ist Barmherzig.


    Der Herr, Dein Gott, ist ein barmherziger Gott, er wird dich nicht fallen lassen und nicht vergessen. 5. Mose 4,31


    Klingt gut ;)

    Why should I go where everyone goes? Why should I do what everyone does?

    2 Mal editiert, zuletzt von Engelchen ()

  • Zitat

    Original von Engelchen
    Dann hast Du aber was Gewaltiges verpasst, denn Glaube oder Katholisch-sein hat nicht unbedingt etwas mit der Institution zu tun. Zudem gibt es in jeder Glaubenskirch eine Institution. Wie man die bewertet, das ist jedem seine Sache.


    Glauben und Christentum hat heute nicht mehr zwingend etwas mit Katholizissmus zu tun, ja. Aber echter Katholik sein hat was mit Katholizissmuss und Kirche zu tun. So und nicht anders ist es nun einmal per Deffinition festgelegt.
    Persönliche Bewertungen sind hierbei per Deffinition ausgeschlossen.
    Da habe ich auch überhaupt nichts verpasst, im Gegenteil, dir passt es so nur nicht, weil es dich nämlich schlicht und ergreifend einengt, was ja auch völlig verständlich ist.
    Und ich frage dich, warum du dir das so gefallen lässt.
    Deine Antwort ist, dass du es dir ja nicht gefallen lässt und dennoch Katholik bist. Das schließt sich aber logisch per Deffinition aus. Und Diejenigen, die anders handeln, die handeln "gegen" die katholische Kirche in ihren Grundfesten. Da gibt es auch nichts dran auszulegen oder zu ändern. Laut katholischem "Recht"/Kirchrecht hat nun einmal der Vatikan und allen voran der Papst das Sagen in der katholischen Gemeinschaft und so wir eben auch von dieser Seite aus gehandelt.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Wer ssagt Dir, dass die "guten Christen" dies tun?


    Du selbst sagst das. Du sagst, dass es auch "andere" Pfarrer, andere Gemeinden etc. gibt und dass nicht jeder vatikanhörig und unkritisch gegenüber dem Papast ist. Gleichzeitig unterstellen sie sich aber durch ihre Mitgliedschafft in der katholischen Kirche aber dennoch dieser Institution, die sie eigentlich stark kritisieren und von deren "Wunsch" sie stark abweichend handeln.


    Nocheinmal: Das ist ja genau das, was ich nicht verstehe und da gibt es auch per Deffinition keine Abstufung à la "Für MICH ist DAS Katholizismus und nicht das, was der Papst/Vatikan sagt". Weil diese Institutionen das nun einmal so festlegen und sich nach dieser Institution gerichtet werden muss.
    Das es nicht so geschieht (was ich höchst positiv bewerte!), ändert doch überhaupt nichts daran, dass sich trotzdem dieser Institution unterstellt wird. Wenn ich in Deutschland ständig gegen die Politik handle, dann ändert das nichts daran, dass ich trotzdem Deutscher bin und trotzdem der deutschen Gerichtsbarkeit unterstehe. Völlig egal, wie sehr ich das anders auslege. Und analog dazu verhällt es sich auch in der Kirche, ich kann es ja leider nicht ändern.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Ah ja ....ich denke also unlogisch und unvernünftig?
    Ich glaube, Du hast nicht viel Einblick in die katholische Kirche und das, was getan wird und wie diese Dinge bewertet werden. ICH habe es mein Leben lang anders erlebt.


    Es ist unlogisch, zu kritisieren, dass man über einen Kamm geschoren wird, wenn man es selbst zu verantworten hat, ja.
    Und doch, ich habe viel Einblick in die katholische Kirche. Meine gesamte Verwandtschaft ist katholisch. Auch 4 Kinder (1 Cousine, 3 Cousins). Bei allen war ich bei sämtlichen Feierlichkeiten und habe unzählbar viele Gottesdienste über mich ergehen lassen. Früher hat meine Oma mich immer mitgeschleppt.
    Und ich weiß sehr wohl, was da "getan" wird.
    Da wird meißt vernünftig und liberal gehandelt! Blöd nur, dass das "Hauptamt" stockkonservativ ist und das nicht gerne sieht. Und das sagen mir auch alle Pfarrer, mit denen ich darüber mal gesprochen habe.
    Dass du es dein Leben lang anders erlebt hast, bestärkt doch nur, dass es arg zu hinterfragen ist, sich der Institution Katholische Kirche zu unterstellen, wenn man eh nicht vorhat, so zu handeln wie sie es gerne hätte. Und "Sie" ist in letzter und ultimativer Instanz nun einmal der Vatikan und der Papst. Gut, danach kommt Gott, bloß der mischt sich zuweilen ja wenig in den Papier und Interessenkrieg ein, den wir hier verursachen.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Weil mein katholischer Glaube NICHTS mit der Institution zu tun hat. Und nur wenn ich zu einer Gemeinschaft dazugehöre, kann ich auch wirklich kritisieren und davon ausgehen, dass meine Meinung gehört und reflektiert wird.


