Böhse Onkelz

  • Na da bin ich aber froh dass die anderen sonst abgesagt hätten...so war das eine gelungene Veranstaltung!


    Für all diejenigen die sich gegen Rechts aussprechen ja.
    Aber will ich Menschen, Jugendliche welche noch beeinflussbar sind überzeugen, schaff ich das sicherlich nicht wenn sich deren Feindbilder gegen mich richten.
    Die Onkelz haben wesentlich mehr potential als die Hosen, die Ärzte, Grönemeyer, PUR und was weiss ich wer noch alles Personen die "gefährdet" sind ins rechte Lager abzudriften oder erst richtig tief reinzukommen zu einem Umdenken zu bewegen.
    Genau aus diesem Grund hätte man die Onkelz spielen lassen sollen! Diese Chance hat man vertan.


    Sich in der eigenen Blase verkrümmeln und immer wieder von seinesgleichen bejubeln lassen und Zustimmung zu erfahren wie es auch die Hosen auf Konzerten durch "Nazis raus!"-Rufe erfahren ist das eine. Aber damit erreicht man eben keine Menschen welche auf dem Weg in den rechten Sumpf sind.
    Aus diesem Grund finde ich diese "Nazis raus!"-Rufe nach Songs wie Madelaine (aus Lüdenscheid), Sascha... ein aufrechter Deutscher oder Willkommen in Deutschland zwar schön und gut, aber meiner Meinung nach gehören diese Rufe dorthin wo die Nazis sind. Nämlich auf Gegendemos gegen Nazis, die AfD, den Dritten Weg, die NPD und wie all diese Idioten noch heissen.

    BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021

    01.+02.06. Wiesbaden | 14.06. Köln | 01.08. Coesfeld | 09.-13.08. Punk Rock Holiday | 16.08. Ljubljana


    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Ich glaube nicht, dass das, selbst wenn die Onkelz dort gespielt hätten, irgendetwas bei den Hohlköpfen bewirkt hätte. Ich habe irgendwann mal eine Studie gelesen, ich kann aber nicht mehr sagen, wo ich das getan habe und ob die repräsentativ und valide war. Das Ergebnis war -meine ich mich zu erinnern-, dass Bands, die rechts sind und dieses auch klar äußern, Menschen dazu bewegen können, sich weiter rechts zu radikalisieren. Umgekehrt hingegen scheint das nicht der Fall zu sein. Also, wenn eine Band sich eindeutig gegen rechts positioniert, heißt das nicht, dass ein Abdriften der Hörer verhindert wird. Viel mehr scheint es so zu sein, dass es eintscheidender ist, dass so eine "wir da unten gegen die oben"-Stimmung in den Songs transportiert wird, in dem man sich selbst wiederfindet (gilt ja auch für die linke Szene: Stichwort: Streetpunk). Ein Beispiel scheint ja auch Slimes Linke Spießer zu sein..Der Song scheint ja angesagt zu sein bei den Rechten. Ist ja auch einfach strukturiert: man hat ein einfaches Feindbild, eine weitere Ausdifferenzierung wird da ja auch nicht vorgenommen.
    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, wenn Landser oder Kategorie C sich jetzt wirklich glaubhaft von rechten Gedankengut freisagen würden, würde das der Popularität der Bands in dieser Szene keinen Abbruch tun und auch nicht dazu führen, dass Menschen, weiter abdriften
    Aber das ist graue Theorie und nur eine Hypothese. Einen Beweis muss ich schuldig bleiben.


    Das sieht man ja bei den Onkelz, die haben sich distanziert, gegen rechts engagiert, etc. Und ich nehme es dem Weidner wirklich ab. Aber es ist nicht zu leugnen, dass sich rechte Deppen auf den Konzerten amüsieren. Wieviele...keine Ahnung. Ich kann nur auf meine Erfahrung verweisen und sagen, dass die Onkelz in meiner Heimat immer noch bei den Faschos eine wichtige musikalische Rolle spielen, wobei sie nicht mehr als Nazis äußerlich zu identifizieren sind. Die tragen keine Glatze mehr und Springerstiefel mit weißen Schuhbändern oder offener Nazisymbolik. Das ist vorbei, nur leider sind sie vom Gedankengut noch genauso wie vor 30 Jahren.
    Auf der anderen Seite gibt es viele User hier, die die Onkelz mögen, und die so gar nichts mit rechter Ideologie zu tun haben und sich vehement dagegen aussprechen.




    Allerdings finde ich es äußerst mühselig, in diesem Thread immer wieder dasselbe zu lesen. Alle Argumente für und wider sind doch jetzt schon tausend mal ausgetauscht worden

    Einmal editiert, zuletzt von Mr. BammBamm ()

  • Ich schrieb auch nur, dass die Onkelz MEHR potential haben als Band wie die Hosen, etc. die von den Rechten sowieso verachtet und belächelt werden.
    Nicht aber, dass sie es schaffen. Aber wenn ich jemandem glaube, dann eher jemandem der das gleiche oder ähnliches erlebt hat wie man selbst, als jemandem der doch sowieso nur gegen mich ist.
    So zumindest meine Theorie. Den Beweis muss auch ich schuldig bleiben, weil mich die Onkelz nicht aus irgendeinem rechten Sumpf gezogen haben da ich nie in einem war. Zum Glück.



    (...)
    Allerdings finde ich es äußerst mühselig, in diesem Thread immer wieder dasselbe zu lesen. Aller Argumente für und wieder sind doch jetzt schon tausend mal ausgetauscht worden


    Allerdings...


