Anschläge in Paris

  • Die Aussenminister, ja. Aber ansonsten nichts davon gesehen/gehört.


    Was zeit.de/Die Zeit angeht:
    Die Mischungen aus verschiedenen Quellen macht's ;)

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    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Ihr gebt doch jetzt nicht wirklich was auf die NATO Propaganda "Nachrichten" von ARD,ZDF, Springer und Bertelsmann?


    Fakt ist nunmal die jenigen die IS, Al Quaida und Co erst möglich gemacht haben sitzen in den US und Europa. Immer wenn den USA irgendwas nicht passte (Sprich ein Land lieber mit der Sowjetunion spielen wollte als mit ihnen) wurde da "eingegriffen" und der Gegner mit Waffen beliefert.


    Im Iran ging das schon los, da passte dem Ami was nicht, und ein kleiner Dikatator (Sadam Hussein) wurde mit Waffen beliefert um den Iran anzugreifen, der bekam dann was im Iran auf die Mütze und dachte "Hey wenn ich den iran nicht krieg dann halt Kuwait"... das passte dem Amis auch wieder nicht.. etc Afgahnistan, Syrien etc genau daher kommt das. Und Merkel liefert lustig Waffen an IS...


    Aber hey, Deutschland ist sicher, wer greift denn seinen Waffenverkäufer an? DAs ist ja wie die eigenen Bank zu überfallen...

    Es kommt die Zeit
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  • Wo sind denn die Quellen für Deine Ausführungen, Gabumon?


    Für Gabumon ist es ja ganz klar, dass die USA und Europa an diesen Schuld tragen, etwas anderes passt da auch nicht in sein Weltbild...als ob das Ganze so einfach wäre. Vielleicht sollte Herr Gabumon sich mal intensiver mit dieser Chose befassen. Aber es könnte natürlich sein, dass dieses nicht mehr seiner Meinung entspricht, und da bleibt dann selbstverständlich nichts anderes übrig, als zu behaupten, dass alles von der Nato und der Nsa gekauft und manipuliert worden ist. Dabei leugne ich nicht, dass die westliche Politik zu diesem Übel dazu beigetragen hat. Und das ist die NSA von diesen Anschlägen in Paris wussten...die Quelle hätte ich gerne. Das ist nur leider zu einfach und zu kurz gedacht. Aber leider ist mit ihm nicht zu diskutieren, denn es gibt nur eine Meinung, und das ist die seine.


    Wo sind deine gottverdammten Quellen????? Oder wird man sofort denunziert als jemand, der der ganzen Presse glaubt, die doch sowieso alle gekauft sind und nichts anders als Propangadamaschinen sind, sofern man einen andere Postion vertritt? Wenn dies doch alles so zutrifft, dann sei so gut, und nenn sie mir. Nur leider wirst Du mir keine nennen können. Weil selbst in der philosophischen Auseinandersertzng mit dieser schwierigen und tief greifenden Systematik/ Problematik (s. Habermas Der gespaltene Westen) keine Monokausalität zu finden ist. Nur bei Verschwörungstheoretikern und ideologisch verblendeten Politikern der Linken

  • Weniger RTL Nachrichten gucken...! Und ich schrieb nix von der NSA bekannt (die kennen eh jeden..) sondern den Französischen Geheimdienst, bei Charly Hedbo wars es genau so. Die wissen das da Terroristen rumspuken...


    http://www.deutschlandfunk.de/…e.html?drn:news_id=546857


    Die USA (aka der CIA) haben über Jahrzehnte dort immer an bestimmte Parteien Waffen geliefert. Um ihre Politischen Ziele durchzusetzen und dass nicht nur da, auch in Südamerika, und Afrika. Die kompletten Regionen sind destabilisiert und da ist eben Nährboden für sowas wie ISIS und Al Quaida. Osama bin Laden war ja auch supported by CIA, bis der dann nicht mehr wollte wie die wollten.


