Innerhalb von Europa fliegen? - Der Klimawandel und ich

  • Zum Thema Kompensation: Ich stimme zu, dass es nur die zweitbeste Methode ist um einen Klimabeitrag zu leisten. Die beste Methode bleibt immer noch nicht zu fliegen oder mit einem Kreuzfahrtschiff zu reisen. Allerdings halte ich die Kompensation auch nicht für den Ablasshandel, für das sie immer hingestellt wird. Denn die Kompensation leistet einen Beitrag um seinen CO2 Fußabdruck auszugleichen. Wer sich beispielsweise mal intensiver mit bspw. Atmosfair beschäftigt, der wird das verstehen. Ich bin sogar weiterhin der Ansicht, dass dieser Beitrag verpflichtend auf jedes Flugticket aufgeschlagen werden sollte. So wie man dass größtenteils auch schon mit den Konzertkarten getan hat. Denn die Diskussion in den entsprechenden Threads hat ergeben, dass alles es gut finden, aber keiner das freiwillig zahlen würde. Dann bleibt quasi nur, dass man die Leute dazu zwingt.

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  • Die Pflicht zu zahlen sollte bestehen, kein Zweifel.
    Fragwürdig halte ich es dennoch. Denn wie gesagt, "ich kann für jeden Schaden den ich anrichte bezahlen" halte ich nicht für richtig.

  • Also Thema fliegen oder nicht. Ich glaube, die wenigstens fliegen nur aus Spass, sondern machen es nur, weil es entweder am günstigsten, schnellsten oder man kein Bock hat mit einem Schiff wochenlang über den Ozean zu schippern. Folgendes Beispiel: kurzfristig musste ich meine Polenreise umdisponieren und statt von Krakau nach Prag zurück nach Hause Konstanz fahren. Ich hab natürlich auch nach ner Zugverbindung Krakau -Konstanz geguckt. Angeboten wurde mir eine Zugverbindung wo ich mindestens 5-6x umsteigen und 17 std unterwegs gewesen wäre und trotz Bahncard50 über 150 euro gekostet. Der Flug von Krakau nach stuttgart kostete nur 75 euro ist direkt und unterwegs bin ich etwa zusammengerechnet 7-8 Stunden. Ich glaube, da fällt die Wahl eindeutig aus.

  • Der Nachtzug von Krakau aus war übrigens wahnsinnig unspektakulär. Keine polnische Frau da, die mir ununterbrochen Pierogi anbietet und kein Mann da, der mir ständig Wodka nachschenkt und vom Kommunismus erzählt (während die polnische Frau motzt, dass er endlich aufhören soll damit der Junge in Ruhe essen kann). Schade, aber vielleicht ja nächstes mal...

  • So wie man dass größtenteils auch schon mit den Konzertkarten getan hat. Denn die Diskussion in den entsprechenden Threads hat ergeben, dass alles es gut finden, aber keiner das freiwillig zahlen würde. Dann bleibt quasi nur, dass man die Leute dazu zwingt.


    An diesem Aufschlag verdienen sich Firmen dann erstmal eine Goldene Nase. Und geben dann 5% weiter...


    Ist sowieso lächerlich ICH, der mit der Bahn zum Konzert fährt, soll CO2 Kompensation zahlen während die Band an an einem Tag in Kiel, am darauffolgenden in München, dann in Berlin und dann in Düsseldorf spielt...

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Lieber Gabumon, ich finde deine Einstellung ziemlich schlecht.


    Kurz ein paar Worte von mir: Ich habe beschlossen, nicht mehr zum Spaß zu fliegen. Das wird die Welt jetzt nicht retten, klar, aber ich möchte mich nicht auch noch aktiv am Klimawandel beteiligen.


    Darum bin ich mit der Bahn aus Bayern nach Warschau und Krakau gefahren. Der hinweg ging voll klar, über zwei Tage verteilt ging es erst nach Berlin (nochmal zu KISS) und am nächsten Tag weiter nach Warschau, also 5,5 + 6,5 Stunden. Der Rückweg mit insgesamt 16 Stunden Fahrt war schon lang, aber Zeit im Zug kann man auch cool zum entschleunigen nutzen. Vor allem da man eh keinen Empfang hat, kann man super mal wieder in Ruhe lesen, Musik hören und aus dem Fenster schauen oder nachdenken ;).


