Til Schweiger

  • Ich eröffne mal eine Thread über Til Schweiger... Wahrlich, seine Filme sind nicht jedermans Sache und die meisten finde ich eher naja...


    ABER - und darum der Thread - der Mann macht das, was ich in dieser unverblümten, direkten und mutigen Form von x DE-Promis vermisse: Eine klare Stellung beziehen zum Thema Flüchtlinge, Ausländerhass und Naziproblematik. Fast schon naiv offensiv begibt er sich auf dünnes Eis was seinen Status als "Everybodys Darling" angeht - es ist ihm schnurzegal und auch wenn es Kritik von allen Seiten hagelt, schweigt der Schweiger nicht, im Gegenteil. Grossartig. All die dämlichen Helene Fischers der Welt, die sich nicht trauen was zum Thema zu sagen weil es ihnen schaden könnte (oder sie schlicht eine konservative Haltung haben) werden in meinen Augen so disqualifiziert. Auch ein Campino, wenn ich ehrlich bin!


    Er fiel in den letzten Jahren schon ab und zu auf, indem er sich nicht gesellschaftskonform verhielt in der Öffentlichkeit - der späte Rebell? Ich finde es super, dass er so agiert...


    Meinungen?

    F!CKEN

  • Ja, das habe ich auf meiner Facebook-Seite auch schon mit sehr viel Wohlwollen kommentiert!
    Er macht ja nicht nur das Maul auf, was bei seinem Status auch schon viel Gewicht hat, sondern finanziert ja jetzt auch ein Flüchtlingsheim. Das ist eine tolle Sache, wenn Leute mit seiner Reichweite sich da klar positionieren.


    Sein Werk als Künstler ist sicherlich ein Thema für sich, mit dem auch nicht jeder etwas anfangen kann (können muss), aber diese Aktion genießt meine höchste Anerkennung!


    Ich muss mal an dieser Stelle auf den Wirrkopf Jan Fleischhauer eingehen. Der schrieb in einem seiner Bücher, (möchte keine Werbung für den Idioten machen, darum verschweige ich den Titel) dass gerade in der Kunst hauptsächlich linke Gesinnungen vertreten sind. Unabhängig ob Oper, Malerei oder irgendwas Alternatives. Ich finde da ist viel Wahres dran.
    Und genau aus dieser Sparte kennt der Durchschnittsbürger die meisten Prominenten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da so viele herumlaufen, die alles für gut heißen, was in diesem Land (und anderen Ländern) gerade abgeht. Bei Heino oder Helene Fischer erwarte ich zwar nichts anderes, aber gerade so ein paar andere Größen ihrer Zunft finde ich hier viel zu glatt.

    Wir sind übrig.

  • Wobei Heino sich erst die Tage auch gegen Pegida positioniert hat.


    Tatsächlich? In welcher Form und wo? Man kann Pegida schließlich auch kritisieren ohne die Gesinnung zu kritisieren. Manch einer kritisiert an denen sicherlich auch das Auftreten, aber nicht die Einstellung...
    Ich beschäftige mich mit dem Typen nicht und weiß es daher nicht. Kann mich nur an seinen anderen Aussagen orientieren, aber wenn du da mehr Infos hast, Zumschwein, würde mich das sehr interessieren.

    Wir sind übrig.

  • Jan Fleischhauer ist wahrlich ein Wirrkopf. Sollte er die intellektuelle Sperrspitze der deutschen Konservativen sein, dann brauchen wir wirklich keine Angst haben. Der kann wirklich nicht einen Meter geradeaus denken.

    "Work is the curse of the drinking classes." (Oscar Wilde)

  • Bei Till Schweigers Reaktionen auf die bösartigen Kommentare hat er mal wieder gezeigt wessen Geistes Kind er ist. Dämliche primitive Kommentare werden mit Primitiven Reaktionen auch noch "belohnt"- Löschen den Mist und gut wärs. Aber nein, er muss sich profilieren.
    Sorry, ich kann den nichtmal ausstehen, auch wenn er natürlich Recht hat.




    Das er sich auch nun noch mit Herrn Gabriel zusammensetzt um "Lösungen" zu finden... da weiß man nicht, über wen man mehr den Kopf schütteln soll. Über Herrn Nuschelkopp oder Herrn Wendehals. Die sind für mich beide in Kombination das größte Maß an Unerträglichkeit, was es gibt.

    Ende.