    Das wüsste man auch wenn man sich mit Geschichte befasst, abseits von Hollywoodfilmen ..
    http://www.arte.tv/de/al-kaida/387256,CmC=387318.html


    ARTE hatte dazu auch mehrere Reportagen, die sind aber gerade nicht verfügbar, immer wenns irgendwo krieg gab war die CIA gut dabei


    Oh man hat die schuldigen an dem Anschlag benannt. Snowden, TOR und... Sony!

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    2 Mal editiert, zuletzt von Gabumon ()

  • ich wusste doch, dass man sofort von dir direkt als RTL-Gucker und Hollywood Filme.Glotzer verschrien wird. Die von Dir genannten Quellen beweisen nichts von dem, was du schreibst.
    Ich schrieb, wenn Du gelesen hättest, dass die westlichen Industrienationen ihren Teil dazu beigetragen haben/dazu beitragen. Aber das ist ein Aspekt von vielen.
    Und die Snowden Dokumente, sofern sie öffentlicht zugänglich gemacht wurden, beleuchten auch nur einen Teil. Du suchst die Schuldigen nur auf einer Seite und entlastet dadurch die Eigenverantwortlichkeit und die Eigenständigkeit der IS, Al Quaida etc. Eine stark verkürzte und ideologisch verblendete Sichtweise.


    Und das ist das Grundproblem bei Dir: Du siehst nur eine Monokausalität. Damit macht man es sich zu einfach, was aber wiederum hervorragend in sein schmales Weltbild passt. Und dann lies Du mal bitte die eingehenden philosophischen Betrachtungsweisen und glaub nicht einfach Arte oder dem Deutschlandfunk. Da hat der Staat eine Menge Einfluss (Arte: der Statt Frankreich zu 25% Anteilseigner), und der Deutschlandfunk ist öffentlich-rechtlich. Aber diese beiden Quellen sollen seriöser sein als FAZ, Zeit etc.?? Na klar, was Du da sagst. Interressamt ist nur, dass Du anderen mangelndes Reflektionsbewusstseins vorwirfst, aber blind auf diese beiden Quellen vertraust. Ein Schelm.... Oh my god.
    Abgesehen davon sind die von Dir angesprochenen Arte-Sendungen (die ich im Übrigen auch gern sehe) auchnleider nur sehr eindimensional, insbesondere wenn ich an die Griechenlandkrisensendungen denke, die eindeutig nur einen Schuldigen ausmachten, andere Einflussfaktoren (wie etwa Korruption, fehlendes Katasteramt, die Rolle der Oligoarchen, etc.) hingegen jedoch nur ungenügend beleuchteten. Auch nur eingefärbt.

  • Ich habe auf Facebook folgendes geschrieben - könnte es hier modifizieren ohne Facebook, aber es passt auch so:


    Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich etwas zu den aktuellen Ereignissen in Paris schreiben soll oder ob ich besser den Mund halte. Es ist ein zu komplexes Thema als dass man das mit ein paar Worten abhandeln könnte. Und ich weiss, dass das hier nicht populär wird!


    Mich ärgert die eindimensionale Sicht auf die Dinge. Die eindimensionale Berichterstattung manipulativer Medien, die damit nur Hass, Wut und Angst schüren – aber das ist wohl beabsichtigt, denn nur so kann man Menschen dazu bringen, sich hinter einem zu stellen.


    Ich will weder die feigen, nicht zu verzeihenden Attentate in Paris UND Beirut (von dem keiner redet und mit den Menschen sich hier niemand mit einem billigen 2-Maustasteklick-Profilbildchange solidarisiert) des IS in Schutz nehmen, noch sie relativieren. Schrecklich bleibt schrecklich, feige bleibt feige, traurig bleibt traurig - und ich verstehe die Menschen in Europa, dass jetzt, wo alles so nah ist und so viel auf einmal passiert, Unsicherheiten entstehen. Aber nun mit Hass und Wut zu reagieren, halte ich für zu einfach.