    Wer sich die Onkelz-Biographie Danke für nichts von 1997 nicht kaufen möchte, dem sein die Timeline auf http://onkelz.de an's Herz gelegt ;)

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  • Alle Menschen die ich kenne welche die Onkelz hören sind nicht rechts oder rechtsradikal.
    Teilweise hier aus dem Forum, teilweise sind es Freunde (keine Bekannten) von mir die ich gut kenne.


    Gibt leider noch immer genug Honks welche die Songs der Band nicht verstehen (wollen).


    Ich kenne leider genug Leute mit ner Rechten Tendenz, die die Onkelz hören. Unser Nachbar, der weggezogen ist, kernharter Nazi war, hat die Onkelz rund um die Uhr gehört.. Nur ein Beispiel

    Korn, Bier, Schnaps und Wein


    und wir hören unsere Leber schrein'

  • Genau deswegen kann ich die Onkelz verstehen, dass sie einen Scheiss drauf geben was über sie geredet und geschrieben wird. Die Diskussion im die Band dreht sich ewig im Kreis.
    Hat man dargelegt was Anfang der 80er war, das die Band sich davon distanziert, wird der Klischee-Onkelz-Fan ausgepackt, wäre das vom Tisch, kommt Kevins Drogensucht und der Unfall, und so weiter und sofort...


    Mit Personen die eine vorgefertigte Meinung haben und nichtmal versuchen wollen sich dem Thema von einer anderen Seite zu nähern und vielleicht einen Milimeter von ihrer Meinung abzuweichen ist die Diskussion (und dann auch noch im Netz) völlig sinnlos.


    Damit bin ich raus aus der Diskussion hier.

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  • Aus dem Bericht vom Onkelz-Konzert in Wels auf Fb:


    Zitat

    Auch am Veranstaltungstag selbst, ist die behördliche Anspannung vor Ort nicht zu übersehen. Ich spreche mit einem der eingesetzten Polizeibeamten, der mir erzählt, dass etwa 1/3 mehr „Spezialkräfte“ im Einsatz seien, als bei derlei Veranstaltungen üblich. Zudem habe man auch Hunde im Einsatz und übrigens, einen mobilen Operationssaal gäbe es auch. Ich erwische mich, wie ich mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen kann, aber dem Herrn in Uniform scheint es sichtlich ernst zu sein. Gerade als ich ihn fragen will, ob auch schon der nationale Notstand ausgerufen wurde, umkreist uns ein Polizeihubschrauber auf überschaubarer Höhe. Immer wieder fliegt er über die Bühne, über die Fans, bleibt minutenlang auf der Stelle stehen, ehe er wieder seine Kreise zieht. Währenddessen frage ich mich, wie derlei polizeiliche Maßnahmen wohl auf den zwanzigjährigen Onkelzfan wirken müssen, der heute sein erstes Konzert erlebt und gerade umringt von 40.000 Menschen ist. Suggeriert am Ende ein so massives Polizeiaufgebot, nebst kreisendem Hubschrauber, nicht eine Gefahrenlage, die ein kollektives Unwohlsein in der Magengegend eher befeuert, statt zum allgemeinem Sicherheitsgefühl beizutragen? Am Ende wird man konstatieren, soviel sei an dieser Stelle bereits vorweggenommen, dass einfach nichts Nennenswertes passiert ist und alle Aufregung und Hysterie im Vorfeld schlichtweg umsonst war.


    Ähm, jo. :rolleyes:
    Zwar sind die Sicherheitsvorkehrungen bei Konzerten heute ja generell höher und verstärkter und wsl ist der Text spektakulär aufgepuscht, aber diesen Aufwand bei dieser Besucherzahl kenne ich eigentlich nur von Hochsicherheitsspielen beim Fußball.
    Fehlen nur noch Wasserwerfer, gepanzerte Einsatzwagen und ne Flugabwehrstaffel in Bereitschaft. :wall:


    Edit sagt: wie diesem Posting, bzw. den Kommentaren zu entnehmen ist, steht nicht mehr Stephan Weiler am Keyboard, sondern Gonzos Sohn Vincent macht diesen Part nun und ist fester Bestandteil.

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

    Einmal editiert, zuletzt von Katastrophenkommando ()

  • Amen, Sascha!


    Noch zwei, drei Worte zum Abschluss.
    Wenn Menschen, die vermutlich selber überall Toleranz predigen und einfordern, nicht in der Lage sind Dinge zu vergeben die vor 35 Jahren passierten, dann sagt das wohl mehr über diese Personen aus als über die Onkelz.
    Ich selber sage auch immer "Zuviel Toleranz führt zur Gleichgültigkeit" - das trifft aber den Onkelz einfach nicht zu. Das war kacke, das war scheisse und das vergisst man zurecht nie, was sie in den Jahren 1983 - 1985 gemacht haben - aber was die Band seither gemacht hat, dass sie viele politisch normal tickende Menschen glücklich machen, dass sie Festivals "Rock gegen Hass" oder "Rock gegen Rechts" gespielt haben, dass sie wahrscheinlich hinter den Kulissen wirken, ist meines Erachtens mehr wert als 3 Jahre in einer 40 jährigen Karriere. Wer die Onkelz immer nur auf diese 3 Jahre reduziert, ist nicht besser als doofe Typen, die eine intelligente, nette und hübsche Frau mit grossen Titten nur auf die grossen Titten reduziert!
    Man muss die Onkelz nicht mögen, aber dieses doofe Geplapper von noch dooferen Menschen mit endlos doofen Vorurteilen ist so dermassen doof, dass sich der Doofste dafür schämen müsste.


