Rage against the machine

  • juhu, die mieseste Band 2008 (noch Hinter(!) Sportfreunde Stiller ) spielt da wieder


    und das geilste ist, dieses jahr muss ich mir den krach und mist nicht angucken!

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Irgendwie haben 99% da anders gedacht!


    Seit Mittwoch lief in jedem verdammten Zelt Rage.... alle waren am durchdrehen, dass sie nach Jahren endlich wieder auf der Bühne waren!


    Du scheinst echt allein zu sein! ;)

  • nein, nachdem ich abstand von diesen asozialen " fans" hatten die sogar behinderte umgeworfen haben (was bei KEINER! anderen band passiet ist) standen wir bei einer gruppe die die auch fürchterlich fanden..

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Zitat

    Original von hier-kommt-alex-09
    Und mal ganz davon abgesehen stehen bei Rock am Ring 3 Tage die selben Leute und somit auch "Fans"....


    nein die deppen waren vor RATM nicht da, da war es nämlich bei Offspring sehr friedlich, und danach waren die auch nicht mehr gesehen..

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Zitat

    "nein die deppen waren vor RATM nicht da, da war es nämlich bei Offspring sehr friedlich, und danach waren die auch nicht mehr gesehen.."


    Das hat nichts über ALLE Fans und die Band zu sagen.

    Nenn mich, wie du willst
    Gib mir deinen Namen
    Ich bin so, wie alle sind
    Ich hab euch nichts zu sagen

  • @ OnkelzHose_Nico: So sieht´s aus! :daumen: Ist nämlich totaler Unsinn!


    Zitat

    Original von Agent X
    Ich zieh gerade in Erwägung, nur wegen Ratm in Park zu fahren :]


    Sehr gute Idee... Du wirst begeistert sein!


    Eines wünsche ich mir für das Konzert aber: dass der Ton dieses Jahr besser ist und man nicht mehr "lauter, lauter, lauter, ...." -Rufe von hinten hört, weil hintere Boxen ausfallen! Naja, Fehler passieren jedem... auch am Ring!


    Von daher hoffentlich dieses Jahr besser ;)

  • Kennt von euch jemand die Doppel-DVD "Rage Against the Machine - Live At The Grand Olympic Auditorium/The Battle of Mexico City [2 DVDs]" (http://www.amazon.de/Rage-Agai…d=1297001148&sr=8-1-spell)?
    Könnt ihr dieses vermeintliche Schmuckstück empfehlen?

    Campi: "Jetzt muss ich mal von Amateur zu Amateur fragen: Wollen wir hier stimmen an dieser Stelle? Breiti muss die Gitarre wechseln! Das hätten wir uns früher nicht erlaubt so ne Scheiße!"
    Andi: "Früher hatte Breiti nur eine Gitarre!"


    S036, 2. September 2009

  • Kann mir hier irgendjemand sagen, ob es in absehbarer Zukunft noch mal möglich sein wird, diese Band live zu sehen?
    Dafür würde ich echt viel geben, aber leider ist wohl Funkstille schon seit 2010, was Gigs in Europa angeht oder bin ich da falsch informiert?

    Campi: "Jetzt muss ich mal von Amateur zu Amateur fragen: Wollen wir hier stimmen an dieser Stelle? Breiti muss die Gitarre wechseln! Das hätten wir uns früher nicht erlaubt so ne Scheiße!"
    Andi: "Früher hatte Breiti nur eine Gitarre!"


    S036, 2. September 2009

  • Ich kann dir zwar keine Antwort auf deine Frage geben - aber ich möchte hier gerne meine Meinung zu RATM abgeben..


    Als ich Ende 1992 von Rage against the Machine zum ersten mal hörte - mit dem Song "Killing in the name of" - blies mich das komplett weg. Ein Kumpel kam in dieser Zeit aus den Staaten zurück und brachte die LP mit... Ich traute meinen Ohren nicht, das war dermassen energiegeladen und frisch, dazu wütend was Musik und Texte anging.. Dagegen klang mein europäischer Punk wie ein lauwarmes Würstchen mit Diätsenf. Die erste Platte war extrem wichtig für mich und meinen Jahrgang in der Berufsschule - allgemein für die nach Ausdruck und Halt suchende Jugend um 1992/93. Man braucht was, das mitten in die Fresse zielte, einem zeigt dass man noch lebt. Der Arbeitsalltag hatte einem gecatcht, ich hatte grade meine Lehre begonnen, und man schien zum Strampeltierchen zu werden, ein Hamster im Rädchen - fehlte nur noch die Karotte vorne dran. Ich wehrte mich dagegen und RATM halfen mir dabei unheimlich. Die Scheibe schlug voll ein und wurde wichtiger Soundtrack...


