• Mal ganz kurz berichtet:
    War wohl mein bestes Green Day Konzert bisher. Was vorwiegend an der Stimmung in der Halle lag. Klar, die setlist lässt einiges zu wünschen übrig und das reicht mir dann auch für die nächsten zwei Jahre mit Green day (sollte nicht unverhofft mal ein clubgig anstehen). So als einmalige sache dennoch ein sehr gelungener abend. Es gab übrigens keinen Wellenbrecher, hab ich in der lanxess arena auch noch nie erlebt. War trotzdem vorne rechts entspannt und viel Bewegung drin.

  • Ich bin inzwischen etwas verärgert, dass ich den Berlin Gig vor meinem Abflug nicht mehr mitnehmen konnte.
    Die Setlist ist zwar leider vom Gerüst her zu ähnlich zu denen der letzten Jahre, aber mit ein paar von den Highlights und den neuen Sogs wäre es schon ein netter Abend geworden, auch wenn es vielleicht nicht ganz so nach Kotze, Schweiß, Urin, Menstruations- und anderem Blut gestunken hätte wie beim harten Kern des Forums hier und seit dem Wechsel der Band zum Mainstream Label auch auf den Konzerten weder Ziegen geschlachtet noch gevögelt werden.... Manmanman, ich frag mich, wie hier einige überhaupt in den letzten 20 Jahren noch die Hosen hören konnten, ohne die Geschlechtsumwandlung zu machen, die man angeblich braucht um Green Day zu hören. Mal ehrlich, werden euch diese Schwanzvergleiche nicht langweilig? ;)


    Aus amerikanischer Sicht kann ich nur wiederholt sagen, dass die Lyrics von allem was seit der American Idiot kam, die Trilogie ausgenommen, passender und aktueller ist als je zuvor. Und von Relevanz, auch wenn ihr das für euch persönlich anders anseht. Würde mir ja gerne mal ansehen, wie sich das stimmungsmäßig bei nem US Arenakonzert im Vergleich zu Deutschland anfühlen würde, allerdings sind mir die Tickets hier zu teuer.

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  • kein schwanzvergleich - wozu auch?? lediglich meinung. ich habe meine relativ fundiert in diesem und anderen threads kund getan... vielleicht fundierter als die von manchem hier, der da und dort relativ grosszügig gegen bands schiesst und dann beleidigt agiert, wenn jemand green day nicht abfeiert.. also wie war das mit schwanzvergleich?


    aus amerikanischer sicht..; heikel. gibt es das, kann man für 320mio menschen reden? und dann noch interpretiert von einem deutschen?

    Einmal editiert, zuletzt von pillermaik ()

  • Mein Vermerk bezog sich keinesfalls nur auf dich, ich glaube die letzte Benutzung des Wortes Mädchenband kam auch diesmal gar nicht von dir.
    Ob dein Vermerk im Gegenzug auf mich gemünzt ist vermag ich nicht ganz zu beurteilen, weil ich eigentlich nicht der Meinung bin besonders scharf gegen andere Bands zu schießen. Außer Frei.Schurz vielleicht, aber da aus ideologischen Gründen.


    Was den Vermerk mit den Amerikanern angeht: Mag schon sein, dass ich deutscher Staatsbürger bin, aber das letzte Mal als ich nachgeguckt habe, habe ich in den USA gelebt und gearbeitet, habe hier auch ausschließloch amerikanischen Umgang und ja, glaube schon mir daher auch ein gewisses Urteil erlauben zu können ;)


    Dass das dann für 320 Mio Menschen gelten soll habe ich nie gesagt, aber müssen wir jetzt ab sofort jeden einzelnen Menschen des Landes darüber abstimmen lassen, ob es eine entsprechende Meinung dazu gibt? Dann sollten wir mal ganz schnell einigen Hosensongs die Relevanz absprechen. Willkommen in Deutschland und Sascha haben mit Sicherheit auch nicht 80 Millionen Deutschen aus dem Herzen gesprochen - und trotzdem hatten beide eine Relevanz in Deutschland, oder? Jahrzehnte später könnte man auch noch das Gegenbeispiel Ballast der Republik (dürfte eher der Linken gestunken haben) und Europa (dürfte den rechten nicht entsprechen) dazu nehmen. Trotzdem wohl relevant genug, dass wir hier bei einem von beiden hier monatelang diskutiert haben, wie sehr es in die Setlist wieder reinsollte, aus genannten Gründen.