  • Das er sich auch nun noch mit Herrn Gabriel zusammensetzt um "Lösungen" zu finden... da weiß man nicht, über wen man mehr den Kopf schütteln soll. Über Herrn Nuschelkopp oder Herrn Wendehals. Die sind für mich beide in Kombination das größte Maß an Unerträglichkeit, was es gibt.


    So sieht es aus.


    Aber einmal war Schweiger mehr als großartig: als Berti in "Manta Manta".

    "Work is the curse of the drinking classes." (Oscar Wilde)

  • So sieht es eben nicht aus... Ich verstehe euch nicht: Dauernd wird gefordert, dass man sich gegen das rechte Pack wehrt, dass man Stellung bezieht und sich in der Flüchtlingsfrage positioniert und hilft. Das tut Schweiger alles...
    Bei einem dermassen komplexen Thema ist es schwierig bis unmachbar - grad wenn man die Thematik nicht mit Dr. Prof. studiert und absolviert hat - keine Fehler oder Fettnäpfchen zu begehen.


    Bei den "Lösungen" - oder einfach dem Gespräch - war von uns keiner dabei! Keiner kennt den genauen Inhalt - aber alle reissen die Klappe auf und schiessen gegen jemanden, der wenigstens mal was tut mit seinem Promistatus. Und zwar allein - alle Reaktion kommen auf IHN zurück. Nicht als Band oder Partei oder was weiss ich!


    Ihr verlangt Unmögliches... Man soll sich positionieren, man soll helfen, man soll dies und das... Aber wehe man macht dabei mal etwas ein bisschen anders als ihr es euch in eurem Kopf vorstellt - schon wird wieder scharf geschossen. Frage mich echt, wer oder was hier unerträglicher ist!

    F!CKEN

  • Der Schweiger nervt einfach nur mit seinem plumpen Geprolle.


    Und Herr Gabriel will hauptsächlich egal wie sympathischer sein als die Merkel. Vor nicht mal 6 Monaten wollte er sich noch mit den Pegidioten gut stellen, nun hat er gemerkt, dass es ihm nichts bringt und fährt jetzt diesen Kurs. SPD halt. Wundert mich auch nicht.


    Positionieren JA, aber nach dem Motto: Tue Gutes und rede nicht darüber.

    Ende.

  • Tatsächlich? In welcher Form und wo? Man kann Pegida schließlich auch kritisieren ohne die Gesinnung zu kritisieren. Manch einer kritisiert an denen sicherlich auch das Auftreten, aber nicht die Einstellung...
    Ich beschäftige mich mit dem Typen nicht und weiß es daher nicht. Kann mich nur an seinen anderen Aussagen orientieren, aber wenn du da mehr Infos hast, Zumschwein, würde mich das sehr interessieren.


    http://www.sz-online.de/nachri…egida-zeigen-3170195.html


    Und auf seinem FB-Profil toben sich schon die besorgten Patrioten aus.

  • Wobei der richtige deutsche Patriot ja eigentlich ein überzeugter Nazihasser sein sollte!!
    Warum? Die Fucknazis haben mit ihrem Scheiss das Land kaputt gemacht, zerstört, ruiniert.. Welcher Mensch, der sein Land geil findet, kann sowas gut heissen?


    Genauso in der Schweiz: Jeder Schweizerpatriot, der sein Land liebt, müsste die Ausländer mögen. Warum? Mit dem Wirtschaftswachstums vor gut 80 Jahren brauchten wir Menschen, die unser Land aufbauen - dafür wurden Gastarbeiter aus Spanien, Portugal, Italien geholt, die bei uns die harte Drecksarbeit gemacht haben und somit unser Land aufgebaut haben - die meisten Häuser bis in die 80er rein - und heute noch - wurden/ werden von Ausländern gebaut. So konnte die Schweiz wachsen, so konnte sie gedeihen - auf dem von Ausländern errichteten Fundament, deren Mauern! Also: Wer heute stolz auf die Schweiz ist, muss stolz auf das Werk der Ausländer sein, die das Land "gebaut" haben.


    Einfach? Doof? Prollig? Zu wenig intellektuell? Mir egal. Es ist so.

    F!CKEN

  • Ich hab da eine relativ ähnliche Meinung zum Patriotismus und wie er in Deutschland aussehen könnte oder eben nicht kann.