    Nun, dass dein katholischer Glaube nichts mit der Institution hat, ist ja schon per Deffinition widerlegt. Das hätten viele gerne, du wahrscheinlich auch, bloß steht eben anders "geschrieben" und jeder Katholik "unterzeichnet" das auch so. Einfach, indem er der Kirche beitritt. Damit erkennt er nicht nur den Glauben, sondern auch die gesamte Hierarchie der Kirche an. Echter Katholik ohne Vatikan/Papst geht eben nicht. Ist keine Auslegungssache, ist eine Tatsache.
    Deshalb spreche ich von dir auch als gute Christin, nicht aber als gute Katholikin, weil sich das nach deinen eigenen Angaben bezüglich Denk und Handelsweise ausschließt. Die Denk und Handelsweise finde ich gut, meine Frage bleibt aber immer noch bestehen, warum dann der letzte Schritt nicht auch noch gemacht wird.


    Von der systemimanennten Kritik im Kleinen habe ich wenig Ahnung, ich weiß nicht, wie reflektiert zb. die einzelnen Bischöfe sind, das gebe ich zu. Ganz plemmplemm werden die nicht sein, dann hätten sie bald keine Gemeinden mehr, bzw diese beständen nur noch aus Rentnern und psychisch Verwirrten.
    Wohl weiß aber leider die Mehrheit der Menschen, wie unreflektiert der Vatikan handelt und wie die verschiedenen Päpste bis jetzt so geredet haben. Und sorry, wenn der Papst Sprüche wie "Kondome sind schlecht!" raushaut, dann ist das per Deffinition auch jedem einzelnen Katholoik auf die Fahne zu schreiben. Klar, wird glücklicherweise nicht (mehr) gemacht, aber die Grundproblematik bleibt ja weiter bestehen. Anerkennung einer Hierarchie, die man eigentlich nicht will.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Wie gesagt, hast Du offenbar andere Erfahrungen gemacht.
    Und wenn wir alle über einen Kamm scheren, könnte man genauso gut sagen "Alle Atheisten sind dumm" (um jetzt mal absichtlich zu provozieren) - macht auch keinen Sinn.


    Die Erfahrungen habe ja nicht nur ich gemacht, du ja auch. Oder hast du einen anderen Vatikan, als den, den ich kenne?
    Es geht im Übrigen ja auch gar nicht darum, ob jemand "Dumm" ist. Es geht darum, wie jemand mit Tatsachen umgeht.
    Und natürlich könnte man alle Atheisten über einen Kamm scheren. Wenn sie zum Beispiel alle "unterschireben" hätte "Gott gibt es nicht", dann könnte man sie danach gehend natürlich pauschalisieren (im übrigen wären sie dann dumm, aber das ist was Anderes). Genauso wie man jeden mündigen Katholiken danach pauschalisieren kann, dass er eine Hierarchie (ersteinmal) anerkannt hat. Ob er sich daran hält, dass steht doch überhaupt nicht zur Debatte, es geht hierbei ja um das Prinzip der Verknüpfung, die vom Kirchrecht/Vatikan vorgenommen wird/wurde.
    Ich habe nicht das Gefühl, dass man diese Verknüpfung tatsächlich los wird, wenn man sie still unterstützt, indem man sie anerkennt. Und die Kritik, die dann geäußert werden kann/wird, ist nicht sonderlich wirksam.
    Vielleicht haben die einzelnen vernünftig denkenden Gemeinden es schon aufgegeben, ich weiß es im Einzelnen nicht genau, dennoch machen sie aber mit, indem sie (immer noch) katholisch sind.


    Zitat

    Original von Engelchen
    Ich lasse mich nicht angreifen und ich diskutiere auch nicht viel über meinen Glauben. Habe ich oft genug getan und was andere von mir denken, ist mir da - mit Verlaub - völligst egal. Diese Diskussionen enden meist in einem riesigen Ärger - tu ich mir nicht mehr an.