    Der Westen – in erster Linie die Briten und die USA – hat Jahrzehnte auf dem Rücken der Bevölkerung im u.A. Iran seinen Wohlstand gesichert, indem er mit politischem Geschick zu seinem Vorteil mit dem Schah (eingesetzt bis 1979) verhandelte.
    1953 hätte durch Mossadegh im Iran eine Demokratie entstehen sollen. Mossadegh hätte das Öl verstaatlichen wollen, was für den Westen prekäre Folgen gehabt hätte. Unter Churchill und mit Hilfe des CIA brachten die Briten und die USA Mossadegh zu Fall und der Schah wurde wieder eingesetzt. Man kann nur erahnen, wie der Osten heute aussehen würde, wie er sich entwickelt hätte, wenn er seit über 60 Jahren eine Demokratie hätte.
    Der Putsch 1953 ist ein direkter Indikator und Auslöser für die Islamische Revolution von 1979, aus der mutierend auch der IS entstand. Das muss man im Gesamten sehen!


    Wir reden hier vom Terror des IS. Was ist mit dem täglichen Terror unter dem wir leiden, ohne es zu bemerken? Der Einfluss der USA, den manipulativen Medien, dem Einfluss der Pharmaindustrie, der Religion? Das nehmen wir hin, obwohl wir dadurch alle hier klein gehalten und in „richtige Strömungen“ geleitet werden. Und woanders jeden Tag x Menschen getötet werden. „Religion ist das Opium des Volkes“ sagte einst Marx... Heute trifft das noch immer zu, aber mittlerweile sind es auch andere Dinge wie eben Medien. Macht und Geld. Profitgier. Wohlstand.


    Man muss es mal so sehen: Wir „adaptieren“ im Prinzip die Religion der Juden und ergänzen sie mit einem Messias, an den selbst die „Ursprungsreligion“ nicht glaubt. Damit gehen wir fast weltweit auf Tour - „Kreuzzüge 1000 – 1300“! Man hinterlässt eine blutige Spur, ein aufgezwungenes Diktat, eine Einschränkung und x Tote. Und nicht nur bis in's 13. Jahrhundert – nein; auch heute noch wird Gott missbraucht für Macht und Geld – ich erinnere an den „holy war“, den ersten Golfkrieg oder auch die herrlichen Taten des George Bush Junior. ...und auch ein Herr Obama macht munter weiter...


    Und nach all der Knechtung wehrt sich nun eine einst kleine, fanatische Gruppierung namens IS gegen den Jahrzehnte anhaltenden Terror des Westens... Wundert das jemanden ernsthaft? Wir mit unserer Weltsicht können das Ziel und die „Dringlichkeit“ des IS doch gar nicht verstehen. Wir werden durch manipulative Medien aufgehetzt ohne zu verstehen, was die Wahrheit ist, die dahinter steckt. Der Westen nimmt sich die Arroganz heraus zu diktieren was richtig und was falsch ist – zu seinen Gunsten, aus seinem Blickwinkel... Doch das ist nur die halbe Wahrheit, die uns als die einzig Wahre verkauft (VERKAUFT!!!!) wird. So wird gehetzt. So wird manipuliert... Wir alle wissen, dass im BLICK und in der BILD Unwahrheiten geschrieben werden, vertrauen aber blind „seriöseren“ Quellen wie dem staatlichen (!) TV. Wie kommt es? Wieso akzeptieren wir, dass uns das Feindbild „Islam“ diktiert wird?


    Ich finde ALLE Terrorakte grausam und lehne sie verurteilend ab – ich finde eine IS altbacken, gefährlich und komplett daneben. Alle die in Namen Gottes töten, haben den Sinn der Nächstenliebe nicht verstanden und treten den Glauben mit Füssen! Überall wo Unschuldige sterben ist es unfair und traurig. Wir alle sind unschuldig, denn auch Soldaten der USA werden nur missbraucht. Sie sind ebenfalls unschuldig.