    ...doch schon 2 Jahre später war der Zauber vorbei. Diese dämlichen Che-Shirts der band, die dann jeder Arsch trug und glaubte dadurch allein schon Revoluzzer zu sein, verfehlten den Zweck und machten die Wut der Musik und Che zu einer entwerteten Hülle, zu einem substanzlosen Markenartikel. Höchst nervig und für mich sowas wie Hochverrat. Auch liess die Musik nach...


    Dennoch sah ich RATM 2x live; 1996 in Bülach und St. Gallen (in Bülach mit RANCID als Vorband, die RATM an die Wand spielten).
    Es waren immer zumindest gute Konzerte, doch man merkte, dass die band ihre Wut verlor und vieles zu routiniert ablief.
    1996 war die Luft draussen, so wurde es für die Vorband RANCID ein leichtes, RATM den Wind aus den Segeln zu nehmen.


    Danach verlor ich das Interesse an der Band. Heute kann ich mir die Songs nur noch einzeln anhören - selbst die geniale erste Scheibe wirkt heute am Stück ermüdend und langweilig.
    Aber damals war das etwas vom Grössten und ähnlich wie Nirvana 2, 3 Jahre zuvor, enorm wichtig!

    Einmal editiert, zuletzt von pillermaik ()

  • Danke für deinen Post!
    Dass die Musik nach dem ersten Album nachließ, kann man bei "Evil Empire" durchaus bis auf "Bulls on Parade" noch sagen, bei "The Battle auf Los Angeles" sieht das aber meiner Meinung nach wieder anders aus: Songs wie "Calm like a bomb", "Guerilla Radio" oder "War within a breath" stehen "Bombtrack", "Bullet in your head" oder "Freedom" in keiner Weise nach, was den wutgeladenen, aggressiven Crossover-Sound angeht. Für die Texte gilt das aus meiner Perspektive auch, ich liebe z.B. folgende Stelle bei "Guerilla Radio" nach Tom Morellos Solo: "It has to start somewhere, it has to start sometime. What better place than here. What better time than now."
    Aber trotzdem kann ich Deine Position vollkommen nachvollziehen, was die Entwicklung der Band und die Reaktion der Fans/Jugend angeht. Aus deiner musikhistorischen Sicht sicherlich frustrierend, wenn die Dorfjugend plötzlich im Che-Shirt mit RATM-Parolen rumläuft, losgelöst von jedem Inhalt, nur noch als Markenartikel missbraucht (so wie die Ramones-"Fans" bei H&M).


    Ich habe RATM nach der Hosen-Polen-Tour 2010 für mich entdeckt: In Krakau und Breslau lief vor dem Hosen-Gig noch "Killing in the name" vom Tape und das hat mich damals dermaßen umgehauen, dass ich diese Band unbedingt näher kennen lernen wollte. Daraufhin habe ich mir dann alle Alben auf LP besorgt (wobei mir noch das Live-Album sowie einige Singles fehlen) und dazu Videos von ganz unterschiedlichen Auftritten abgefeiert - leider nur zu Hause vorm PC.
    Was mich an RATM begeistert, ist nicht nur der mir bis dahin absolut unbekannte Sound, sondern das Selbstverständnis der Band als politisches Projekt, das die Menschen nicht nur musikalisch bespaßen, sondern durch die Musik zum Denken und Handeln anleiten will. Für mich persönlich ist das bei Musik mit das Wichtigste, diese übergeordnete Mission, die eine Absage an die reine Massenbespaßung erteilt. Damit steht RATM für mich in einer Traditionslinie mit Ton Steine Scherben oder Irie Révoltés.
    Ihr Engagement für verschiedenste ethnische Minderheiten in den USA (z.B. "Zapatas Blood"), Kritik an der US-Migrationspolitik an der US-Mexiko-Grenze (z.B "Without a face") und natürlich das fast schon allumfassende Anprangern der US-Regierung ("Hadda be playing on the jukebox", "Bombtrack", "Born of a broken man") - all das sind Themen, die bei RATM aus tiefster Überzeugung und nicht aus niederen Marketing-Zwecken auf der Agenda stehen. Das war zum Beispiel bei den Hosen nie der Fall (jedenfalls nicht in der Intensität), was für viele Menschen sicherlich auch gut so ist - ich für meinen Teil liebe es jedoch, wenn eine Message, egal welcher Art, im Vordergrund steht und eine Basis für die im Fall von RATM absolut genial passende, wutgeladene Musik liefert.