    Über deinen Glauben als Solchen will ich auch gar nicht disskutieren, das ist doch völlig zwecklos, Glauben ist Glauben, ganz einfach.
    Bloß, an welche weltlichen Einrichtungen der geknüpft ist, darüber kann man doch nüchtern sprechen, findest du nicht?
    Mein Fazit an dich war ja nicht "Hör auf, zu glauben/Christin zu sein", sondern "Hör auf, katholisch zu sein", wenn dir die Institution, nach eigenen Angaben und Handlungsweisen, nicht passt. Und nein, ich will dir nichts vorschreiben, ich frage nur, wie du das siehst und warum du Dinge so machst, wie du sie machst, das ist alles. Wobei natürlich von dir in dieser Hinsicht nicht kritisiert werden darf, dass man dich pauschalisiert. Denn die Pauschalisierung nimmt die Kirche ja selbst vor...

    You like Rock'n Roll, don't you? SAY YES!!!!

    Lemmy Kilmister

  • Ich selbst glaube an kein höheres Wesen das mich leitet oder führt. Aber ich glaube an Fügung, an Schicksal. Ich glaube das alles ein Ganzes ist und das die Dinge ineinander greifen wie Zahnräder in einem Uhrwerk.
    Es gab diesen einen wunderbaren oder verfluchten Moment im Universum der das alles hier hat entstehen lassen.
    Doch ich glaube nicht das ein sogenannter gerechter Gott entschieden hat wem es gut geht im Leben und wer elend im Dreck verhungern muß. Wer an der Pest sterben sollte oder in einem der vielen schrecklichen Kriege sein leben verlor.
    Es sei denn dieser Gott ist ein Spieler.


    Die verschiedenen Glaubensgemeinschaften haben über die Jahrtausende jedoch soviel ihren Göttern angedichtet das auch ein paar gute Gedanken dabei raus kamen.
    Anregungen und Ideen menschlich miteinander zu leben. Das versuche ich, gelingt mir aber nicht immer.


    Ich halte Gottglaube für Unterdrückung. Menschen legen diesem Gott Worte in den Mund, die die Menschen stets klein halten sollen, demütig sollen sie ihr Leben absolvieren und Leid ertragen. Und läuft alles wie am Schnürchen war der kleine mensch aber auch sowas von brav.
    Zuckerbrot und Peitsche. Belohnung und Bestrafung.

    Das will ein großer herrlicher Gott? Ist er denn nicht groß genug seine kleinen Menschlein frei leben lassen kann? Ohne erhobenen Zeigefinger.Ohne Hungersnöte, ohne sonstwelche Katastrophen.


    Wenn es ihn gäbe und er wäre groß würde er die Menschen frei leben lassen. So stellen aber immer wieder Unterdrücker Regeln auf und schieben sie diesem Gott in die Schuhe. Gehts gut ..ist Gott wundervoll...läufts schief ...hat er leider bestrafen müssen.


    Ach ich könnt endlos so weiter schreiben... aber um zur Anfangsfrage zurück zu kommen. Nein ich glaube nicht an Gott!


    vlg Petra

    Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen. . :s_thanks:

  • Zitat

    Original von Engelchen
    Schön, wenn ich in Euren Augen ein Widerspruch bin - macht mir nix ;)


    Gut.

    Alles, was passiert, passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass etwas anderes passiert, führt dazu, dass etwas anderes passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass es selbst noch mal passiert, passiert nochmal.

  • Zitat

    Original von Engelchen
    Schön, wenn ich in Euren Augen ein Widerspruch bin - macht mir nix ;)


    Hm... Ich bin irgendwie über die Kürze deiner Antwort und die Ignoranz darin enttäuscht :think: ... Kann ich dann jetzt davon ausgehen, dass du dich zu meinen Fragen nicht mehr äußern wirst, ja?

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    Lemmy Kilmister

  • ich bin kein christ, aber manche wie "niemals zu den bayern" sind echt auf einer stufe mit fanatischen katholiken. engelchen hat doch ihre haltung geschildert und die könen einige wohl nicht akzeptieren... :down:

  • Zitat

    Original von wsv
    ich bin kein christ, aber manche wie "niemals zu den bayern" sind echt auf einer stufe mit fanatischen katholiken. engelchen hat doch ihre haltung geschildert und die könen einige wohl nicht akzeptieren... :down:


    ???????