    Würde die Band aus 4 Stephan Weidners bestehen, hätte sie deutlich weniger Probleme! Stein des Anstosses ist - teilweise sicher zurecht - Kevin Russell, der einfach nicht zu fassen ist, wie er sich öffentlich gibt! Er macht bei den Onkelz keine Ansagen, in Interviews sind seine Beiträge nichtssagend - er war der Skin-Anführer in den frühen 80ern, er hat den Unfall gebaut und er sagte in seiner Testosteronübersteuerung live "Ich töte immer noch"! Ein offensichtlich nicht sonderlich cleverer Mensch, der kein Fettnäpfchen auslässt und immer genau dann das falsche sagt, wenn er die Chance hätte das richtige zu sagen... Der Typ ist ein Unsympath und dank ihm kommen die Onkelz nicht von dem weg, wo man sie festnagelt, weil rechtes Pack immer noch an Kevins rechte Gesinnung glaubt! Von IHM müsste da mehr kommen - ich glaube keiner stellt Stepahns Wandel infrage! Und wenn... Tut mir leid! Aber Kevin hat sich nie so geäussert oder engagiert versucht zu erklären, wo ER steht!
    Klar gibt es "Heimat" von Veritas Maximus und entpsrechende klare Ansagen live von ihm dazu, nur ist davon leider im Netz nichts zu finden (Stand vor ca. 2 Jahren, habe jetzt nicht mehr danach gesucht). Da musste man bei nem Konzert gewesen sein - leider war da sicher kein Rollmops oder keine Johno...


    Und ein grosses Problem der Armee der Hohlköpfe ist/war, dass sie für sich alles nehmen und überall auftauchen - selbst die Hosen hatten bis ca. 1987 Probleme mit rechten Skins auf ihren Konzerten. Die liefen auch da auf und machten Hitlergrüsse... Bei den Hosen!!! Wundert es denn jemanden, wenn das zur gleichen Zeit bei den wenigen Onkelz-Konzerten der Fall war? Als die Hosen ihre eigene Security am Start hatten, liess man diese Schwachmaten nicht mehr rein - und genauso taten es die Onkelz, das war anhand von fehlenden finanziellen Mitteln einfach erst 3, 4 Jahre später. Und natürlich kann man bei einem Anlass mit 120'000 Menschen nicht alles korrekt filtern, zumal die Idioten wissen was auf sie zukommt und sie werden beim Einlass ihre Symbole oder Shirts mit Sicherheit gut tarnen oder verstecken - so kommt es, dass dann auf dem Festivalplatz fragwürdige Shirts dennoch gesichtet werden können... Und es gibt genug Videos, auf denen Stepahn den Bass abschnallt und ins Publikum springt, weil da rechte Skins auf sich aufmerksam machen. Er ging runter und mischte die Typen auf... Nicht nur einmal!
    Nun gibt es aber mittlerweile - vor allem auf der Ballast-Tour - auch bei den Hosen wieder rechtsdenkende Arschgeigen!


    Nur ein Beispiel: Die Frau des Bruders meiner Frau fragte mich, ob ich sie und ihre Tochter mitnehmen würde zu den Hosen! Das fragte sich 3 Sätze nachdem sie gesagt hat, dass ihre Tochter, 14 Jahre, nicht mehr alleine in die Stadt darf, weil da jetzt eine Gruppe von dunkelhäutigen Männern rumsitzt - Flüchtlinge und sie hätte Angst, dass diese Männer der Tochter was antun könnten. Sie selber würde die Orte grossräumig umgehen, wenn da diese Männer sind... Auf meine Frage, ob es denn Vorfälle gegeben hätte kam "..nee, noch nicht!".
    Das ist purer Rassismus und diese Person, sich ihrer rassistischen Haltung nicht mal bewusst, wollte mit mir zu den Hosen... Und von denen gibt es bei den Hosen sicher Tausende... Also was wollt ihr mir hier genau sagen?

  • Öl in's Feuer? Von mir aus.


    Gestern Abend habe ich einen sehr sachlichen Podcast der Hessenschau vom 11.09.2019 zu Kevins Unfall in der Silvesternacht 2009 gefunden:


    Zitat

    Der böhse Onkel | Verurteilt! - Der Gerichtspodcast


    Folge 9: An Silvester 2009 rast ein Mann unter Drogen mit Tempo 232 über die Autobahn bei Frankfurt. Er rammt den Kleinwagen von zwei jungen Männern. Ihr Auto fängt Feuer. Der Verursacher steigt aus und türmt. Es ist Kevin Russell, Sänger der skandalträchtigen Rockband Böhse Onkelz.


    Heike Borufka und Basti Red fragen: Weswegen wurde der Sänger angeklagt? Zeigte er Reue?


    Zum Podcast geht's hier:
    https://www.hessenschau.de/pan…erurteilt-9folge-102.html



    Meinungen und Erläuterungen meinerseits dazu? Bildet euch selbst ein Bild.

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    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Genau deswegen kann ich die Onkelz verstehen, dass sie einen Scheiss drauf geben was über sie geredet und geschrieben wird. Die Diskussion im die Band dreht sich ewig im Kreis.
    Hat man dargelegt was Anfang der 80er war, das die Band sich davon distanziert, wird der Klischee-Onkelz-Fan ausgepackt, wäre das vom Tisch, kommt Kevins Drogensucht und der Unfall, und so weiter und sofort...


    Mit Personen die eine vorgefertigte Meinung haben und nichtmal versuchen wollen sich dem Thema von einer anderen Seite zu nähern und vielleicht einen Milimeter von ihrer Meinung abzuweichen ist die Diskussion (und dann auch noch im Netz) völlig sinnlos.


