25.06.22 Düsseldorf - Merkur Spiel-Arena

  • Keine sorge, es ist nichts, was du jedes mal kriegen wirst.

    Wie ich sowas hasse! Neid ist ein schlechter begleiter!

    Auf was soll ich denn neidisch sein? Ich war doch gar nicht da. Ich verzichte genauso bewusst auf diese Hosen-Tour, wie ich seit Jahren bewusst auf jegliche Ärzte-Konzerte verzichte (das sowieso).
    Aber die Hauptsache du hast deinen dummen Schnaps, ähm, Senf, mal wieder dazu gegeben. 🙄

    Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!


    Nr. 5 lebt - wir sehen uns wo die eisernen Kreuze stehen...

  • himbeergeist

    Wo genau erkennst du in Katastrophenkommandos Text nun wieder Neid?

    Das altbekannte Phänomen: irgend etwas ist beim Entwickeln der Fähigkeit zu Perspektivenübernahme schief gelaufen.


    Und dann kommt das dabei heraus: Eine Situation wird aus der eigenen Perspektive bewertet. Hier: Himbeergeist würde Neid empfinden, ein Konzert mit Die Ärzte als Special Guest verpasst zu haben. Und da es sich außerhalb ihrer/ seiner Vorstellungskraft befindet, dass jemand Anderes anders empfindet, werden die eignen Gefühle dem Anderen unterstellt.

  • Ich hab mir jetzt nicht alle Seiten durchgelesen, aber bin ich die einzige, die am Freitag wegen den Toten Hosen zum Konzert gefahren bin?

    Man muss auch mal gönnen können - ich gönne allen ihr Samstag-Erlebnis der besonderen Art :)

  • Ich hab mir jetzt nicht alle Seiten durchgelesen, aber bin ich die einzige, die am Freitag wegen den Toten Hosen zum Konzert gefahren bin?

    Man muss auch mal gönnen können - ich gönne allen ihr Samstag-Erlebnis der besonderen Art :)

    Ich frag mich, wenn ich Facebook so lese, auch ob Leute für die Hosen hingefahren sind, oder für Marteria...

    Es kommt die Zeit
    in der das Wasser wieder steigt...
    Es kommt die Zeit
    in der der Airport wieder brennt...

  • Ich frag mich, wenn ich Facebook so lese, auch ob Leute für die Hosen hingefahren sind, oder für Marteria...

    Wie gesagt, heutzutage geht es, und so ein Publikum haben sich die Hosen seit "Tage wie diesen" nun mal auch herangezogen, um das Event. Und alle die Freitag da waren, können sich heute im Büro von denen die Samstag da waren vorhalten lassen, dass sie quasi die Landung der Außerirdischen und das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte verpasst haben und die Stimmung am Freitag ja nieeeemals so gut gewesen sein kann wie Samstag. Alle die Freitag da waren, können sich jetzt quasi ihre Insta-Stories und WhatsApp-Protzereien in die Haare schmieren, weil die selbst von Leuten die gar nix damit zu haben gesagt bekommen "Das war jetzt aber nicht der Tag, an dem die Ärzte da waren oder?"


    Ganz nüchtern betrachtet wird es von der Stimmung her nur einen minimalen Unterschied gegeben haben zwischen den beiden Tagen. Freitag hat Ingo Donot vor Ergriffenheit geweint und Campino, als er über seinen Vater sprach und Samstag war wohl "Nur zu Besuch" sehr sehr emotional und am Ende läuft es eben auf die Ärzte raus, die das vielleicht auch einfach als Geburtstagsgeschenk für Campino gemacht haben.


    Ich habe nach dem Konzert Freitag noch gedacht, dass sich das alles irgendwie wie ein Endpunkt anfühlt. Also generell was die Hosen angeht, was das Erleben von Dingen angeht, also diese Eventisierung, dass immer alle den superduper Event erlebt haben müssen, um das auf Social Media und per Whatsapp zu teilen und dies ganze "Ihr glaubt nicht, was ich für ein tolles Leben habe". Irgendwie scheint mir diese Phase der Menschheit vor dem Hintergrund von Corona, Klimawandel, Krieg in Europa zu Ende zu gehen und das jetzt noch mal das letzte Zucken zu sein. Das sich so äußert, dass Menschen die freitags bei den Hosen waren quasi kurz davor sind zur Verbraucherzentrale zu rennen, weil samstags die Ärzte da waren und da müsste es doch ein Formular für geben, wie man jetzt was erstattet bekommt.


    Und, das noch zum Schluss, was auch dazu beiträgt und da sind die Ärzte und Rammstein ja eine wohltuende Ausnahme, dieses elendige gehype von Bands/Festivals und was auch immer auf deren eigenen Social Media Kanälen. Jeder Abend war der allergrößte, immer war alles kaum zu glauben und beim nächsten Mal wird noch eine Schüppe drauf gelegt und man glaubt es ja kaum, was hier alle verpasst haben, die nicht da waren.