    Ich habe ihre Meinung akzeptiert ("Gut.") - deutsche Sprache schwere Sprache?

    Alles, was passiert, passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass etwas anderes passiert, führt dazu, dass etwas anderes passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass es selbst noch mal passiert, passiert nochmal.

  • ok, das hab ich nicth mehr gelesen. aber man muss doch fesstellen, dass du nicht nur kritik an kirche übst, sondern auch an denjenigen die sich dieser glaubensrichtung zugehörig fühlen, auch wenn diese die institution kritisch betrachten... ich sehe nicht, wo daran etwas auszustzen ist?!

    Einmal editiert, zuletzt von wsv ()

  • Jetzt machst du genau den Fehler, den ich angesprochen habe - du baust ein Tabu auf.


    Wenn ich schreibe (und das meine ich so), dass die meisten Christen entweder sehr unscharf glauben oder (alternativ) ich nicht verstehe, wie man den biblischen christlichen Glauben (oder dessen Umsetzung durch Institutionen) gut finden kann -
    dann ist das erst mal meine Meinung. das hat nichts damit zu tun, ob ich andere akzeptiere oder ihnen ihre Meinung lasse.


    Wenn ich aber dies nicht schreiben darf, wird mir meine Meinungsfreiheit beschnitten - und genau das passiert mit erschreckender Regelmäßigkeit, wenn man Glauben oder Kirchen kritisiert. Tabus halt.


    Natürlich darf jeder denken und glauben, was er will. Ich akzeptiere das uneingeschränkt.
    Und da, wo ich es kritisieren will, kritisiere ich es. Ebenso uneingeschränkt.

    Alles, was passiert, passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass etwas anderes passiert, führt dazu, dass etwas anderes passiert.
    Alles, was, indem es passiert, dazu führt, dass es selbst noch mal passiert, passiert nochmal.

  • ich bin seit schätzungsweise 19.9.07(zumindest da hats angefangen) überzeugte atheistin


    der tag, der mein leben geprägt hat, hat mir irgendwo auch gezeigt, das es keinen gott geben kann oder zumindest keinen "lieben gott"


    warum lässt er zu, das kinder anfangen ihren vater zu hassen, weil die mutter keine der beiden seiten nicht mehr besänftigen kann??
    warum lässt er zu, dass unzählige tränen vergossen werden, weil jemand zu früh stirbt?
    warum lässt er zu, dass jemand geradewegs auf den selbstmord zuläuft?? (eigene dummheit hats verhindert, aber egal...)
    warum zerbricht eine familie, weil jemand fehlt und nie wieder zurückkommen kann?
    warum diese viele große angst??


    warum das alles`?????



    und verdammt nochmal WARUM musste es passieren?????????? ;( ;( ;(




    diese fragen, kann mir rein gar niemand wirklich sinnvoll beantworten...


    auf solchen quark wie "gott hat etwas geplant" oder "hinter jedem schlechten verbirgt sich was gutes" oder so ein käse, kann ich getrost ins klo werfen und wegspülen


    das überzeugt mich nicht, das es einen gott gibt



    für mich gibt es keinen mehr, nach soviel leid, was ich erfahren habe und wahrscheinlich noch erfahren werde, nur weil dieser "gott" eine sache nicht verhindert hat!




    ansonsten habe ich nichts dagegen, wenn jemand an irgendetwas oder irgendwen glaubt


    ich will auch niemanden von meinen glaubensansichten überzeugen oder so
    es ist mir schlichtweg egal, was wer wie denkt


    ich mein....mir ist es auch egal, das meine verwandschaft mütterlicher seits evangelisch und väterlicher seits katholisch ist
    solln die halt, ist nicht meine wurst




    ich habe meine gründe, warum ich atheistin bin und solang mir nicht irgendwer wirklich glaubhaft erklärt oder so, warum es einen gott gibt, solang wird sich das bei mir auch nicht ändern




    Campirina

    Der Mund des Gerechten soll Weisheit sprechen und seine Zunge das Urteil.
    Gesegnet sei der Mensch, der der Versuchung wiedersteht.
    Denn wenn er geprüft wurde, soll er die Krone des Lebens erhalten.
    Herr, göttliches Feuer, hab Erbarmen!
    Oh wie heilig, wie erhaben, wie gnädig, wie liebevoll
    Oh Lilie der Reinheit