    Was Till Schweiger angeht: Ich mag ihn als Schauspieler nicht, ich mag ihn als Type nicht und hätte ihn auch (unabhängig davon) eher ans Konservative Ende geschätzt. Sein aktuelles Engagement finde ich hingegen sehr gut. Er hat dabei wirklich einiges zu verlieren und tut es trotzdem. Dass es in Deutschland immer sehr kritisiert wird, wenn man sich mit Politikern an einen Tisch setzt, ist immer so eine Geschichte- ich würde zumindest deswegen ein entsprechendes Engagement nicht gleich verteufeln.


    Edit: Natürlich kann man auch was tun, ohne es an die große Glocke zu hängen. Wenn ich allerdings gucke, wie viele Leute einen medialen Leithamel brauchen, der ihnen sagt was sie denken sollen oder sie zumindest mal zum Denken anregt, finde ich es sehr gut, wenn "Personen des öffentlichen Lebens" sich für etwas einsetzen- zumindest wenn es mehr als einmalige Sprüche oder Werbespots sind.

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  • Es findet halt auch ein blindes Huhn mal ein Korn.
    Im Ernst: Es ist schon in Ordnung, wie sich Schweiger momentan positioniert, wo man sich gerade für zahlreiche seiner Landsleute schämen muss.
    Leider vergeigt Schweiger es gleich wieder, indem er sich mit Gabriel an einen Tisch hockt, der nur politischen Profit aus der Sache zu ziehen versucht. Und wer ist denn dieser Gabriel? Er ist immerhin Minister einer Regierung, die einer türkischen Regierung treu die Stange hält, welche sich momentan als der Hauptdestablisator im Nahen Osten erweist und deren Politik und Einmischung im Nachbarland Syrien (Unterstützung der Dschihadisten sämtlicher Sorten) eine Hauptursache für die momentan anhaltenden Flüchtlingsbewegungen sein dürfte.

    "Work is the curse of the drinking classes." (Oscar Wilde)

  • Er ist ein Minister einer Regierung - und er ist Sigmar Gabriel, der Mensch hinter dem Minister der Regierung. Das darf man einfach nicht vergessen. Politiker allgemein müssen häufig Dinge tun, die sie eigentlich gar nicht wollen.. Kennt jemand SEINE persönliche Meinung?


    Habt ihr das Video gesehen von Angela Merkel in einer Schule, als sie über Flüchtlinge redete und sich eine Schülerin äusserte, dass sie ausgewiesen wird und dann in Tränen ausbrach? Herzzerreissend... Denkt ihr nicht, dass der MENSCH Angela Merkel dieses Kind - und davon gibt es TAUSENDE - am liebsten in Deutschland lassen würde?


    Politikern sind doch häufig die Hände gebunden - je höher der Grad, desto mehr.


    Dass gleichzeitig jeder "öffentliche Mensch" Dinge auch macht um sich zu profilieren - egal ob Musiker, Schauspieler oder Politiker - ist klar und hat einen unschönen Beigeschmack. Aber wie will man es richtig machen? Wenn man es nicht öffentlich tut, wird einem vorgeworfen keinen Mumm zu haben sich zu positionieren - wenn man es öffentlich tut, kommt gleich die Selbstdarstellungs-/Profilierungskeule...


    Politiker zu kritisieren ist immer einfach, ihre Fehler sind ersichtlich - und noch einfacher ist es Fehler in der Vergangenheit zu suchen, was Politiker XY 1987 mal gemacht hat... Logik ist nicht imm gegeben, sie entsteht durch Wissen und Lernen.
    Ein Politiker in einer hohem Position muss zwangsläufig "Dreck am Stecken" haben - oder zumindest x Kompromisse eingegangen sein, die ihn vielleicht sogar "verraten" - sonst wäre er nicht dort wo er ist.

    F!CKEN

  • Bei dem Video merkt man gleich, dass Merkel keine Kinder hat, so unbeholfen sie an dem Kind rumtatscht. Kennt Ihr die Folge der Simpsons, als Mr. Burns Gouverneur werden will und vor der Kamera ein Kind auf den Arm nehmen muss, damit er beliebt rüberkommt? Daran musste ich denken.
    Man kann sich sicher sein, jeder derartige Auftritt in der Öffentlichkeit eines Spitzenpolitikers dient ausschließlich PR-Zwecken.
    Politiker einer Regierung tragen zudem eine Verantwortung. Daran muss man sie auch messen.

    "Work is the curse of the drinking classes." (Oscar Wilde)

  • Dass sie keine Kinder hat und in der Situation vollkommen unbeholfen war bedeutet nicht, dass sie Dinge tun MUSS, die sie als Privatperson nicht tun würde. Darum geht es.
    Dass solche Dinge - sagte ich bereits - eine Art von PR und Pflichtübungen sind, sollte jedem klar sein. Dazu brauch ich keine Simpsons um das zu schnallen.