    Mich nerven nun 2 Dinge:


    1. Diese "Pseudosolidarität" mit Frankreich und Paris, gipfelnd in einer Änderung des Facebookprofiles, das nach 3 Tagen wieder entfernt, weil nicht mehr aktuell, wird. Man will gesehen werden hier auf FB, man will vermitteln, dass man zu den „Guten“ gehört, dass man Anteil nimmt, dass man politisch Korrekt denkt und auf der Höhe der Zeit ist... Für mich ist das mitunter Selbstdarstellung und bringt genau nichts. Wäre in etwa so, als würde ich mich zu Hause vor dem TV mit 2 Flaschen französichem Rotwein in Gedenken an die Opfer volllaufen lassen. Wer hat was davon? Keiner... Man kann den Opfern auch gedenken ohne sich selber in den Mittelpunkt zu stellen. Indem man das Profilbild ändert, verharmlost man Morde des Alltags auf der ganzen Welt, mit denen man sich nicht solidarisiert.
    ....und sind wir ehrlich; viele Facebookler machen es, weil es die Anderen machen - und in diesem Lemmingverhalten erkenne ich eine grosse Gefahr und auch eine Manipulation...



    2. Der geschürte Hass!! Das ist gefährlich und jeder, der mit Hass reagiert, würde sich soweit manipulieren lassen, sich selber vor den Karren spannen zu lassen, wenn es um's eigene Eingemachte geht. Unwissen und Einseitigkeit sind gefährlich. Man lässt sich dazu verleiten sich in seiner Angst und Unsicherheit ein Feindbild aufzubauen oder andrehen zu lassen... Das geht soweit, dass man nicht mal mehr rechnen kann; 1 + 1 ergibt auf einmal 3. Will sagen: Die Hetzer haben ihren grossen Tag, indem sie nun erkennen, dass all die Flüchtlinge verantwortlich sind für den Terror in Europa. Dass diese Menschen aber von demselben Terror geflohen sind, wird in die Rechnung nicht miteinbezogen. Und man will diese Menschen, die Flüchtlinge, die aus Ländern fliehen die der Westen seit jeher ausnimmt, durch die wir unseren Wohlstand mitunter gesichert haben, nun hier nicht haben, weil sie unseren Wohlstand „gefährden“.. Paradox, oder?


    Was gerade passiert hier ist ein Resultat westlicher Bestimmung, des Diktates und der Unterdrückung, des sich Einmischens zulasten des Volkes. Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ich darf dann schon mal nicht mitmachen...

  • aus einer vorwoegend shiitischen revolution enstand der sunnitische IS? hm.


    und bei so einem schwachsinn werde ich sogar wütend:


    Zitat

    Und nach all der Knechtung wehrt sich nun eine einst kleine, fanatische Gruppierung namens IS gegen den Jahrzehnte anhaltenden Terror des Westens... Wundert das jemanden ernsthaft?


    ernsthaft? der IS wehrt sich? man kann über die bedingungen reden, die das erstarken einer radikalen mördertruppe wie dem IS ermöglichten, aber das ist sowas von relativierend. die hat der westen am anfang einen scheiß interessiert. ziel war es "ungläubige" und "teufelsanbeter" abzumetzeln, während deren drahtzieher sich mit den raubzügen und genozidversuchen auch noch ne goldene nase verdienen. das sind die schlimmsten faschisten, die die welt seit langem gesehen hat, deren programmatik zunächst deutlich vorschrieb auf terrorismus im westen zu verzichten und den gottesstaat gegen die eigene bevölkerung der länder syrien und irak zu errichten.
    ------------------
    support YPG.

    2 Mal editiert, zuletzt von wsv ()

  • Der islamische Fundamentalismus erlebte als Folge der iranischen Revolution seinen Durchbruch - da spielt es keine Rolle, dass der Iran ein shiitisches Land ist, die Mehrheit der Muslime aber Sunniten!

  • Nein, möchte ich nicht - du als Politikstudent bist doch genau das was ich geschrieben habe; ein "Opfer" der medialen Verzerrung und Aufklärung des Westens. Das meine ich weder herablassend noch böse. Eigentlich sollte ich das gar nicht schreiben, weil darauf von niemandem Applaus kommt und man versuchen wird, die Aussage als dumm oder naiv abzustempeln. Da treffen Sichtweisen aufeinander, die nicht (ansatzweise) gleich sind.