    Damit bin ich raus aus der Diskussion hier.


    Das halt ich jetzt aber für ziemlich schwach. Ich persönlich fand die Diskussion sehr interessant, hab einiges neues erfahren und fands auch spannend, wie u.a. Conse, Maik, und du das sehen. Hat insbesondere die ganze Bandbreite - von "Verteidigern des Heute", über "nehme den Wandel ab, aber mag sie nicht" zu deutlicher Opposition abgebildet.


    Dass du das Fan-Argument hier so entwerten willst, überrascht mich sehr, da du selbst genauso mit Fans argumentiert hast - nur eben andersrum, dass die, die du kennst, alle nichts mir rechts am Hut haben. Sorry, aber ich stell mir bei dem Beitrag die Frage, wer hier "eine vorgefertigte Meinung hat" und sich einem Thema nicht (mehr) "von einer anderen Seite nähern" will.

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

  • BzbE:
    Das Ganze wurde bereits mehrfach hier im Thread diskutiert.
    Für seine Fans kann man nichts, mehr als sich immer wiederholen kann die Band nicht. Das hat sie Seit Ende der 80er bis mindestens 2005 zu Genüge getan.
    Wenn rechte Idioten die Band noch immer hören, was will man effektiv dagegen tun?
    Alles weitere dazu kann man im Thread nachlesen.


    Ob das schwach ist? Mag sein. Aber ich brauch und möchte nicht zu einem Thema x-mal dasselbe lesen bzw. schreiben.
    Daher ziehe ich mich dann halt einfach raus aus der Diskussion.




    (...)
    Dass du das Fan-Argument hier so entwerten willst, überrascht mich sehr, da du selbst genauso mit Fans argumentiert hast - nur eben andersrum, dass die, die du kennst, alle nichts mir rechts am Hut haben. Sorry, aber ich stell mir bei dem Beitrag die Frage, wer hier "eine vorgefertigte Meinung hat" und sich einem Thema nicht (mehr) "von einer anderen Seite nähern" will.


    Als Fan-Argument war das nicht gemeint, das sind nur meine persönlichen Erfahrung in meinem Freundes- und Bekanntenkreis.
    Welche vorgefertigte Meinung soll ich denn bitte überdenken weil mir Person X, welche ich nur aus dem Netz kenne, erzählt dass sein Nachbar Onkelz-Fan und strammer Nazi war/ist. Schön, mag sein. Ist aber nicht meine persönliche Erfahrung. Die ist für mich da wesentlich wichtiger. Daher bin ich, trotz aller Skepsis solchen Leuten gegenüber, auf mehreren Konzerten seit der Reunion gewesen. Aber auf diesen Konzerten sind mir persönlich nur sehr wenige äusserlich erkennbare bzw. durch ihre Sprüche erkennbare Idioten aufgefallen. Das ist meine Erfahrung, keine vorgefertigte Meinung. Diese habe ich nämlich 2005 als ich mir das Livealbum Live in Hamburg gekauft habe um rauszufinden was die Onkelz denn wirklich für Musik machen über Bord geworfen. Ab da wollte ich meine eigenen Erfahrungen mit Personen welche die Band hören machen und mir mein eigenes Bild anhand der Songs und alles was man zum Lesen über sie findet, bilden.


    "Das Thema von der anderen Seite" betrachten... schön aus dem Kontext gerissen.
    Ich meinte damit, dass man das Thema ONKELZ (also deren Biographie, deren Aussagen und Handeln) mal wirklich unter die Lupe nimmt und sich nicht immer weiter in die eigene Meinung reinsteigert ohne wirklich die Fakten(!, keine Meinungen) zu kennen.
    NICHT gemeint war damit das Thema ONKELZ-FANS.


    (Nun haste mich doch nochmal aus der Reserve gelockt, aber gut... ;) )

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    4 Mal editiert, zuletzt von Sascha89 ()

  • Für seine Fans kann man nichts,


    Das ist wieder so eine absolute Aussage, die nicht stimmt. Man kann es nur bedingt beeinflussen, das stimmt, insbesondere, wenn da irgendwas zum Selbstläufer wird, wie es bei den Onkelz war. Aber dass das völlig grundlos so ist und da nie was war, wäre eine genauso falsche Aussage, wie zu behaupten, das wäre immer noch eine rechte Band, die dieses Klientel gezielt mit rechten Texten bedient.

    R.T.B.A.M.

  • Das dies grundlos so ist und es die Jahre 1983, 1984 und 1985 nie gegeben hat, hat auch keiner hier behauptet!
    Aber der Grossteil der Fans kam sicherlich frühestens zwischen 1987 und 1991 auf die Band. Und wenn ich mich auf Konzerten anschauen wieviele junge Menschen da rumhüpfen... die haben diese Jahre gar nicht erlebt. Diese Menschen können sich das Gesamtwerk der Onkelz von 1980 bis in das Jahr in dem sie die Band entdeckt haben anhören. Wie ich es es eben 2005 auch gemacht habe. Das heisst, diese Menschen können sich die Entwicklung und damit den Standpunkt "heute" ("heute" als Begriff für das Jahr in dem man die Band eben für sich entdeckt hat) also genau anhören bzw. davon lesen.
    Wenn ein 16-jähriger nun die Der nette Mann LP oder die Böse Menschen - böse Lieder LP in die Hände bekommt, sich dann nach und nach weitere Werke zu Gemüte führt und dann die Entwicklung vorallem in den Texten nicht versteht (oder verstehen will) und Songs wie Nenn' mich wie du willst, Entfache dieses Feuer, Deutschland im Herbst, Ohne mich* oder auch Hass-tler und deren Aussage einfach ignoriert... Was willst du dann machen?
    Die Band äussert sich immer wieder (ja, nicht bei jedem Konzert, warum auch) gegen Rechts. Wenn diese Leute das nicht verstehen bzw. verstehen wollen dann bist du da hifllos.


