Böhse Onkelz


  • Der Song wird mit jedem Durchlauf besser :D


    ...lässt aber auch irgendwann wieder nach 8) Meine Einschätzung nach 3 Tage hin und wieder hören: ein solider Onkelzsong mit Livepotential, aber jetzt auch kein Überhit.


    Allerdings so schlecht wie er teilweise bei euch weg kommt, finde ich ihn nun wirklich nicht. Jetzt kann ich aber auch schlecht einschätzen (außer Conse) wer von euch generell überhaupt was mit den Onkelz anfangen kann. Wenn ich einen neuen Jennifer Rostock -Song "bewerte", wird dieser vermutlich auch nicht sonderlich gut bei mir abschneiden :whistling:

    Der Hund an der Leine
    der hat keine Beine,
    darum ist der Hund
    auch untenrum wund!

  • Immerhin haben sich Diejenigen, die den Song offensichtlich kennen und eigentlich keine Onkelz hören, den Song gekauft.. 1:0 für die Onkelz :D


    Ich finde den Song ok. Geht im Back-Katalog unter, da viel zu wenig Substanz textlich und auch was Ideenreichtum angeht. Aber schlecht ist er nicht.
    Bin mir aber sicher, dass da Einiges kommt das richtig schön passt.


    Was hier die Gegner angeht: Deren Einschätzung nehme ich nicht ansatzweise ernst, da könnten die Onkelz einen Song schreiben, der "Wort zum Sonntag", "Liebeslied" und "Fünf vor zwölf" vereint und er würde komplett abgelehnt - einfach weil er von den Onkelz kommt. Dieses Verhalten ist nichts Neues, nichts Aufregendes - leicht zu antizipieren. Insofern; so what...

  • Mal ein paar Worte von mir als - tja, was eigentlich - Onkelzgegner?


    Sagen wir es mal so: Ich hab ne Zeit lang sehr viel Onkelz gehört, das ist jetzt aber über 10 Jahre her. Seitdem habe ich mich eher von den Jungs abgewandt, gerade nachdem, was der Kollege Russell so nach diesem Autounfall abgezogen hat. Der Typ ist für mich einfach nur furchtbar, da finde ich nicht ansatzweise etwas zum schönreden. Pe und Gonzo sind mir relativ wurscht, mit denen habe ich mich aber auch nie auseinandergesetzt. Den Weidner finde ich eigentlich ganz sympathisch und v.a. auch glaubwürdig. Das genaue Gegenteil von Russell. Ich glaube Sammy von den Broilers hat sinngemäß mal gesagt, dass es ihm schwerfällt, den Weidner nicht zu mögen. So ähnlich verhält es sich bei mir.


    Dass die Onkelzgegner hier den Song gekauft haben wage ich zu bezweifeln. Ich habe ihn mir bei Youtube angehört. So sehr mich in gewisser Hinsicht ein Onkelzkonzert auch reizen würde (habe noch nie eines besucht), so wenig kann ich es mit mir vereinbaren, den Onkelz auch nur einen Cent zu geben. Liegt - Überraschung - in erster Linie an meiner Abneigung zu Russell. Daher werde ich mir auch das Album sicherlich nicht holen, sondern es mir irgendwo mal anhören, wenn sich die Gelegenheit ergibt und damit ist dann auch gut.


    Jetzt aber zum Song: Ich bin (nach einmaligem Hören) echt positiv überrascht. Mir gefällt der Sound und mir gefällt das Thema. Die Art und Weise, wie das Thema umgesetzt ist, finde ich dagegen etwas flach. Aber v.a. finde ich es erfrischend, dass es nicht in die "Wir-sind-die-Geilsten"- oder in die "Alle-außer-uns-sind-böse-und-gemein"-Schiene geht. Dachte, ausgehend von diesem einen Song, dass das Projekt Onkelz 2016 plumper und ausgelutschter werden würde. Aber wie gesagt: Ausgehend von diesem einen Song. Warten wir mal, was noch so kommen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Svetislav ()