    Zum Abschluss hier noch mein persönliches Schmückstück: RATM live im Jahr 2000 in der Düsseldorfer Philippshalle:



    Wenn mir nun noch jemand sagen kann, wie es mit RATM weitergeht bzw. gehen könnte, wäre ich echt dankbar. Kann ja wohl nicht sein, dass ich die nicht live zu sehen bekomme!

    Campi: "Jetzt muss ich mal von Amateur zu Amateur fragen: Wollen wir hier stimmen an dieser Stelle? Breiti muss die Gitarre wechseln! Das hätten wir uns früher nicht erlaubt so ne Scheiße!"
    Andi: "Früher hatte Breiti nur eine Gitarre!"


    S036, 2. September 2009

    3 Mal editiert, zuletzt von Pilsator2 ()

  • Ich spüre, dass du genau hinfühlst bei der Band - das ist genau das, was eben vielen "Trendy-Hörern" damals fehlte.. Da kann die Band nix für, aber wenn man jung ist - und das war ich 1992 mit 16 halt - dann nervt es, wenn man etwas so dermassend treffendes, intensives für sich entdeckt, das einem abgrenzen soll von all den Langweilerärschen damals, das eine Entscheidung verlangte - und dann rennen exakt diese Leute, die einem ein paar Jahre zuvor noch als Spinner abtaten eben mit diesen Che-Shirts rum... Das macht vieles kaputt. Heute wäre mir das egaler (ich finde auch aktuell die C&A Shirts von den Ramones ein absolutes No Go und gebe der Band die Schuld, sowas so anzubieten). Aber damals war es wie ein Messer im Rücken. Ich empfinde den Entschied von RATM Che auf ihren Shirts zu verwenden als ein grosser Fehlentscheid.


    Wie ich aber an deinem vorbildlichen Beispiel erkenne, wirkt ein Song wie "Killing in the name" noch heute auf Mesnchen, wie er damals auf mich gewirkt hat.. So wie du wusste ich damals auch nicht, was mich da überkam.. man wollte los, man fühlte sich gestärkt, schier unbezwingbar und man wollte "gut" sein und alles dahingehend verändern. Wenn Musik sowas schafft, kann sie nicht verkehrt sein.
    Bei mir haben das die Hosen um 1988/89 auch geschafft mit "Achterbahn", "1000 gute Gründe" oder auch "liebeslied"... Oder auch noch 1990 mit "Erdal"... Man merkte im jungen Alter; da gibt es mehr. Ich war jung und formbar genug um mich zu entscheiden und durch die Hosen - oder etwas später durch Nirvana und eben auch Rage against the Machine - eine Lebensrichtung einzuschlagen, die bis heute besteht! Da gibt es kein wenn oder aber...


    ..und ich LIEBE es, wenn Menschen wie du brennen für etwas, wenn man mehr hört und sieht als eben vielleicht der Nachbar, der nur die Hülle erkennt. Behalt dir das, darum geht es. :thumbup:


    ..und darum sind die Hosen anno 2013/14 nur noch ein Schatten ihrer selbst. Trotz logischer Entwicklung, trotz ihres Alters, trotz keine Drogen mehr und trotz keine Berufsjugendliche mehr sein wollen - den Weg den sie einschlugen hat kein WICHTIGES Feuer mehr, ist x-beliebig und wird deswegen auch von jedem "Arsch" angenommen und verstanden. Es braucht keine Entscheidung mehr. Es ist nur noch.. tjaaa.. Opium für's Volk!


    Was die 1999er RATM Scheibe angeht: wie gesagt verlor ich das Interesse um 1997---ich kenne diese Scheibe also nicht. Leider? Ich werde sie auschecken!! Vielleicht tu' ich der Band auch unrecht - aber wie gesagt; um 1996 fühlte sich das bereits nicht mehr "echt" an. Oder zumindest für mich nicht mehr "richtig".

  • ... Scheisse für die Massen ...


    Fuchs du hast die Gans gestohlen!