    *Ohne mich ist ein eher schlechtes Beispiel, weil hier sowohl die "rechte Adresse" als auch "die Antifa" angesprochen wird.
    Die Rechten Idioten hören da natürlich nur, dass sich die Band gegen "die Antifa" ausspricht.
    Allerdings bekommen die Rechten hier, meiner Meinung nach, eine wesentlich krassere Abfuhr als "die Antifa"



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    Einmal editiert, zuletzt von Sascha89 ()

  • Das dies grundlos so ist und es die Jahre 1983, 1984 und 1985 nie gegeben hat, hat auch keiner hier behauptet!


    Versus zuvor (und darauf bezog ich mich):

    Für seine Fans kann man nichts,



    Ansonsten habe ich ja im Prinzip dem hier schon vorab zugestimmt:

    Wenn ein 16-jähriger nun die Der nette Mann LP oder die Böse Menschen - böse Lieder LP in die Hände bekommt, sich dann nach und nach weitere Werke zu Gemüte führt und dann die Entwicklung vorallem in den Texten nicht versteht (oder verstehen will) und Songs wie Nenn' mich wie du willst, Entfache dieses Feuer, Deutschland im Herbst, Ohne mich* oder auch Hass-tler und deren Aussage einfach ignoriert... Was willst du dann machen?

    R.T.B.A.M.

  • Sascha89: Danke für die Antwort, die ich deutlich besser verstehe und mit der ich deutlich besser leben kann.
    .

    Zur Erklärung: Mein Problem eben war, dass auf mich deine Antwort wirkte wie eine (plötzliche und überraschende) Generalablehnung aller kritische Kommentare hier, abgewatscht mit "eure Meinungen stehen eh fest" und abgeschlossen mit "daher bin ich jetzt raus".
    Daran hätt ich so ziemlich jedes Wort falsch gefunden:



    Ich kann nur für mich sprechen, aber meine zumindest meine Meinung zu den Onkelz steht keineswegs fest. Ich mag deutliche Gründe sehen, warum mich persönlich die Band in vieler Hinsicht (abseits der Vergangenheit!) eher abstößt. Dennoch fand auch ich zum einen immer mal wieder nen Song gut. Insbesondere finde ich aber die Geschichte der Band ultraspannend - und bin in dem Thread auch eher um vielleicht was dazuzulernen statt um irgendwie "zu gewinnen".
    Daher verwunderts mich, wenn gerade jemand wie du - der sicher deutlich mehr Details kennt als ich - die Geschichte für - in diesem Rahmen - auserzählt hält. Gerade die interessantesten Fragen (z.B. wie waren die Jungs zu Zeiten der rechten Songs persönlich drauf? Inwiefern lagen die Positionen auseinander? Falls weit - wieso blieb man trotzdem zusammen?) scheinen für mich immer noch ziemlich offen zu sein. Auch weil - und da ist natürlich ein Dilemma - die Aussagen der Leute, dies wissen, nicht den riesen Beweiswert haben weil die natürlich persönlich betroffen sind und auch die Band weiterführen wollten.
    HIer liegt in meinen Augen auch ein sehr interessanter Punkt, von dem ich zumindest verstehe, wenn er ihnen vorgehalten wird. Mag schon öfter gesagt worden sein - aber man hätte das Projekt "Onkelz" eben auch nach dem großen Umdenken als durch die rassistischen Songs als verseucht ansehen und unter neuem Namen neu anfangen können. Damit hätte man mit Sicherheit heute kein oder ein deutlich kleineres Fanproblem - aber auch einiges an bisher aufgebautem aufgeben müssen. Auch hätte es sicher Momente gegeben, über eine Trennung von Kevin nachzudenken - ich meine gerade gar nicht den Unfall, sondern z.B. nach dem "Schwarz-weiß-rot" live auf einer Onkelzbühne bringen. Ob das jeweils die besseren Entscheidungen gewesen wären, oder sie nicht sogar so ein besseres Beispiels ("Man kann sich ändern!") sind, ist eine komplexe Frage und da will ich gar nichts behaupten.


    Die Fragen stellen aber Weichen für die Diskussionsthemen, die hier heute noch heute relevant sind. Sie eröffnen nämlich erst die Möglichkeit, dass auch ein Nazi der Band "treu" bleiben kann, wenn er sich eben auf das fokussiert, was er für seine Positionen fruchtbar machen kann, und den Rest für sich ausblenden oder als "von den Medien / der Gesellschaft erzwungen, aber nicht das wahre Ich der Jungs" umettikettieren kann. Das wäre mit nem klaren Cut so nicht gegangen, was für mich zeigt, dass schon auch die Band selbst einen Anteil daran trägt, dass manche Vorwürfe nicht verstummen. Dass sie teilweise immer noch von Nazis verehrt werden, ist ihnen dadurch jedenfalls auf einem anderen Level zurechenbar, als wenn sich einer von denen mal zu den Hosen verirrt. Nicht falsch verstehen: Dieses Level der Zurechenbarkeit muss - gerade mit seit langem klaren Songs und Ansagen - keinen überzeugen. Aber dass es ein anderes ist, als bei DTH/DÄ, das in meinen Augen schon.
    .