  • Immerhin haben sich Diejenigen, die den Song offensichtlich kennen und eigentlich keine Onkelz hören, den Song gekauft.. 1:0 für die Onkelz :D


    Ich kauf doch keine Katzen in Säcken :D


    Ich mag eigentlich einen ziemlichen Haufen Onkelz songs


    Der Nette Mann (auch wenn der mittlerweile doch arg platt ist)
    Hass
    Bomberpilot
    Falsche Propheten
    Wir sind nicht allein
    Noreia
    Der Schrei nach Freiheit
    Deutschland im Herbst
    So geht's dir (Deine Hölle)
    Baja
    Ich mache, was ich will
    Viel zu Jung
    H
    Kirche
    Flammen
    Regen
    Zeit zu gehen
    Meister der Lügen
    Leere Worte
    Der Platz neben mir (aber nur Teil 1)
    Dunkler Ort
    Exitus
    C'est la vie
    Macht für den der sie nicht will
    Mutier in mir
    Nr. 1
    Superstar
    Kinder dieser Zeit
    Hass-tler


    So was mir gerade einfällt

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Die Russell-Thematik ist für mich sogar eine plausible und nachvollziehbare Sache. Da hab ich mich Anfangs auch etwas schwer getan. Allerdings ist das ganze ja auch augenscheinlich unter "Lebensumständen" passiert, in dem er wirklich nicht ganz zurechnungsfähig war. Auch wenn das keine Sozialarbeiter-Blanko- Entschuldigung sein darf.

    Der Hund an der Leine
    der hat keine Beine,
    darum ist der Hund
    auch untenrum wund!

  • Ich würde jederzeit nen guten onkelzsong auch so benennen,warum auch nicht?hab sie bestimmt 18 jahre lang gemocht und gehört und auch verteidigt.aber der neue song -den ich übrigens auch nicht gekauft hab-ist und bleibt in meinen ohren unterer durchschnitt,der so nie auf ner scheibe aus den 80er/90er jahren gelandet wäre.ich bin zum einen aus dem ganzen onkelzhabitus rausgewachsen,und dann fand ich kevins verhalten sowie das ganze gesabbel usw seit der reunion einfach nur unerträglich und peinlich.das ist achon ein bisschen einfach,jedem onkelzkritiker die meinung abzusprechen.

  • .das ist achon ein bisschen einfach,jedem onkelzkritiker die meinung abzusprechen.

    Zugegeben, dass könnte man so denken. Natürlich kann jeder seine Meinung zu dem Song und zu den Onkelz frei äußern. Nur wie man das Klischee eines Holbratzen-Dumdödligen-Onkelzfan vermutlich nie ganz wird abschütteln wird können, so kommt halt auch oft gleich bei der leisesten Kritik der Verdacht auf "der fand die schon immer scheiße. Hält sie bestimmt immer noch für rechte Deppen". (Achtung überspitzt!)
    Ich glaube da gehen beide Lager erstmal auf Konfrontationskurs und stellen den Gegenüber unter Generalverdacht. Eine verfahrene Situation :)

    Der Hund an der Leine
    der hat keine Beine,
    darum ist der Hund
    auch untenrum wund!

  • Ich hab das Lied noch nicht richtig, sprich in voller Länge, gehört. Kaufen werde ich ihn nicht, da ich nix von dem "neumodischen" Krempel (itunes, Spotify, Google Play und wie sie alle heißen) halte. Sorry, aber da bleib ich oldschool. Zumal einzelne Lieder dann ohnehin bei mir i-wo auf der Festplatte "verloren" gehen oder i-wann mal fernab vom entsprechenden Album auf ner Backup-DVD/CD in Vergessenheit geraten. Aber das ist ein anderes Thema. 8)


    Die Version, die ich aber auf YT gefunden hatte, war nur ne 1:30 Version, ein Ausschnitt anscheinend (ein längeres Video lief bei mir ohne Ton ?( ).
    Der erste Gedanke aber war: jo, klingt nach Onkelz. Gefolgt von: will ich das eigentlich wieder haben? Denn i-wie habe ich deren Abwesenheit ganz gut überlebt, ne CD hatte ich glaub seitdem nicht mehr allzu oft in der Hand. Und Kevins Stimme hatte ich inzw. auch erfolgreich verdrängt. :D
    Und i-wo im Hinterkopf musste ich dann noch an In Extremos "Quid pro Quo" denken, inhaltlich gesehen.