  • gott ist nicht dazu da, daß er leid verhindert
    gott ist keine person, das stellen sich die menschen so vor
    gott ein eine energie, die in jedem von uns ist
    und wir sind ein teil dieser energie, die total kraftvoll ist
    wenn wir hierher kommen, auf die erde, dann werden wir zeitweilig eine person mit einem ego und einer geschichte
    wirgeben uns eine aufgabe, ein thema, das wir bearbeiten sollen
    darum kreisen wir unser ganzes leben lang bis wir etwas gelernt haben , dann gehts wieder zurück in diese große energie
    wie haben uns das thema selbst gestellt,bevor wir hierher kamen, denn wir sind auch gott, also ein teil dieser energie, und wir sind das auch gewesen bevor wir heirher kamen, und sind es noch, wenn wir hier sind
    aber wir haben das vergessen, das gehört zum menschsein
    man sagt, kinder können sich bis sie sechs sind, manchmal noch daran erinnern
    das leid gehört zum leben wie die freude,da gibt es keinen unterschied, das ist letztlich neutral
    zum guten gehlrt auch immer das böse
    wir können, sollen, wollen uns frei entscheiden, was wir erleben
    es ist alles neutral zu sehen, denn wir haben uns das thema, die eltern, den ort...selbst ausgesucht, bevor wir hierher kamen, so sind wir auch für alles selbst verantwortlich
    wir können das beste daraus machen und versuchen, nett zuenander sein, aber auch das gegenteil, es ist alles eine frage der ursache und wirkung
    und manche schlimme sachen müssen wir erleben
    das wesen des leben ist, sich immer weiterzuentwickeln, und sich dann wieder zu zerstören, das ist das leben wie ein perpetuum mobile


    keine ahnung, ob das so stimmt, aber ich glaube daran


    es hat nichts mit religion zu tun, sind meine theorien

  • Mal ne glaubensfrage.


    Gelten eigentlich die 10 Gebote in der katholischen Kirche nur für das "Fussvolk" oder auch für die Kirchenführung? *grübel* ?(
    Speziel das 9.Gebot "Du sollst kein falsches Zeugnis geben."


    Find es doch irgentwie seltsam das die eine Pastorin wegen des Fahrens unter Alkohol von ihren Posten zurücktritt und der Herr Mixa erst Kinder ohrfeigt und dann als die Leute ihnen das zu last stellt die Opfer seiner Schläge der Lüge bezichtigt.
    Was hatte er nicht gleich alles beschworen bevor er jetzt die schläge zugegeben hatte..


    "....Die erhobenen Vorwürfe erschüttern mich, weil ich zu keiner Zeit körperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in irgendeiner Form angewandt habe. Gewalt zwischen Menschen lehne ich grundsätzlich ab. Ich bin als Mensch und als Christ fest überzeugt, dass jeder Mensch so behandelt werden muss, wie man selbst behandelt werden möchte. Ich war von 1975 bis 1996 Stadtpfarrer von Schrobenhausen und war nie als Erzieher für das Kinderheim zuständig. Ich hatte deshalb auch keinen engen Kontakt zu den Kindern, da ich höchstens ein paarmal im Jahr zu Besprechungen mit der Heimleitung oder den Schwestern vor Ort war. Gewalt und Priestertum sind in unserer Kirche und mit unserem Glauben unvereinbar. Ein Priester muss gewaltlos sein. Ich habe mich daran immer gehalten. Deshalb habe ich zu den Vorwürfen, die aktuell gegen mich erhoben werden, ein reines Herz", sagte Mixa......"


    Ich frage mich da. Ist jemand der so dreist die unwahrheit sagt als Kirchenoberhaupt noch tragbar? Wenn die katholische Kirche nicht schon eh schon unglaubwürdig wäre würde sie spätetens jetzt sein wenn sie einen Herrn Mixa weiter in Amt und Würden llässt sich machen.

    Lebe das heute und jetzt
    den Nichts ist für immer da

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  • Was lange währt... Ich habs jetzt endlich mal gechafft und bin ausgetreten. Wenn die Gebühr von 30,70€ auch ganz schon ätzend ist und schmerzt.
    Aber so hab ich wenigstens mal unser Standesamt gesehen, wenn ich da schon sonst nicht hinkomme(n will)... :D

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Ich möchte glauben, dass es ein höheres Wesen gibt. Ich möchte glauben, nach dem Tod an einen Ort zu gelangen, an dem man seine Lieben wieder findet.
    Ich gehe nicht zur Kirche und schenke keinem Kollektenbetler meine Aufmerksamkeit.

    In diesem Sinne, rinn in die Rinne!

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