    Edit: Gegen Feine Sahne hab ich auch noch n bisschen gestänkert. Auch da aus ideologischen Gründen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Conse ()

  • Von mir jetzt auch noch ein kurzer Bericht über das Konzert in Köln.
    Anreise per Bahn hat gut geklappt und so waren wir etwa um 17 Uhr an der Arena. Gab dann auch kein langes Anstellen mehr und die nette Security ließ uns in den Innenraum, wo es erstaunlicherweise keinen Wellenbrecher gab. Ich war das erste Mal in der Lanxess Arena und hatte sie mir noch größer vorgestellt.
    So um 19 Uhr kam dann die Vorband auf die Bühne "The Interrupters". Ich kannte sie bisher nicht. Sie spielten eingängigen Ska-Punk. Sie haben eine Leadsängerin. Kann mich an einen anderen Thread hier erinnern, wo es schon mal thematisiert wurde, dass es in diesem Bereich nicht viele Frauen gibt. Sie machten das Publikum schon mal etwas lockerer.
    Kurz nach 20 Uhr kam Green Day auf die Bühne und dann ging es ab. Die Leute um mich herum waren alle gut drauf - da kann ich wsv nur zustimmen! Es war immer Bewegung im Spiel und der Band konnte man die Spielfreude richtig anmerken. Egal in welche Musikecke man sie stecken will, es war ein geiles Konzert und ich bin froh, dass ich da gewesen bin! Billie Joe Armstrong hat ständig mit dem Publikum agiert und es gab gefühlt kaum Pausen zwischen den Liedern. Natürlich durften noch Fans auf die Bühne zum Mitsingen oder Gitarre spielen. Cool war es, dass Billie Joe dem Jungen dann die Gitarre geschenkt hat. Der wird sich noch lange an dieses Konzert erinnern. :D
    Nach 2 1/2 Stunden war dann Schluss und ich groggy...
    So gut wie wir rein gekommen sind, kamen wir wieder raus. Am Bahnhof, die Zeit bis der Zug kam, bei Mc Donalds angestanden, die nichts vom Konzert wussten und mit nur einer Kasse auf, total unterbesetzt waren :down:


    Wenn so "Kleine Mädchen Punkbands" spielen, gerne wieder! Ich habe bei weitem nicht das Musikverständnis und -wissen wie mancher User hier im Forum. Für mich muss die Musik im Bauch, im Herz oder zumindest in den Füßen ankommen :) . Und daher war es für mich ein richtig guter Abend und hoffe, dass ich sie noch einmal zu sehen und zu hören bekomme.

    Ich bin immer auf der Suche, doch ich weiß nicht wonach.


  • Aus amerikanischer Sicht kann ich nur wiederholt sagen, dass die Lyrics von allem was seit der American Idiot kam, die Trilogie ausgenommen, passender und aktueller ist als je zuvor. Und von Relevanz, auch wenn ihr das für euch persönlich anders anseht. Würde mir ja gerne mal ansehen, wie sich das stimmungsmäßig bei nem US Arenakonzert im Vergleich zu Deutschland anfühlen würde, allerdings sind mir die Tickets hier zu teuer.

    :s_thanks: . Ich kann die kiddiepunk/fake-Wahrnehmung aufgrund des teilweisen Auftretens, ekelhaften Marketing-Unsitten wie dem kostenpflichtigen Idiot-Club iVm bevorzugtem Ticketkauf etc. irgendwo nachvollziehen.


    Gerade bei GreenDay finde ich aber, dass das auf die Musik selbst überhaupt nicht zutrifft. Texte wie die von American Idiot (dem Lied), 21st Century Breakdown (dem Lied), Holiday, East Jesus Nowhere etc etc versteht doch diese angebliche Zielgruppe noch garnicht richtig. Mag ja sein, dass die aufgrund der Musik trotzdem drauf abfahren, aber dass die Songs für Kids geschrieben werden, kann man damit in meinen Augen nicht mehr ernsthaft sagen.