    Und die Wahrheit ist doch ganz einfach: Am Ende entscheidet das eigene Gefühl und die Tagesform. Wenn ich mich samstags auf dem Weg zu den Hosen im Auto mit meiner Frau streite oder mir fährt nachher einer auf dem Parkplatz in die Karre, dann ist der Tag für mich gelaufen oder ich esse an der Raststätte eine gammelige Bockwurst und mir ist durchgehend übel beim Konzert. Dann nützt mir das alles nix ob da die Ärzte, die Hosen und Rammstein gemeinsam auflaufen. "Der Mensch" muss scheinbar erst mal wieder lernen, dass es ein Wert an sich ist, wenn etwas gelingt und das zu schätzen wissen. Sorry, aber ich bin gerade leicht genervt von "die Menschen", auch dieses ganze Gehype vom Sommerurlaub, als ob da irgendein Leben dran hängt, wenn Vatti und Mutti einmal nicht nach Malle kommen. Gibt andere, denen geht es deutlich schlechter, die waren nie und kommen nie irgendwohin. Man, man, man ...

  • Ich hab mir jetzt nicht alle Seiten durchgelesen, aber bin ich die einzige, die am Freitag wegen den Toten Hosen zum Konzert gefahren bin?

    Man muss auch mal gönnen können - ich gönne allen ihr Samstag-Erlebnis der besonderen Art :)

    Ich war auch nur am Freitag und ja, wegen der Hosen da, wohlwissend dass die Samstage oft objektiv besser sind. Ich habe keine Gäste vermisst, ich brauche keinen Eventstatus, keine große Show. Meine Erwartungen wurden vollumfänglich erfüllt. Trotzdem freue ich mich für die Leute die Samstag da waren und diesen besonderen Moment erlebt haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Johno ()

  • :s_thanks::s_thanks::s_thanks:

    "Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
    die keiner von uns damals...so ganz genau verstand."

  • Jetzt sind wir mal echt realistisch.....wer weiss ob wir dieses jahr nicht das letzte Mal Konzerte erleben können...über jedes einzelne sollte man dankbar sein...wenn der zwerg in russland komplett abdreht ( iss er ja schon, wenn Corona mit Wucht zurückkommt was ja laut Lauterbach sowieso passiert , ) und spätestens dann sind Konzerte wieder abgesagt ....egal...vieleicht gibts vorher weltkrieg...ich versuche jedes Konzert vor allem der hosen echt zu geniesen auch wenn ich vor ein paar tagen noch was anderes sagte

  • Und, das noch zum Schluss, was auch dazu beiträgt und da sind die Ärzte und Rammstein ja eine wohltuende Ausnahme, dieses elendige gehype von Bands/Festivals und was auch immer auf deren eigenen Social Media Kanälen. Jeder Abend war der allergrößte, immer war alles kaum zu glauben und beim nächsten Mal wird noch eine Schüppe drauf gelegt und man glaubt es ja kaum, was hier alle verpasst haben, die nicht da waren.


    Da macht doch die Marketing-Abteilung einen prima Job....


    Im Ernst: Wenn man - wie aktuell - eine nicht ausverkaufte Tour hat, was ja wirtschaftlich suboptimal ist, kann man entweder für teuer Geld die Konzerte im Radio, auf Plakaten o.ä. bewerben. Oder aber man nutzt die Social Media-Kanäle und weckt dort durch emotionale Postings und Kurz-Videos das Interesse an den Konzerten - und das dann (fast) kostenlos.


    Kann man gut finden oder nicht, aber im Grunde war es ja früher, in der "Vor-Social-Media-Zeit", auch schon so. Ich erinnere mich an den Auftritt zur besten Sendezeit im ZDF bei "Wetten dass..." mit dem familientauglichen Lied "Unsterblich". Man hat sich damals auch gefragt "Muss das denn sein??", aber auch das gehörte wohl zum Business und war dann als Werbung für das neue Album / die kommende Tour zu sehen.


    Aber ein "Geschmäckle" bleibt natürlich dennoch bei dem Gehype, das stimmt. Und sei es eben nur, wie in diesem Fall, dass sich manche Konzertgänger jetzt eben ärgern "nur" am Freitag dabei gewesen zu sein und nicht am Samstag.

  • Das meiste zu diesem fucking geilen Abend wurde ja schon gesagt und ich bin wirklich dankbar dabei gewesen zu sein.


    Farin sollte öfter mit den Hosen auftreten, der ist ja einen Marathon gelaufen.:S

    ....in Jogginghose tanzt der Langerfeld

  • Es wurde hier eigentlich alles bereits geschrieben. Deshalb wird mein Beitrag nichts Neues mehr enthalten und ein wenig überflüssig wirken. Trotzdem möchte ich versuchen meine Eindrücke zusammenzufassen und diese quasi als meinen persönlichen Blog hier festzuhalten.


    [Fortsetzung von hier...]


    Hey Ho Let's Go. Knochenadlerfahnen. Hoffnung im Herzen. Intro. Drei Akkorde für ein Halleluja! Und sofort wieder, spürt man das alte Fieber. Gänsehaut. Lärm. "Einen wunderschönen guten Abend Düsseldooorf!" One, two, three, four... "Alle sagen das". Auf einmal ist die Hölle los. So weit, so vertraut. Und doch reißt es einen sofort wieder mit. Wie das wilde Wasser beim Rafting.