    Und wenn man mein Posting korrekt gelesen hat, distanziere ich mich 100% vom IS und verharmlose sie mitnichten. Ich sehe nur die Zusammenhänge anders als beispielsweise du. Das Diktat der Volksschule wie man zu sein hat, wie die Welt funktioniert, was richtig und falsch ist - diktiert von einem kapitalistischen System und dessen Politik wird nie vermitteln, wie die Sicht der Menschen ist, die in anderen Systemen leben und funktionieren. Die Berichterstattung wird stets einseitig und manipuliert sein. So wird das gelehrt, so wird das verzerrt. Du wirst dazu "erzogen" und ausgebildet, dich in unser System und desser Funktion dienend (und gewinnbringend) einzugliedern. Ich bin damit raus.

    Einmal editiert, zuletzt von pillermaik ()

  • Ich zitiere jetzt mal die SZ (Ich weiß auch nur ein Nato-USA-Propgaandablatt) über das, was man über den deutschen IS-Kämpfer wissen. Nur mal so zur Info.


    "Ganz grob lässt sich der deutsche Islamist, der auffallend häufig auch als Selbstmordattentäter zum Einsatz kommt, so beschreiben: Er wohnte vor seiner Ausreise meist in Städten, ist zwischen 15 und 62 Jahren alt - und wurde in 409 Fällen bereits in Deutschland geboren. 399 besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft. 114 sind nicht von Geburt an Muslime, sondern sind erst später zum Islam konvertiert.
    Fast die Hälfte hat schon Straftaten begangen


    Auffallend viele sind gut gebildet, aber ebenso auffallend sind kriminelle Karrieren. Von 82 Dschihadisten mit Abitur oder Fachhochschulreife wollen die Behörden wissen, von 80 Studenten (von denen die meisten aber keinen Abschluss machten) und fast doppelt so vielen Arbeitslosen. 63 zogen direkt von der Schulbank in den Dschihad. Fast die Hälfte der Syrien-Reisenden war bereits durch Straftaten aufgefallen - Gewalt-, Eigentums- und Drogendelikte machen das Gros aus, aber auch einzelne Sexualstraftaten gab es.


    Überraschend sind die Erkenntnisse über die sogenannten Radikalisierungsfaktoren. Viel ist in den vergangenen Monaten über die besondere Rolle des Internets geschrieben worden oder über die Rekrutierung in Haftanstalten. Das Internet spielt laut Studie tatsächlich zu Beginn der Radikalisierung in 30 Prozent der Fälle eine Rolle, aber Freunde (37 Prozent) und Kontakte in Moscheen (33 Prozent) sollen noch bedeutsamere Faktoren sein. Da ist es kein Wunder, dass sich die meisten auch gemeinsam mit Freunden auf die Reise in den Wahnsinn machen. Nur in neun Fällen der Ausgereisten sollen Kontakte in Haftanstalten eine Rolle gespielt haben. Allerdings bleibt offen, wie genau sich dies feststellen lässt."



    Terror als AUSSCHLIESSLICHE Folge westlicher Aggression? Als Teilaspekt mit Sicherheit ja. Wenn es aber ausschliesslich sich darauf reduzieren lassen könnte, müssten die Anhänger von islamistischen Extremansichten (Terroristen kann ja nicht sein, weil sie sich ja westlichen Doktrinen und Repressalien lediglich erwehren; also im Prinzip haben sie das Recht auf ihrter Seite) aber um ein Vielfach größer sein.


    Auch fehlen mir gänzlich religiöse Ursachen. Ursachen für Terror, die in der Historie mehrfach belegt sind und die auf keinen Fall auf westliche Repressalien zurückzuführen sind.