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

  • Ich habe bei weitem nicht das Musikverständnis und -wissen wie mancher User hier im Forum. Für mich muss die Musik im Bauch, im Herz oder zumindest in den Füßen ankommen


    ...und das ist auch richtig so. ist immer geschmacksache was gefällt und was nicht... verständnis und hintergrund-/detailwissen sind nur für entsprechrnde diskussionen wichtig - geschmack bleibt geschmack...


    was lyrics angeht, die musiker ernsthaft/glaubwürdig machen sollen... pink sang "dear mr. president"... nichts gegen pink, nichts gegen linda perry - aber diese musik hören auch vorwiegend normalos im teeniealter..


    finde es an dieser stelle einfach wieder heuchlerisch, dass man green day anhand von texte grösse und glaubwürdigkeit attestiert und anderen bands nicht.

  • wie ich einen Künstler bewerte und wen ein Künstler ausser mir noch erreicht, sind für mich aber zwei separate paar Schuhe.
    Wenn die Hosen nur Konzerte wie in Wiesbaden spielen würden und dadurch aus irgendnem Grund jede Menge Normalos im Teeniealter anziehen würden, wären doch nich die Hosen schlechter geworden, sondern der Geschmack der Normalos besser.
    Ich sehe nicht, wieso GD unglaubwürdiger werden sollen, weil sie auch junge Leute anziehen...solange (!) die Musik nicht gezielt darauf ausgerichtet wird. Hier sehe ich den springenden Punkt. Aber das wird sie, wie man an den Texten sieht, in meinen Augen nicht.
    Kann man gerade bezüglich der Trilogie aber sicher ganz anders sehen, die war auch in meinen Augen einfach nur nix :D

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

  • Hier noch mein verspäteter Bericht zu Green Day in Paris letzte Woche:


    Zum Ablauf in der Accorhotel Arena:
    Zunächst mal krass, dass die Tickets mit 53€ glaub ich erheblich günstiger als in Deutschland waren, von dem Aufpreis kommt man ja fast bis Paris und zurück mit Fernbus.
    Hinsichtlich Ablauf alles ziemlich reibungslos, erstaunlich lockere Kontrollen für Paris, keine Wellenbrecher, verschiedene Halleneingänge je nach Ticket (wir waren Innenraum). Völlig nervig: Keine Gaderobe für den Innenraum ?( Stattdessen gabs eine für die Sitzplätze...macht SInn, die könnens ja nich eh einfach unter ihre Sitzschale legen :thumbdown: Merch gabs nur an einem sehr kleinen Stand, dafür aber sogar eiiinigermaßen bezahlbar (25 pro Shirt), will ich aber immer noch nicht bezahlen. Völlig krank dann die Bierpreise: 9€ für ein gezapftes Heineken 8| Warum das irgendjemand bezahlt ist mir völlig schleierhaft. Fände es ja klasse, wenn ne Arena mit solchen Preisen einfach kein einziges Bier verkauft bei solchen Konzerten. (Alkfreie Getränke waren aber für 4-5 € noch bezahlbar).


    Zur Vorband ("The Interrupters"):
    Die kannte ich vorher nicht, haben aber viel Spaß gemacht. Gut gelaunter Ska-Punk mit weiblichem Gesang, eigentlich die perfekte Vorband, konnte auch jeder, der sie nicht kannte, schnell nen Einstieg finden und sich schonmal aufwärmen.