    F!CKEN

    Einmal editiert, zuletzt von pillermaik ()

  • Was ich an dieser Merkelgeschichte das eigentlich problematische finde ist nicht, dass sie sich mal für 10 Sekunden in den Streichelzoo begeben hat, sondern, dass sie auf die Frage eines verängstigten Kindes nicht so eingegangen ist, wie sie es hätte tun können, um das Kind zu beruhigen. Stattdessen hat sie den Großteil der Bevölkerung beruhigt: "Alle können wir nicht aufnehmen." Das ist leider das, was der Großteil der Deutschen hören will.
    Stattdessen hätte sie dem Mädchen, ich glaube Reem war ihr Name, unverbindlich eine Prüfung ihrer Situation zusichern können. Es ist ja nicht so, dass die öffentlichen Behörden zu viel arbeiten würden...


    (Und ich sage das nicht nur so, zwei Personen aus meinem sehr engen Freundeskreis arbeiten in diesem Bereich.)

    Wir sind übrig.

  • Zitat

    Stattdessen hätte sie dem Mädchen, ich glaube Reem war ihr Name, unverbindlich eine Prüfung ihrer Situation zusichern können. Es ist ja nicht so, dass die öffentlichen Behörden zu viel arbeiten würden...


    (Und ich sage das nicht nur so, zwei Personen aus meinem sehr engen Freundeskreis arbeiten in diesem Bereich.)


    Naja, da liest man aber derzeit ganz anderes, nämlich dass die Behörden mit Prüfen und Bearbeiten der Flüchtlingssituation bzw. den Anträgen nicht mehr nachkommen. Was ich mir angesichts der vielen aktuellen Flüchtlingslager auch vorstellen kann.
    Einerseits sagt man so leicht dahin, dass man den Einzelfall mal hätte prüfen können, andererseits ist jeder dieser Personen, die einen unsicheren Status haben, ein Einzelfall für sich - nur geht da keiner bzw. kaum einer durch die Medien.


    Nix gegen deine Freunde, aber das sind 2 von ?? , die in D. in diesem Bereich arbeiten. Ich habe auch mal im öffentlichen Dienst gearbeitet und kann auch nicht von mir behaupten, mich auf diesem Amt tot geschufftet zu haben, ganz im Gegenteil, trotzdem solls auch Ämter geben, wo "richtig" viel gearbeitet wird.
    Wenn man den "bösen" Medien die Überforderung der Sachbearbeiter nicht abnimmt, kommt das mMn aber auch einer Leugnung der vielen Flüchtlinge gleich - denn das eine geht nicht ohne das andere einher.


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    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Da das Flüchtlingsheim, was er bauen möchte, in meiner Nachbarstadt stehen wird "muss" ich ja auch was dazu sagen :D
    Zu aller erst finde ich es eine gute Sache, dass er sich für Flüchtlinge einsetzen tut, aber es bleibt ein großes Fragezeichen im Raum stehen. Tut er es wirklich aus Nächstenliebe oder nur aus Ruhm um sich als Gutmensch der Nation feiern zu können. Und warum macht er es in der niedersächsischen Provinz, die eh keine Sau kennt und zu der er überhaupt keine Verbindung hat. Dazu ist hier die rechte Szene sehr, sehr, sehr aktiv, da wird es sicher öfter mal knallen...


    Sein Verhalten bei Facebook finde ich nicht schlecht, endlich mal wieder jemand der aneckt und den Schwachmaten ihre Grenzen zeigt.

    The easiest thing to do.


    Just say fuck you.

  • Sehe das ganze mit gemischten Gefühlen. Mal abgesehen von seinem kübstlerischen Schaffen (das für meine Begriffe in der Anfangszeit deutlich besser war, als er noch nicht so auf dem Romantic-Family-Komödien-Tripp war) ist der Einsatz durchaus löblich. Aber wie hier auch schon erwähnt wurde, finde ich sein Verhalten, das mitunter kindische Gepöbel und jegliche fehlende Kritikfähigkeit sehr anstrengend. Schön, dass er was macht/sagt, aber das Wie gefällt mir oft einfach nicht. Und das Ungute Gefühl der "Aufmerksamkeit-Generierung" für seine Person (die er ja, wenn man die Besucherzahlen seiner Filme etc. betrachtet, ja eigentlich Null nötig hat) schwingt da bei mir immer ein wenig mit.

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