    Bis zu einem bestimmten Punkt lebt das Konzert vor allem von der Stimmung. Denn die Setlist ist unverändert. Aber die Stimmung ist bei diesem Heimspiel eben was Besonderes. Dann werden auch schon die ersten Höhepunkte der Setlist gespielt - "Kamikaze", "Halbstark", das von der ganzen Arena abgefeiert wird und "All die ganzen Jahre". Sensationell. Schon jetzt ist zu spüren, dass dieser Abend mit dem Vorabend mithalten kann. Plötzlich wird es außergewöhnlich emotional. Campino erzählt die Geschichte vom 1000. Konzert, die sich fast auf den Tag genau vor 25 Jahren an dieser Stelle abspielte. Und die Trauer ist so intensiv spürbar, als wäre diese Tragödie gerade erst gestern passiert. Man fühlt den Schmerz. Es fällt anschließend schwer, wieder in das hier und jetzt zurückzukehren. Aber "Pushed Again" ist genau der sperrige Song, der einen wieder zurück reißt. Pyro und grauer Rauch von allen Seiten.


    Und es bleibt keine Zeit durchzuatmen. Die Revanche für Rostock steht auf dem Programm. "Scheiss Wessis" vs. "Scheiss Ossis". Marteria mischt wie in Rostock die routinierte Dynamik auf der Bühne auf. Der Auftritt ist konsequent. Die Thematik mit allen Protagonisten dieser Split Single einmal beim Heimspiel des einen im Osten und nun beim Heimspiel der anderen im Westen. Der Kreis schließt sich hier. Das Hauptset endet wie gewohnt mit den Klassikern "Wünsch DIR was" und "Hier kommt Alex". So weit, so normal. Wenn man das überhaupt so sagen kann. Pause.


    Plötzlich Roadies auf der Bühne. Es wird ein Schlagzeug auf die Bühne gescoben. Die Bass Drum mit einer Art Teufel (?) - eine Hälfte weiß, ein Hälfte schwarz. Was'n hier los? Das sind doch auch Belas aktuelle Haarfarben. Weitere Mikroständer werden aufgebaut. Und dann passiert es tatsächlich. Die Ärzte (aus Berlin) spielen die erste Zugabe. "Armee der Verlierer" und "Jürgen Engler's Party". Unfassbar. Was für eine Überraschung. Und dann spielen beide Bands zusammen noch "Schrei nach Liebe" und "Blitzkrieg Bop". Ein weiteres Mal erstarre ich in voller Ehrfurcht. Ich hätte nie gedacht, dass ich das überhaupt noch erleben darf. Der Höhepunkt des Konzertabends ist erreicht. Eine riesige Party auf der Bühne. Alle sind aus ihrer Komfortzone heraus. Ein euphorisiertes Publikum vor der Bühne und auf den Rängen. Wahnsinn. Das ist der Moment, der in Erinnerung bleiben wird.


    Und mit "1000 gute Gründe" und "Opel-Gang" folgen noch weitere Highlights. Man möchte die Zeit anhalten. Ein Stadion Konzert was ewig in Erinnerung bleiben wird. Persönlich auch aufgrund der vielen netten Begegnungen und interessanten Gespräche. Aber "Kein Grund zur Traurigkeit" dass es vorbei ist. Einfach nur glücklich in dem Moment. Licht aus. Die Bühne wird abgebaut. Die Arena leert sich.


    Für einen letzten Lacher in der Arena sorgt dann das Besen-Kommando, was im Village People Bauarbeiter Outfit mit gelben Westen und Helmen im Stechschritt in die Arena stürmt um aufzuräumen. Was für eine bizarre Szene. Ich liege schon wieder vor Lachen gekrümmt unterm Tisch, wenn ich daran denke.


    "Das Kennzeichen des unreifen Menschen ist, dass er für eine Sache nobel sterben will, während der reife Mensch bescheiden für eine Sache leben möchte" Wilhelm Stekel

    Einmal editiert, zuletzt von binda:re ()

  • Wie genau waren eigentlich die Einlasskontrollen zum Innenraum? - Ich habe mich gewundert wie wenig Bengalos gezündet wurde.


    Beim Tourfinale 2018 war es wesentlich mehr und man hat den Schwefelgeruch, trotz geöffnetem Dach, deutlich wahrgenommen, wenn man zurück in die Arena gekommen ist.

    Narren sind bunt und nicht braun!

  • Wie genau waren eigentlich die Einlasskontrollen zum Innenraum? - Ich habe mich gewundert wie wenig Bengalos gezündet wurde.


    Beim Tourfinale 2018 war es wesentlich mehr und man hat den Schwefelgeruch, trotz geöffnetem Dach, deutlich wahrgenommen, wenn man zurück in die Arena gekommen ist.

    Am Anfang war das alles durcheinander und sehr lasch aber nach einer Weile scheint es sich glaub ich dann eingespielt zu haben.

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