    Atmosfair und andere Co2 Kompensationen sind besser als nichts. Allerdings sollte niemand fliegen und denken, er würde durch Atmosfair keinen Schaden anrichten. Den kurzfristigen Schaden richtet man trotzdem an - durch atmosfair gibt man aber wenigstens ein bisschen was dafür ab, dass es langfristig ein wenig besser wird.

  • Der Nachtzug von Krakau aus war übrigens wahnsinnig unspektakulär. Keine polnische Frau da, die mir ununterbrochen Pierogi anbietet und kein Mann da, der mir ständig Wodka nachschenkt und vom Kommunismus erzählt (während die polnische Frau motzt, dass er endlich aufhören soll damit der Junge in Ruhe essen kann). Schade, aber vielleicht ja nächstes mal...

    Zug in Polen ist auch keine gute Lösung, denn Strom in hier wird nur in veralteten Kohlekraftwerken erzeugt.

  • Dann ist der Zug in Deutschland auch keine gute Wahl.
    Deutschland erkauft sich seine bisherige Bilanz ebenfalls durch ausländischen Strom, der teilweise auch aus Kohlekraft kommt ;)
    An und für sich ist das durchaus ein spannendes Thema. Sich auf die Eigenverantwortung der Menschen zu verlassen, erweist sich selten als funktionsfähig. Moderne Formen des Ablasshandels sind aber auch irgendwie schwierig. Einerseits ändern sie wenig, weil insbesondere die, die durch Wohlstand ohnehin einen großen Klimaabdruck hinterlassen, das ohne Probleme weiter so machen können, während Normal- und Geringverdiener wieder am härtesten getroffen werden. Auch vermeintlich grüne Lösungen wie Elektromobilität sind leider oft die reinsten Scheinlösungen. Wenn man dannnoch guckt, wer weltweit am meisten verpestet und dazu noch selbst vom Paris Abkommen den Freibrief bekommen hat, das auch noch zu erhöhen, kann man schnell zum Kritiker vermeintlich ökologischer Lösungen werden.


    Gar nix tun ist aber auch keine wirkliche Option, in sofern kann man dann eben doch wenigstens mal gucken, was man selber so macht. Wenigstens die unsinnigen Flüge vermeiden ist schon mal ein Anfang. Und Aufforstung und Kompensation sind dann manchmal vielleicht doch besser als nix...

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  • Habe auf Facebook ein interessantes Video zum Thema Preisvergleich Flug und Bahn gefunden: Klick Ich halte zwar das Thema Preisgestaltung für etwas komplexer, aber das dort erwähnte spielt natürlich auch eine Rolle.

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  • Es ist durchaus auch komplexer, zumal die Luftverkehrsteuer, die es nur für den Luftverkehr gibt, da nicht so wirklich Erwähnung findet, genau so wenig wie die Milliarden an Subvebtionen, die die Bahn kassiert. Trotzdem ist da natürlich was dran, insbesondere bei der fehlenden Konkurrenz.
    Ich persönlich mache die Abwägung inzwischen sehr nach Sinnhaftigkeit. Nach London und Dublin ist fliegen sinnvoll. Nach Paris, Warschau, Prag, Wien oder Amsterdam muss es nicht sein. Bei Interkontinentalflügen zahle ich inzwischen lieber mehr für effizientere Verbindungen, als Geld damit zu sparen, zusätzlich Strecke zu fliegen. Dafür hab ich wiederum in meinem Leben noch nie ein Auto besessen, verbrauche relativ wenig Strom und Gas und werfe so wenig wie möglich weg. Diese Art der Selbstbetrachtung fehlt mir übrigens bei so einigen der so hochgelobten Friday Aktivisten...

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  • Diese Art der Selbstbetrachtung fehlt mir übrigens bei so einigen der so hochgelobten Friday Aktivisten...



    Wie ernst denen es ist sieht man doch am Wetter. Kaum ist Regen, Schnee und Kalt kommen da 15 Leute. Weil die anderen lieber mit dem Arsch in der warmen Schule sitzen. Kaum ist das Wetter gut hat man keinen Bock auf Unterricht, rennt lieber dahin verschwindet um 12:30, wird mit Mamis SUV abgeholt und spart sich 2 Stunden Schulzeit...

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
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    in der der Airport wieder brennt...

  • Das ist Quatsch. Bisher sind die Demos (v. a. in den großen Städten) bei absolut jeder Witterung und sogar in den Ferien (!) gut besucht gewesen.

    27 (+2)
    Narf.

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