    Zu Green Day:
    Nach den Interrupters erstmal eine halbe Stunde Wartezeit (was seltsamerweise exakt per Durchsage gleich nach der Vorband durchgegeben wurde...fand ich sehr seltsam, da gerade das ungewisse Warten wanns losgeht für mich immer die Spannung steigert).
    Sehr gelungene Zwischenmusik mit Punkrock-Klassikern, Queen, etc - fast wie vor den Hosen die Auswahl. Green Day dann wirklich in Topform, sehr guter Sound, gut aufgelegter Billie Joe. Zu Beginn aktuelle Ansagen zu Trump etc. Sehr schockierend war, wie krass wenig Englisch das französische Publikum verstand. Ich hatte selbst bei einfachsten politischen Ansagen, zu denens sehr wenig Reaktion gab, einfach das Gefühl, dass die den nicht verstanden haben. :D Bestärkt dadurch, dass hinterher bei noch einfacheren ähnlichen Stellen plötzlich wie verrückt gejubelt wurde.
    Generell ziemlich wenig Pogo im Publikum, unglaublich viele Smartphones, das is echt ne Seuche :cursing: Selbst Billie Joe war irgendwann genervt und erklärte, dass die Leute sich so selbst das Konzert versauen "Hey, if you're looking at me through your smartphone or whatever...You're not really looking at me! This is real, this is about interaction...". Reaktion gefiel.
    Auch will ich nicht unerwähnt lassen, dass ich in kp 50-100 Konzerten in Richtung Punkrock noch nie so derbe stinkende Leute um mich rum hatte :D


    Setlist fand ich gelungen, von den neuen hat mir noch "Troubled times" gefehlt. Sehr American idiot/Revolution Radio und erstaunlich Dookie-lastig (halbes Album). 21st century breakdown nur wenig (nichtmal 21 Guns oder Last of the american girls). Ansonsten die Live-Klassiker (Minority, King for a day etc), am Ende nochmal Billie akustisch mit Ordinary World und Good Riddance. Wie oben gesagt war die Band sehr gut aufgelegt, man konnten ihnen den Spaß ansehen, selbst als gegen Ende Billie Joes Stimme extrem mitgenommen war. Die hätte er aber - man kennts - lieber mal an den ca. 20 ultra-nervigen Heeeey-ooooo Stellen geschont - das einzige wirklich nervige Manko an der Bandperformance in meinen Augen.


    Insgesamt kann ich nen Besuch Live immer noch sehr empfehlen...fast 2h30 Spielzeit, gut aufgelegte Band,nahezu alles was ich schlecht fand lag am Publikum. Hoffen wir, dass die Smartphone-Seuche auf der nächsten DTH-Tour nicht SO schlimm wies hier war. :|



    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

    2 Mal editiert, zuletzt von BzbE () aus folgendem Grund: Fehler, Fehler

  • eine weitere lieblingsband von mir hat ja vor ein paar monaten auch ein album rausgebracht. hab mir das album nochmal reingezogen, um mal meinen ersten eindruck zur laune der natur besser einordnen zu können. mir fehlt zwar eindeutig das tempo hier, hat im gegensatz zu LdN mehr absolute höhepunkte. textlich, als auch vom songwriting, auch wenn da viel schrott bei ist.


    da wir hier ja von der grob selben musikrichtung spreche, erlaube ich mir mal den vergleich zu ziehen. gibt auch ein paar parallelen. schneller opener ("bang bang" "urknall), absoluter nerv song in der mitte ("youngblood" "energie"), jeweils ein ungewohnter pop-song mit hymnischen refrain der mit der zeit wächst und die sich sogar thematisch miteinander verbinden lassen ("still beathing" "unter den wolken") und nen akkustik song am schluss ("ordinary world", "kein grund zur traurigkeit").


    in der breite sind beide alben insgesamt auf ähnlichem niveau, mir fehlt aber bei der laune der 9/10 oder 10/10 song in der spitze, der es bei mir in ne best of playlist schaffen würde. die hats auf revolution radio mit "bang bang" und "too dumb to die" für mich gleich zwei mal.
    den hosen bin ich weitaus mehr verbunden als green day und werde der LnD daher noch 50 chancen geben und wahrscheinlich wieder mehrere konzerte mitmachen, aber mir macht dann doch das green day album nen ticken mehr spaß. hört sich auch mehr nach rotem faden und zu ende gedacht an.

  • Hat eigentlich schon jemand drauf hingewiesen, dass das Musical "American Idiot" am 17.01.2018 in Frankfurt Deutschland-Premiere feiert?


    http://american-idiot.de/


    Ich habe mich zwar nie wirklich mit dem Inhalt des Albums beschäftigt, allerdings weiß ich nicht, ob ich die Lieder in deutscher Übersetzung hören möchte. :S

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

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