Anschläge in Paris

  • Die Sache mit der NRA ist übel... Vielleicht überdenkt er seine Mitgliedschaft jetzt.....


    Was hat bitte die NRA bitte mit irgendwelchen Terroristen am Hut? Waffen bringen niemanden um, es sind die Ausführer, und ich glaube nicht das Terroristen die NRA brauchen.


    Man soll unserem Innenminister, seinem Amt und dem Geheimdienst Vertrauen? Warum? Haben die bisher den geringsten Anlass gegeben ihnen zu trauen? Ganz im Gegenteil, die lügen wenn die das Maul aufmachen. Und zwar nicht nur gegenüber dem Fußvolk, sogar gegenüber der politischen Spitze (NSAUA... ) gedeckelt vom Bundeskanzleramt. Da kann man ja gleich den IS trauen das man im Jenseits dann 72 Jungfrauen kriegt, dass ist genauso wahrscheinlich das, dass nicht gelogen ist

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Dazu eine kurze Randnotiz:
    Die NRA, beziehungsweise einige ihrer Mitglieder, wuerden argumentieren dass eine entsprechende Bewaffnung dazu fuehren wuerde dass es unmoeglich gewesen waere hunderte von Menschen am Stueck anbzuschlachten. Ekelhafterweise ist in diesem Punkt ja sogar eine gewisse Logik enthalten. Wenn menschliches Zusammenleben aber nur durch gegenseitige Toetungsmoeglichkeiten aufrecht erhalten werden kann, ist das eine Gesellschaft in der ich nicht leben moechte.


    In diesem Zusammenhang wuerde ich eine NRA Mitgliedschaft allerdings nicht automatisch zum Ausschlusskriterium fuer so eine Aktion machen. Ich persoenlich wuerde nicht jedes Mitglied verteufeln, ich habe ueber die Jahre viele kennen gelernt und die wenigsten waren boesartig, dumm, hatten einen Gewaltfetisch oder waren daran interessiert dass Menschen durch Waffen sterben (muessen). Die Waffenkultur in den USA ist eine voellig andere als in Europa und auch wenn sie zu fatalen Folgen fuehrt ist es nicht ratsam hier zu fatalistisch zu urteilen.


    Allerdings: Ich weiss in diesem konkreten Fall nicht was ihn als Waffennarr qualifiziert, weil ich keine entsprechenden Aussagen von ihm kenne, wobei da sicher was dran ist. Ich weiss dass Jesse Hughes eher dem republikanischen Spektrum zuzuordnen ist, aber auch die darf man nicht pauschal verteufeln. Sollte man zumindest nicht, wie ich finde.


    Das sind sicherlich alles Sachen ueber die man diskutieren kann und sollte, aber von meiner Warte aus sprechen diese Faktoren nicht unbedingt gegen die ganze Aktion, zumindest nicht wenn man sonst dafuer waere.


    Ich halte es fuer eine nette Trotzreaktion (im positiven Sinne) - hab aber sonst kaum eine Meinung dazu.
    Sorry fuer die bekloppten Schreibweisen, der Buerorechner hat natuerlich kein deutsches Keyboard.

    Megawatt- Die Band von Constantin aus Marienfelde:
    Neues Album: Die Nächste Etappe
    Jetzt als Download und Stream auf Amazon, Google Play, iTunes, Spotify, Deezer
    http://www.megawatt-berlin.de

  • Zusammengefasst


    Täter sind alles Franzosen oder Belgier, gingen in Syrien und Frankreich ein und aus, waren dem Geheimdienst bekannt, kommunizierten über SMS(!) was in Frankreich nebst eMail passwörtern, Verkehrsdaten etc gespeichert wird und denen gelingt trotzdem ein Terroranschlag?


    Versagen des Geheimdienstes? Oder Absicht?... defintiv absicht, dann kommt ein Innenminister und stellt sich hin man sollte den Geheimdienst vertrauen? Wäre der eine Holzpuppe die Nase wäre 10km lang...

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • klar, und die vom geheimdienst haben dann ihren kumpels, familien und kids gesagt, geht mal am freitag den 13. nicht zum fussball oder raus tanzen oder trinken. die planen da was, wir wissen bescheid, das wird ein fest.
    gabumon, das ist zynismus over the top.
    schau dir das an: https://twitter.com/ParisVictims - woanders bodycount, namenlose zahlen. aber hier, mitten in paris, wo die leute ihre freunde und familien haben...


    dass denen vieles wurscht ist was uns sehr kümmert, nachvollziehbar. aber so ne aktion laufen zu lassen, wissend, sorry, nö.