    Aus: Mann, G. et al. [Hrsg.:]: "Geschichte des Islam": :
    Von ihren (A.d.V. gemeint sind die Assassinen) unzugänglichen Stützpunkten aus übten diese fanatischen Gruppen, vor allem die persische, dank ihrer terroristischen Praktiken und der sie umgebenden Aura des Geheimnisvollen eine durch die geringe Zahl ihrer Mitglieder keineswegs gerechtfertigten Einfluß aus“. Und weiter:“ ….sie erklärten am 8.8.1164…ihren Sitz…zum Paradies auf Erden, das kein Gesetz mehr kennt.“


    Die Assassinen erhielten ihren Spitznamen, Hanfesser, dadurch, dass sie ihre Terrormörder mit Haschisch in Rausch versetzen und mittels Gehirnwäsche (Märtyrertum, Eingang ins Paradies usw.) in einen fanatisierten Zustand versetzen, in welchem diese Leute dann zu äusserst bereitwilligen, total gewaltbereiten Werkzeugen des Terrors wurden. Diese Menschen waren „geradezu ungeduldig, um in den Tod zugeben….“ (Zitat aus Propyläen).


    Teilweise wurden unter dem Deckmantel der Mildtätigkeit Waisenkinder oder Kinder aus ärmsten Familien in Ausbildungslager gebracht, „um sie dort zu lehren und zu versorgen“. Oft genug wurden Kinder aber auch „zwangsrekrutiert“ und entführt. In den Ausbildungscamps wurden die Kinder über Jahre gedrillt und gehirngewaschen. Sie wurden dann, oftmals unter Drogengebrauch, als Kinderterroristen für Selbstmordkommandos benutzt.




    Interessant ist hierbei folgendes Buch, welches auch andere Ursachen benennt: Im Übrigen diese
    Hübsch, Hadayatullah: Fanatische Krieger im Namen Allahs – Die Wurzeln des islamistischen Terrors, Diederichs, München 2001.





    Maik, Du schreibst:
    "Das Diktat der Volksschule wie man zu sein hat, wie die Welt funktioniert, was richtig und falsch ist - diktiert von einem kapitalistischen System und dessen Politik wird nie vermitteln, wie die Sicht der Menschen ist, die in anderen Systemen leben und funktionieren. Die Berichterstattung wird stets einseitig und manipuliert sein. So wird das gelehrt, so wird das verzerrt. Du wirst dazu "erzogen" und ausgebildet, dich in unser System und desser Funktion dienend (und gewinnbringend) einzugliedern. Ich bin damit raus."


    Aber gilt das Gleiche nicht für islamische Staaten, für die Terroristenführer?? Wäre denn damit nicht auch eine religiöse Verklärung der Terroristen zu erklären und nicht nur ausschließlich auf westliche Gewalt zurückzuführen?? Oder muss man ganz klar sagen, dass sich diese Art der Bildung nur herauskristallisieren konnte afgrund dieser westlichen Gewalt. Wenn letzteres angenommen werden sollte, wären die o.g. Bücher vielleicht auch lesenswert.



    Nur mal so: Ich leugne in keinster Weise die Auswüchse westlichen Dominanzbestrebens, militärischer Aggression etc. Ich weise nur daraufhin, dass diese alleinige Erklärung nicht ausreichend ist, um Terror zu erklären.

    Einmal editiert, zuletzt von Mr. BammBamm ()

  • @ pillermaik: aus deinem posting spricht die personifizierung der überheblichkeit, die du den bösen studierten in jedem zweiten posting vorwirfst. anstatt auf einer sachlichen ebene zu antworten, folgt mit keinerlei bezug zur sache die aussage im subtext, ich sei ja von anfang an als diskussionspartner nicht ernstzunehem. ich bin indoktriniert und fremdgesteuert und merke es nicht mal. pillermaik dagegen steht über den dingen. er ist frei von jedweder beeinflussung durch seine umwelt. er hat als einziger einen neutralen überblick über das weltgeschehen und jede einschätzung eines anderen ist natürlich verzerrt. zu diesem neutralen blick gehört dann die erklärung eines komplexen konfliktgeflechts mit dem iran 1979. :rolleyes:


    ich gehe übrigens nicht mal davon aus, dass du meine meinung zum IS konflikt irgendwie wiedergeben könntest. 1. habe ich dazu zu wenig geschrieben und 2. basiert meine meinung nicht auf achso weisen standard parolen von afd und verschwörungstheoretikern, oder friedensbewegung und radikalen anti imperialisten, die sich allesamt verdächtig nahestehen, weil sie einfache erklärungen anbieten, die es nicht gibt. wäre ich jetzt wie du, würde ich das anbieten von einfachen erklärungen mit deiner sozialisation als christlich gläubiger erklären. aber ich verzichte auf ad hominem argumente und schüttele nur noch den kopf...


    die politik der weltmächte im nahen osten (dazu ghört nicht nur der böse westen, sondern auch die sowjetunion und heute russland) hatte einen riesen einfluss auf radikale strömungen, chaos und terror. das hat niemand bezweifelt (zumindest nicht ich, an keiner stelle). wenn du aber einer terrorgruppe zuschreibst sich "zu wehren", dann impliziert das einen angriff all der opfer des IS auf selbigen und ist (ob du es willst oder nicht) eine rechtfertigung. es gibt keinerlei rechtfertigung für das was der IS tut. kein "das stimmt, aber...". nein. selbes zeug wie "hitler war ein verbrecher, eber die bedingungen nach dem ersten weltkrieg...". nein.


    edit: zudem weiß ich nicht was private informationen über mich in deinem post zu suchen haben. wenn ich irgendwas öffentlich über meine person erzählen will, dann mach ich das schon selber.

    Einmal editiert, zuletzt von wsv ()

  • Ich habe auf Facebook folgendes geschrieben - könnte es hier modifizieren ohne Facebook, aber es passt auch so:


    ...
    Man will gesehen werden hier auf FB, man will vermitteln, dass man zu den „Guten“ gehört, dass man Anteil nimmt, dass man politisch Korrekt denkt und auf der Höhe der Zeit ist... Für mich ist das mitunter Selbstdarstellung und bringt genau nichts. Wäre in etwa so, als würde ich mich zu Hause vor dem TV mit 2 Flaschen französichem Rotwein in Gedenken an die Opfer volllaufen lassen. Wer hat was davon? Keiner... Man kann den Opfern auch gedenken ohne sich selber in den Mittelpunkt zu stellen.
    ...


    Und warum schreibt man so etwas auf Facebook in sein Profil?
    Meiner Meinung nach eben auch nur um zu vermitteln, dass man zu den Guten gehört und um sich selbst darzustellen.


    Mir geht es auf den Keks, dass alle möglichen Leute nun über ihre "privaten" Facebook-Seiten einen schlauen Text posten. Und andererseits motzen was Facebook alles mit den eigenen Daten macht ...
    Besser fände ich es, man unterhält sich unterwegs mit Freunden über sowas persönlich.

    BAD RELIGION - 40th Anniversary Tour 2020

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    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • ganz einfach: aktion - reaktion! ich nehme lediglich bezug auf die bilder und kommentare die bereits gepostet wurden. dazu kommt, dass ich 3x angeschrieben wurde, warum ich mein profilbild nicht - wort wörtlich - "anpasse".


    meine postings sehen NUR freunde. meine freunde wohnen nicht alle auf 20m2 sondern in diversen ländern, gar auf diversen kontinenten - da wird ein 1:1 gespräch mit jedem einzelnen schwierig.
    dazu kommt, dass der sonntag in meinem alter der familie gehört und man deswegen keine zeit hat mit kumpel xy ein bier trinken zu gehen.
    desweiteren gehöre ich mit meinem statement eher nicht zu den "guten". siehst du auch hier. mir geht es darum meine meinung mit freunden zu teilen, zu sagen wie ich es empfinde und sehe - egal ob ich damit sympathien gewinne oder verliere. ich schweige nicht zugunsten von beliebtheit, wenn mich was stört.


    selbstredend, dass morgen dieses thema mit meinen mitmenschen auch live, direkt und in farbe besprochen wird.