    Heißt alles nicht, dass ihr Bock haben müsst, weiterzudiskutieren, aber ich finds spannend. 8)



    (Mich würden - das nur am Rande - auch die heutigen Positionen der Band, z.B. zur Seenotrettung / Flüchtlingspolitik, wirklich wahnsinnig interessieren.)
    .
    Edits: viiiiele Tippfehler.

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

    5 Mal editiert, zuletzt von BzbE ()

  • Mag schon öfter gesagt worden sein - aber man hätte das Projekt "Onkelz" eben auch nach dem großen Umdenken als durch die rassistischen Songs als verseucht ansehen und unter neuem Namen neu anfangen können. Damit hätte man mit Sicherheit heute kein oder ein deutlich kleineres Fanproblem - aber auch einiges an bisher aufgebautem aufgeben müssen.

    Ich meine mich zu erinnern, dass der Weidner irgendwann mal dazu Stellung bezogen hat und sinngemäß sagte, dass "Böhse Onkels" halt ihr Bandname ist und daher die Band einfach damit eng verbunden ist und sie sich von niemandem dazu bringen lassen wollen, diesen Namen zu ändern - also nur weil die Mediendeppen und uninformierte Bürger sich wohler damit fühlen würden, wenn der Name "Böhse Onkels" verschwindet, heiße das noch lange nicht, dass die Band das auch so sieht und sie wollen den Namen halt behalten und sich den nicht wegnehmen lassen.

    (Mich würden - das nur am Rande - auch die heutigen Positionen der Band, z.B. zur Seenotrettung / Flüchtlingspolitik, wirklich wahnsinnig interessieren.)

    Der Weidner hat vor ein paar Jahren an einer fragwürdigen Fernsehshow mit dem Titel "Auf der Flucht" teil genommen. Ich habe mir die Sendung nie angesehen, daher kann ich keine Details nennen, aber er hat sich wohl von der Kamera begleitet auf den Weg einer Flüchtlingsrute gemacht.



    So im Allgemeinen denke ich, dass die Onkelz teilweise tatsächlich zu einer Art Sündenbock wurden - ich glaube, so sehen die das tatsächlich auch selbst. Es ist einfach, eine Band an den Pranger zu stellen und zu schreien: "Ihr seid rassistisch und rechts und schürt den Hass!" Damit kann man sich als Journalist besser fühlen, weil man ja einen Beitrag gegen Fremdenhass geleistet hat und außerdem hat man ja einen Artikel verfasst und seine Arbeit getan. Aber sich an die eigene Nase fassen, im eigenen Umfeld gegen Rassismus vorzugehen und sich selbst damit zu beschäftigen, das ist schon schwieriger. Anders formuliert: Im Alltag blenden wir gerne die Gefahr von Rechts aus, weil wir sie nicht wirklich ernst nehmen, da wir uns so sicher fühlen mit der Demokratie in der wir leben. Man sieht es heutzutage an der AfD. Die wird immer erfolgreicher und wir sehen dabei zu. Diese Haltung der AfD existierte damals bestimmt auch schon, aber das sind ja die Nachbarn, unser Familienangehörigen, die anzugreifen oder denen zu widersprechen, das ist unbequem - also schnappt man sich die Onkelz in diesem Fall und versucht so, sein Gewissen zu beruhigen. So. Das waren meine Gedanken zum Thema.

  • (Mich würden - das nur am Rande - auch die heutigen Positionen der Band, z.B. zur Seenotrettung / Flüchtlingspolitik, wirklich wahnsinnig interessieren.)


    Ich glaube nicht, dass es da all zu viel an ausgesprochenen Positionen gibt. Die von mir oben verlinkte Hockenheimansage spricht aber auch klar von Menschen, die Schutz suchen und Hilfe brauchen. Auch die Teilnahme an diesem "Auf der Flucht" Fernsehexperiment kann man als Positionierung verstehen, auch wenn das resultat nicht dolle war.
    Unterm Strich würde ich das aber auch eher als W-Positionen einordnen, da man die Aussagen so nur von ihm kennt. Evtl. hat sich Pe auch ein wenig positioniert, das weiß ich nicht.


    Edit: Couchpotatoe war etwas schneller.

    Megawatt aus Marienfelde:
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  • Sascha89: Danke für die Antwort, die ich deutlich besser verstehe und mit der ich deutlich besser leben kann.
    .


    Zur Erklärung: Mein Problem eben war, dass auf mich deine Antwort wirkte wie eine (plötzliche und überraschende) Generalablehnung aller kritische Kommentare hier, abgewatscht mit "eure Meinungen stehen eh fest" und abgeschlossen mit "daher bin ich jetzt raus".
    Daran hätt ich so ziemlich jedes Wort falsch gefunden:
    (...)


    Ich lehne kritische Kommentare keineswegs ab, ich hinterfrage bei den Onkelz einiges auch heute noch kritisch.


    Einige deiner Fragen lassen sich vielleicht mit der Timeline auf http://onkelz.de oder der Biographie Danke für nichts von 1997 beantworten.
    Ich hab das Teil vor über zehn Jahren das letzte Mal wirklich gelesen und schliesse daher nicht aus, dass mir einiges entfallen ist.
    Bei einigen Punkte kommt vielleicht ab Mitte November mehr Licht ins Dunkle, denn am 14. November erscheint die Biographie Gonzo: Die offizielle und autorisierte Biografie von/über den Gitarristen.