    A fallen wall becomes a bridge to connect us rather than divide. (Zeb Love)

  • naja generell ist das mitwissen an - oder sogar durchführen von - terroranschlägen durch westliche geheimdienste erstmal nicht grundsätzlich auszuschließen. da gibt es in der geschichte schon weitestgehend belegte beispiele für so genannte false flag aktionen. u.a.: https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Bologna_1980


    allerdings macht das ganze in diesem zusammenhang meines erachtens nach überhaupt keinen sinn. selbst wenn man dem französischen geheimdienst oder sogar der regierung das mitwissen zutrauen würde, ist der schaden durch die anschläge um einiges größer als irgendein nutzen. es bestand doch lange zeit offenkundig gar kein interesse an einer intervention in syrien, beziehungsweise die vorraussetzungen zur begründung in der öffenlichkeit waren doch auch schon längst gegeben (massenmord, flüchtlingskrise, bisheriger terrorismus...). des weiteren gibts da ja jetzt (bisher) auch nicht viel neues, bis auf das mehr bombardiert wird und man wieder mit russland spricht. und wegen ein paar verfassungsänderungen bezüglich der notstandsgesetze lässt man das ganze einfach passieren? sehr sehr unwahrscheinlich. ein kurz vorher vereitelter terroranschlag hätte medial genau so gut als argument herhalten können.


    anhand der bekannten infos müssen sich die geheimdienste allerdings schon vorwürfe gefallen lassen zumindest schlampig gearbeitet zu haben. das problem sind nicht zu lasche gesetze, sondern das unzureichende und fehlerhafte handeln der geheimdienste (auch hier gibts ettliche besipiele für so ein versagen.)


    was den vergleich mit den NSU morden angeht: ideologische schnittpunkte und verstrickungen von NSU und verfassungsschutz sind wohl um einiges wahrscheinlicher als bei IS und französischem geheimdienst...

  • klar, und die vom geheimdienst haben dann ihren kumpels, familien und kids gesagt, geht mal am freitag den 13. nicht zum fussball oder raus tanzen oder trinken. die planen da was, wir wissen bescheid, das wird ein fest.



    NSA/CIA/FBI Geheimdienstler kriegen sogar von ihrem Arbeitgeber die Geschichten geliefert die sie auf Familienfeiern erzählen dürfen. Wenn du beim Geheimdienst bist hast du


    a.) keine Familie/Freunde
    b.) wenn musst diese zur Not über die Klinge gehen lassen.
    c.) machst du das nicht, bist du Tot... Earl Grey Pollonium gibts dann...


    Hannover war ja jetzt auch Volksverarsche hoch 3...

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

    Einmal editiert, zuletzt von Gabumon ()

  • @ wsv: Danke für den Verweis auf Bologna, Ähnliches gilt für das Oktoberfest-Attentat 1980 (dort ist die These des verwirrten Einzeltäters Gundolf Köhler aus heutiger Ermittlungssicht nicht mehr zu halten: http://www.taz.de/!5067814/


    Wollte ich auch schon posten, habe es dann aber gelassen, weil ich momentan keine Zeit und generell keine Lust habe, in die Aluhut/Jebsen-Ecke gestellt zu werden, nur weil man Staatsterrorismus nicht generell ausschließt. Eine kritische Betrachtung solcher Vorkommnisse muss aber unbedingt sein, denn unreflektierte Massenhysterie und kritikloses Abnicken sogenannter "Sicherheitsvorkehrungen" sind eine Gefahr für Demokratie und Rechtsstaat.


    Was Paris angeht, so macht dieser Telepolis-Artikel schon stutzig: http://www.heise.de/tp/artikel/46/46585/1.html
    Allerdings kann ich die Objektivität von Telepolis auch nicht richtig einschätzen, positiv finde ich auf jeden Fall das differenzierte Fazit, wonach einseitige Schlussfolgerungen wie "Die Dienste warens!" viel zu kurz gedacht sind.

    Campi: "Jetzt muss ich mal von Amateur zu Amateur fragen: Wollen wir hier stimmen an dieser Stelle? Breiti muss die Gitarre wechseln! Das hätten wir uns früher nicht erlaubt so ne Scheiße!"
    Andi: "Früher hatte Breiti nur eine Gitarre!"


    S036, 2. September 2009

    Einmal editiert, zuletzt von Pilsator2 ()

  • Neben sms finden sich z.b. auch neue channels wie Telegram zur verschlüsselten Kommunikation die auch für Geheimdienste sicher nicht in 1-2-3 zu knacken sind. Zitat aud bbc news folgt


    And jihadists inspired by IS, including a British teenager convicted recently, have used the app's secure encrypted messaging to conduct attack planning.
    Jihadists have been drawn by Telegram's boast to provide a "secret chat" facility, which heavily encrypts messages user-to-user with a unique key to avoid interception by hackers or government agencies.
    Telegram is so confident of its security that it twice offered a reward of hundreds of thousands of dollars to the first person who could crack its encryption

    A fallen wall becomes a bridge to connect us rather than divide. (Zeb Love)

  • Das BEHAUPTET der Geheimdienst auch nur


    Die Pariser Terroristen haben simple SMS benutzt um sich zu verabreden, die brauchen gar nicht Telegram, Tor etc, es geht popelig per SMS und die Geheimdienste reagieren nicht. Und ich bin froh das es Telegram, das Darknet etc gibt...