    Aber da das Lied ja auch aufm Album ist, muss ich mir keine Gedanken machen was verpasst zu haben, ohne vorherigen online Kauf. Und wehe, Saturn liefert nicht pünktlich zum Freitag... :cursing:

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • Selten teile ich die Meinung mit der Katastrophenfrau - diesmal kann ich das aber 100%ig.


    Sie schneidet einen sehr wichtigen Punkt an:
    Will man das eigentlich wirklich, ein neues Album? Ist Onkelz nicht seit 20 Jahren gegessen? Ist es ein persönlicher Rückschritt, wenn man sich nun wieder in's Boot begibt? Ich kann jede der Fragen mit JA beantworten... Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Onkelz-Stimmung überhaupt wieder haben will. So sehr ich die Band mal geliebt habe, umso mehr gingen sie mir auch auf die Nerven... Das fing schon 1992 an... "Heilige Lieder". War nicht meins. Ebenso "E.I.N.S" - habe mir viele Onkelz-Alben zwar umgehend gekauft, aber nicht umgehend angehört - zumindest nicht so, wie ich damals eine neue Hosen-Scheibe anhörte...


    Bei den Onkelz nervte mich stets dieser "wir haben alles gesehen und sind Krass"-Pathos. Exakt dieses Geschwafel rief selbstmitleidige Kreaturen auf den Plan, die sich selber in Onkelz-Songs fanden und noch mehr im Selbstmitleid versanken... In den 90ern sahen sie so aus:
    Lange Haare, jedoch immer Cap auf und den Zopf hinten durch die Cap-Öffnung gezogen... Meist ein Scnhäuzer, dann Tribal-Tattoos, Pullover in die Hose, die bis fast zu den Achseln hochgezogen wurde, gesteckt - Gürtel mit Handy dran, Hose miest an der Grenze zum Hochwasser und unten irgendwelche Treter, die scheisse aussahen - gerne auch diese Klumpstiefel mit Metall dran... Der klassische dieser Fans hatte irgendein kleines Alkoholproblem, war Raucher und hatte zumindest mal gekifft - und hielt sich dadurch für superkrass. Unzufrieden mit sich und seinem Leben flüchtete er in Musik die zwar hart und männlich war, jedoch gefühlvoll, so dass er morgens um halb3 beim 23. Bier selbstmitleidig zu "Bin ich nur glücklich, wenn es schmerzt" vor sich hin lamentieren konnte. Und meistens hatte er im Freundeskreis einen Ex-Junkie, der dann auch noch rumhing und von seinem krassen Leben erzählte und sich in "Kevins Texten" - die ja eigentlich in der Regel von Weindner waren - wiederfand.


    Wenn ich das jetzt schreibe beginnt in mir wieder eine Ablehnung gegen die Onkelz. Denn ich sah die Band immer als Spass an. Mir machte sie Spass - oder brachte mich zum Nachdenken - aber diese Selbstmitleidstour von diesen Typen, die immer glaubten mehr gesehen, erlebt und geschluckt zu haben, fand und finde ich widerlich.


    So gesehen war es eigentlich ganz ok, dass es die Onkelz nicht mehr gab... Aber eben... Dann muss nur zum richtigen Zeitpunkt die "Es ist soweit" laufen und ich weiss wieder, wie es sich anfühlte bevor all diese Jammerlappen dazu kamen. Damals waren wir Punks und Metalheads die eine gute Zeit hatten zu "10 Jahre" oder "Keine ist wie du". Das war stets positiv.