    (...)
    Ich kann nur für mich sprechen, aber meine zumindest meine Meinung zu den Onkelz steht keineswegs fest. Ich mag deutliche Gründe sehen, warum mich persönlich die Band in vieler Hinsicht (abseits der Vergangenheit!) eher abstößt. Dennoch fand auch ich zum einen immer mal wieder nen Song gut. Insbesondere finde ich aber die Geschichte der Band ultraspanndend - und bin in dem Thread auch eher um vielleicht was dazuzulernen statt um irgendwie "zu gewinnen".
    Daher verwunderts mich, wenn gerade jemand wie du - der sicher deutlich mehr Details kennt als ich - die Geschichte für - in diesem Rahmen - auserzählt hält. Gerade die interessantesten Fragen (z.B. wie waren die Jungs zu Zeiten der rechten Songs persönlich drauf? Inwiefern lagen die Positionen auseinander? Falls weit - wieso blieb man trotzdem zusammen?) scheinen für mich immer noch ziemlich offen zu sein. Auch weil - und da ist natürlich ein Dilemma - die Aussagen der Leute, dies wissen, nicht den riesen Beweiswert haben weil die natürlich persönlich betroffen sind und auch die Band weiterführen wollten.
    HIer liegt in meinen Augen auch ein sehr interessanter Punkt, von dem ich zumindest verstehe, wenn er ihnen vorgehalten wird. Mag schon öfter gesagt worden sein - aber man hätte das Projekt "Onkelz" eben auch nach dem großen Umdenken als durch die rassitischen Songs als verseucht ansehen und unter neuem Namen neu anfangen können. Damit hätte man mit Sicherheit heute kein Fanproblem - aber auch einiges an bisher aufgebautem aufgeben müssen. Auch hätte es sicher Momente gegeben, über eine Trennung von Kevin nachzudenken - z.B. nach dem "Schwarz-weiß-rot" live. Ob das jeweils die besseren Entscheidungen gewesen wären, oder sie so sogar ein besseres Beispiels ("Man kann sich ändern!") sind, ist eine komplexe Frage und da will ich gar nichts behaupten.
    (...)


    Als ich 2005 angefangen habe mich mit der Band zu beschäftigen empfand ich die Geschichte der Band auch ultraspannend. Das ist auch heute noch so, weil ich alles vor 2005 eben nicht miterlebt habt als Fan bzw. überhaupt nicht.
    Die Geschichte ist für mich nicht auserzählt, aber im Laufe der Jahre haben sich immer wieder andere/neue Leute hier im Forum angemeldet, sind irgendwann auf diesen Thread gestoßen und man musste jedes Mal von vorne anfangen mit Fakten und Argumenten. Das es einen nervt, dass man immer wieder dieselbe Themen von vorne durchkauen muss kann man sicherlich nachvollziehen. Daher mache ich zu bestimmten Dingen einfach die Schotten bei mir dicht. Man kann schliesslich alles im Thread nachlesen. Alleine mit pillermaiks Beiträgen erfährt man schon einiges (sicherlich mehr als über meine, da er die Band seit 1990 verfolgt).


    Hätte man das Projekt "Onkelz" z.B. 1986 beendet und das Album Onkelz wie wir (der Titel hätte dann auch ein anderer sein müssen und damit auch der Titelsong) unter anderem Namen veröffentlicht hätte man zwar nochmal komplett von null angefangen, aber seitens der Presse wäre dies sicherlich aufgegriffen worden und ich wette, man hätte der Band vorgeworfen sie wollen so ihren Namen reinwaschen.


    Dies wurde 1995 auf dem Album Hier sind die Onkelz auch im Song Danke für nichts (der Song ist, mal wieder, ein Song gegen die Presse und deren Berichterstattung über die Onkelz) angesprochen:




    Was Kevin und die Textänderung zu "Schwarz-Weiss-Rot" angeht:
    Klar, man hätte ihn aus der Band schmeissen können. Aber würdest du einen Freund verstoßen weil er einmal eine Grenze übertritt?
    Ich nicht. Zumindest nicht einfach so. Ich würde mit ihm reden, ihn zusammenscheissen was ihm einfällt (aus Sicht von Stephan dann natürlich was ihm einfällt meine Songtext derartig abzuändern).
    Diesen Anschiss hat es wohl auch gegeben, aber man wollte Kevin nicht in den rechten Sumpf abrutschen lassen


    Auszug aus der Timeline:


    Zitat

    (...)
    Der Abend in Groß-Parin verläuft ohne nennenswerte Zwischenfälle bei den anwesenden Glatzen. Bei der Band kommt es zu einer nennenswerten Besonderheit: Vor den rund 600 Glatzen, Skin-Girls und einigen Hooligans, von denen man einige ganz klar dem rechten Lager zuordnen muss, lässt sich Kevin zu einer Dummheit hinreißen. Obwohl die Band den Aufforderungen „Türken raus“ oder „Deutschland den Deutschen“ vom Demotape zu spielen, nicht nachkommt, trägt sie dennoch den Song „Deutschland“ vom ersten Album vor. Die originale Textzeile „deutsche Frauen, deutsches Bier – schwarz rot gold wir steh’n zu Dir“ wird während des Gigs von Kevin auf eigene Faust umgestaltet und er singt nun „deutsche Frauen, deutsches Bier – schwarz weiß rot wir steh’n zu Dir“. Das erste, nicht das letzte Mal, dass Kevin diesen Schwachsinn verzapft. Er bekommt hinterher von Stephan eine schwere Ansage zu hören. Ob er noch alle Tassen im Schrank habe, ob er sich überhaupt bewusst sei, dass er damit den Rechten in die Karten spielt. Kevin mimt den Verständnisvollen und Einsichtigen, verzapft den gleichen Mist aber ein Jahr später in Rüsselsheim erneut. Es kommt zu Spannungen innerhalb der Band, die – da ist man sich einig – Kevin nicht weiter in die Faschoszene vordringen lassen will. Das Maß der Unüberlegtheiten, die sich Russell (der zu der Zeit als ausländerfeindliche, latent nationalistische Aggro-Glatze unterwegs war) geleistet hatte, ist voll.