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Kann's hier im Geschäft nicht lesen, wird aber wohl der Bericht aus der "WELT" sein:
    "New York - Die Musiker müssen das Interview mehrfach unterbrechen, ihre Stimmen stocken, immer wieder sind sie den Tränen nahe. Fast zwei Wochen nach den Terrorangriffen von Paris hat «Vice» am Mittwoch ein Interview mit der US-Band Eagles of Death Metal veröffentlicht.


    Ziel der Terroristen war am 13. November auch ein Auftritt der Gruppe im «Bataclan». In der Konzerthalle richteten die Angreifer ein Massaker an. Etwa 90 der mindestens 130 Toten der Mordserie in der französischen Hauptstadt starben dort.


    Mehrere Menschen hätten sich im Umkleideraum der Musiker versteckt, erzählt Frontmann Jesse Hughes. Die Attentäter seien in den Raum gekommen und hätten alle getötet - «außer einer Person, die sich unter meiner Lederjacke versteckte». Viele Menschen hätten sich tot gestellt, berichtet Hughes. Während er auf der Suche nach seiner Freundin gewesen sei, habe er plötzlich einem der Attentäter gegenüber gestanden. Der Mann habe auf ihn gezielt, die Kugel sei aber gegen den Türrahmen geschlagen.


    Auch Tonmann Shawn London sah sich plötzlich einem der Attentäter direkt gegenüber. «Er traf mein Mischpult, die Knöpfe sind überall hingeflogen», berichtet London. Er habe sich sofort auf den Boden geworfen, während der Attentäter immer weiter geschossen und mit aller Kraft «Allahu Akbar» (Allah ist groß) geschrien habe.


    Hughes guckt in dem Interview kaum nach oben. Er beginnt zu weinen, wenn er sich etwa daran erinnert, wie der von Kugeln getroffene Bandmanager Nick Alexander starb. Er habe nicht nach Hilfe gerufen, «weil er nicht wollte, dass irgendwer anderes verletzt wird». Gleichzeitig macht sich Hughes selbst Vorwürfe, den Bassisten Matt McJunkins auf der Bühne zurückgelassen zu haben. «Ich fühlte mich so schuldig.» Er denkt, ein Hauptgrund, warum so viele Menschen getötet wurden, sei, weil so viele ihre Freunde nicht verlassen wollten. «So viele Leute haben sich vor andere gestellt.»


    Bandmitbegründer Joshua Homme war bei dem Auftritt nicht dabei. Als er von dem Angriff hörte, habe er einen Moment gebraucht, um es zu glauben. Während eines Teils des Interviews hält Homme eine Liste mit den Namen der Toten in seinen Händen. «Ich wünschte, ich könnte mit ihren Eltern reden.» Was er ihnen sagen würde? Josh zuckt mit den Schultern, seine Worte stocken. «Vielleicht ist da gar nichts, was ich wirklich sagen könnte ... vielleicht ist es auch okay, dass es keine Worte dafür gibt, vielleicht sollte es keine Worte dafür geben.»


    Ihre Tour will die Band unbedingt fortsetzen und auch erneut im «Bataclan» spielen, sobald die Konzerthalle wieder öffnet. «Da haben wir keine wirkliche Wahl», sagt Homme. Nicht nur die Terroristen, auch sie würden Leute «rekrutieren» und zwar dafür, Teil des Lebens zu sein, sagt Homme und deutet dabei ein vorsichtiges Lachen an.


    Hughes sagt, er könne es gar nicht erwarten, zurück nach Paris zu kommen und dort wieder zu spielen. «Ich will die erste Band sein, die im "Bataclan" spielt, wenn es wieder öffnet», betont er. «Unsere Freunde kamen dorthin, um Rock'n'Roll zu sehen, und starben. Ich will wieder dorthin gehen und leben.»


    Die Band rief in dem Interview Musiker dazu auf, ihren Song «I love you all the time» zu covern - egal in welcher Musikrichtung. Alle Einnahmen daraus will sie spenden und forderte Streaming-Dienste dazu auf, es ihnen nachzutun."


    Harter Tobak.

    Du wartest auf die Liebe

    Und ich auf das letzte Bier

    Der Platz am Tresen neben mir bleibt heute leider leer

    Eine gute letzte Reise, zum Abschied leise winken

    Elektronische Musik kann man sich so selten schöntrinken


    Thees Uhlmann - Avicci

    Einmal editiert, zuletzt von BZBE89 ()

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!