    Zu RATM: Eine Band, die ic nicht mit dem ersten Ton mochte, aber mittlerweile habe ich alle Alben. Die erste Scheibe ist super, aber danach finden sich meiner Meinung nach nur noch ein paar gute Songs auf den Alben. Aus musikalischer Sicht finde ich leider, dass sie sich scho nirgendwie wiederholen. Tom Morello hat den Gitarensound erfunden, aber gefühlt kann er nichts anderes. Das merkt man derzeit auch wieder an seinen Solis auf der aktuellen Bruce Springsteen-Scheibe.
    Herausragend sind natürlich die Texte und der politische Einsatz auch neben der Band ( z. B. die Axis of Justice mit Serj Tankian zusammen). Das ist wirklich 1A. Live fand ich sie nur in Ordnung. Habe sie beim "Comeback" 2008 bei Rock im Park gesehen, aber so richtig überzeugend fand ich sie nicht. Ich finde es eh sehr schade, dass sie dann Jahrelang mit dem alten Zeug getourt sind ohne etwas neues zu präsentieren. Dabei gäbe es auch aktuell richtig viel zu sagen. Das wirkte für mich etwas komisch, ohne jetzt Kommerz rufen zu wollen. Wenn man eine Tour mit altem Zeug macht, ok. Aber ca. 5 Jahre mit dem selben alten Kram auf teilweise sogar den gleichen Festivals, ich weiß ja nicht...


    Aber egal, vom Statement her eine echt wichtige Band und die Texte sollten sich viel mehr Menschen anschauen.

  • und ich LIEBE es, wenn Menschen wie du brennen für etwas, wenn man mehr hört und sieht als eben vielleicht der Nachbar, der nur die Hülle erkennt. Behalt dir das, darum geht es. :thumbup:


    Vielen lieben Dank dafür, freut mich!


    Ich spreche in dem Zusammenhang übrigens ganz bewusst von Liebe (auch wenn mir das meine Freundin übel nimmt :D ), aber ich finde, man kann auch Liebe zu Musik empfinden, die sich eben über ganz besondere, tiefgehende Emotionen ausdrückt. Neulich habe ich zu ein paar Kumpels nach einigen Bierchen gemeint: "Die Hosen sind meine Lieblingsband, aber es gibt für mich noch eine Ebene darüber, und das ist RATM, das ist einfach Liebe!" OK, ich habe mich da sicherlich etwas reingesteigert, aber vom Kern her trifft es mein Verständnis dieser Frage auch im nüchternen Zustand ganz gut.


    Du kannst Dir ja mal bei Interesse Testify (2010, mit Intro) und Calm like a bomb (von der 2000er DVD) stellvertretend für das "Battle of Los Angeles"-Album anhören. Wenn dir das gefällt, könnte dir auch das gesamte Album gefallen, dann meld dich bei mir! ;)
    Das Cover-Album "Renegades" ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig - zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis vor einiger Zeit nicht wusste, dass es sich dabei um ein reines Cover-Album handelt. Aber "The Ghost of Tom Joad" von Bruce Springsteen oder "Kick out the jams" von MC5 sind schon großartig umgesetzt und kaum noch im Original wiederzuerkennen, was aber den Reiz des Albums ausmacht.


    Zu Dommös Post (danke übrigens auch dafür): Das mit der Einseitigkeit von Tom Morellos Stil kann ich verstehen, macht mir aber auch nichts aus, weil dieser Stil ohnehin so abgefahren ist, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie da eine weitere Entwicklung aussehen könnte. Da machen Bands wie Bad Religion oder ACDC schon seit viel längerer Zeit auf einem musikalisch niedrigeren Niveau das Gleiche, was ich mir jetzt mal so zu urteilen anmaße.
    Zum Punkt mit dem Touren mit ewig gleichem Material: Da gebe ich dir recht, unfassbar göttlich wäre natürlich ein neues RATM-Album, aber das wird es sicherlich nicht geben, zumal es ja mit Audioslave eine Nachfolgerband gab/gibt (?). Ich wäre schon mit ein paar Gigs in Europa mehr als zufrieden!


    Zum Abschluss noch ein kurzes Interview mit Tom Morello, in dem er über die Mission / das Selbstverständnis von RATM spricht, wobei der Reporter absolut keinen Plan hat, was er damit meint:



    Tom Morello hat übrigens in Harvard Politikwissenschaft studiert, vielleicht ende ich ja auch irgendwann mal so *träum*! :D

    Campi: "Jetzt muss ich mal von Amateur zu Amateur fragen: Wollen wir hier stimmen an dieser Stelle? Breiti muss die Gitarre wechseln! Das hätten wir uns früher nicht erlaubt so ne Scheiße!"
    Andi: "Früher hatte Breiti nur eine Gitarre!"


    S036, 2. September 2009

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