    Als ob das nicht genug ist, wird das Open-Air hinterher auch noch zu allem Überfluss von einigen Nazipartei-Aktivisten kurzerhand zum „Rock-gegen-Links“ bzw „Rock against Communism“ deklariert.


    Nach dem Festival erntet die Band bei angesagten Skinhead-Fanzines, die vorher Pro-Onkelz waren, im Anschluss an das Konzert kritische Beiträge und wird als „uncool“ bezeichnet. Die vorher überschwänglich-positiven Berichte der Skinhead-Szene über die Onkelz machen eine 180-Grad Drehung. Die durch die Onkelz mit aufgebaute Szene beginnt ihr Aushängeschild zu meutern. Den Onkelz ist dieser Trend scheißegal. Sie sind es gewohnt mit Unwahrheiten und Ignoranz umzugehen. Die Verbindung zwischen Gonzo, Stephan und Pe wurde nur stärker – und Kevin würden sie mitnehmen.
    (...)


    Quelle: onkelz.de - Timeline - Der größte dokumentierte Glatzengig und der Auftritt vor Berliner Nazi-Skins: der Sommer und Herbst 1985



    (...)
    (Mich würden - das nur am Rande - auch die heutigen Positionen der Band, z.B. zur Seenotrettung / Flüchtlingspolitik, wirklich wahnsinnig interessieren.)



    Vielleicht hilft die Ansage vom Hockenheimring 2015 und der Song Schöne neue Welt dazu:


    BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021

    01.+02.06. Wiesbaden | 14.06. Köln | 01.08. Coesfeld | 09.-13.08. Punk Rock Holiday | 16.08. Ljubljana


    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • (...)
    Der Weidner hat vor ein paar Jahren an einer fragwürdigen Fernsehshow mit dem Titel "Auf der Flucht" teil genommen. Ich habe mir die Sendung nie angesehen, daher kann ich keine Details nennen, aber er hat sich wohl von der Kamera begleitet auf den Weg einer Flüchtlingsrute gemacht.
    (...)


    Hier gibt's die gesamte Dokumentation zu sehen:



    Beachte(t), dass sich das ZDF das Ganze ausgedacht hat und nicht die Teilnehmer!


    Einige Minuten Recherche und auch nur noch über die WayBackMachine zu erreichen hier Stephans Statement zu "Auf der Flucht" nach der Ausstrahlung:



    Quelle: https://web.archive.org/web/20…e-tour-der-schmerzen.html



    bzw.




    Quelle: https://web.archive.org/web/20…-wie-ein-tripper-war.html




    Im November spielten Stephan und Dirk (Dirk ist Mitglied von Stephans anderer Band namens DER W) beim "Konzert für Afghanistan":



    Quelle: https://www.facebook.com/DERW2…201745862429874?__tn__=-R


    Das zu sehende Video:





    2015 sang Stehpan dann beim TOXPACK Song Nichts hören, sehen, sagen welcher sich klar gegen Rechts ausspicht mit (am Text war er laut GEMA-Eintra (siehe unten) nicht beteiligt).




    BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021

    01.+02.06. Wiesbaden | 14.06. Köln | 01.08. Coesfeld | 09.-13.08. Punk Rock Holiday | 16.08. Ljubljana


    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Nochwas zum Thema Bandnamen ändern, auch aus der Timeline.



    Quelle: onkelz.de - Timeline - Wir ham`noch lange nicht genug – Das erste Album unter professionellen Bedingungen und Namensänderungswünsche

    BAD RELIGION - 40th +1 Anniversary Tour 2021

    01.+02.06. Wiesbaden | 14.06. Köln | 01.08. Coesfeld | 09.-13.08. Punk Rock Holiday | 16.08. Ljubljana


    "Haste 'nen Link zur Quelle für mich?" :)

  • Zu "Auf der Flucht": Ich habe gerade versucht, mir die Doku anzusehen, musste nach dem Vorspann aber abbrechen, weil mir übel wurde. Das war mir schon klar damals, als die Sendung beworben wurde, dass das nur Schwachsinn sein kann. Das Elend dieser Menschen zu benutzen zu Unterhaltungszwecken ist schon echt krass - denn wenn es keine Unterhaltung sein soll, warum nimmt man nicht authentische Flüchtlinge, die man dokumentiert? Das hätte 1. den Vorteil, dass man die Gefilmten dann finanziell unterstützt, weil für die Aufnahmen werden sie ja bezahlt. 2. Hätte es den Vorteil, dass es evtl. beim Durchschnittszuschauer für wahre Empathie mit Fliehenden sorgt und nicht über den Umweg, "oh, einer meiner Landsleute hat da gerade Einblick in die Schwierigkeiten einer Flucht".


    So. Und das Statement vom Weidner was ich hier gerade gelesen habe (das Video habe ich mir danach nicht angesehen) ist mir echt zu weinerlich und zu voll von Selbstmitleid. So reich wie der ist, hätte der die Idee vom ZDF aufgreifen können und sich auf eigene Kosten auf diese Reise begeben können und darüber schreiben oder seinen eigenen Film machen können. So hat er sich halt gut bezahlen lassen und jammert hinterher, dass er nicht als nett dargestellt wurde. Wie armselig.

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