    ...und jetzt mit "Memento"; wie kommt es diesmal? Bin ich dem allen nicht auch entwachsen? Will ich mir ein Stück Spass der ganzganz frühen 90ern zurück holen? Muss das wirklich sein?


    Eigentlich muss es nicht sein - dennoch freue ich mich darauf die neue Scheibe einzulegen und zum Konzert zu gehen. Ich weiss aber auch, dass ich die neuen Songs wesentlich abgestumpfter aufnehmen werde als früher. Die neue Scheibe wird nie den Stellenwert haben wie vor 25 Jahren... Sie wird sicher nicht Lebenssoundtrack. Dafür habe ich mich innerlich einfach zu weit von den Onkelz und für was sie stehen (und damit meine ich nicht der Nazikram, denn der ist bei mir gar nie Thema gewesen) entfernt. Ähnlich ist das auch bei den Hosen jetzt nach dem Ballast-Verbrechen (und schon davor)...


    @ Ewiggestriger:
    Ich habe nicht spezifisch dich gemeint, sondern all die Leute, die eben Onkelz hassen, den Track dann eben doch anhören - und sei es nur die 1:30 Version bei yt - und egal wie es klingt werden sie es ablehnen. Das nehme ich nicht ernst, kann ich einfach nicht. Muss ich auch nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von pillermaik ()

  • Maik, echt interessanter Beitrag! Will man das alte Gefühl zurück haben was man damals so intensiv gelebt hat? Ich kann verstehen dass das manchmal zutrifft und manchmal nicht. So geht es mir auch mitunter, z.B. bei dem Comeback der Pixies. Oder dem Comeback der Brieftauben. Aber jeweils mit unterschiedlichem Ausgang und nicht mit der von dir beschriebenen Intensität, denn ich hatte nie eine so starke Identifikation mit einer einzelnen Band.

    A fallen wall becomes a bridge to connect us rather than divide. (Zeb Love)

  • bei der faith no more reunion kam das alte gefühl komplett zurück, auch wenn das album einen moment gebraucht hat...


    Es müsste immer Musik da sein.
    Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da.
    Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.

  • bei faith no more hatte ich im vorfeld im grunde keine zweifel dass das knallt. und ich hab keine sekunde gezögert mir das album zu holen. dass es so gut wird hätte ich nicht erwartet, aber hoffnung hatte ich natürlich schon. aber die sind einfach eine besondere nummer, faith no more ist einfach einzigartig, für mich zumindest.

    A fallen wall becomes a bridge to connect us rather than divide. (Zeb Love)

  • In den 90ern sahen sie so aus:
    Lange Haare, jedoch immer Cap auf und den Zopf hinten durch die Cap-Öffnung gezogen... Meist ein Scnhäuzer, dann Tribal-Tattoos, Pullover in die Hose, die bis fast zu den Achseln hochgezogen wurde, gesteckt - Gürtel mit Handy dran, Hose miest an der Grenze zum Hochwasser und unten irgendwelche Treter, die scheisse aussahen - gerne auch diese Klumpstiefel mit Metall dran... Der klassische dieser Fans hatte irgendein kleines Alkoholproblem, war Raucher und hatte zumindest mal gekifft - und hielt sich dadurch für superkrass. Unzufrieden mit sich und seinem Leben flüchtete er in Musik die zwar hart und männlich war, jedoch gefühlvoll, so dass er morgens um halb3 beim 23. Bier selbstmitleidig zu "Bin ich nur glück, wenn es schmerzt" vor sich hin lamentieren konnte. Und meistens hatte er im Freundeskreis einen Ex-Junkie, der dann auch noch rumhing und von seinem krassen Leben erzählte und sich in "Kevins Texten" - die ja eigentlich in der Regel von Weindner waren - wiederfand.

    in den 90ern "bin ich nur glücklich wenn es schmerzt" ? ?(

  • Ich find ja "Wenn du wirklich willst" viel besser als "Bin ich nur glücklich wenn es schmerzt"

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

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