  • ich verstehe ja nicht dass ihr hier darüber schreibt wer wie wo die ursachen sind für die anschläge, dass ihr euch über manipulative medien aufregt, dass ihr euch über facebook lemminge echauffiert. kann man ja alles machen, ist ja alles irgendwie relevant.


    aber relevant ist doch gerade in erster linie dass freitag ein angriff auf unsere lebensweise stattgefunden hat. absolut, nicht zu relativieren, ohne multikausalität: es wurden leute erschossen, die sind jetzt tot. das bataclan hätte jeder größere club sein können in dem wir zu konzerten gehen. die leute die da niedergemetzelt wurden sind leute die unsere hobbies, unsere werte, unseren lebensstil teilen. sie hätten freunde von uns sein können, sie sind sicherlich freunde unserer freunde gewesen. wir alle hätten es sein können. weil wir so leben wie wir hier leben.


    ich fühle mich angegriffen, ich bin betroffen, ich bin schockiert, ich schaue in den abgrund. über 50 stunden ist das nun her und es wird nicht besser.


    die frage die sich doch vielmehr heute stellt ist wie man denn damit umgehen soll. die latente bedrohung war abstrakt da seit jahren. nun ist sie konkret hier. wie soll man reagieren? die franzosen fliegen nun vermehrt und massiv angriffe auf is standorte. und der kognitive reflex sagt, scheiße, spirale der gewalt... aber was sonst? wohin sollen denn gespräche oder verhandlungen führen mit leuten die das leben verachten, das negiert doch schon die möglichkeit zu kommunikation an sich.


    verdammte scheiße!

    A fallen wall becomes a bridge to connect us rather than divide. (Zeb Love)

  • Dass Terror Krieg ist, ist nichts Neues...
    Aber die Veränderung von Krieg ist neu. Früher waren es Armeen, Bomben, Panzer, Flugzeuge, die an Grenzen und in Luftgefechten einander angegriffen haben. Heute geht Krieg anders; man geht direkt und ohne Umwege, ohne "Ankündigung" dahin wo es weh tut. Da wo es jeden treffen kann, da wo niemand sicher ist. Diese neue Art von Kriegsführung, die in unser Verständnis von Krieg nicht reinpasst, verängstigt und verunsichert uns ungemein. Diese Veränderung der Kriegsführung ist brutal. Allgemein scheuen die meisten Menschen Veränderungen, können sie nicht zuordnen und sie macht ihnen Angst. Bei sowas ist es dann noch 100x intensiver. Wir sind uns nicht gewohnt, dass bei uns direkt vor der Haustür Krieg herrscht - zumindest ich aus neutraler Schweizer Sicht nicht. Und nun auf einmal kann es überall passieren. Die "Privatsphäre" ist bedroht; es kann bei einem Konzert, in einem Restaurant oder Flugzeug in den Urlaub - überall wo man eigentlich eine gute Zeit hat und keine Sekunde an Krieg verschwendet - passieren und knallen. So stellt man sich Krieg nicht vor. Aber es ist heute so. Das was grad passiert ist eine From von Krieg, die dem alten Muster von Krieg abweicht. Darum macht es so betroffen, darum weint man intensiver als bei der üblichen Kriegsführung (auch wenn die keinen Deut besser ist), darum verängstigt und verunsichert einem das alles.


    Nur was tun? Überwachungsstaat einführen? Bessere Personenkontrolle an den Grenzen? Grenzen komplett dicht machen?
    Nach dem 9/11 hat die USA massiv aufgerüstet und trotzdem passierte in New York ein weiteres Unglück mitten drin.
    Frankreich hat alles verschärft nach Charlie Hebdo im Januar - und trotzdem passiert es wieder.


    Die Machtlosigkeit und die Erkenntnis, dass der Krieg mitten bei uns angekommen ist und überall ohne grosses tamtam und Armeen passieren kann beängstigt uns. So ganz neu ist das zwar nicht, aber es ist intensiv wie selten zuvor.

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